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100 Meisterwerke – Teil 30: Kai Klahre & Jan Gemeinhardt

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Jan Gemeinhardt, O. T., 2016, Öl auf Papier, 59 x 42 cm, Courtesy SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

„Nürnberg! du vormals weltberühmte Stadt! Wie innig lieb ich die Bildungen jener Zeit! Wie ziehen sie mich zurück in jenes Jahrhundert, da du, Nürnberg, die lebendigwimmelnde Schule der Kunst warst, und ein recht fruchtbarer, überfließender Kunstgeist in deinen Mauern lebte und webte: Wie oft hab ich mich in jene Zeit zurückgewünscht!“

Kurz vor der Wende zum 19. Jahrhundert schickten zwei junge Studenten namens Wilhelm Heinrich Wackenroder und Ludwig Tieck diese Stoßseufzer gen Himmel. „Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders“ nannten die beiden Frühromantiker ihr Büchlein, das 1796 anonym erschien und neben viel innovativem Gedankengut eben auch zu einer literarischen Wiederentdeckung der Kunststadt Nürnberg führte, deren Blüte die beiden Literaten – ganz Kinder ihrer Zeit – natürlich in der Dürerzeit verorteten.

Vermutlich wäre die Freude der romantischen Dichter groß gewesen, hätten sie voraussehen können, welch künstlerische Qualität auch im 21. Jahrhundert in Nürnberg lebt.

In einem von außen unscheinbar wirkenden Hinterhaus in der Nürnberger Südstadt haben die Künstler Jan Gemeinhardt und Kai Klahre ihre Ateliers eingerichtet.

Beide absolvierten ihre Studien als Meisterschüler an der ältesten Kunsthochschule im deutschsprachigen Raum, der bereits 1662 gegründeten Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, und bezogen danach Arbeitsräume in der fränkischen Metropole.

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Atelieransicht ©Kai Klahre

Bereits das Betreten der Räumlichkeiten, in denen ihre Kunst entsteht, macht deutlich, dass hier zwei höchst individuelle und damit auch unterschiedliche künstlerische Wege beschritten werden, die sich beide auch auf kluge und zeitgenössische Art mit kunsthistorischen Traditionen auseinandersetzen.

Kai Klahres Atelier offenbart sich dem Besucher wie eine Art moderne Wunderkammer. Kleinblättrige Zimmerpflanzen, ein winziger Spiegel, eine ganze Pallettenhalde eingetrockneter Farbe, eine Gipsmaske Adolph von Menzels, hängende Pinsel, die sich selbst wie eigenständige kleine Skulpturen gebärden, Fotografien und Zeitungsausschnitte an der Wand lesen sich wie das visuelle Präludium auf die Kunstwerke, die hier natürlich ebenfalls zu sehen sind. In allen Stadien der Fertigung, von der zarten, tastenden, vielleicht erst vorbereitenden Linienzeichnung, bis hin zur vollendet filigran gegossenen und dann virtuos gefassten, feingliedrigen Bronzearbeit, finden sich alle bildnerischen Gattungen, sowohl im Atelier als auch im Oeuvre des Künstlers Kai Klahre.

Mit intelligentem Humor und ernsthafter Geschichts- und Kunstgeschichtskenntnis wagt der Künstler sich auf das Terrain der zeitgenössischen figürlichen Malerei, ohne jedoch zwanghaft in ihr verhaftet zu sein oder sie nur auf dem meist metallischen Bildträger zu begrenzen. In letzter Zeit machen sich die Figuren der Gemälde immer häufiger selbstständig und bewegen sich als feinst gegossene Metallarbeiten aus den Gemälden heraus.

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Kai Klahre, Farbkrieger, 2015, Courtesy SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

 

Zu einer bildnerischen Geschichtenerzählung, sei sie nun plastischer oder zweidimensionaler Natur, gehört für Kai Klahre ein Titel, und so umfasst seine künstlerische Sorgfaltspflicht stets auch die umsichtige Benennung seiner Werke. „Farbkrieger“ heißt ein Bild aus dem Jahr 2015, das einen schönen Elefanten zeigt, der zwar energisch, aber dennoch behutsam, voraneilt. Formatausfüllend durchmisst das große Tier den fulminanten Farbraum. Trotz seines Elans scheint es sich seines Reiters bewusst, der entspannt und mit angezogenen Beinen auf seinem Rücken sitzt. Einen roten Teppich hat man den beiden zu Recht ausgelegt. Sie sind in wichtiger Mission unterwegs: Für mehr Buntheit und Farbe muss schließlich gekämpft werden!

