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Independent Collectors presents: THOMAS RUSCHE IN CONVERSATION WITH CORNELIA SCHLEIME

Thomas Rusche traf die Künstlerin in ihrer Ausstellung  ,,Ein Wimpernschlag'', die noch bis zum 24. April 2017 in der Berlinischen Galerie zu sehen ist.

Thomas Rusche traf die Künstlerin in ihrer Ausstellung ,,Ein Wimpernschlag”, die noch bis zum 24. April 2017 in der Berlinischen Galerie zu sehen ist.

In collaboration with Thomas Rusche from the SØR Rusche Collection Oelde/Berlin, we present the new video-series “Thomas Rusche in Conversation With…”, where the German art collector, textile entrepreneur and economist meets personalities from the arts and cultural scene.

For our first instalment , Rusche met with the artist Cornelia Schleime at her exhibition “Ein Wimpernschlag” at the Berlinische Galerie. Schleime, who recently won the Hannah-Höch Prize for her life-work, speaks to Rusche about her insatiable passion for painting, the punk that is still present in her, and how limitations in her life made her stronger – such as the ban on work in the GDR, the spying by the Stasi, all serving as an engine to release artistic energy.

The video is currently only available in German.

 

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KUNST IST LEBENSLUST – Thomas Rusche trifft die Künstlerin Cornelia Schleime

,,ALLES, WAS ICH WAHRNEHME, ERZEUGT BILDER IN MIR, DIE ICH UMSETZEN MUSS.'' Cornelia Schleime ist eine der bedeutendsten Künstlerinnen des Landes und wurde jüngst mit dem renommierten Hannah-Höch-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

,,ALLES, WAS ICH WAHRNEHME, ERZEUGT BILDER IN MIR, DIE ICH UMSETZEN MUSS.” Cornelia Schleime ist eine der bedeutendsten Künstlerinnen des Landes und wurde jüngst mit dem renommierten Hannah-Höch-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Foto, Lars Beusker

Die Hannah-Höch-Preisträgerin Cornelia Schleime gehört zu den bedeutendsten Künstlerinnen Deutschlands. Von der Stasi bespitzelt hat sie noch vor der Wende rübergemacht. Bei der Ausreise musste sie ihr Frühwerk zurücklassen; die über 90 Werke sind bis heute verschollen. Im Westen wird Cornelia Schleime in namhaften Museen ausgestellt. Cornelia Schleime ist nicht nur eine meisterhafte Malerin, sondern zugleich auch experimentelle Performancekünstlerin, Punkrockerin und erfolgreiche Buchautorin. In der SØR Rusche Sammlung befinden sich einige Lieblingswerke der Künstlerin. Kunstsammler und SØR Inhaber Thomas Rusche traf die zarte Powerfrau in ihrer Ausstellung ,,Ein Wimpernschlag” in der Berlinischen Galerie zum Gespräch.

Thomas Rusche traf die Künstlerin in ihrer Ausstellung  ,,Ein Wimpernschlag'', die noch bis zum 24. April 2017 in der Berlinischen Galerie zu sehen ist.

Thomas Rusche traf die Künstlerin in ihrer Ausstellung ,,Ein Wimpernschlag”, die noch bis zum 24. April 2017 in der Berlinischen Galerie zu sehen ist. Foto, Lars Beusker

TR: Was bereitet Dir im Leben besondere Lust?

CS: Das Reisen in ferne Länder. Für die ersten drei Tage buche ich immer ein festes Quartier, um mental anzukommen, die Distanz zu realisieren, mich auf das Klima einzustellen, aber dann geht es ins Floating, voller Neugierde ins Ungewisse. Zu jeder Reise nehme ich immer ein leeres Buch mit und zeichne, aquarelliere, collagiere dort hinein. Ich bin grade aus Kreta zurückgekommen wo es nur geregnet hat, das hat meinem Buch aber keinen Abbruch getan. An die zweihundert Seiten sind entstanden, Zeichnungen von Klöstern, Skulpturen, Hafenanlagen, Tagebuchnotizen,übermalten Fotografien usw. Ich habe bislang sehr viele dieser Reisetagebücher gemacht, die so etwas wie Trophäen für mich sind. Andere gehen zur Großwildjagd. Ich gehe auf Bilderjagd.

