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Interview Teil 2: Kurator Philipp Bollmann über die Eröffnung der Ausstellung ,,Meet me in Heaven” auf Schloss Tüssling

 

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Strahlende Gastgeber! Stephanie Gräfin von Pfuel und Kurator Philipp Bollmann freuen sich die Ausstellung ,,Meet me in Heaven” auf Schloss Tüssling zu eröffnen. Philipp Bollmann trägt einen elegant sommerlichen SØR Look. Über ihnen hängt ein Werk des Künstlers John Isaacs.

An diesem Wochenede öffnet die Ausstellung ,,Meet me in Heaven” auf Schloss Tüssling ihre Pforten für die Öffentlichkeit. Kurator Philipp Bollmann erzählt uns im 2. Teil des Interviews welchen Herausforderungen er während des Aufbaus gegenüber stand, über seine Verbindung zu Stephanie Gräfin von Pfuel und wie er sich während der Eröffnungsparty in seinem SØR Outfit gefühlt hat.

 

SØR: Wie war der Aufbau der Ausstellung?

PB: Der Aufbau verlief relativ reibungslos. Wir haben uns extra 8 Aufbautage gegönnt, um ohne Zeitdruck den perfekten Platz für jede Arbeit finden zu können. Einige Unwägbarkeiten treten jedoch bei jeder Hängung auf. Wie etwa, dass ein Werk noch nicht fertig produziert ist und erst mit einigen Tagen Verspätung angeliefert wird. 3 Tage vor der Eröffnung stand aber alles.

SØR: Was sind die Herausforderungen mit so einem historischen Gebäude zu arbeiten?

PB: Beispielsweise, dass man nie genau weiß, welches Gewicht Boden und Wände eigentlich aushalten. Ich zeige eine großartige Arbeit des Belgischen Künstlers Kris Martin, Mandi XXI, aus dem Jahr 2009, die über 400 Kg wiegt. Da weder ein Lastenaufzug noch Hebebühnen oder Gabelstapler zur Verfügung standen mussten wir mit 8 Helfern das Werk in den 2. Stock tragen und dann aufhängen. Um Sicher zu gehen, dass die „schwarze Anzeigetafel“ sicher hängt, mussten wir durch die Wand bohren und die Gewindestangen, auf denen die Arbeit hängt, auf der anderen Seite verschrauben.

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Philipp Bollmann mitten drin! Die riesigen Gummischläuche der Insatallation ,,Wolken” des Künstlers Michael Sailstorfer müssen unter die Decke gehangen werden.

SØR: Erläutere doch bitte Dein kuratorisches Konzept.

PB: Orientiert habe ich mich an der Neon Arbeit „Meet me in Heaven I will wait for you“ von Tracey Emin. Ich wollte untersuchen, wie Künstler heute mit Themen wie Jenseitsvorstellungen, Vergänglichkeit und Tod umgehen. Alles Themen die in der Abendländischen Kunstgeschichte eine zentrale Rolle einnehmen.

Ich denke es ist eine gute Möglichkeit, Menschen, die sich nicht so sehr mit zeitgenössischer Kunst auseinandersetzen, keinen Zugang zu ihr finden und sie vielleicht für Blödsinnig halten, zu zeigen, dass die Künstler von heute die Ideen und Errungenschaften ihrer Vorgänger konsequent weiterentwickeln und in einer Tradition stehen, die sich durch die Jahrhunderte zielt. Dies geschieht selbstverständlich in Spiegelung unserer Zeit und mit den zur Verfügung stehenden Medien. Die Wolken beispielsweise von Michael Sailstorfer – ineinander gesteckte LKW Schläuche, die von der Decke hängen – können aus meiner Sicht genauso intensiv und inhaltlich stark sein, wie eine Skulptur aus dem 13. Jahrhundert.

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Die Arbeit des belgischen Künstlers Kris Martin “Narziss & Goldmund” (2016), zeigt Ober- und Unterteil eines zwiegespalten Schädels die auf zwei verspiegelten Säulen liegen. Daneben ein Werk von Robert Mapplethorpe.

SØR: Was waren die Highlights der Eröffnung?

PB: Die tolle Stimmung, die begeisterten Gäste und das super Sommerwetter. Die Party endete um 5 Uhr morgens.

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Auch das Magazin ,,Bunte” berichtete in ihrer Ausagbe 24 über die Ausstellung auf Schloss Tüssling. Philipp Bollmann trägt auf dem Foto sein SØR Outfit. Foto, Bunte/Burda Verlag

SØR: Wie entstand die Verbindung zu Stephanie Gräfin von Pfuel?

PB: Ein befreundeter Künstler stellte uns vor gut 2 Jahren vor, nachdem er Stephanie in Tüssling besuchte und das Potenzial erkannte, dass das Schloss für die Präsentation von Kunst bietet. Wir setzen uns zusammen und waren uns sehr schnell einig, das Wagnis einzugehen, Tüssling auf die Langkarte der Kunst zu setzen. Seither haben Stephanie und ich sehr viel Zeit miteinander verbracht und ich freue mich sehr sagen zu können, dass ich ein Freund der gesamten Familie geworden bin.

SØR: Planst Du weitere Ausstellungen auf Schloss Tüssling?

PB: Jetzt nach der erfolgreichen 2 Ausgabe der Ausstellungsreihe, möchten Stephanie und ich Schloss Tüssling Projects auf eine noch breitere Basis stellen. Die einzelnen Schritte werden wir in den nächsten Wochen besprechen und angehen. Wir erhoffen uns, in den nächsten Jahren noch mehr Menschen Kunst außerhalb der Metropolen zugänglich machen zu können. Inhaltlich soll jede Ausstellung jedoch einzigartig sein. Ich könnte mir auch gut vorstellen, den spannenden Kontrast zwischen alt und neu zu thematisieren. Ein möglicher Ansatz und ein wunderbarer Rahmen, um Werke der Niederländischen Meister des 17. Jahrhundert aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin mit Werken Moderner Kunst zu dialogisieren.

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Stephanie Gräfin von Pfuel und der Kurator während der Eröffnungsrede. Philipp Bollmann: ,,Der Jersey Stoff des Hemdes war eine super Wahl für den warmen Sommerabend. Auch der Anzug, für den ich viele Komplimente erhielt, war hervorragend für das Wetter und den Anlass geeignet.”

SØR: Wie hast Du Dich während der Eröffnung in Deinem SØR Outfit gefühlt?

PB: Ganz wunderbar. Der Jersey Stoff des Hemdes war eine super Wahl für den warmen Sommerabend. Auch der Anzug, für den ich viele Komplimente erhielt, war hervorragend für das Wetter und den Anlass geeignet. Besonders gut gefiel mir die Farbe. Ein fast schon royales Blau. Elegant und lässig zugleich. Die Ausstellungseröffnung ist der Moment an dem man seine Arbeit – in diesem Fall die Arbeit eines Dreiviertel Jahres – der Öffentlichkeit zugänglich macht und natürlich auch zur Kritik freigibt. Wenn alle zufrieden sind ist es ein toller Grund zu feiern und die Anspannung fällt von einem ab. So war es auch diesmal und meine Stimmung fand die perfekte Ergänzung im Outfit.

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Auch in Zukunft werden Stephanie Gräfin von Pfuel und Philipp Bollmann Kunstprojekte auf Schloss Tüssling realisieren.

SØR: Wo werden wir Dich als nächstes erleben?

PB: Die nächste Eröffnung einer von mir kuratierten Ausstellung „Berlin Masters“ wird am 12.09. im Liebermann Haus am Brandenburger Tor in Berlin sein.

Weitere Presseartikel zur Ausstellung von Philipp Bollmann auf Schloss Tüssling:

https://www.muenchenarchitektur.com/events/24912-meet-me-in-heaven

http://www.exklusiv-muenchen.de/news/exklusive-kunst-party-auf-schloss-tuessling-41824

http://www.sueddeutsche.de/kultur/ausstellung-sterblich-schoen-1.3546062?reduced=true#6

SØR Interview Teil1: http://www.kleidungskultur-soer.de/?p=2756

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Kurator Philipp Bollmann und die Schnittestellen zwischen der Kunst und gutem Stil – SØR Interview Part I

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Philipp Bollmann gilt als einer der aufstrebensten Kuratoren des Landes. Mit gerade mal 30 Jahren hat er sich bereits ein  beachtliches Repertoire an Ausstellungen und Publikationen erarbeitet. Neben seinem kuratorischen Talent beherrscht er den sicheren Auftritt auf dem internationalen Kunst-Parkett. Seine hohen Qualitätsansprüche spiegeln sich in seiner Arbeit und seiner Garderobe wider. Ein guter und gepflegter Stil sind für den gebürtigen Münsterländer genauso essenziell wie seine große Leidenschaft – die Kunst! Für die Eröffnung seiner aktuellen Ausstellung ,,Meet me in Heaven” auf Schloss Tüssling der Gräfin Stepanie Bruges-von Pfuel, favorisiert Philipp Bollmann einen klassisch eleganten Look. Wir trafen ihn zur Anprobe im SØR Store in der Bleibtreustraße in Berlin.

SØR: Philipp, wie war das Fitting?

PB: Hervorragend! Es ist ein tolles Gefühl wenn man in den Genuss kommt, dass sich ein Experte Zeit nimmt, um mit dir dein perfektes Outfit abzustimmen. Ich würde sagen, dass ich recht genau weiß was ich tragen möchte, aber es ist dann doch beeindruckend zu sehen, wie sicher die SØR Mitarbeiter sind wenn es zum Beispiel um die Frage geht, welches Einstecktuch das Richtige ist. Wir haben uns dann für ein Baumwolltuch entschieden, da es nicht so leicht in der Brusttasche verschwindet wie eines aus Seide. Außerdem ist der Kontrast toll zwischen dem eher glatten Anzugstoff und dem etwas raueren Tuch.

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Philipp Bollmann weiß sich in guten Händen, denn Store Manager Michael Seiler achtet mit seinem geschulten Blick auf das kleinste Detail – alles muss sitzen!

SØR: Was bedeutet Dir gute Kleidung?

PB: Ich fühle mich einfach wohl wenn ich gute Kleidung trage. Das war schon immer so. Gute Schnitte und gute Materialien bereiten mir Freude. Es ist auch eine Frage der Qualität. (Aber nicht immer automatisch eine Frage des Preises) Es hängen Hemden in meinem Schrank die ich seit bestimmt 10 Jahren habe. Wenn man pflegsam mit ihnen umgeht kann man sich lange an ihnen erfreuen. Vergleichbares gilt für Sakkos. Gut geschnittene Sakkos gehen einfach nicht aus der Form. Ich kaufe lieber weniger, dafür aber bewusst gute Qualität.

Ein anderer Aspekt klingt vielleicht etwas übertrieben, aber ich denke gute Kleidung hat auch etwas mit Respekt vor sich selbst und seinem Gegenüber zu tun.

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Philipp Bollmann trägt einen blauen, dezent glänzenden Sommer-Anzug von Eduard Dressler, ein SØR Jersey-Hemd von Artigiano und ein SØR Einstecktuch aus gelber Baumwolle.

SØR: Woher kommt deine Leidenschaft für die Kunst?