Die Komplexität der Bezugssysteme, in denen die Arbeiten des Künstlers verortet sind, zeigt sich auf sehr vielfältige Weise. Titel und Bild, Inhalt und Technik, Format und Motiv verwebt der Künstler mit spielerisch-leichter aber intelligenter Weise auch stets mit der kunsthistorischen Tradition. Kai Klahre ist einer der wenigen zeitgenössischen Künstler, der keine Scheu davor hat, sich mit ihr bewusst auseinanderzusetzen. Sei es in seinem Arbeitsprozess selbst, der ganz klassisch auf der Zeichnung basiert und sowohl das bildhauerische als auch das malerische Tun umfasst, oder auch in seinen Motiven. Die ästhetische, tiefsinnige Ernsthaftigkeit seines Schaffens erstickt von Beginn an jeglichen konsumigen Kitschverdacht im Keim, sodass man mit freudiger Erleichterung feststellt, dass in Kai Klahres Werken die gegenwärtig so häufig grassierende Angst vor der Schönheit nicht existiert.

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Atelieransicht ©Jan Gemienhardt

Ein Stockwerk höher liegt Jan Gemeinhardts Atelier: Eine Rüstung, eine Dornenkrone, Unmengen von Farbtuben, Regale voller Leinwände, leere Rahmen, unzählige Bücher und Postkarten alter Meister gruppieren sich, von einem bequemen Sofa begleitet, um einen glühenden, kleinen Ofen und vermitteln einen dinglich-atmosphärischen Eindruck des künstlerischen Entstehungsprozesses der Bilder und ihrer Inspirationsquellen.

Jan Gemeinhardts häufigstes Metier ist eine sehr moderne Art der Landschaftsmalerei, in der der Mensch und seine Lebensdinge meist nur eine untergeordnete Rolle spielen. Melancholisch und ein wenig einsam wirken die häufig kleinformatigen Gemälde aufgrund ihrer verhaltenen Stimmung, die durch das reduzierte, kühle Kolorit noch unterstrichen wird. In versierter Handwerklichkeit zeigen die Gemälde nuancenreiche Variationen der gesamten dunklen Farbskala.

Auf den ersten Blick beeindruckt vornehmlich die tiefsinnige Stimmung der Gemälde. Nur schwer kann man sich der Verführungskunst der Bilder entziehen, die in ihrer geheimnisvollen, leisen Art zu einer immer eingehenderen Betrachtungsweise ihrer Hintergründigkeit einladen.

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Jan Gemeinhardt, O. T., 2016, Öl auf Papier, 59 x 42 cm, Courtesy SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Wolken heben sich vom Himmel ab, die Luft erscheint als wirklich existierende Materie, Wind breitet sich aus und trifft auf sich aufbäumendes Wasser. Jede Oberflächenstruktur wird in ihrer Haptik minutiös und meisterlich gestaltet, meist auch mithilfe sehr spezieller Lichtreflexe. Nicht selten handelt es sich um Mond- statt Sonnenlicht, von dem bereits der Romantiker Johann Christian Clausen Dahl bemerkte, dass es auf den Menschen einfach einen nicht abzuweisenden Zauber ausübe.

Jan Gemeinhardts Arbeiten sind erzählerisch so ambig wie zurückhaltend. Trotz der oft fehlenden menschlichen Figuren, haben diese manchmal Spuren hinterlassen: sei es als kleines, fürsorglich gebautes Vogelhäuschen für kalte Tage an einem Birkenstamm, einem bunten Wimpelreigen, der verlassen in einer Winterlandschaft übrig geblieben ist, oder eben einem deprimiertem Tod, der trotzig nach Hause geht.

Um die sehr besonderen Stimmungen seiner Werke zu erzeugen, überlässt der Künstler nichts dem technischen Zufall. Jedes Detail ist virtuos auf seinen visuellen Effekt hin ausgeführt. Hierbei ist die große Kunst Jan Gemeinhardts, sich nicht von einem plakativen Realismus leiten zu lassen. Die künstlerische Aufgabe umfasst kein reines Abmalen von Naturschauspielen, vielmehr geht es um die Wirkung, die das Gemalte beim Rezipienten hervorzurufen im Stande ist. Auf diesen Effekt versteht sich der Künstler brillant. Man meint, dass er das Betrachterauge stets mit in seinem Pinsel führe.