TR: Welche Bedeutung spielt die Kunst in Deinem Leben?

CS: Jeder der mich kennt, weiß, dass die Kunst nicht nur eine Rolle in meinem Leben spielt. Sie ist mein Raum, meine Luft zum Atmen. Leben und Kunst lassen sich bei mir nicht trennen. Denn alles was ich wahrnehme, erzeugt Bilder in mir, die ich umsetzen muss. Durch sie kann ich mich von der realen Welt abgrenzen, die ich manchmal nur schwer ertrage. Ich schaffe mir durch die Kunst meine eigene Welt. Ich habe ein Bildgehirn, alles bleibt gespeichert. Ganz anders mit Namen, sie pulverisieren sich in meinem Kopf und fallen wie das Mehl durchs Sieb.

Dieses Porträt von einem Mädchen mit einer Blume im Mund, ziert das Cover des neuen SØR Journals. Cornelia Schleime, ohne Titel, 1998, 145 x 120 cm, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, Privatbesitz

Dieses Porträt von einem Mädchen mit einer Blume im Mund, ziert das Cover des neuen SØR Journals. Cornelia Schleime, ohne Titel, 1998, 145 x 120 cm, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, Privatbesitz

TR: Bereitet Dir die Kunst Lust?

CS: Natürlich, ich arbeite ja aus dem Lustprinzip heraus, aus der Sinnlichkeit, die der Umgang von Farben mit sich bringt, aus den Strukturen die dabei entstehen, aus den Schichten hinter denen sich etwas verbergen kann. Malerei ist für mich ein gro.es Geheimnis, was sich nie lüftet, wie Schalen, die man Stück für Stück freilegt, um auf einen Kern zu treffen.

TR: Leidest Du auch an der Kunst?

CS: Ich habe noch nie an der Kunst gelitten. Nur an schlechter Kunst, die ich manchmal sehe und wenn sie größer sein will als sie ist.

TR: Wie entstehen Deine Werke? Schnell und intuitiv oder – als geplanter Prozess?

CS: Meine Arbeiten entstehen immer intuitiv. Wenn ich jedoch länger an einem Thema dran bleibe, kommen Überlegungen hinzu, Grenzen auszureizen.

Cornelia Schleime, Ohne Titel, 2003, Acryl, Asphaltlack und Schel lack auf Leinwand 180×140cm, SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Cornelia Schleime, Ohne Titel, 2003, Acryl, Asphaltlack und Schel lack auf Leinwand 180×140cm, SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

TR: Du sprühst vor Leidenschaft. Was ist die Quelle Deiner Leidenschaft?

CS: Die Quelle ist die Suche nach innerer Schönheit, nicht der geschenkten Schönheit, sondern jener, die durch Erfahrung entsteht. Leidenschaft bedeutet für mich, sich einer Sache voll hinzugeben, jegliches Risiko in Kauf zu nehmen. Als ich vor ein paar Jahren meine Porno-Erotik-Zeichnungen gemacht habe, hatte ich in dieser Zeit keinen Sex. Beides würde für mich nicht gehen. In dem ich keinen Sex hatte, wurden diese Zeichnungen zwingend für mich. Das ist für mich Dialektik: ich kann nicht hier ein bißchen fummeln und da ein bißchen kritzeln. Das was ich tue, muss ich absolut tun. Ich hasse Ambivalenzen!

TR: Erkennst Du in Deinem Kunstschaffen einen roten Faden?

CS: Mein roter Faden ist die Poesie, das Provokante, Irritierende, das Düstere, das Lichte, mit der Umschiffung der Mitte, die mir nicht liegt.