PB: Meine Leidenschaft für die Kunst ist erstaunlicher Weise – und ganz unvorhersehbar – in einem kleinen Ort in Wisconsin entbrannt. Ich habe dort die High School besucht. Mein damaliger Kunstlehrer war der einzige in dem Städtchen der oft nach Europa gereist ist, um die Uffizien, die Vatikanischen Museen und den Louvre zu besuchen. Er hat mit solcher Begeisterung über Kunst gesprochen dass ich wusste: damit möchte ich später auch was zu tun haben.

SØR: Existiert für Dich eine Verbindung zwischen Kunst und Mode?

PB: Ja offenkundig! In mehrfacher Hinsicht! Die großen Modedesigner suchen ja geradezu die Nähe zur Kunst. Sei es Yves Saint Laurent, der in einer seiner bekanntesten Kollektionen Piet Mondrian zitiert oder jetzt ganz aktuell Calvin Klein, der seine Kampagne vor Werken von Andy Warhol, Sterling Ruby & Co. shooten ließ. Unternehmen wie Prada oder Louis Vuitton leisten sich riesige Museen für zeitgenössische Kunst und gehen Kooperation mit Künstlern ein. All das wofür die Kunst steht, Eigenständigkeit, Kreativität, Stil, Einzigartigkeit & Wiedererkennbarkeit sind selbstverständlich auch Attribute die in der Mode eine Rolle spielen. Bedenkt man, dass Kleidung auch immer etwas über seinen Träger verrät, hat die Mode gerade im 20 Jahrhundert bewiesen wie sehr sie Ausdruck einer Politischen Haltung ist und zur Veränderung der Gesellschaft führen kann. Hier schlägt sich meiner Meinung nach wieder die Brücke zur Kunst.

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Philipp Bollmann weiß um die Wirkung eines eleganten Outfits: ,, ich denke gute Kleidung hat auch etwas mit Respekt vor sich selbst und seinem Gegenüber zu tun.”

SØR: Was muss ein gutes Outfit leisten können, wenn man sich im Kunstbetrieb bewegt?

PB: Zunächst einmal glaube ich, dass im Kunstbetrieb jeder das tragen kann was er möchte. Das ist nicht in vielen beruflichen Bereichen der Fall und begrüßenswert. Es ist wirklich spannend zu sehen wie exzentrisch sich manche Leute kleiden um zu demonstrieren: Ich gehöre zur Kunst! Ich finde es allerdings etwas schade, dass sehr schicke Kleidung nicht so angesagt ist. In Berlin würde ich zum Beispiel nie eine Krawatte tragen.

Was ein gutes Outfit leisten muss kann ich nur aus meiner Sicht beantworten. Ich möchte seriös und gleichzeitig lässig wirken. Immerhin habe ich sowohl mit Künstlern als auch mit Sammlern zu tun. Ich bin in gewisser Weise die Schnittstelle der beiden Welten und das möchte ich auch durch meine Kleidung zum Ausdruck bringen.

SØR: Was schätzt Du an dem Outfit was Du ausgesucht hast?

PB: Ich trage gern Anzüge und ich liebe die Farbe blau. Das passt also schon einmal hervorragend. Der Anzug hat einen luxuriösen Super150 Stoff von der italieneischen Traditions-Weberei Reda. Ein wirklich angenehmes Tragegefühl. Mit einem weißen Hemd und einem Einstecktuch ist das Outfit simpel aber perfekt. Getreu dem Motto: ,,Weniger ist mehr”!

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Michael Seiler, der Store Manager des Berliner SØR Hauses freut sich über seinen zufriedenen Kunden – alles sitzt!

SØR: Was hast Du für eine Verbindung zu SØR?

PB: Es gibt eigentlich 2 Verbindungen. Einmal über die Kunst zu dem Eigentümer von SØR, Herrn Dr. Dr. Thomas Rusche. Ich kam bislang zweimal in den Genuss durch die Berliner Repräsentanz seiner Sammlung geführt zu werden. Es ist wirklich beeindruckend wie gut er über die Kunst die er sammelt zu berichten weiß. Die andere Verbindung ist, dass ich schon einige Male bei SØR eingekauft habe. Unter anderem eine Lederjacke die mich schon seit 7 Jahren begleitet und ich bis heute gerne trage.

SØR: Was kannst Du schon über Deine Ausstellung auf Schoss Tüssling erzählen?

PB: Die Ausstellung trägt den Titel ,,Meet me in Heaven” und wird sich mit Fragen der Vergänglichkeit, der Endlichkeit und mit Jenseitsvorstellungen beschäftigen. Es ist mir eine Freude mit bedeutenden Künstlern zusammen arbeiten zu können. In der Ausstellung werden Werke von Tim Noble & Sue Webster, Robert Mapplethorpe, Tracey Emin, Nasan Tur, Kris Martin und anderen zu sehen sein. Ein Highlight ist sicherlich dass Elmgreen und Dragset extra eine große Arbeit für die Ausstellung fertigen werden. Worum es sich genau handelt möchte ich noch nicht verraten. Aber es wird gut!

SØR: Vielen Dank und viel Erfolg für Deine Ausstellung. Wir freuen uns schon auf Dein Interview und auf die Bilder von der Eröffnung!

Abschied

Philipp Bollmann,* 1987, absolvierte nach seinem Abitur im Jahr 2007 ein sechsmonatiges Praktikum in der Bielefelder Samuelis Baumgarte Galerie & Art Consulting, für die er nach Beendigung des Praktikums weitere 18 Monate als Mitarbeiter zunächst in Bielefeld, später als Repräsentant der Galerie in Berlin tätig war.

Von 2009 bis 2013 studierte Philipp Bollmann Kunstgeschichte und Geschichte an der Freien Universität Berlin. Parallel dazu begann er mit dem Unternehmer Heiner Wemhöner die Sammlung Wemhöner aufzubauen, die er bis heute als Kurator betreut. Seit 2011 veröffentlichte Philipp Bollmann als Herausgeber etliche Publikationen, darunter: Focus Asia (2011), Im Blick (2012), Aufgestellt (2013), Behind the Surface (2015), Blaise Reutersward (2015), About Painting (2015).

2014 kuratierte er die viel beachtete Ausstellung Einblicke in die Sammlung Wemhöner und realisierte 2015 in Zusammenarbeit mit dem Museum MARTa Herford die Ausstellung Harmonie und Umbruch – Spiegelungen chinesischer Landschaften.

Philipp Bollmann ist seit 2016 für die beiden Ausstellungsreihen Berlin Masters und Schloss Tüssling Projects inhaltlich und strategisch verantwortlich. Neben seiner kuratorischen Tätigkeit für Galerien und Museen berät er Privatpersonen im In- und Ausland beim Erwerb und Verkauf von Kunstwerken.

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Independent Collectors presents: THOMAS RUSCHE IN CONVERSATION WITH CORNELIA SCHLEIME

Thomas Rusche traf die Künstlerin in ihrer Ausstellung  ,,Ein Wimpernschlag'', die noch bis zum 24. April 2017 in der Berlinischen Galerie zu sehen ist.

Thomas Rusche traf die Künstlerin in ihrer Ausstellung ,,Ein Wimpernschlag”, die noch bis zum 24. April 2017 in der Berlinischen Galerie zu sehen ist.

In collaboration with Thomas Rusche from the SØR Rusche Collection Oelde/Berlin, we present the new video-series “Thomas Rusche in Conversation With…”, where the German art collector, textile entrepreneur and economist meets personalities from the arts and cultural scene.

For our first instalment , Rusche met with the artist Cornelia Schleime at her exhibition “Ein Wimpernschlag” at the Berlinische Galerie. Schleime, who recently won the Hannah-Höch Prize for her life-work, speaks to Rusche about her insatiable passion for painting, the punk that is still present in her, and how limitations in her life made her stronger – such as the ban on work in the GDR, the spying by the Stasi, all serving as an engine to release artistic energy.

The video is currently only available in German.

 

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KUNST IST LEBENSLUST – Thomas Rusche trifft die Künstlerin Cornelia Schleime

,,ALLES, WAS ICH WAHRNEHME, ERZEUGT BILDER IN MIR, DIE ICH UMSETZEN MUSS.'' Cornelia Schleime ist eine der bedeutendsten Künstlerinnen des Landes und wurde jüngst mit dem renommierten Hannah-Höch-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

,,ALLES, WAS ICH WAHRNEHME, ERZEUGT BILDER IN MIR, DIE ICH UMSETZEN MUSS.” Cornelia Schleime ist eine der bedeutendsten Künstlerinnen des Landes und wurde jüngst mit dem renommierten Hannah-Höch-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Foto, Lars Beusker

Die Hannah-Höch-Preisträgerin Cornelia Schleime gehört zu den bedeutendsten Künstlerinnen Deutschlands. Von der Stasi bespitzelt hat sie noch vor der Wende rübergemacht. Bei der Ausreise musste sie ihr Frühwerk zurücklassen; die über 90 Werke sind bis heute verschollen. Im Westen wird Cornelia Schleime in namhaften Museen ausgestellt. Cornelia Schleime ist nicht nur eine meisterhafte Malerin, sondern zugleich auch experimentelle Performancekünstlerin, Punkrockerin und erfolgreiche Buchautorin. In der SØR Rusche Sammlung befinden sich einige Lieblingswerke der Künstlerin. Kunstsammler und SØR Inhaber Thomas Rusche traf die zarte Powerfrau in ihrer Ausstellung ,,Ein Wimpernschlag” in der Berlinischen Galerie zum Gespräch.

Thomas Rusche traf die Künstlerin in ihrer Ausstellung  ,,Ein Wimpernschlag'', die noch bis zum 24. April 2017 in der Berlinischen Galerie zu sehen ist.

Thomas Rusche traf die Künstlerin in ihrer Ausstellung ,,Ein Wimpernschlag”, die noch bis zum 24. April 2017 in der Berlinischen Galerie zu sehen ist. Foto, Lars Beusker

TR: Was bereitet Dir im Leben besondere Lust?

CS: Das Reisen in ferne Länder. Für die ersten drei Tage buche ich immer ein festes Quartier, um mental anzukommen, die Distanz zu realisieren, mich auf das Klima einzustellen, aber dann geht es ins Floating, voller Neugierde ins Ungewisse. Zu jeder Reise nehme ich immer ein leeres Buch mit und zeichne, aquarelliere, collagiere dort hinein. Ich bin grade aus Kreta zurückgekommen wo es nur geregnet hat, das hat meinem Buch aber keinen Abbruch getan. An die zweihundert Seiten sind entstanden, Zeichnungen von Klöstern, Skulpturen, Hafenanlagen, Tagebuchnotizen,übermalten Fotografien usw. Ich habe bislang sehr viele dieser Reisetagebücher gemacht, die so etwas wie Trophäen für mich sind. Andere gehen zur Großwildjagd. Ich gehe auf Bilderjagd.

TR: Welche Bedeutung spielt die Kunst in Deinem Leben?

CS: Jeder der mich kennt, weiß, dass die Kunst nicht nur eine Rolle in meinem Leben spielt. Sie ist mein Raum, meine Luft zum Atmen. Leben und Kunst lassen sich bei mir nicht trennen. Denn alles was ich wahrnehme, erzeugt Bilder in mir, die ich umsetzen muss. Durch sie kann ich mich von der realen Welt abgrenzen, die ich manchmal nur schwer ertrage. Ich schaffe mir durch die Kunst meine eigene Welt. Ich habe ein Bildgehirn, alles bleibt gespeichert. Ganz anders mit Namen, sie pulverisieren sich in meinem Kopf und fallen wie das Mehl durchs Sieb.