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Jan Gemeinhardt, Deprimierter Tod, 2011, Oel auf MDF, 30 x 24 cm, Courtesy SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

„Schließe dein leibliches Auge, damit du mit dem geistigen Auge zuerst siehst ein Bild. Dann fördere zutage, was du im Dunkeln gesehen, dass es zurückwirke auf andere von außen nach innen.“ So umschrieb der berühmteste Maler der deutschen Romantik Caspar David Friedrich seine Auffassung einer Landschaftsmalerei, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts revolutionär war. Jan Gemeinhardts Arbeiten stehen in dieser Tradition und gehen noch darüber hinaus: Mit höchster Sensibilität entfalten alle Gemälde seiner Hand einen feinsinnigen und individuellen Überraschungsmoment. In jedem seiner Bilder findet sich ein Detail, das irritiert, das einen lächeln macht, verstört oder zum Nachdenken anregt und so jedes Werk – auch über seine reine Form hinaus – zu einer einzigartigen Entdeckung werden lässt.

„Jedes Kunstwerk muß eine doppelte Sprache reden, eine des Leibes und eine der Seele,“ so formulierten die beiden Freunde Wackenroder und Tieck ihre Auffassung eines idealen Kunstwerkes im ausgehenden 18. Jahrhundert. Die Formen der Kunst haben sich seither gewandelt, die inhaltliche Wahrhaftigkeit dieser Aussage jedoch nicht, wie die Werke der beiden Künstler Kai Klahre und Jan Gemeinhardt meisterhaft zeigen.

Dr. Teresa Bischoff, Kunsthistorikerin, ist in der Welt der Alten Meister ebenso zu Hause wie in der zeitgenössischen Kunst. Studium der Kunstgeschichte, Literatur und Geschichte an der Universität Erlangen und der Università La Sapienza Rom. Studienaufenthalte in Basel zu Emilie Linder und Paris zur Ikonologie des Louvre. Lehre an der Universität Erlangen und Hochschule Ansbach. Wissenschaftliche Assistentin an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Forschungsprojekt zur deutschen Figurenmalerei des 21. Jahrhunderts. Kuratorin der Ausstellung “Gute Kunst? Wollen!” http://www.mmkoehnverlag.de/gute-kunst-wollen-eine-kritische-untersuchung-der-sor-rusche-sammlung-oeldeberlin/

Dr. Teresa Bischoff, Kunsthistorikerin, ist in der Welt der Alten Meister ebenso zu Hause wie in der zeitgenössischen Kunst. Studium der Kunstgeschichte, Literatur und Geschichte an der Universität Erlangen und der Università La Sapienza Rom. Studienaufenthalte in Basel zu Emilie Linder und Paris zur Ikonologie des Louvre. Lehre an der Universität Erlangen und Hochschule Ansbach. Gastprofessorin am Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Forschungsprojekt zur deutschen Figurenmalerei des 21. Jahrhunderts. Kuratorin der Ausstellung “Gute Kunst? Wollen!” http://www.mmkoehnverlag.de/gute-kunst-wollen-eine-kritische-untersuchung-der-sor-rusche-sammlung-oeldeberlin/

 

 

www.jan-gemeinhardt.de

www.kaiklahre.de

 

Aktuelle Ausstellungen:

Jan Gemeinhardt: Galerie Tristan Lorenz in Frankfurt bis 12. März

Kai Klahre: Galerie Schwarz in Greifswald vom 8. März bis 11. Mai

Galerie Anette Müller in Düsseldorf vom 15. März bis 27. April

 

 

 

 

 

 

 

 

 

100 Meisterwerke – Teil 26: Miriam Vlaming & Horatius Paulijn

Miriam Vlaming, Der Dompteur (The Animal Trainer)

Miriam Vlaming, Der Dompteur, 2006, 140 x 160 cm, Egg tempera on canvas, Courtesy SØR Rusche Collection Oelde/Berlin

Still und beherrscht steht der kleine Junge in der Komposition von Miriam Vlaming.

Nahezu mittig ins Zentrum gerückt dominiert das Kind, mit erwachsener Strenge den Betrachter frontal fixierend, das Gemälde. Sein rechtes Bein hat der Knabe über das linke geschlagen, jedoch erzielt diese Körperhaltung ebenso wenig jene Lässigkeit, die normalerweise mit dieser Geste einhergeht, wie der linke kleine Daumen, den er in seinen Gürtel eingehakt hat, dies für gewöhnlich täte.

Diese sich so unkindlich gebärdende Kindergestalt irritiert. Nicht nur aufgrund der Körperhaltung, sondern auch ob des Utensils, das er bei sich trägt und dem das Gemälde vermutlich auch seinen Namen „Dompteur“ zu verdanken hat. Fest von der kleinen Faust umschlossen hält der Junge an seinen Körper angedrückt einen langen schmalen Stab, dessen Spitze vor ihm auf dem Boden aufliegt.