TR: Hat er sich im Laufe Deiner wechselvollen Lebensgeschichte verändert?

CS: Nein, ich wußte schon mit 18 Jahren was ich wollte, hatte nur noch nicht die künstlerischen Mittel dies auch umzusetzen. Aber wo ich diesen roten Faden hinspinnen soll, dass war mir damals schon klar.

Cornelia Schleime, Eisvögelin, 2016, Acryl, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, 200×360cm (zweiteilig), Privatbesitz

Cornelia Schleime, Eisvögelin, 2016, Acryl, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, 200×360cm (zweiteilig), Privatbesitz

TR: Wie haben die Schicksalsschläge, aber auch die lebenslustigen Ereignisse Deines Lebens Dein Kunstschaffen beeinflusst?

CS: Ich habe mal gesagt: „Das Leben ist mein Goldkoffer“ und damit meinte ich auch die negativen Erfahrungen, die ich machen musste, denn gerade sie wollte ich durch Kunst verwandeln in etwas Positives, Fantastisches. Hätte ich nur Positives erlebt, ich wüsste nicht, wie meine Kunst aussehen sollte, glatt, harmlos, beliebig, einfallslos? Nein, gerade das Negative war der stärkste Motor und hat in mir eine Kraft mobilisiert, dem etwas entgegenzusetzen.

TR: Du bist Ende des vergangenen Jahres mit dem renommierten Hannah-Höch-Preis für Dein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Wie fühlt sich das für Dich an und hat sich etwas dadurchin Deinem Leben und Schaffen verändert?

CS: Der Preis hat mich sehr geehrt, vor allem, dass ich ihn in meiner Heimatstadt Berlin bekommen habe. Es ist für mich auch eine Bestätigung, dass mein Weg der richtige war. Ich erinnere mich noch an Zeiten Ende der 80iger Jahre, wo Malerei als out galt, wo man mir sagte, ich sei von vorgestern. Es war die Zeit von Konzeptkunst. Ich hatte mir einfach die Ohren zugehalten und natürlich weitergemalt.

Cornelia Schleime, Float, 2015, Bleistift, Tusche und Aquarell auf Bütten_57×38cm, Privatbesitz

,, In meiner Berliner Wohnung kann ich sehr gut Zeichnen, da darf der Raum nicht so groß sein, da das Zeichnen ja auch viel intimer ist als die Malerei, die mehr körperlichen Einsatz einfordert.” Cornelia Schleime, Float, 2015, Bleistift, Tusche und Aquarell auf Bütten_57×38cm, Privatbesitz

TR: Was für eine Beziehung hast Du zu Deinen Bildern? Viele befinden sich in Deinem Privatbesitz  so, als würdest Du sie ungern los lassen?

CS: Die Beziehung zu meinen Bildern ist so eng, dass ich sie als meine Brüder und Schwestern empfinde, die ich nie hatte. Ich kann mich von vielen Bildern nicht trennen und behalte aus jedem Werkkomplex immer ein Bild für mich. Für Dich habe ich eine Ausnahme gemacht und Dir mein Lieblings Papstbild (Woitila) und ein Mädchenporträt verkauft, was ich für mich zurück gelegt hatte, weil ich Deine Kunstsammlung so hervorragend finde. Ich wusste, das sie bei Dir ein gutes zu Hause bekommen, so konnte ich sie loslassen. Das war wirklich eine einmalige Ausnahme und ich habe mich sehr gefreut, sie immer mal wieder in Deinen Ausstellungen zu sehen und mir wurde dabei klar, dass dies genau die richtige Entscheidung war.