Dieses Porträt von einem Mädchen mit einer Blume im Mund, ziert das Cover des neuen SØR Journals. Cornelia Schleime, ohne Titel, 1998, 145 x 120 cm, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, Privatbesitz

Dieses Porträt von einem Mädchen mit einer Blume im Mund, ziert das Cover des neuen SØR Journals. Cornelia Schleime, ohne Titel, 1998, 145 x 120 cm, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, Privatbesitz

TR: Bereitet Dir die Kunst Lust?

CS: Natürlich, ich arbeite ja aus dem Lustprinzip heraus, aus der Sinnlichkeit, die der Umgang von Farben mit sich bringt, aus den Strukturen die dabei entstehen, aus den Schichten hinter denen sich etwas verbergen kann. Malerei ist für mich ein gro.es Geheimnis, was sich nie lüftet, wie Schalen, die man Stück für Stück freilegt, um auf einen Kern zu treffen.

TR: Leidest Du auch an der Kunst?

CS: Ich habe noch nie an der Kunst gelitten. Nur an schlechter Kunst, die ich manchmal sehe und wenn sie größer sein will als sie ist.

TR: Wie entstehen Deine Werke? Schnell und intuitiv oder – als geplanter Prozess?

CS: Meine Arbeiten entstehen immer intuitiv. Wenn ich jedoch länger an einem Thema dran bleibe, kommen Überlegungen hinzu, Grenzen auszureizen.

Cornelia Schleime, Ohne Titel, 2003, Acryl, Asphaltlack und Schel lack auf Leinwand 180×140cm, SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Cornelia Schleime, Ohne Titel, 2003, Acryl, Asphaltlack und Schel lack auf Leinwand 180×140cm, SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

TR: Du sprühst vor Leidenschaft. Was ist die Quelle Deiner Leidenschaft?

CS: Die Quelle ist die Suche nach innerer Schönheit, nicht der geschenkten Schönheit, sondern jener, die durch Erfahrung entsteht. Leidenschaft bedeutet für mich, sich einer Sache voll hinzugeben, jegliches Risiko in Kauf zu nehmen. Als ich vor ein paar Jahren meine Porno-Erotik-Zeichnungen gemacht habe, hatte ich in dieser Zeit keinen Sex. Beides würde für mich nicht gehen. In dem ich keinen Sex hatte, wurden diese Zeichnungen zwingend für mich. Das ist für mich Dialektik: ich kann nicht hier ein bißchen fummeln und da ein bißchen kritzeln. Das was ich tue, muss ich absolut tun. Ich hasse Ambivalenzen!

TR: Erkennst Du in Deinem Kunstschaffen einen roten Faden?

CS: Mein roter Faden ist die Poesie, das Provokante, Irritierende, das Düstere, das Lichte, mit der Umschiffung der Mitte, die mir nicht liegt.

TR: Hat er sich im Laufe Deiner wechselvollen Lebensgeschichte verändert?

CS: Nein, ich wußte schon mit 18 Jahren was ich wollte, hatte nur noch nicht die künstlerischen Mittel dies auch umzusetzen. Aber wo ich diesen roten Faden hinspinnen soll, dass war mir damals schon klar.

Cornelia Schleime, Eisvögelin, 2016, Acryl, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, 200×360cm (zweiteilig), Privatbesitz

Cornelia Schleime, Eisvögelin, 2016, Acryl, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, 200×360cm (zweiteilig), Privatbesitz

TR: Wie haben die Schicksalsschläge, aber auch die lebenslustigen Ereignisse Deines Lebens Dein Kunstschaffen beeinflusst?

CS: Ich habe mal gesagt: „Das Leben ist mein Goldkoffer“ und damit meinte ich auch die negativen Erfahrungen, die ich machen musste, denn gerade sie wollte ich durch Kunst verwandeln in etwas Positives, Fantastisches. Hätte ich nur Positives erlebt, ich wüsste nicht, wie meine Kunst aussehen sollte, glatt, harmlos, beliebig, einfallslos? Nein, gerade das Negative war der stärkste Motor und hat in mir eine Kraft mobilisiert, dem etwas entgegenzusetzen.

TR: Du bist Ende des vergangenen Jahres mit dem renommierten Hannah-Höch-Preis für Dein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Wie fühlt sich das für Dich an und hat sich etwas dadurchin Deinem Leben und Schaffen verändert?

CS: Der Preis hat mich sehr geehrt, vor allem, dass ich ihn in meiner Heimatstadt Berlin bekommen habe. Es ist für mich auch eine Bestätigung, dass mein Weg der richtige war. Ich erinnere mich noch an Zeiten Ende der 80iger Jahre, wo Malerei als out galt, wo man mir sagte, ich sei von vorgestern. Es war die Zeit von Konzeptkunst. Ich hatte mir einfach die Ohren zugehalten und natürlich weitergemalt.

Cornelia Schleime, Float, 2015, Bleistift, Tusche und Aquarell auf Bütten_57×38cm, Privatbesitz

,, In meiner Berliner Wohnung kann ich sehr gut Zeichnen, da darf der Raum nicht so groß sein, da das Zeichnen ja auch viel intimer ist als die Malerei, die mehr körperlichen Einsatz einfordert.” Cornelia Schleime, Float, 2015, Bleistift, Tusche und Aquarell auf Bütten_57×38cm, Privatbesitz

TR: Was für eine Beziehung hast Du zu Deinen Bildern? Viele befinden sich in Deinem Privatbesitz  so, als würdest Du sie ungern los lassen?

CS: Die Beziehung zu meinen Bildern ist so eng, dass ich sie als meine Brüder und Schwestern empfinde, die ich nie hatte. Ich kann mich von vielen Bildern nicht trennen und behalte aus jedem Werkkomplex immer ein Bild für mich. Für Dich habe ich eine Ausnahme gemacht und Dir mein Lieblings Papstbild (Woitila) und ein Mädchenporträt verkauft, was ich für mich zurück gelegt hatte, weil ich Deine Kunstsammlung so hervorragend finde. Ich wusste, das sie bei Dir ein gutes zu Hause bekommen, so konnte ich sie loslassen. Das war wirklich eine einmalige Ausnahme und ich habe mich sehr gefreut, sie immer mal wieder in Deinen Ausstellungen zu sehen und mir wurde dabei klar, dass dies genau die richtige Entscheidung war.

Cornelia Schleime, Mädchen mit Blatt im Mund, 1998, Acryl, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, 145×120cm, SØR Rusche Sammlung OeldeBerlin

,,Ich kann mich von vielen Bildern nicht trennen und behalte aus jedem Werkkomplex immer ein Bild für mich.” Cornelia Schleime, Mädchen mit Blatt im Mund, 1998, Acryl, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, 145×120cm, SØR Rusche Sammlung OeldeBerlin

TR: Du hast ein Atelier in Berlin und eines auf dem Land bei Neuruppin. Wo bist Du mehr und wo bist Du lieber? Und nehmen die zwei unterschiedlichen Orte Einfluss auf Deinen Schaffensprozess?

CS: Ich bin mehr auf dem Land, da ich mir dort ein Refugium geschaffen habe, wo ich absolut konzentriert arbeiten kann. Ohne Störungen, ohne viel Besuche. Ich habe dort sehr große lichte Räume, mit bis zum Teil 7m Deckenhöhe. Das brauche ich auch, um an meinen größeren Leinwandbildern zu arbeiten. In Berlin habe ich ein Wohnatelier und verbinde meine Aufenthalte gerne mit Terminen, die ich in der Stadt habe. In meiner Berliner Wohnung kann ich sehr gut Zeichnen, da darf der Raum nicht so groß sein, da das Zeichnen ja auch viel intimer ist als die Malerei, die mehr körperlichen Einsatz einfordert. Würde ich auf dem Land zeichnen, hätte ich das Gefühl, meine Energie verfängt sich im Deckenbalken, ehe ich den ersten Strich gemacht habe. Aber hier in Berlin kann ich gut switchen, zwischen spitzer Feder und einem Meeting in der Stadt. Die Papierarbeiten entstehen bei mir sehr schnell, hingegen die großen Leinwände über Monate bearbeitet werden.

TR: Welche Bedeutung spielt für Dich die Mode in Deinem Leben? Steigert sie Deine Lebenslust?

CS: Es ist nicht der Begriff der Mode, der eine Bedeutung für mich hat, sondern ich liebe es, mich durch Kleidung zu verwandeln, aus den Malklamotten heraus eine Andere zu werden. Wie ich mich grade fühle: mal rockig in Leder, mal in Seide elegant, mal verspielt, mal streng, wie es mir grade passt. Ich habe vier Kleiderschränke, welche Schande!! Die schönste Mode ist für mich immer noch im Film „Jenseits von Afrika“ zu sehen.

Cornelia Schleime, Die Argonautin, 2015, Acryl, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, 180×160cm, Privatbesitz

,, Ich hasse das Angepasste. Mitunter ist mir die Gesellschaft insgesamt zu nett, ist mir zu glatt geschmiert, wie in einer Softeistüte.” Cornelia Schleime, Die Argonautin, 2015, Acryl, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, 180×160cm, Privatbesitz

TR: Du hattest früher eine Punkband, wie viel Punk steckt heute noch in Dir?

CS: Wieviel Punk in mir steckt würde jeder merken, wenn er mich akustisch mit meiner Reibeisenstimme hört. Ich bin auch noch widerspenstig, wie ich es als Jugendliche war und habe meinen eigenen Kopf, sage frei heraus was mir nicht passt, ohne Rücksicht auf Verluste. Ich hasse das Angepasste. Mitunter ist mir die Gesellschaft insgesamt zu nett, ist mir zu glatt geschmiert, wie in einer Softeistüte. Ich finde das Glatte oft eisig. Ich bin aber warm und will es vom Herzen auch bleiben. Harte Schale, weicher Kern, so würde ich mich beschreiben. Und auch was meine Kleidung angeht, mixe ich manchmal Dinge zusammen, die eigentlich nicht zusammen gehören: ein Pailettenkleid mit derben Boots.

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Cornelia Schleime im Shooting mit dem Fotografen Lars Beusker. Hut von Ellen Paulssen https://shop.soer-online.de/WOMAN/ACCESSOIRES/Ellen-Paulssen-Hut_16366.html, Blazer von NVSCO https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17835/sCategory/489 , Bluse von Herzensangelegenheit https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17761 und eine Jeans von Cambio https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17677, Foto SØR

TR: Was sind für Dich die wichtigsten Fashion-Items im Frühjahr/ Sommer 2017?

CS: Ich liebe Muster und Materialmix – Jeans mit feinem Kaschmir, Spitze mit groben Leinen und Streifen- mit Blumenmuster zu kombinieren. Bevorzugt werden bei mir körpernahe Schnitte wie bei den aktuellen schmalen Cambio Hosen.  Tiefe Einblicke ins Dekollet. sind nicht mein Ding, lieber kleine Stehkragen oder opulente Schleifen und Schluppen. Kleine freche Hüte mag ich besonders, die frischen jedes Outfit auf.  Pink ist ist in meinem Schrank verboten, lieber ein verwaschenes rosé, Blautöne von dunkel bis hell und vor allem viel weiß- altweiß.  Na, ja, ich bin auch nicht mehr die Jüngste! Schuhe am liebsten spitz, im Germaschen- Stil, mit einem mittelhohen Absatz. Mädchenhaft, elegant, ich will ja jünger aussehen als ich bin…

Und eines hoffe ich ganz besonders für den Modesommer 2017, dass bald die Brikettsohlen an den Frauenfüßen verschwinden. Nichts gegen Plateau, aber bitte elegant abgeschrägt!