So unverrückbar diese kleine Gestalt, trotz ihrer leichten Neigung nach links, sich gibt, so unsicher ist ihre Standfläche. Die unumstößliche Festigkeit, mit der dieses Kind erscheint, vom fixierenden Blick bis zur uniformhaft anmutenden Kleidung, wird durch seine Umgebung konterkariert.

Nicht auf sicherem Boden steht der Junge, sondern auf einer wasserähnlichen Oberfläche, aus der auch die baumstammähnliche Vegetation des Hintergrundes erwächst. Aufgrund dieser instabilen Fläche haben die kleinen Stiefel keinerlei Bodenhaftung. Wie eine mittelalterliche Gewändefigur, deren Füße ins Nichts treten, entbehrt auch die physische Gestalt des Kindes einer soliden Basis.

Dieser Verrätselung fühlt sich der Betrachter ebenso ausgesetzt, denn das Bild lässt sich auf keiner Rezeptionsebene leicht greifen. So klar und eindeutig jedes Element sich zu Beginn darbietet, so leise entzieht es sich wieder. Nichts ist, wie es scheint. Ein Wald, der dem Wasser entspringt, ein Kind, das sich verhält wie ein Erwachsener, eine Stabilität, die instabil ist, ein Zeitpunkt, der keine Zeitlichkeit in sich trägt.

Miriam Vlaming, Der Dompteur (The Animal Trainer)

Miriam Vlaming, Der Dompteur (Detail), 2006, 140 x 160 cm, Egg tempera on canvas, Courtesy SØR Rusche Collection Oelde/Berlin

Man ist versucht, diese Unsicherheit in Begriffe zu kleiden, die jedoch genauso schnell wieder entschwinden, sowie man sie beim Schreiben in Erwägung gezogen hat. So ist dieses Werk eine erzählende Malerei, die aber dennoch momenthaft ist.

Trotz seiner gegenständlichen Erkennbarkeit lässt das Bild den Betrachter in völliger Freiheit hinsichtlich einer inhaltlichen Interpretation, genauso wie es eine exakte Bestimmbarkeit der Vegetation verweigert. Das aus einer alten Fotografie adaptierte Kinderporträt zeigt die individuellen Züge eines Jungen, dennoch erscheint er durch die zeitliche und räumliche Versetzung aus seiner ursprünglichen Umgebung fast unwirklich.

Aber nicht nur formal und inhaltlich zeichnen sich Miriam Vlamings Bilder durch eine ungewöhnlich kluge und subtile Art der Andersartigkeit aus, auch ihre Technik ist in hohem Maße ungewöhnlich. Die meisten Bilder fertigt die Künstlerin in der traditionsreichen Technik der Eitempera. Dem tatsächlichen Malen geht dabei ein langer, handwerklicher, aber auch meditativer Prozess, wie Miriam Vlaming es selbst bezeichnet, voran. Die Farbe muss erst mühsam und zeitaufwändig hergestellt werden.

Es geht alles durch meine Hand“ sagt Miriam Vlaming über ihre Bilder. Nun könnte man diesen Satz einzig auf den technischen Entstehungsprozess beziehen. Wer aber einmal zusehen durfte, wie die Künstlerin über ihre fertigen Bilder streicht, sie als Realwesen und nicht als „Bilder“ be-greift, der bekommt eine Ahnung davon, was die Malerin mit diesem Satz meint. Sie gesteht ihren Werken Eigenständigkeit zu. Sie setzt sich in einer Art und Weise mit ihnen auseinander, wie sie respektvoller nicht sein könnte. Miriam Vlaming lässt es zu, dass die Gemälde selbst über ihr finales Aussehen zu bestimmen scheinen, was ihnen eine Aufrichtigkeit verleiht, wie man sie nur selten in der zeitgenössischen Kunst findet.

Eine Aufrichtigkeit der anderen Art, die jedoch ähnlich dazu verlockt, das Bild nicht nur mit den Augen wahrzunehmen, ist in der holländischen Stilllebenmalerei des 17. Jahrhunderts anzutreffen. Die stoffliche Oberflächenbeschaffenheit der unterschiedlichen Gegenstände ist bisweilen in einer solch perfekten Art und Weise malerisch dargestellt, dass man am liebsten die Hand zu Hilfe nehmen möchte, um sicher zugehen, dass es sich tatsächlich „nur“ um ein Abbild der dinglichen Realwelt handelt.