Cornelia Schleime, Mädchen mit Blatt im Mund, 1998, Acryl, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, 145×120cm, SØR Rusche Sammlung OeldeBerlin

,,Ich kann mich von vielen Bildern nicht trennen und behalte aus jedem Werkkomplex immer ein Bild für mich.” Cornelia Schleime, Mädchen mit Blatt im Mund, 1998, Acryl, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, 145×120cm, SØR Rusche Sammlung OeldeBerlin

TR: Du hast ein Atelier in Berlin und eines auf dem Land bei Neuruppin. Wo bist Du mehr und wo bist Du lieber? Und nehmen die zwei unterschiedlichen Orte Einfluss auf Deinen Schaffensprozess?

CS: Ich bin mehr auf dem Land, da ich mir dort ein Refugium geschaffen habe, wo ich absolut konzentriert arbeiten kann. Ohne Störungen, ohne viel Besuche. Ich habe dort sehr große lichte Räume, mit bis zum Teil 7m Deckenhöhe. Das brauche ich auch, um an meinen größeren Leinwandbildern zu arbeiten. In Berlin habe ich ein Wohnatelier und verbinde meine Aufenthalte gerne mit Terminen, die ich in der Stadt habe. In meiner Berliner Wohnung kann ich sehr gut Zeichnen, da darf der Raum nicht so groß sein, da das Zeichnen ja auch viel intimer ist als die Malerei, die mehr körperlichen Einsatz einfordert. Würde ich auf dem Land zeichnen, hätte ich das Gefühl, meine Energie verfängt sich im Deckenbalken, ehe ich den ersten Strich gemacht habe. Aber hier in Berlin kann ich gut switchen, zwischen spitzer Feder und einem Meeting in der Stadt. Die Papierarbeiten entstehen bei mir sehr schnell, hingegen die großen Leinwände über Monate bearbeitet werden.

TR: Welche Bedeutung spielt für Dich die Mode in Deinem Leben? Steigert sie Deine Lebenslust?

CS: Es ist nicht der Begriff der Mode, der eine Bedeutung für mich hat, sondern ich liebe es, mich durch Kleidung zu verwandeln, aus den Malklamotten heraus eine Andere zu werden. Wie ich mich grade fühle: mal rockig in Leder, mal in Seide elegant, mal verspielt, mal streng, wie es mir grade passt. Ich habe vier Kleiderschränke, welche Schande!! Die schönste Mode ist für mich immer noch im Film „Jenseits von Afrika“ zu sehen.

Cornelia Schleime, Die Argonautin, 2015, Acryl, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, 180×160cm, Privatbesitz

,, Ich hasse das Angepasste. Mitunter ist mir die Gesellschaft insgesamt zu nett, ist mir zu glatt geschmiert, wie in einer Softeistüte.” Cornelia Schleime, Die Argonautin, 2015, Acryl, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, 180×160cm, Privatbesitz

TR: Du hattest früher eine Punkband, wie viel Punk steckt heute noch in Dir?

CS: Wieviel Punk in mir steckt würde jeder merken, wenn er mich akustisch mit meiner Reibeisenstimme hört. Ich bin auch noch widerspenstig, wie ich es als Jugendliche war und habe meinen eigenen Kopf, sage frei heraus was mir nicht passt, ohne Rücksicht auf Verluste. Ich hasse das Angepasste. Mitunter ist mir die Gesellschaft insgesamt zu nett, ist mir zu glatt geschmiert, wie in einer Softeistüte. Ich finde das Glatte oft eisig. Ich bin aber warm und will es vom Herzen auch bleiben. Harte Schale, weicher Kern, so würde ich mich beschreiben. Und auch was meine Kleidung angeht, mixe ich manchmal Dinge zusammen, die eigentlich nicht zusammen gehören: ein Pailettenkleid mit derben Boots.

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Cornelia Schleime im Shooting mit dem Fotografen Lars Beusker. Hut von Ellen Paulssen https://shop.soer-online.de/WOMAN/ACCESSOIRES/Ellen-Paulssen-Hut_16366.html, Blazer von NVSCO https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17835/sCategory/489 , Bluse von Herzensangelegenheit https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17761 und eine Jeans von Cambio https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17677, Foto SØR

TR: Was sind für Dich die wichtigsten Fashion-Items im Frühjahr/ Sommer 2017?