TR: Vielen Dank liebe Cornelia!

Cornelia Schleime - Ein Wimpernschlag (Katalog zur Ausstellung) ISBN 978-3-7356-0293-0 23,00 x 27,00 cm 156 Seiten 124 farbige und 28 s/w Abbildungen Broschüre, gebunden Deutsch/Englisch Kerber Verlag 35,00 € Bis zum 24.4.2017: die Ausstellung in der Berlinischen Galerie, Alte Jakobstraße 124–128, 10969 Berlin www.berlinischegalerie.de

Cornelia Schleime – Ein Wimpernschlag (Katalog zur Ausstellung)
ISBN 978-3-7356-0293-0, 23,00 x 27,00 cm, 156 Seiten, 124 farbige und 28 s/w Abbildungen Broschüre, gebunden Deutsch/Englisch
Kerber Verlag 35,00 €
Bis zum 24.4.2017: die Ausstellung in
der Berlinischen Galerie, Alte Jakobstraße 124–128, 10969 Berlin
www.berlinischegalerie.de

https://shop.soer-online.de/

https://shop.soer-online.de/Storefinder

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http://www.cornelia-schleime.de/

https://www.berlinischegalerie.de/ausstellungen-berlin/aktuell/cornelia-schleime/

//www.kerberverlag.com/de/cornelia-schleime-ein-wimpernschlag.html?gclid=CjwKEAjwtbPGBRDhoLaqn6HknWsSJABR-o5s1RLeMU78eHhS8CRz3yu6DKx6MZEdUT8y-Eb-iuk1yhoCBk_w_wcB

100 Meisterwerke – Teil 6: Jonas Burgert & Willem Cornelisz. Duyster

Willem Cornelisz. Duyster,   Junger Offizier, um 1625, 30 x 22,5 cm, Öl auf Holz (Hochoval), Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Willem Cornelisz. Duyster, Junger Offizier, um 1630, 30 x 22,5 cm, Öl auf Holz (Hochoval), Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Unser kleinformatiges, ovales Gemälde bietet kein aufregendes Soldatenspektakel, für deren Darstellung Willem Cornelisz. Duyster (1599-1635), einer der brillanten Maler des vielgerühmten und bewunderten niederländischen sogenannten „Gouden Eeuw“, berühmt war. Stattdessen steht lediglich ein „Junger Offizier“ im Profil in einem nicht näher charakterisierten Raum und scheint völlig versunken in die Betrachtung seiner Fußspitzen. Er stellt die Extrahierung einer einzelnen Person aus einem anderen Werk des Künstlers dar, das sich heute im Louvre befindet. Das Pariser Gemälde zeigt mehrere Soldaten beim Plündern eines Hauses. Eine Frau hat sich um Gnade flehend zu Boden geworfen vor dem jungen Mann, der nun in unserem Bild zur alleinigen Hauptfigur avanciert ist.

Willem Cornelisz. Duyster, Die Marodeure, um 1630, Öl auf Holz, Courtesy of Louvre Paris

Willem Cornelisz. Duyster, Die Marodeure, um 1630, Öl auf Holz, Courtesy of Louvre Paris

Die Separierung einer einzelnen Person aus einem Gemäldezusammenhang ist ein einmaliger Vorgang im Oeuvre Duysters. Ob es sich um eine Vorarbeit oder ein späteres Wiederholen der Figur aus dem französischen Bild handelt, muss offen bleiben, genauso wie eine exakte Datierung. Nur vage kann sie aufgrund der Kleidung zwischen 1625 und 1635, dem Jahr als der Maler der Pest erlag, erfolgen. Zu dieser Zeit nämlich war es für hochstehende junge Herren der niederländischen Oberschicht in Mode gekommen, sich nach französischem, koloristisch-aufwändigem Vorbild zu kleiden. Die Jeunesse dorée entledigte sich damit zunehmend einer dunkel-düsteren Kleidung, die sich an der spanischen Hoftracht orientiert hatte.

Willem Cornelisz. Duyster, Junger Offizier (Detail), um 1630,

Willem Cornelisz. Duyster, Junger Offizier (Detail), um 1630,

Die mittelweit am Bein anliegenden gamaschenartigen Stiefelbeine und Schuhe unseres Offiziers heben sich weniger durch ihre Farbe vom warmen Braunton der Umgebung ab, als durch ihre minutiös wiedergegebene Struktur des Falten werfenden, samtenen Wildleders sowie der feinen Schnürungen. Der goldfarbene Rock zelebriert eine Eleganz, die eine wahre Augenlust ist. Fast wird man dazu verführt, die Hand auszustrecken um den glattschimmernden, kühlen Seidenstoff zu berühren. Nicht zu eng umschließt das Kleidungsstück den Oberkörper des jungen Mannes und wird in seiner Körpermitte durch eine Schärpe gehalten, während die Enden in Schößen bis zu den Oberschenkeln herabfallen. Es entspricht dem modischen Raffinement der Zeit, die Ärmel in Schlitzen aufzubrechen, um in einem virtuosen Spiel das darunterliegende weiße, aus zarterem Stoff gearbeitete Hemd partiell ebenfalls sichtbar zu machen. Mit lässiger Nonchalance trägt der junge Offizier einen rotsamtenen Umhang um seine Schultern geworfen, der mit derselben goldgelben Seide gefüttert ist wie das Obergewand und so einen farblichen Anknüpfungspunkt schafft.

Willem Cornelisz. Duyster, Junger Offizier (Detail), um 1630, 30 x 22,5 cm, Öl auf Holz (Hochoval), Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Willem Cornelisz. Duyster, Junger Offizier (Detail), um 1630, 30 x 22,5 cm, Öl auf Holz (Hochoval), Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Durch das Einstemmen der Hände in die Rückenpartie schiebt er die Stofffülle nach hinten, wo sie sich üppig bauscht und in den Falten das Futter sichtbar macht. Nicht großsprecherisch und dominant wirkt diese Geste, vielmehr zeugt sie von einer natürlichen Autorität. Das nach unten gewandte, sinnende junge Gesicht des Mannes wird von weichen, blonden, schulterlangen Locken gerahmt, die ihrerseits ein breitkrempiger Hut schmückt, der mit weit ausschwingenden, weißen Federn versehen ist. Die Gesamtkomposition des Gemäldes ist eine runde Sache. Nicht häufig schmiegt sich eine einzige Figur so gekonnt und elegant in ihren Rahmen ein. Alle Linien, jede Kontur und schillernde Falte findet den ihr entsprechenden Schwung in dem gebogenen Oval, das Duyster als Form für seinen Offizier gewählt hat. Eine koloristische Zentrierung erhält die Komposition punktuell an der kleinen Stelle des Ellbogens, wo der weiße Stoff aufschimmert. Leicht aus der Mitte verschoben, sorgt diese Aufhellung für zusätzliches Raffinement. Ungefähr zeitgleich stemmt ein anderer Herr etwas weiter nördlich ebenfalls seine Hand in die Hüfte. Anthonis van Dyck porträtierte den später so glücklosen Karl I. von England als einen der Ersten in dieser Pose im Jahr 1635. Es ist eine Geste, die vieles in sich vereint: Stärke, Durchsetzungsvermögen, Machtbewusstsein, aber auch Eleganz und Nonchalance.

 Anthonis van Dyck, Karl I. von England bei der Jagd, um 1635, 272 x 212 cm, Öl auf Holz, Courtesy of the Musée du Louvre, Paris

Anthonis van Dyck, Karl I. von England bei der Jagd, um 1635, 272 x 212 cm, Öl auf Holz, Courtesy of the Musée du Louvre, Paris

Wenn der große flämische Porträtist eine Ikonografie der Macht malt, die über Jahrhunderte hinweg in zahlreichen Herrscherporträts aufgegriffen werden wird, nicht zuletzt von Hyacinth Rigaud in seinem berühmten Bildnis von Ludwig XIV., so spielt Duyster in einer subtilen Art und Weise mit dieser Geste. Der junge Offizier nimmt diese Pose zwar ein, jedoch nicht für ein Publikum, dem er sich präsentiert, sondern aufgrund einer inneren Haltung. Ob er über das Kriegsgeschehen nachdenkt, das er trotz seiner Jugend in seiner Funktion als Offizier in den 30er Jahren des 17. Jahrhunderts, also mitten in den Wirren des 30-jährigen Krieges, sicher in all seinen Facetten bereits hat erleben müssen? Seine Pose, die wie eine überzeitliche Allegorie des Sinnens an sich erscheint, lässt die Annahme eines Nachdenkens über eine konkrete Situation, wie sie beispielsweise in dem Louvre-Gemälde dargestellt ist, eher unwahrscheinlich erscheinen.

Willem Cornelisz. Duyster, Junger Offizier (Detail), um 1630, 30 x 22,5 cm, Öl auf Holz (Hochoval), Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Willem Cornelisz. Duyster, Junger Offizier (Detail), um 1630, 30 x 22,5 cm, Öl auf Holz (Hochoval), Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Anders als dort richtet der Offizier seine Aufmerksamkeit nicht auf ein ihn umgebendes Geschehen, vielmehr werden wir Zeugen einer nach innen gerichteten Reflexion von äußerster Aufmerksamkeit. So jung uns dieser Offizier hier gegenüber tritt, so erfahren und souverän bewegt er sich in seiner Gedankenwelt, die ihm vermutlich schon oft geholfen hat, weitreichende und existenzielle Entscheidungen zu treffen. Kleidung und Pose könnten nicht aufmerksamkeitsheischender sein; und dennoch scheint der junge Mann genau auf das – diese seine eigene äußere Erscheinung und deren Wirkung – so überhaupt keinen Gedanken zu verschwenden. Die Inkongruenz von äußerer Form und innerem Bewusstseinsgehalt macht das Spannungsmoment dieses Bildes aus.

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Jonas Burgert, Im Kessel, 2010, 120 x 100 cm, Öl auf Leinwand, Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Inkongruenzen entdeckt man auch im Werk eines anderen Künstlers. Als heiteren Menschen bezeichnet sich Jonas Burgert. Und auf den ersten Blick scheint das ausgewählte Gemälde des Künstlers diesen über sich selbst konstatierten Gemütszustand sogar zu bestätigen. Scheinbar lustig geht es zu in dem turbulenten Bild namens „Im Kessel“ aus dem Jahr 2010, in dem eine harlekinartige Figur vor lauter Lebenslust nicht einfach am Roulettetisch Platz nimmt, sondern sich mitten in den Kessel des Glücksspiels schmeißt. So rasend schnell und überbordend dreht er sich, dass nicht nur die Kugel, sondern auch die aufgetragene Farbe von der Fliehkraft erfasst wird und in wilden Spritzern der inhaltlichen Dynamik eine koloristische Form verleiht. Haltsuchend hat sich das giftig grüne Männchen auf die Vorrichtung gehockt, die dem Croupier dazu dienen soll, das Rouletterad in Bewegung zu setzen. Wie im Innern eines Orkans lässt er sich von der Bewegung mitreißen und scheint seinen Spaß daran zu haben. Die Augen hält er geschlossen, vermutlich um von der wilden Drehbewegung nicht schwindelig zu werden. Der Mund ist weit geöffnet. Passend zu seiner scheinbar lustigen Unternehmung hat er das Haupt mit bunten Bändern geschmückt, von denen sich ein blau farbenes losgemacht hat und der ganzen Figur in ihrer Drehbewegung auf dem Rad folgt.