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Horatius Paulijn, Stillleben mit Musikinstrumenten und Venus-Büste, um 1676, 50,7 x 38,5 cm, Öl auf Leinwand, Courtesy of SØR Rusche Collection Oelde/Berlin

 

Edel, anmutig und stolz hat sich die weiße Marmorbüste der Venus Medici in Horatius Paulijns „Stillleben mit Musikinstrumenten und Venus –Büste“ ins elegante Profil nach rechts gewandt. In raffinierter Weise gesellt sich zu ihr in opulenter Farbenpracht ganz nah ein Federbusch, sodass er sie fast an der nackten Schulter zu streicheln scheint. Umgeben sind diese beiden Hauptprotagonisten des Stilllebens von allerlei Büchern, Noten, Urkunden, Schriftstücken sowie Musikinstrumenten, die sich auf einem Tisch befinden, der von einem dicken, in großen Falten sich aufwerfenden, ornamentiertem Teppich bedeckt ist. Ausschnitthaft wird dahinter eine würdevolle, von Wandvorlagen und Nischen gegliederteArchitektur sichtbar.

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Horatius Paulijn, Stillleben mit Musikinstrumenten und Venus-Büste (Detail), um 1676, 50,7 x 38,5 cm, Öl auf Leinwand, Courtesy of SØR Rusche Collection Oelde/Berlin

Seltsam fremd und unwirklich wirkt die schöne Venus zwischen all den Gegenständen und Utensilien, die die Gegenwart des 17. Jahrhunderts verkörpern und damit auf den zu dieser Zeit so präsenten Vanitas-Gedanken anspielen.

Die Göttin der Liebe und der Schönheit mischt sich zwar ins Leben – kompositorisch scheint es in diesem Gemälde, als hätte sie ihren eigentlichen Platz in der leeren Nische hinter dem Tisch und sei nur kurzzeitig auf diesen gestellt worden-, in ihrer zeitlosen Funktion steht sie jedoch über all den vergänglichen Vergnügungen und Objekten.

Wie so häufig innerhalb der holländischen Stilllebenmalerei des 17. Jahrhunderts lässt sich dieses Gemälde auf unterschiedliche Weisen lesen, ohne dass eine davon ein Anrecht auf ihre Richtigkeit erheben könnte. In brillanter Technik ausgeführt ist dieses Gemälde ein wahrer Augenschmaus, wie er delikater nicht sein könnte. Meisterhaft arrangiert und ausbalanciert erscheint die Komposition im Raum. Sanft ausgeleuchtet ergeben allein die fein ausgesuchten und zueinander in virtuosem Kontrast gestellten Farben ein beglückendes optisches Schauspiel. Über die so ins Bild gezogenen Blicke werden auch die anderen Sinne angesprochen: Der so schnell verflogene Klang der Musikinstrumente, das Klimpern der Siegel, der Geruch des Papiers, die zarte Flauschigkeit der bunten Straußenfedern neben dem kühlen, glatten Marmor; all diese Eindrücke kann der Betrachter auf einer rein sinnlichen Ebene wahrnehmen.

Ginge man einen Schritt weiter, rückten inhaltliche Fragen in den Vordergrund. Wendet sich die schöne, aus unvergänglichem Stein gehauene Venus tatsächlich von all dem flüchtigen Tand ab oder kommentiert sie das alltägliche Treiben, die Musik, die Literatur, die schönen Dinge um sich herum nicht doch mit einem wohlwollenden Lächeln, das anzeigt, dass die Liebe eben doch stets dazu gehört und der eigentliche Mittelpunkt von allem ist?

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Horatius Paulijn, Stillleben mit Musikinstrumenten und Venus-Büste (Detail), um 1676, 50,7 x 38,5 cm, Öl auf Leinwand, Courtesy of SØR Rusche Collection Oelde/Berlin

 

 Die einer antiken Statue nachgebildete Venus hat ihren Platz eingenommen in dieser arrangierten Unordnung des holländischen Goldenden Zeitalters, in die sie auf den ersten Blick nicht gehört; ähnlich dem kleinen, einer alten Fotografie entsprungenen Jungen, der sich nun in einem zeitgenössischen Gemälde wiederfindet. Beide schaffen sie sich durch ihre selbstbewusste Präsenz Raum in einer Umgebung, die nicht für sie gemacht scheint.

Sie erzeugen einen Widerspruch, der jedoch keiner sein muss, je nachdem wie man die Bilder lesen möchte. Die Bereitschaft, sich auf Kunst einzulassen, die Fragen stellt, die nicht sofort, vielleicht sogar nie beantwortet werden, ist eine Herausforderung, der sich der Betrachter stellen kann. Dann wird er erkennen, dass die Freiheit der Rezeptionsmöglichkeiten eines der wichtigsten verbindenden Merkmale großer Kunst ist.