CS: Ich liebe Muster und Materialmix – Jeans mit feinem Kaschmir, Spitze mit groben Leinen und Streifen- mit Blumenmuster zu kombinieren. Bevorzugt werden bei mir körpernahe Schnitte wie bei den aktuellen schmalen Cambio Hosen.  Tiefe Einblicke ins Dekollet. sind nicht mein Ding, lieber kleine Stehkragen oder opulente Schleifen und Schluppen. Kleine freche Hüte mag ich besonders, die frischen jedes Outfit auf.  Pink ist ist in meinem Schrank verboten, lieber ein verwaschenes rosé, Blautöne von dunkel bis hell und vor allem viel weiß- altweiß.  Na, ja, ich bin auch nicht mehr die Jüngste! Schuhe am liebsten spitz, im Germaschen- Stil, mit einem mittelhohen Absatz. Mädchenhaft, elegant, ich will ja jünger aussehen als ich bin…

Und eines hoffe ich ganz besonders für den Modesommer 2017, dass bald die Brikettsohlen an den Frauenfüßen verschwinden. Nichts gegen Plateau, aber bitte elegant abgeschrägt!

TR: Vielen Dank liebe Cornelia!

Cornelia Schleime - Ein Wimpernschlag (Katalog zur Ausstellung) ISBN 978-3-7356-0293-0 23,00 x 27,00 cm 156 Seiten 124 farbige und 28 s/w Abbildungen Broschüre, gebunden Deutsch/Englisch Kerber Verlag 35,00 € Bis zum 24.4.2017: die Ausstellung in der Berlinischen Galerie, Alte Jakobstraße 124–128, 10969 Berlin www.berlinischegalerie.de

Cornelia Schleime – Ein Wimpernschlag (Katalog zur Ausstellung)
ISBN 978-3-7356-0293-0, 23,00 x 27,00 cm, 156 Seiten, 124 farbige und 28 s/w Abbildungen Broschüre, gebunden Deutsch/Englisch
Kerber Verlag 35,00 €
Bis zum 24.4.2017: die Ausstellung in
der Berlinischen Galerie, Alte Jakobstraße 124–128, 10969 Berlin
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Sneak Preview – Das Neue SØR Journal Spring/Summer 2017

Nur noch wenige Tage, dann erscheint das neue SØR Journal Frühjahr/Sommer 2017. Ganz exklusiv gewähren wir Ihnen jetzt schon einen Einblick mit einem kleinem Making of unseres Foto/Filmshootings mit der Künstlerin Cornelia Schleime. SØR Inhaber und Kunstsammler Thomas Rusche traf die jüngst mit dem renommierten Hannah-Höch-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnete Künstlerin in ihrer aktuellen Ausstellung in der Berlinischen Galerie. Die zierliche Powerfrau spricht über alles, was ihr in ihrem Leben große Lust bereitet, allen voran die Malerei, aber auch der Punk oder das Reisen, und welche Kraft sie aus ihren Schicksalsschlägen schöpfte.

Cornelia Schleime wird von dem Fotografen Lars Beusker für das neue SØR Journal fotografiert. Hut von Ellen Paulssen https://shop.soer-online.de/WOMAN/ACCESSOIRES/Ellen-Paulssen-Hut_16366.html, Blazer von NVSCO https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17835/sCategory/489 , Bluse von Herzensangelegenheit https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17761 und eine Jeans von Cambio https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17677, Foto SØR

Cornelia Schleime wird von dem Fotografen Lars Beusker für das neue SØR Journal fotografiert. Hut von Ellen Paulssen https://shop.soer-online.de/WOMAN/ACCESSOIRES/Ellen-Paulssen-Hut_16366.html, Blazer von NVSCO https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17835/sCategory/489 , Bluse von Herzensangelegenheit https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17761 und eine Jeans von Cambio https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17677, Foto SØR

SØR Inhaber und Kunstsammler Thomas Rusche traf die Künstlerin in ihrer aktuellen Ausstellung in der Berlinischen Galerie zum Interview, Fotoshooting….