Jonas Burgert, Im Kessel (Detail), 2010, 120 x 100 cm, Öl auf Leinwand, Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Jonas Burgert, Im Kessel (Detail), 2010, 120 x 100 cm, Öl auf Leinwand, Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Keine weiteren Personen befinden sich auf dem Gemälde, der kleine Geselle muss sich selbst vergnügen, ohne dass ihm jemand dabei Gesellschaft leistet. Es scheint ihn nicht wirklich zu interessieren, dass die Kugel im Feld der Zahl 9 zu liegen gekommen ist. Die Augen hat er ja geschlossen. Es ist ein Vergnügen um des Vergnügens Willen, das wenig Aufmerksamkeit auf seine Umgebung oder ein bestimmtes Ziel richtet. Weder dass es sich dabei um einen sehr einsamen Spaß handelt, noch der eigentliche Sinn des Glücksspiels, nämlich sein Schicksal auch in Kenntnis des Risikos des Verlustes herauszufordern, sind ihm bewusst.

Jonas Burgert, Im Kessel (Detail), 2010, 120 x 100 cm, Öl auf Leinwand, Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Jonas Burgert, Im Kessel (Detail), 2010, 120 x 100 cm, Öl auf Leinwand, Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Wie das Glücksspiel selbst, so verstehen auch die Bilder von Jonas Burgerts Hand zu verführen: durch eine eingängige, verständliche Ikonografie wird das Auge des Betrachters mittels geschickt angewandter Form und Farbsprache gefangen genommen. Dann jedoch, wenn man sich darauf eingelassen hat, wird einem allmählich gewahr, dass nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Lassen wir uns nicht blenden von der grellen Farbe und der vorgetäuschten Heiterkeit, so können wir uns des Eindruckes nicht erwehren, dass wir es hier mit einem wahrhaft traurigen Bild zu tun haben. Hinter die vergnügliche Fassade geschaut, erblickt man ein einsames Wesen, das sich einen kurzen Genuss verschafft durch eine allzu billige und vergängliche Lustbarkeit.

Sowohl das Gemälde von Jonas Burgert als auch die Darstellung von Willem Cornelisz. Duyster halten ihr Versprechen des ersten Blickes nicht ein. In beiden Bildern spielt nur eine einzige Person die Hauptrolle. Duyster wählt für sie eine ikonografisch reizvolle Pose, verpackt sie noch dazu in einer modischen Aufmachung, die gewöhnlich für äußerliche Repräsentation steht, und füllt sie dann aber mit größtmöglicher, innerer präziser Bewusstheit. Er verleiht dem Bild damit eine tiefer gehende Aussage, die sich erst nach eingehender Betrachtung erschließt. Die Figur im Kessel von Jonas Burgert hingegen wirkt auf den ersten Blick heiter und vergnügt, klammert sich bei näherem Hinsehen jedoch an ein ephemeres Vergnügen, das ihr keine wirkliche Freude, keine wirkliche Befriedigung bringen wird, da sie in höchstem Maße vergänglich ist und Pleiten und Schwindel hinterlässt. Was auf den ersten Blick wie ein harmloses menschliches Vergnügen wirkt, entpuppt sich in Wahrheit als leerer Spaß mit fahlem Ausgang. In diametraler Weise spielen beide Künstler mit der Erwartungshaltung des Betrachters, wenn er vor ihr Werk getreten ist. Sowohl Burgert als auch Duyster haben ihre Bilder auf diesen einen Bruchteil eines Moments hin ausgelegt, in welchem dem Betrachter bewusst wird, dass nichts so täuschen kann wie die äußere Erscheinung eines Bildes. Einen Moment, der noch kürzer ist, als die Sekunde des „rien ne va plus.“

Jonas Burgert, Im Kessel, 2010, 120 x 100 cm, Öl auf Leinwand, Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Jonas Burgert, Im Kessel, 2010, 120 x 100 cm, Öl auf Leinwand, Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Willem Cornelisz. Duyster,   Junger Offizier, um 1630, 30 x 22,5 cm, Öl auf Holz (Hochoval), Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Willem Cornelisz. Duyster, Junger Offizier, um 1630, 30 x 22,5 cm, Öl auf Holz (Hochoval), Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

„Die 9 will ich dann spielen, habe das Gefühl, dass sie kommen könnte, mehr so ein seltsames Ahnen ist das, ich trinke auch schon den dritten Whisky, will mich wie ein alter Spieler fühlen, und ja, ich ahne und fühle, dass die 9 nun kommen kann, kommen wird, aber entscheide mich im letzten Moment wieder für die 21, und die Kugel klimpert, nichts geht mehr, und die 9 fällt.“ Auszug aus Clemens Meyer: Gewalten. Ein Tagebuch. Frankfurt 2010. S. 189.

Jonas Burgerts Gemälde „Im Kessel“ ist Teil eines sich in der SØR Rusche Sammlung befindlichen Illustrationszyklus unterschiedlicher Künstler zu dem Erzählband von Clemens Meyer.

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http://www.fischerverlage.de/buch/gewalten/9783100486035

Literatur:

Raupp, Hans-Joachim (Hrsg.): Genre. Niederländische Malerei der SØR Rusche-Sammlung.

Münster 1996. S. 102-105.

http://www.jonasburgert.de/category/interviews/

Dr. Teresa Bischoff, Kunsthistorikerin, ist in der Welt der Alten Meister ebenso zu Hause wie in der zeitgenössischen Kunst. Studium der Kunstgeschichte, Literatur und Geschichte an der Universität Erlangen und der Università La Sapienza Rom. Studienaufenthalte in Basel zu Emilie Linder und Paris zur Ikonologie des Louvre. Lehre an der Universität Erlangen und Hochschule Ansbach. Wissenschaftliche Assistentin an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Forschungsprojekt zur deutschen Figurenmalerei des 21. Jahrhunderts. Kuratorin der Ausstellung "Gute Kunst? Wollen!" http://www.mmkoehnverlag.de/gute-kunst-wollen-eine-kritische-untersuchung-der-sor-rusche-sammlung-oeldeberlin/

Dr. Teresa Bischoff, Kunsthistorikerin, ist in der Welt der Alten Meister ebenso zu Hause wie in der zeitgenössischen Kunst. Studium der Kunstgeschichte, Literatur und Geschichte an der Universität Erlangen und der Università La Sapienza Rom. Studienaufenthalte in Basel zu Emilie Linder und Paris zur Ikonologie des Louvre. Lehre an der Universität Erlangen und Hochschule Ansbach. Wissenschaftliche Assistentin an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Forschungsprojekt zur deutschen Figurenmalerei des 21. Jahrhunderts. Kuratorin der Ausstellung “Gute Kunst? Wollen!”
http://www.mmkoehnverlag.de/gute-kunst-wollen-eine-kritische-untersuchung-der-sor-rusche-sammlung-oeldeberlin/

Sneak Preview – Das Neue SØR Journal Spring/Summer 2017

Nur noch wenige Tage, dann erscheint das neue SØR Journal Frühjahr/Sommer 2017. Ganz exklusiv gewähren wir Ihnen jetzt schon einen Einblick mit einem kleinem Making of unseres Foto/Filmshootings mit der Künstlerin Cornelia Schleime. SØR Inhaber und Kunstsammler Thomas Rusche traf die jüngst mit dem renommierten Hannah-Höch-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnete Künstlerin in ihrer aktuellen Ausstellung in der Berlinischen Galerie. Die zierliche Powerfrau spricht über alles, was ihr in ihrem Leben große Lust bereitet, allen voran die Malerei, aber auch der Punk oder das Reisen, und welche Kraft sie aus ihren Schicksalsschlägen schöpfte.

Cornelia Schleime wird von dem Fotografen Lars Beusker für das neue SØR Journal fotografiert. Hut von Ellen Paulssen https://shop.soer-online.de/WOMAN/ACCESSOIRES/Ellen-Paulssen-Hut_16366.html, Blazer von NVSCO https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17835/sCategory/489 , Bluse von Herzensangelegenheit https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17761 und eine Jeans von Cambio https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17677, Foto SØR

Cornelia Schleime wird von dem Fotografen Lars Beusker für das neue SØR Journal fotografiert. Hut von Ellen Paulssen https://shop.soer-online.de/WOMAN/ACCESSOIRES/Ellen-Paulssen-Hut_16366.html, Blazer von NVSCO https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17835/sCategory/489 , Bluse von Herzensangelegenheit https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17761 und eine Jeans von Cambio https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17677, Foto SØR

SØR Inhaber und Kunstsammler Thomas Rusche traf die Künstlerin in ihrer aktuellen Ausstellung in der Berlinischen Galerie zum Interview, Fotoshooting….

SØR Inhaber und Kunstsammler Thomas Rusche traf die Künstlerin in ihrer aktuellen Ausstellung in der Berlinischen Galerie zum Interview, Fotoshooting….

...und Film-Dreh für das das SØR Journal Spring/Summer 2017. Foto, SØR

…und Film-Dreh für das das SØR Journal Spring/Summer 2017. Foto, SØR

Natürlich stehen neben der Kunst aufregende Mode und die aktuellsten Trends im Mittelpunkt unseres neuen Journals. In diesem Sommer werden wir Sie verzaubern, mit angesagten Key-Looks und Fashion die Ihre Lebenslust kräftig ankurbelt. Entdecken Sie Mode die den Enthusiasmus und die Leidenschaft ihrer Macher reflektiert – wie die hochwertigen Ledertaschen von Campomaggi, SØR Anzüge aus feinstem Tuch von traditionellen italienischen Webereien und von MMX , die für sich beanspruchen, die perfekt Hose zu interpretieren.

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Campomaggi Taschen sind mehr als ein modisches Accessoire – sie werden zu treuen Begleitern, zumeist jahrelang. Foto, Lars Beusker

Die perfekte Herren-Hose zu kreieren ist der Motor des Labels MMX. Wer einmal so eine Hose getragen hat weiß das MMX ihr Ziel erreicht haben. Tolle Materialien und Farben, aufwendige Verarbeitung und fröhliche Details im Futter der Hose, gehören bei dem deutschen Brand zum guten Ton. Foto, Lars Beusker

Die perfekte Herren-Hose zu kreieren ist der Motor des Labels MMX. Wer einmal solch eine Hose getragen hat, weiß das MMX ihren Ansprüchen gerecht werden. Tolle Materialien und Farben, aufwendige Verarbeitung und fröhliche Details im Futter der Hose, gehören bei dem deutschen Brand zum guten Ton. Foto, Lars Beusker

Feinstes Tuch aus traditionellen italienischen Webereien, slim fit Linie im raffinierten raffiniertes Karo Look - der SØR Anzug! Hier geben wir unser Bestes für Sie! Foto, Lars Beusker

Feinstes Tuch aus traditionellen italienischen Webereien, slim fit Linie im raffinierten Karo Look – der SØR Anzug! Hier geben wir unser Bestes für Sie! Foto, Lars Beusker

Betörend gut sind auch unsere Neuzugänge wie das Beachwear Label MC2 Saint Barth und Au Soleil de St. Tropez, deren Kollektionen uns Lust machen auf karibische Traumstrände und die legendären Promenaden der Côte d’Azur machen.