PS: Im Zuge meiner Kuratorentätigkeit für die Ausstellung „Gute Kunst? Wollen!“ im Jahr 2015 auf dem AEG Areal in Nürnberg begegnete ich dem „Dompteur“ von Miriam Vlaming zum ersten Mal. Ähnlich wie die Künstlerin von einigen ihrer Bilder sagt, sie würden ihr Aussehen selbst bestimmen, konnte ich mich damals des Eindruckes nicht erwehren, dass der kleine Junge sich seinen Platz in der Ausstellungshalle selbst ausgesucht hatte: im Zentrum einer Schar von Tierbildern, die allesamt sich der unaufgeregten Strenge des kindlichen Dompteurs beugte.

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Miriam Vlamings Einzelausstellung „Anderszeit“ ist vom 14.09. – 10.11. in der Galerie Von&Von in Nürnberg zu sehen.

 

www.galerie-vonundvon.de

www.miriamvlaming.de

Vor Tür und Wand“ ein Film über Miriam Vlaming von Manuel Dorn:

https://www.youtube.com/watch?v=j2CFJ28FV8w

https://www.youtube.com/watch?v=y7baJ2M3Ens

 

Raupp, Hans-Joachim (Hrsg.): Stilleben und Tierstücke. Niederländische Malerei der SØR Rusche-Sammlung. Münster 2004. S. 190-193.

 

Dr. Teresa Bischoff, Kunsthistorikerin, ist in der Welt der Alten Meister ebenso zu Hause wie in der zeitgenössischen Kunst. Studium der Kunstgeschichte, Literatur und Geschichte an der Universität Erlangen und der Università La Sapienza Rom. Studienaufenthalte in Basel zu Emilie Linder und Paris zur Ikonologie des Louvre. Lehre an der Universität Erlangen und Hochschule Ansbach. Wissenschaftliche Assistentin an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Forschungsprojekt zur deutschen Figurenmalerei des 21. Jahrhunderts. Kuratorin der Ausstellung “Gute Kunst? Wollen!” http://www.mmkoehnverlag.de/gute-kunst-wollen-eine-kritische-untersuchung-der-sor-rusche-sammlung-oeldeberlin/

Dr. Teresa Bischoff, Kunsthistorikerin, ist in der Welt der Alten Meister ebenso zu Hause wie in der zeitgenössischen Kunst. Studium der Kunstgeschichte, Literatur und Geschichte an der Universität Erlangen und der Università La Sapienza Rom. Studienaufenthalte in Basel zu Emilie Linder und Paris zur Ikonologie des Louvre. Lehre an der Universität Erlangen und Hochschule Ansbach. Wissenschaftliche Assistentin an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Forschungsprojekt zur deutschen Figurenmalerei des 21. Jahrhunderts. Kuratorin der Ausstellung “Gute Kunst? Wollen!” http://www.mmkoehnverlag.de/gute-kunst-wollen-eine-kritische-untersuchung-der-sor-rusche-sammlung-oeldeberlin/

 

http://soer.de

http://instagram.com/soer_rusche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Relaunch SØR Nürnberg – Tradition und Zeitgeist unter einem Dach

Der neu gestaltete SØR Store Nürnberg, setzt die Highlights der Saison gekonnt in Szene!

Der neu gestaltete SØR Store Nürnberg! Hier werden die Highlights der Saison und Kunst gekonnt in Szene gesetzt!

Am 17. Februar eröffnet, nach fast dreiwöchiger Umbauphase, der neu gestaltete SØR Store im Herzen Nürnbergs. Tradition und Zeitgeist unter einem Dach –  Angesagte Brands wie zum Beispiel Belstaff, COLMAR und Dolomite, treffen auf die Klassiker von Barbour, van Laack oder LBM 1911 (eine der ältesten Konfektionsmarken Italiens).

In die Schaufenster des Nürnberger Stores ist der Frühling eingezogen!

In die Schaufenster des Nürnberger Stores ist der Frühling eingezogen!

Feinste englische Antiquitäten bieten ein ansprechendes Pendant zu den modern gestalteten Präsentationsflächen. Erstmals setzt SØR auf eine komplette LED Lichtvisualisierung, welche die Highlights der Saison gekonnt in Szene setzt und äußerst Energiesparend ist. Zu dem typischen SØR Schachbrett-Marmorboden, gesellt sich jetzt edles Eichenparkett.

Tradition trifft Zeitgeist - der typische SØR Schachbrett Marmorboden, englische Antiquitäten, zeitgenössische Kunst und angesagte Mode, verwandeln des Store zu einem Salon der Gegenwart.