SØR Inhaber und Kunstsammler Thomas Rusche traf die Künstlerin in ihrer aktuellen Ausstellung in der Berlinischen Galerie zum Interview, Fotoshooting….

...und Film-Dreh für das das SØR Journal Spring/Summer 2017. Foto, SØR

…und Film-Dreh für das das SØR Journal Spring/Summer 2017. Foto, SØR

Natürlich stehen neben der Kunst aufregende Mode und die aktuellsten Trends im Mittelpunkt unseres neuen Journals. In diesem Sommer werden wir Sie verzaubern, mit angesagten Key-Looks und Fashion die Ihre Lebenslust kräftig ankurbelt. Entdecken Sie Mode die den Enthusiasmus und die Leidenschaft ihrer Macher reflektiert – wie die hochwertigen Ledertaschen von Campomaggi, SØR Anzüge aus feinstem Tuch von traditionellen italienischen Webereien und von MMX , die für sich beanspruchen, die perfekt Hose zu interpretieren.

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Campomaggi Taschen sind mehr als ein modisches Accessoire – sie werden zu treuen Begleitern, zumeist jahrelang. Foto, Lars Beusker

Die perfekte Herren-Hose zu kreieren ist der Motor des Labels MMX. Wer einmal so eine Hose getragen hat weiß das MMX ihr Ziel erreicht haben. Tolle Materialien und Farben, aufwendige Verarbeitung und fröhliche Details im Futter der Hose, gehören bei dem deutschen Brand zum guten Ton. Foto, Lars Beusker

Die perfekte Herren-Hose zu kreieren ist der Motor des Labels MMX. Wer einmal solch eine Hose getragen hat, weiß das MMX ihren Ansprüchen gerecht werden. Tolle Materialien und Farben, aufwendige Verarbeitung und fröhliche Details im Futter der Hose, gehören bei dem deutschen Brand zum guten Ton. Foto, Lars Beusker

Feinstes Tuch aus traditionellen italienischen Webereien, slim fit Linie im raffinierten raffiniertes Karo Look - der SØR Anzug! Hier geben wir unser Bestes für Sie! Foto, Lars Beusker

Feinstes Tuch aus traditionellen italienischen Webereien, slim fit Linie im raffinierten Karo Look – der SØR Anzug! Hier geben wir unser Bestes für Sie! Foto, Lars Beusker

Betörend gut sind auch unsere Neuzugänge wie das Beachwear Label MC2 Saint Barth und Au Soleil de St. Tropez, deren Kollektionen uns Lust machen auf karibische Traumstrände und die legendären Promenaden der Côte d’Azur machen.

Die Beachwear von St. Barth weckt in uns die große Lust auf karibische Strände und köstliche Sundowner! Foto, Lars Beusker

Die Beachwear von St. Barth weckt in uns die große Lust auf karibische Strände und köstliche Sundowner! Foto, Lars Beusker

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Au Soleil de St. Tropez – wird uns diesen Sommer noch verlockender machen. Die super light Baumwolle ist genau richtig für heiße Sommertage, die frechen Schnitte passen perfekt zur Jeans oder Hotpants. Foto, Lars Beusker

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Au Soleil de St. Tropez – ist Liebe auf den ersten Blick und avanciert schnell zum Lieblings-Shirt in Ihrer Sommer.Garderobe! Foto, Lars Beusker

Artigiano heißt ,,Handarbeit” auf Italienisch. Der Schweizer Hemden-Macher vereint perfektes Schneiderhandwerk und hochwertige Materialien mit angenehmen Preisen. Ein Artigiano Hemd verleiht Ihrem Business-Outfit den feinen Schliff!