Die Beachwear von St. Barth weckt in uns die große Lust auf karibische Strände und köstliche Sundowner! Foto, Lars Beusker

Die Beachwear von St. Barth weckt in uns die große Lust auf karibische Strände und köstliche Sundowner! Foto, Lars Beusker

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Au Soleil de St. Tropez – wird uns diesen Sommer noch verlockender machen. Die super light Baumwolle ist genau richtig für heiße Sommertage, die frechen Schnitte passen perfekt zur Jeans oder Hotpants. Foto, Lars Beusker

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Au Soleil de St. Tropez – ist Liebe auf den ersten Blick und avanciert schnell zum Lieblings-Shirt in Ihrer Sommer.Garderobe! Foto, Lars Beusker

Artigiano heißt ,,Handarbeit” auf Italienisch. Der Schweizer Hemden-Macher vereint perfektes Schneiderhandwerk und hochwertige Materialien mit angenehmen Preisen. Ein Artigiano Hemd verleiht Ihrem Business-Outfit den feinen Schliff!

Artigiano Hemden halten ein Versprechen - sorgfältigste Herstellung, hochwertige Materialien zu tragbaren Preisen! Foto, Lars Beusker

Artigiano Hemden halten ein Versprechen – sorgfältigste Herstellung, hochwertige Materialien zu tragbaren Preisen! Foto, Lars Beusker

Vom Kultlabel Schott NYC kommt das It Piece der Saison – die Bomberjacke! Dieser Flieger-Blouson erfährt gerade ein einzigartiges Revival und steht für maskuline Coolness und amerikanische Kulturgeschichte.

Das Original reloaded - Die Schott Bomberjacke! James Dean manövrierte den Fliegerblouson zum modischen Must-have. Und 2017 ist die Bomberjacke wieder das It-Piece der Saison.

Das Original reloaded – Die Schott NYC Bomberjacke!
James Dean manövrierte in den 50′s den Fliegerblouson zum modischen Must-have. Und 2017 ist die Bomberjacke wieder das It-Piece der Saison. Foto, Lars Beusker

 

Lust auf Sommer, Lust auf Mode und Lust auf gute Kunst!? Die haben wir hoffentlich, mit unserer kleinen Preview, bei Ihnen geweckt und freuen Sie sich jetzt mit uns auf das komplette SØR Journal – prall gefüllt mit purer Lebenslust!

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Der SØR Business-Anzug

SØR Anzug Traditionsweberei Reda (seit 1865) aus Biella in Italien, 2-Knopf, hochwertiges Innenfutter in der Farbe Braun, Super 110's, 100% Schurwolle   http://shop.soer-online.de/MAN/SAKKOSANZUEGE/SOR-Anzug_16642.html?c=36

SØR Anzug, feinstes Tuch aus der Traditionsweberei Reda (seit 1865) aus Biella in Italien, 2-Knopf, hochwertiges Innenfutter in der Farbe Braun, Super 110′s, 100% Schurwolle
http://shop.soer-online.de/MAN/SAKKOSANZUEGE/SOR-Anzug_16642.html?c=36, Foto Lars Beusker

Es brodelt in der Fashionszene. Wer die Entwicklung der Menswear verfolgt, merkt, dass sich die Schwerpunkte verlagern: Mode für Herren gewinnt zunehmend ­­­­an Bedeutung. Das Stilbewusstsein der Männer wächst. Sie legen immer größeren Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild. Und zwar in so hohem Maße, dass internationale Top-Designer wie Stella McCartney erste Menswear Linien lancierten und die Weltmarken Burberry und Tom Ford Männer- und Frauenmode gemeinsam in einem Defilee präsentierten. Umso wichtiger ist es, dass sich das wohl bedeutendste Kleidungsstück des Herrn, der Anzug, diesen hohen Ansprüchen entspricht. SØR hat das neue Selbstbewusstsein und die damit verbundenen Bedürfnisse an die Herrenmode als eine der ersten High-End-
Marken erkannt. Das Ergebnis: mehr denn je heißt es für die SØR-Mode in Premium-Qualitäten: absolute Meisterschaft in allen Disziplinen, vom Zuschnitt bis zum Annähen der Knöpfe.
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FEINSTE TUCHE
Wussten Sie, dass die luxuriösen Tuche der SØR-Anzüge aus Italiens bedeutendsten Traditionswebereien stammen? ­­So genießt Loro Piana seit 1812 einen hervorragenden Ruf als Spezialist für Schurwolle und Kaschmir. Ebenso herausragende Stoffqualitäten liefern die Familienunternehmen Barberi und Cerruti, berühmt für ihre strengen Garnfeinheitskriterien, die Sakkos Glanz, Glätte und Griffigkeit verleihen.
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PERFEKTER SITZ
Für den perfekten und komfortable konzipierten SØR Sitz sorgen erfahrene Schnittmeister. In der Herbst-Winter-Saison lassen sie das Revers etwas schmaler werden. Sakko und Blazer-Silhouetten, am liebsten in Zwei-Knopf-Varianten, bleiben schlank. Blau in all seinen Abstufungen bleibt die wichtigste Farbe.
Der neue SØR Anzug aus dem Weber-Hause Reda in Italien besticht durch sein modernes Glencheck in Grau mit blauem Überkaro und wird zum center piece Ihrer Garderobe!
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Die SØR Qualitätsmerkmale
* meisterhafte Verarbeitung
* sorgfältiger Zuschnitt
* kleine Nahtstichfolgen
* innen so sorgfältig wie außen verarbeitet
* exakte Passformgenauigkeit
* luxuriöse Oberstoffe weltbester Webereien
* atmungsaktive Futter und Einlagen
* echte SØR Knöpfe aus Büffelhorn
* praktische Innentaschenausstattung
* bequeme Schulter
* exakte Halspasse
* Armloch mit angenehmer Bewegungsfreiheit
* schlanke Silhouette
* großer Tragekomfort
* aufwendige Dressurarbeiten
* fachgerechtes Formbügeln
* Hose mit Flatfront
* französische Taschen
* AMF-Steppung am Tascheneingriff
* Bauchspanne am Schlitzuntertritt
* runde Bundverlängerung
Seit 60 Jahren dient SØR der Kleidungskultur und steht für höchste Qualität und exzellente Beratung. Foto, Lars Beusker

Erfahren Sie alles über das SØR Businesshemd hier: http://www.kleidungskultur-soer.de/?p=2511, Foto Lars Beusker

 

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Artikel im Kontur Magazin: Thomas Rusche – Kunst macht Lust auf Leben

 

Kontur No.15 - Das Cover der neuen Ausgabe. Foto, Tecklenborg Verlag

Kontur No.15 – Das Cover der neuen Ausgabe. Foto, Tecklenborg Verlag

Genau weiß nur er, wie viele Kunstwerke er sein eigen nennen kann. Mal heißt es voller Ehrfurcht und mit Bewunderung, seine Kunstsammlung umfasse 3.000, dann wieder liest man, es seien sogar mehr als 4.000 Werke. Unternehmer Thomas Rusche kennt sie alle. Viele hat er selbst erworben. Sie gehören zur SØR Rusche Sammlung mit Sitz in Oelde und Berlin.

Thomas Rusche – Kunstsammler und Unternehmer in Personalunion.

Thomas Rusche – Kunstsammler und
Unternehmer in Personalunion.

Es sind wirkliche Schätze, die in den zurückliegenden Jahrzehnten der Familiengeschichte zusammengekommen sind und die Thomas Rusche hütet wie seinen eigenen Augapfel. Das hindert ihn allerdings nicht, sie gerne auf Reisen zu schicken, um sie in den Kunstvereinen, Ausstellungshallen und Museen der Welt in immer neuen Konstellationen und Kombinationen auszustellen. Rusche teilt gerne – vor allem Anregungen und Gedanken. Besitz ist für den Unternehmer kein Selbstzweck, sondern Verpflichtung. Darin schließt er die private Kunstsammlung ebenso mit ein wie das eigene Bekleidungsunternehmen SØR, das er mit Erfolg führt. In diesem Jahr feiert das Unternehmen sein 60jähriges Bestehen, was in diesen turbulenten Zeiten durchaus bemerkenswert ist. SØR gilt als der deutsche Marktführer im Premium-Segment der Herrenausstatter und ist mit rund 60 Topmarken breit aufgestellt. Rusche weiß um seine Verantwortung für seine rund 300 Mitarbeiter und arbeitet konsequent an Strategien für die Zukunft des Unternehmens. Neben dem stationären Handel hat man sich bereits gut im Onlinehandel etabliert. Kunst und Klamotten sind für Rusche keine Gegensätze, sondern etwas, das sich, wie er findet, wundervoll ergänzt und inspiriert. „Vier Generationen meiner Familie leben nun schon von der Mode und für die Kunst“, sagt der Unternehmer.

Einzelne Kunstwerke werden auch in den SØR Filialen wie hier am Neuen Wall in Hamburg präsentiert: Das traditionelle SØR Sofa und zwei Werke von Carlos Perez und Michal Jankowski.

Einzelne Kunstwerke werden auch in den SØR
Filialen wie hier am Neuen Wall in Hamburg
präsentiert: Das traditionelle SØR Sofa und zwei
Werke von Carlos Perez und Michal Jankowski.

Im Mittelpunkt steht ein weitgefasstes Verständnis von Kultur, das für ihn und sein Leben sinnstiftend ist. Mode und Kunst machen in seinen Augen das Leben nicht nur bunt, sondern lebenswert. „Ich glaube, dass Kunst die Lust am Leben vergrößert.Wir alle stecken in einem Hamsterrad der Reproduktion unserer Lebensbedingungen.Wir gehen alle morgens zur Arbeit, gehen abends nach Hause, kochen, was im Kühlschrank ist, hoffen, dass die Partnerschaft halbwegs okay ist. In diesem Hamsterrad richten wir uns ein und merken gar nicht mehr, dass wir darin stecken. Um daraus auszubrechen ist Kunst ein unglaublich tolles Vademecum. Es zeigt uns, wie wir eine Bresche schlagen für das ganz Andere,“ so Rusche. Nicht von ungefähr werden regelmäßig Gemälde der Sammlung in den SØR-Filialen aufgehängt. Die Kunst soll Mitarbeiter und Kunden beflügeln, so wie er selbst inmitten von alter und neuer Kunst lebt und sich beflü- geln lässt. Er freut sich darüber, dass die Sammlung immer in Bewegung ist und die Bilder immer dann auf- und abgehängt werden, wenn sie den Anforderungen des Ausstellungsbetriebes folgen und ausgeliehen werden. Ein Lieblingsbild kann er nicht nennen: „Dafür wechseln die Kunstwerke selbst in meiner engsten Umgebung zu häufig, als dass ich mich in eines verlieben könnte“, sagt er. In dem halbjährlich erscheinenden Kundenmagazin, dem SØR Journal für Bekleidungskultur, inspiriert der Firmenchef seine Leser neben der Vorstellung aktueller Mode mit klugen Gedanken zur Kunst und präsentiert in Wort und Bild einzelne Meisterwerke seiner Sammlung. Die Liasons von Kunst und Mode inspiriert Rusche bei der Zusammenstellung der typischen SØR-Kollektion und bei seinen Ansprüchen an die Qualität der Bekleidung: „Mit derselben Hingabe, mit der ein Künstler immer wieder seinen Pinsel mit Bedacht auf die Leinwand setzt, erschaffen unsere Designer und Schnittmeister ihre großartigen textilen Kreationen.“ Die „Schönheit“ der Kunst ist zugleich Maßstab für die Kleidung, die er gerne verkaufen möchte und wie die „Innovationen“ und die „Diskussionswürdigkeit“, die er als Kriterien für das Erkennen von guter Kunst heranzieht, kommen ihm ähnliche Stichworte in den Sinn, wenn er über seine Mode spricht. „Gelungene Mode besticht durch handwerkliche Perfektion – von der Auswahl feinster Tuche bis hin zu ihrer meisterlichen Verarbeitung. Ebenso wichtig ist Innovation. Denn erst durch eine außergewöhnliche Idee, durch die Lust am Einsatz neuartiger, funktionaler Materialien und Schnitte werden Entwürfe von morgen geschaffen“, schreibt er in seinem Kundenjournal.