Tradition trifft Zeitgeist – der typische SØR Schachbrett Marmorboden, englische Antiquitäten, zeitgenössische Kunst und angesagte Mode, verwandeln des Store zu einem Salon der Gegenwart.

Auch in Sachen Kunst spielt der Store gekonnt mit dem Thema ”Alt und Neu” – Kupferstiche aus den vergangen Jahrhunderten treten in den Dialog mit beeindruckenden Werken von Zeitgenössischen Künstlern wie von Kai Klahre (Galerie Sturm, Nürnberg), Alex Tennigkeit, Stefan Stößl, Alexander Voigt und Christine Streuli.

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Kuratorin Dr, Teresa Bischoff in ihrem Element! Für den SØR Store stellte Sie eine wunderbare Auswahl von Kunstwerken aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin zusammen! Hinter ihr an der Wand hängt eine Arbeit der Schweizer Künstlerin Christine Streuli, vor ihr liegen Werke von Lukas Bugla. Foto Michael Rabenstein

Kuratiert wurde die Kunst im Store von Dr. Teresa Bischoff, die schon im vergangenen Jahr die große Ausstellung ”Gute Kunst? Wollen!” aud AEG Nürnberg, mit den Werken der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin kuratiert hatte.

Coole Eleganz für den stilvollen Herren, jetzt in Nürnberg!

Coole Eleganz für den stilvollen Herren, jetzt in Nürnberg!

Store Manager Andreas Schmid und sein Team haben die letzten drei Wochen Beachtliches geleistet und das Nürnberger SØR Haus in einen Ort verwandelt, der zum Verweilen einlädt. Der perfekte Rahmen für die neue Frühjahrs-Kollektion!

Andreas Schmid und sein Team (im  Workwear Look) haben Beachtliches geleistet.  In knapp drei Wochen haben den Store in einen visuellen Leckerbissen verwandelt!

Andreas Schmid und sein Team (im Workwear Look) haben Beachtliches geleistet. In knapp drei Wochen haben den Store in einen visuellen Leckerbissen verwandelt!

 

Bis spät in die Nacht wurde am Tag vor der Eröffnung das handwerkliche Können der SØR Mitarbeiter unter Beweis gestellt!

Bis spät in die Nacht wurde am Tag vor der Eröffnung das handwerkliche Können der SØR Mitarbeiter unter Beweis gestellt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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https://shop.soer-online.de/Storefinder

 

 

Gute Kunst? Wollen! – Das Making of!

 

Am 19/20. September eröffnet die Ausstellung Gute Kunst? Wollen! Auf AEG in Nürnberg. 500 Kunstwerke der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin werden auf 6.000 qm Ausstellungsfläche gezeigt. Dr. Teresa Bischoff kuratiert die Ausstellung gemeinsam mit Studierenden der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Dabei untersuchen sie Alte Meister und Zeitgenossen an Hand von fünf Kriterien:

Handwerkliches Können

*

Schönheit

**

Kunstwollen

***

Innovation

****

Diskurswürdigkeit

*****

Der Film eröffnet uns die Dimension dieser Ausstellung und macht große Lust auf das Resultat!

Zur Ausstellung erscheint die Publikation Gute Kunst? Wollen! im MMKoehn Verlag mit Texten von Dr. Teresa Bischoff und einem Vorwort von Prof. Dr. Horst Bredekamp, herausgegeben von Prof. Dr. Ulrich Großmann, Prof. Dr. Lars Blunck und Thomas Rusche.

,,Die Kunst negiert immer neu, was ihr in ermüdender Wiederholung als Hauptbestimmung zugesprochen wird: als permanenter Ursprung die Geschichte abzustreifen und gleichsam bedingungslos das jeweilige Jetzt zu spiegeln. Sie hat jedoch immer neue Absagen an die Ideologie des Nullpunkts formuliert, und hierfür ist die Ausstellung ein Zeugnis.”  

Prof. Dr. Horst Bredekamp 

Cover der Publikation Gute Kunst? Wollen! erschienen im MMKoehn Verlag, Cover Photo by Lars Beusker

Cover der Publikation Gute Kunst? Wollen! erschienen im MMKoehn Verlag, Cover Photo by Lars Beusker

 19. September bis 17. Oktober 2015

Öffnungzeiten Do. – So. 12:00 – 19:00 Uhr

Auf AEG, Muggenhofstraße 132/135

Fürther Str. 244-254

90429 Nürnberg

 

Gute Kunst? Wollen! Eine kritische Untersuchung der Soer Rusche Sammlung Oelde/Berlin Auf AEG Nürnberg

Was ist „gute Kunst“? Kann diese Frage überhaupt gestellt, oder gar beantwortet werden? Im Laufe der letzten fünf Jahrhunderte haben sich unterschiedliche Beurteilungskriterien herauskristallisiert. Besitzen diese heute noch Gültigkeit oder zählen vielmehr andere Faktoren wie Glamour und Kunstmarktpräsenz?