Artigiano Hemden halten ein Versprechen - sorgfältigste Herstellung, hochwertige Materialien zu tragbaren Preisen! Foto, Lars Beusker

Artigiano Hemden halten ein Versprechen – sorgfältigste Herstellung, hochwertige Materialien zu tragbaren Preisen! Foto, Lars Beusker

Vom Kultlabel Schott NYC kommt das It Piece der Saison – die Bomberjacke! Dieser Flieger-Blouson erfährt gerade ein einzigartiges Revival und steht für maskuline Coolness und amerikanische Kulturgeschichte.

Das Original reloaded - Die Schott Bomberjacke! James Dean manövrierte den Fliegerblouson zum modischen Must-have. Und 2017 ist die Bomberjacke wieder das It-Piece der Saison.

Das Original reloaded – Die Schott NYC Bomberjacke!
James Dean manövrierte in den 50′s den Fliegerblouson zum modischen Must-have. Und 2017 ist die Bomberjacke wieder das It-Piece der Saison. Foto, Lars Beusker

 

Lust auf Sommer, Lust auf Mode und Lust auf gute Kunst!? Die haben wir hoffentlich, mit unserer kleinen Preview, bei Ihnen geweckt und freuen Sie sich jetzt mit uns auf das komplette SØR Journal – prall gefüllt mit purer Lebenslust!

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Detailverliebt – Das SØR Hemd

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Das SØR Business-Hemd – Qualität bis ins kleinste Detail! Foto, Lars Beusker

Die Fertigung eines SØR-Hemdes ähnelt der Zubereitung eines aufwendigen Gerichts: Erst wenn jedes noch so kleinste Detail stimmt, wenn also die Komposition aufeinander abgestimmter Zutaten bis hin zur feinen Prise Salz den perfekten Geschmack ergeben, dann erst ist das Werk vollkommen.
Mit diesem Ziel vor Augen finden bei SØR alle gestalterischen und stilistischen Herstellungsprozesse hundert Prozent Beachtung – angefangen bei Auswahl und Zuschnitt bester Hemdenstoffe aus europäischen Luxus-Webereien bis hin zum Befestigen auf Stiel genähter, echter Perlmuttknöpfe.
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Das Tuch für ein SØR Hemd kommt aus den besten Webereien Italiens. Foto. Lars Beusker

Feinste Baumwolle, seidig-griffiges Popeline, das durch ein spezielles Webverfahren luftiger als herkömmliche Baumwolle erscheint, und Batist sorgen für einen ultra angenehmes Tragegefühl. Die typischen SØR-Qualitätsindizien zeigen sich in jedem Arbeitsschritt: Angesagte Kragenformen wie Kent-, Eton-, Oxford oder Haifisch sowie der klassische Button Down werden aus vier Textilteilen aufgebaut, echte Handkappnähte sind Kür, Rapporte werden aufs genauste angepasst und die sogenannten dreieckigen Beinecken SØRgfältig eingenäht. Auch wenn SØR bei der meisterlichen Verarbeitung seiner Hemden auf Schneider-Traditionen und handwerkliche Expertise setzt – die Formen der Business-Hemden sind trendbewusst! Zur Herbst-Winter-Saison bleibt die Silhouette schlank und dank exzellenter Passformen, höchst komfortabel. Farblich starten Hemden in neuen Farbtönen in die Saison – Blau in allen Abstufungen macht das Rennen, dicht gefolgt von frischem Weiß, aber auch von zarten Rosé- und Violetttönen. Feine Streifen, Vichy-Karos und dezente Muster sind Styling-Favoriten.
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Variieren Sie ganz einfach Ihren Look mit unterschiedlichen SØR-Premium-Hemden: mal ein klassisch-schlichtes Modell zum Anzug, mal ein Exemplar mit schmückenden Details wie ein andersfarbiger Ausputz am Kragen oder Kontrast-Stoffe an Knopfleisten und Innenmanschetten. 60 Jahre SØR-Expertise wird in jeder Faser spürbar!
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Styling-Tipp: Der elegante graue SØR Anzug mit schmalen Reviers, wird durch den breiten Hai-Kragen des SØR Business-Hemds perfekt in Szene gesetzt. Ein Tuch mit Krawatten-Muster lockert das zweifarbige Ensemble zusätzlich auf. Tuch und Gürtel von SØR, Monk-Schuh von Floris van Bommel. Foto, Lars Beusker