In den Räumen der Sammlung in Berlin herrscht durch die zahlreichen Antiquitäten und die Alten Meister eine ganz besondere Atmosphäre. Foto, Lars Beusker

In den Räumen der Sammlung in Berlin herrscht
durch die zahlreichen Antiquitäten und die
Alten Meister eine ganz besondere Atmosphäre. Foto, Lars Beusker

Seit er neben den Kabinettformaten der niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts auch zeitgenössische Werke sammelt, reizt es ihn, alte und neue Kunst in einen Dialog treten zu lassen. Unter diesem Titel hat er schon einige vielbeachtete Ausstellungen initiiert, darunter beispielsweise in diesem Sommer „Blühendes Leben“ im Caspar Ritter von Zumbusch Museum in Herzebrock. Unter dem Titel „Wahrheit“ präsentierte die Abtei Liesborn in Wadersloh Anfang dieses Jahres eine Ausstellung, die in fünf Kapiteln versuchte, der Wahrheit auf die Spur zu kommen – mit 57 Künstlern und ihren Werken aus der SØR Rusche Kunstsammlung. Die Erfahrung hat ihn gelehrt, dass bei solchen Gegenüberstellungen mehr Besucher angesprochen werden. „Bei Ausstellungen, die alte und neue Werke aus meiner Sammlung vereinen, kommen doppelt so viele Besucher wie sonst“,freut sich Rusche über die positiven Effekte der durchaus gewollten Provokationen. Die SØR Rusche Sammlung mit Standorten in Oelde und Berlin zählt zu den größten privaten Kunstsammlungen in Deutschland. Schwerpunktmäßig zunächst der Malerei gewidmet, umfasst sie heute Grafiken, Skulpturen, Fotografien, Installationen und Videos. Mehr als 2.000 Kunstwerke sind in den vergangenen Jahren an über 100 Museen und Kulturinstitutionen verliehen und in Ausstellungen gezeigt worden. Beinahe täglich erreichen Thomas Rusche Anfragen nach einzelnen Motiven, bestimmten Genreszenen und Arbeiten einzelner Meister. In einem mehr als 15 Jahre währenden Forschungsprojekt sind die Gemälde der Sammlung kunsthistorisch aufgearbeitet worden. In mehreren Publikationen wurden sie inzwischen unter kunsthistorischen Kategorien der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie heißen „Genre“, „Landschaften und Seestücke“, „Stillleben und Tierstücke“ und „Historien und Allegorien“.

v An den Wänden der SØR Rusche Sammlung in Berlin zeigt sich ein inspirierender Dialog zwischen alter und zeitgenössischer Kunst. Foto, Lars Beusker

v An den Wänden der SØR Rusche Sammlung in Berlin
zeigt sich ein inspirierender Dialog zwischen alter und
zeitgenössischer Kunst. Foto, Lars Beusker

An den Katalogen mag man das überaus breite Spektrum der Sammlung und die überragende Qualität der Kunstwerke ermessen. Die Familie Rusche, die vor vier Generationen im Münsterland mit dem Handeln von Textilien begann, legte Ende des 19. Jahrhunderts den Grundstein für die Sammlung – zunächst mit Westfälischer Kunst und Antiquitäten. Mitte der 1950er Jahre übernahm Egon Rusche in dritter Generation den Textilhandel in Oelde, gründete die SØR Rusche GmbH und spezialisierte sich darauf, Niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts zu sammeln. Thomas Rusch trat frühzeitig in die Fußstapfen seines Vaters. Schon als Kind wurde er in den Aufbau der Kunstsammlung einbezogen und gewissermaßen mit dem Virus Kunst infiziert. „Mein Vater hat mir die Möglichkeit gegeben, als erste Spielwiese Kupferstiche zu kaufen. Ich habe mit sechs Jahren mein ganzes Taschengeld in alte Druckgrafik investiert“, erzählt Rusche. „Dann war er klug genug, mir mit 14 den Eindruck zu geben: Ich kaufe kein Bild mehr, ohne dich zu fragen.“ Später folgen Reisen nach London, wo er an Auktionen von Sotheby’s und Christie’s teilnimmt und einzelne Werke für die Sammlung ersteigert. Sein kunsthistorisches Fachwissen ist so groß, dass er schon bei den Vorbesichtigungen erkennt, welche Gemälde für einen Ankauf lohnen, auch weil sie mitunter mehrere Restaurationen heile überstanden haben. „Es macht einen großen Unterschied, ob ein Altmeistergemälde in – wie die Amerikaner sagen – mint condition ist, als würde es frisch aus dem Atelier kommen oder – und das ist der Normalfall – das Gemälde hat schon zehn Restaurationen in vier Jahrhunderten gesehen, die alle den Dreck mit viel zu scharfen Lösungsmitteln runtergewaschen haben. Dabei fließt dann Blut, nämlich die Originalsubstanz“, bedauert Rusche in einem Interview. Heute kommen pro Jahr nur noch ein oder zwei Alte Meister zur Sammlung hinzu, nicht zuletzt weil der Zustand viele alter Gemälde, die in den Kunsthandel gelangen, nur noch beklagenswert ist. Dr. Thomas Rusche ist eine überaus faszinierende Sammlerpersönlichkeit. Seit 2004 sammelt er als Ergänzung zu den Niederländischen Meistern zeitgenössische Kunst aller Medien – darunter Arbeiten von Norbert Bisky, Marlene Dumas, Jonathan Meese, Neo Rauch, Norbert Thadeusz, Daniel Richter oder David Schnell.

Thomas Rusche bei dem Maler Christian Achenbach in dessen Atelier in Berlin. Foto, Lars Beusker

Thomas Rusche bei dem Maler
Christian Achenbach in dessen Atelier in Berlin. Foto, Lars Beusker

Gerne schaut er sich in den Kunstakademien in Nürnberg, Berlin und Düsseldorf um, kauft Arbeiten von Studenten und Absolventen, die in sein Suchmuster passen und interessante Impulse innerhalb der Sammlung ermöglichen. Zu Vernissagen geht er inzwischen deutlich seltener. „Ich bekomme so viele Einladungen, dass ich kaum eine freie Minute mehr hätte, würde ich allen folgen“, sagt er schmunzelnd. „Und meine Leber würde sicherlich ebenfalls aufbegehren.“ Er hat die Angst abgelegt, dass er etwas verpassen könnte. „Ich vertraue darauf, dass mich der liebe Gott bei der Hand nimmt und mich dorthin führt, wo ich etwas entdecken soll.“ Wer meint, dass Kunst zu sammeln, im ständigen Austausch mit Kunsthistorikern zu sein und Ausstellungen zu inspirieren, alleine ein Geschäft sei, das einen Menschen komplett ausfüllt, der springt im Fall des Thomas Rusche wohl zu kurz. Parallel und dabei nicht weniger engagiert ist er nämlich Bekleidungsfachmann, Herrenausstatter, geschäftsführender Gesellschafter des SØR Unternehmens mit 60 Filialen zwischen Aachen und Wiesbaden, praktizierender Katholik und Familienvater. Und alledem widmet er sich mit unglaublich viel Enthusiasmus, so dass man sich fragt, ob für ihn der Tag vielleicht einfach doppelt so viele Stunden bereit hält. Neben der Kunst, die an seiner ansteckenden Gelassenheit unzweifelhaft einen großen Anteil hat, ist es dem eigenen Verständnis nach der Glaube, der ihm Kraft, Motivation und Antrieb zugleich ist. Thomas Rusche tritt für die christliche Sozialethik ein, weil er eine fortschreitende „Verschattung der frohen Botschaft“ fürchtet. So beklagt er angesichts des Hungers in der Welt eine „Globalisierung der Gleichgültigkeit“. Als Mensch und Unternehmer mag er vor den Konflikten und Problemen in der Welt jedenfalls nicht die Augen verschließen. Er zählt zu einem ausgewählten Kreis von Experten, die in der päpstlichen Centesimus-annus-Stiftung an der Frage arbeiten, wie sich die Kirche zur Wirtschaft stellen soll.

Autor: Dr. Jörg Bockow

 

Thomas Rusche wurde 1962 in Münster geboren. Er studierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Philosophie und Katholische Theologie an der Université de Fribourg und an der Freien Universität Berlin. Im Jahr 1988 übernimmt er die Geschäftsführung der SØR Rusche GmbH und wird 1996 nach dem Tod seines Vaters alleiniger geschäftsführender Gesellschafter. 1991 wird er in Freiburg zum Dr. rer. pol. und 2002 an der FU Berlin mit der philosophischen Arbeit „Aspekte einer dialogbezogenen Unternehmensethik” zum Dr. phil. promoviert.

http://www.tecklenborg-verlag.de/index.php/cat/c51_kontur.html

http://instagram.com/soer_rusche

http://www.soer.de

Detailverliebt – Das SØR Hemd

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Das SØR Business-Hemd – Qualität bis ins kleinste Detail! Foto, Lars Beusker

Die Fertigung eines SØR-Hemdes ähnelt der Zubereitung eines aufwendigen Gerichts: Erst wenn jedes noch so kleinste Detail stimmt, wenn also die Komposition aufeinander abgestimmter Zutaten bis hin zur feinen Prise Salz den perfekten Geschmack ergeben, dann erst ist das Werk vollkommen.
Mit diesem Ziel vor Augen finden bei SØR alle gestalterischen und stilistischen Herstellungsprozesse hundert Prozent Beachtung – angefangen bei Auswahl und Zuschnitt bester Hemdenstoffe aus europäischen Luxus-Webereien bis hin zum Befestigen auf Stiel genähter, echter Perlmuttknöpfe.
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Das Tuch für ein SØR Hemd kommt aus den besten Webereien Italiens. Foto. Lars Beusker