Auf 6000 Quadratmetern werden Alte Meister und zeitgenössische Kunstwerke aus der Soer Rusche Sammlung gezeigt. Die in Zusammenarbeit mit der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg kuratierte Ausstellung lädt dazu ein die so verschiedenen Exponate auf eine allgemeine, theoretische Probe zu stellen. 

1. Reicht „Kunst können“ aus, um ein gelungenes Kunstwerk zu schaffen? Sind es offensichtliche, handwerkliche Fähigkeiten, beispielsweise ein perfektes Beherrschen bestimmter Techniken, wie das täuschend echte Nachahmen der Natur, die zu einem qualitätvollen Kunstergebnis führen? 

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Jacob Duck, „König Balthasar“, zwischen 1630 und 1640 entstanden, 87 x 68 cm, Öl auf Leinwand

2. Oder verstellen diese eher den Blick auf die Intention des Künstlers, sein „Kunst wollen“, das stets den Ausgangspunkt darstellt. Ist die Idee, der kreative, geistige Prozess nicht das Ureigenste und Eigentliche eines jeden künstlerischen Schaffensprozesses? 

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Asselijn, Jan, „Reiter am Brunnen in einer Felsenkluft“, 16..?, Öl auf Leinwand, 75,5 x 95 cm, Courtesy of the SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

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Rauch, Neo, „Der Fänger“, 1988, Öl auf Hartfaserplatte, 125 x 70 cm, Courtesy of the SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

3. Erwarten wir heute von einem Kunstwerk noch, dass es schön ist? Oder verweigern wir uns lieber einer Ästhetik, die doch stets das Risiko des Kitsches in sich birgt? Gibt es „Kunstschönheit“ ohne die Gefahr der belanglosen Gefälligkeit? 

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Van Goyen, Jan Josephsz, „Dorflandschaft mit gotischer Kirche“, 1654, Öl auf Holz, 42,5 x 56, 7 cm, Courtesy of the SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

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Eder, Martin, „o. T.“, 2005, Aquarell, Graphit auf Papier, 28,5 x 22,5 cm, Courtesy of the SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

4. Gilt nicht vielmehr „Innovation“ als Qualitätskriterium gerade in unserer Zeit, in der doch alles bereits schon einmal da gewesen zu sein scheint? Wie kann sich ein Kunstwerk heute noch auszeichnen, dass es etwas Neues, völlig Überraschendes schafft?

 Pynas, Jan Symonsz, „Der gekreuzigte Christus und Maria Magdalena“, 1610,  81,5 x 59 cm, Öl auf Holz

Pynas, Jan Symonsz, „Der gekreuzigte Christus und Maria Magdalena“, 1610, 81,5 x 59 cm, Öl auf Holz, Courtesy of the SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

 Lois Renner, „Küchenstilleben“, 2008, 180 x 145 cm, C-Print Diasec,

Lois Renner, „Küchenstilleben“, 2008, 180 x 145 cm, C-Print Diasec, Courtesy of the SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

5. Ist das Kennzeichen großer Kunst ihre „Diskurswürdigkeit“? Bedarf es einer gesellschaftlichen Relevanz? Ist es der skandalöse Tabubruch oder ein politisch brisanter Beitrag, der die öffentliche Diskussion befördert, eingefahrene Handlungsmuster in Frage stellt und den Betrachter zum Nachdenken zwingt?

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Toorenvliet, Jacob, „Paar beim Wein“, zwischen 1676 und 1686 entstanden, Öl auf Leinwand, 37,5 x 31,5 cm, Courtesy of the SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

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Meese, Jonathan, „Fräulein Schnullifuz’s Schneckensammlung“, 2008, Öl auf Leinwand, 50,2 x 40,5 x 5 cm, Courtesy of the SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Erweisen sich diese Kriterien heute noch als als sinnvoll? Helfen sie bei der Bewertung von Kunstwerken? Ausstellungsbesucher dürfen sich selbst als (Kunst)kritiker üben, ein Urteil bilden und den Daumen heben oder senken. 

Eröffnung der Ausstellung am 19./20. September 2015

Autor: Dr. Teresa Bischoff

Auf AEG (Halle 20)
Fürther Straße 244-254 Muggenhofer Straße 132/135
90429 Nürnberg
OFFEN Auf AEG 2015
19./ 20.09.2015
(bis voraussichtlich 31. Oktober 2015)