Feinste Baumwolle, seidig-griffiges Popeline, das durch ein spezielles Webverfahren luftiger als herkömmliche Baumwolle erscheint, und Batist sorgen für einen ultra angenehmes Tragegefühl. Die typischen SØR-Qualitätsindizien zeigen sich in jedem Arbeitsschritt: Angesagte Kragenformen wie Kent-, Eton-, Oxford oder Haifisch sowie der klassische Button Down werden aus vier Textilteilen aufgebaut, echte Handkappnähte sind Kür, Rapporte werden aufs genauste angepasst und die sogenannten dreieckigen Beinecken SØRgfältig eingenäht. Auch wenn SØR bei der meisterlichen Verarbeitung seiner Hemden auf Schneider-Traditionen und handwerkliche Expertise setzt – die Formen der Business-Hemden sind trendbewusst! Zur Herbst-Winter-Saison bleibt die Silhouette schlank und dank exzellenter Passformen, höchst komfortabel. Farblich starten Hemden in neuen Farbtönen in die Saison – Blau in allen Abstufungen macht das Rennen, dicht gefolgt von frischem Weiß, aber auch von zarten Rosé- und Violetttönen. Feine Streifen, Vichy-Karos und dezente Muster sind Styling-Favoriten.
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Variieren Sie ganz einfach Ihren Look mit unterschiedlichen SØR-Premium-Hemden: mal ein klassisch-schlichtes Modell zum Anzug, mal ein Exemplar mit schmückenden Details wie ein andersfarbiger Ausputz am Kragen oder Kontrast-Stoffe an Knopfleisten und Innenmanschetten. 60 Jahre SØR-Expertise wird in jeder Faser spürbar!
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Styling-Tipp: Der elegante graue SØR Anzug mit schmalen Reviers, wird durch den breiten Hai-Kragen des SØR Business-Hemds perfekt in Szene gesetzt. Ein Tuch mit Krawatten-Muster lockert das zweifarbige Ensemble zusätzlich auf. Tuch und Gürtel von SØR, Monk-Schuh von Floris van Bommel. Foto, Lars Beusker

Die Qualitätsmerkmale der SØR Hemden

- ausschließlich hochwertigste Stoffe
- der weltbesten italienischen Weber
- meisterhafte Verarbeitung
- sorggfältiger Zuschnitt
- kleine Nahtstichfolgen
- exzellente Passform im Rumpf
- besonders angenehme Schulterpasse
- echte SØR Knöpfe aus Perlmutt,
- auf Stiel genäht
- echte Beinecke
- klassische und modische
- Kragenformen
- Umschlag- und Sportmanschetten
- höchster Tragekomfort
- vielfach geliebte, einfache Produktpflege

Thomas Rusche empfiehlt Issue No. 2

In der 2. Ausgabe der Kolumne ,,Thomas Rusche empfiehlt'' verrät der Kunstsammler und SØR Chef seine Entdeckungen und Tipps für den Herbst 2016

In der 2. Ausgabe der Kolumne ,,Thomas Rusche empfiehlt” verrät der Kunstsammler und SØR Chef seine Entdeckungen und Tipps für den Herbst 2016. Das Foto entstand im Rijksmuseum Amsterdam, im Hintergrund ist die ,,Nachtwache” von Rembrandt zu sehen. Foto, Lars Beusker

Die Kunst des Goldenen Jahrhunderts der Niederländischen Malerei ist nicht nur ein Eckpfeiler der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin – sie ist seit 60 Jahren auch immer wieder Inspiration für die Welt der Mode und die Entwürfe der SØR Kollektionen. Mit derselben Hingabe, mit der ein Künstler immer wieder mit Bedacht auf die Leinwand setzt, erschaffen unsere Designer und Schnittmeister ihre großartigen textilen Kreationen der neuen Herbst-Winter-Saison.

Thomas Rusche trägt  im Foto-Shooting ein schmal geschnittenes SØR Sakko aus 100% Schurwolle und ein SØR Businesshemd mit  Umschlage-Manschetten und Haifischkragen. Foto, Lars Beusker

Thomas Rusche trägt im Foto-Shooting ein schmal geschnittenes SØR Sakko aus 100% Schurwolle und ein SØR Businesshemd mit Umschlage-Manschetten und Haifischkragen. Foto, Lars Beusker

Wiesn-Zeit! Längst ist das Münchner Volksfest ein Welthit und Oktoberfeste werden heute sogar in Brasilien, Japan, den USA oder Russland zelebriert. Über den unterhaltenden Charakter dieser Feierlichkeiten hinaus sind sie auch für viele ein willkommener Anlass, Trachtenmode zu tragen. Keine geringere als Marie Antoinette war es, die bereits im 18. Jahrhundert den Reiz der ländlichen Garderobe erkannte und die Tracht an den Französischen Königshof brachte. Später ließen die großen Couturiers wie Yves Saint Laurent oder Kenzo immer wieder Element der Trachtenkleidung in ihren Kollektionen auftauchen. Janker und Trachtenblazer aus dem Traditionshaus Schneiders Salzburg sind bei SØR, unabhängig von Trends und Moden, fest im Sortiment verankert. In dieser Saison kombinieren wir kernige Strickjanker mit blue Denim und Vichy-Karo-Hemden. Eine gelungene Melange aus Tradition und frischer Lässigkeit.

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Der kernige Strickjanker von Schneiders Salzburg passt bestens zu den SØR Vichy-Karo-Hemden. Foto, Lars Beusker

Der trendigste Farbtupfer in diesem Jahr heißt ,,Barolo”. Der satte und dunkle Rotton versprüht eine behagliche Eleganz und erinnert schon beim Anblick an die Vollmundigkeit des großen norditalienischen Weines. Besonders luxuriöse Materialien wie Kaschmir und Seide vertiefen das Leuchten dieser samtigen Farbe. Verbreiten Sie eine Stimmung wie ein loderndes Kaminfeuer und tragen Sie zum Barolo-Farbton am besten Grautöne.

Der große SØR Kaschmirschal legt sich wie ein wärmendes Kaminfeuer um den grauen Janker von Schneiders Salzuburg. Dazu eine graue SØR Wollhose, lebendige Karos und Accessoires in ,,Barolo''. Foto, Lars beusker

Der große SØR Kaschmirschal legt sich wie ein wärmendes Kaminfeuer um den grauen Janker von Schneiders Salzburg. Dazu eine graue SØR Wollhose, lebendige Karos und Accessoires in ,,Barolo”. Foto, Lars Beusker

Ein guter Schuh gilt als Fundament einer stilvollen Herrengarderobe. Setzen Sie dabei auf kompromisslose Qualität und sparen Sie nicht. Feines Leder und eine hochwertige Verarbeitung zahlen sich in komfortablem Tragegefühl und Langlebigkeit wieder aus. Floris van Bommel ist nicht nur ein qualitativer Schuhhersteller, er ist auch ein Meister seines Fachs, der es auf wunderbare Weise versteht, alle wichtige Attribute, die einen guten Schuh ausmachen, zu vereinen: beste Materialien, hochwertige Verarbeitung, klassische Eleganz und ein gelungenes Maß an modischen Akzenten. In diesem Herbst fokussieren wir bei SØR die klassischen Businessschuh-Modelle, zum Beispiel als Monk oder Halbloch. Cognac- und Brauntöne  stehen dabei farblich an erster Stelle und harmonieren mit der Trendfarbe Barolo oder den klassischen Businessanzugfarben Blau und Grau. Ein kleiner extra Tipp: Frischen Sie einfarbige Anzüge mit grafisch gemusterten Accessoires auf. Lassen Sie ruhig vielfarbige Rautenstrümpfe unter den Hosenbeinen vorblitzen und setzen Sie als i-Tüpfelchen farbliche Akzente mit originellen Einstecktüchern.

Klassische Businessschuhe von Floris van Bommel. Foto, Lars Beusker

Klassische Businessschuhe von Floris van Bommel. Foto, Lars Beusker

Bei den Damen spielen wir in dieser Saison mit Gegensätzen ganz im Sinne von ,,Avantgarde & Tradition”. Kastige Schnitte treffen auf schmale Silhouetten, und eine ganz ungewöhnlich frische Liaison geht der angesagte Athleisure-Look mit etablierten high-end-Marken ein – Sportswear meets Luxury! Das Label Ibana verarbeitet feinstes Leder zu Jogging-Pants. Athletische Legginhosen von Cambio kombiniert man mit klassischen Kaschmir-Jumpern und luxuriösen Handbags. Elegante Halbschuhe im Dandy-Look erhalten ein markantes Upgrade durch farblich durchbrochene Plateau-Sohlen. Leder-Sneaker erfreuen uns mit einem Kick Glamour und bestechen durch Snake-Skin-Optik und Gold-Applikationen.

 

Karierter Kasten-Mantel von Schneiders Salzburg, SØR Pullover, Schuhe mit farblich durchbrochener Plateau-Sohle von Paloma Barcelo und Jogging-Pants aus feinem Leder von Ibana. Foto, Lars Beusker

Karierter Kasten-Mantel von Schneiders Salzburg, SØR Pullover, Schuhe mit farblich durchbrochener Plateau-Sohle von Paloma Barcelo und Jogging-Pants aus feinem Leder von Ibana. Foto, Lars Beusker

In den Herbst- und Wintermonaten hat die ,,Blaue Stunde” einen ganz besonderen Reiz, da ihr Farbton noch intensiver ist als in den lichtreicheren Monaten. Blau weckt die Lebensgeister und erinnert uns an das Meer und klare Bergseen – diese Lebendigkeit beeinflusst unsere Kollektionen in diesem Herbst.

Blau, eine Farbe der Vielfalt! Marineblaue Bluse von Le Sarte Pettegole, gletscherblaue Jeans von Cambio, nachtblauer Mantel von Schneiders Salzburg, blau/weiß gestreifte Bluse von Amorph und eine indigoblaue Jeans von Cambio. Foto, Lars Beusker

Blau, eine Farbe der Vielfalt! Marineblaue Bluse von Le Sarte Pettegole, gletscherblaue Jeans von Cambio, nachtblauer Mantel von Schneiders Salzburg, blau/weiß gestreifte Bluse von Amorph und eine indigoblaue Jeans von Cambio. Foto, Lars Beusker

Essential ist jetzt neu bei  SØR! 1999 gründeten das Designerpaar Esfan Eghtessadi und Inge Onesa ihr Label in Antwerpen, der Hochburg der Avantgarde-Mode. Sie starteten mit einer T-Shirt Kollektion, die sie in ihrem Wohnzimmer entwarfen. Mittlerweile ist die Marke international erfolgreich und das Paar um zwei kleine Kinder reicher. Die Kollektionen von Essential Antwerp bestechen durch außergewöhnliches Design, ungezwungene Lässigkeit und Authentizität. Die Entwürfe transportieren den Lifestyle des Designerpaares: jung, erfolgreich, attraktiv und lebensnah.

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Die Essential Antwerp Kollektion jetzt bei SØR. Foto, Lars Beusker

In Sachen Kunst ist der Herbst die Zeit des Erwachens – die Sommerpause der Galerien geht zu Ende und das Karussell des Kunstbetriebs setzt seine aufregende Fahrt wieder in Gang. Ich selbst bin gespannt, was mir in den nächsten Monaten an guter Kunst begegnen wird, wie beispielsweise während der Berlin Art Week und dem Herbst-Rundgang der Leipziger Baumwollspinnerei.

http://www.berlinartweek.de/

http://www.spinnerei.de

Werke der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin sind zur Zeit folgenden  Ausstellungen zu sehen:

Wahrheiten – Zeitgenossen der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin”, Kunstverein Münsterland, Coesfeld http://www.kunstverein-muensterland.de/

Besonders hervorheben möchte ich eine neue Reihe in unserem Blog: ,,100 Meisterwerke”! Die Kunsthistorikerin Dr. Teresa Bischoff untersucht in dieser Serie jeweils 50 Kunstwerke von zeitgenössischen Künstlern und Niederländischen Meistern des 17. Jahrhunderts und stellt diese gegenüber. Das Resultat ist ein spannender Dialog und ein neuer Blickwinkel der zeigt welche überraschende Nähe zwischen Werken herrscht,  die 400 Jahre Kunstgeschichte trennen.

http://www.kleidungskultur-soer.de/?p=2464

http://instagram.com/soer_rusche

https://shop.soer-online.de/