Die Qualitätsmerkmale der SØR Hemden

- ausschließlich hochwertigste Stoffe
- der weltbesten italienischen Weber
- meisterhafte Verarbeitung
- sorggfältiger Zuschnitt
- kleine Nahtstichfolgen
- exzellente Passform im Rumpf
- besonders angenehme Schulterpasse
- echte SØR Knöpfe aus Perlmutt,
- auf Stiel genäht
- echte Beinecke
- klassische und modische
- Kragenformen
- Umschlag- und Sportmanschetten
- höchster Tragekomfort
- vielfach geliebte, einfache Produktpflege

Thomas Rusche empfiehlt Issue No. 2

In der 2. Ausgabe der Kolumne ,,Thomas Rusche empfiehlt'' verrät der Kunstsammler und SØR Chef seine Entdeckungen und Tipps für den Herbst 2016

In der 2. Ausgabe der Kolumne ,,Thomas Rusche empfiehlt” verrät der Kunstsammler und SØR Chef seine Entdeckungen und Tipps für den Herbst 2016. Das Foto entstand im Rijksmuseum Amsterdam, im Hintergrund ist die ,,Nachtwache” von Rembrandt zu sehen. Foto, Lars Beusker

Die Kunst des Goldenen Jahrhunderts der Niederländischen Malerei ist nicht nur ein Eckpfeiler der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin – sie ist seit 60 Jahren auch immer wieder Inspiration für die Welt der Mode und die Entwürfe der SØR Kollektionen. Mit derselben Hingabe, mit der ein Künstler immer wieder mit Bedacht auf die Leinwand setzt, erschaffen unsere Designer und Schnittmeister ihre großartigen textilen Kreationen der neuen Herbst-Winter-Saison.

Thomas Rusche trägt  im Foto-Shooting ein schmal geschnittenes SØR Sakko aus 100% Schurwolle und ein SØR Businesshemd mit  Umschlage-Manschetten und Haifischkragen. Foto, Lars Beusker

Thomas Rusche trägt im Foto-Shooting ein schmal geschnittenes SØR Sakko aus 100% Schurwolle und ein SØR Businesshemd mit Umschlage-Manschetten und Haifischkragen. Foto, Lars Beusker

Wiesn-Zeit! Längst ist das Münchner Volksfest ein Welthit und Oktoberfeste werden heute sogar in Brasilien, Japan, den USA oder Russland zelebriert. Über den unterhaltenden Charakter dieser Feierlichkeiten hinaus sind sie auch für viele ein willkommener Anlass, Trachtenmode zu tragen. Keine geringere als Marie Antoinette war es, die bereits im 18. Jahrhundert den Reiz der ländlichen Garderobe erkannte und die Tracht an den Französischen Königshof brachte. Später ließen die großen Couturiers wie Yves Saint Laurent oder Kenzo immer wieder Element der Trachtenkleidung in ihren Kollektionen auftauchen. Janker und Trachtenblazer aus dem Traditionshaus Schneiders Salzburg sind bei SØR, unabhängig von Trends und Moden, fest im Sortiment verankert. In dieser Saison kombinieren wir kernige Strickjanker mit blue Denim und Vichy-Karo-Hemden. Eine gelungene Melange aus Tradition und frischer Lässigkeit.

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Der kernige Strickjanker von Schneiders Salzburg passt bestens zu den SØR Vichy-Karo-Hemden. Foto, Lars Beusker

Der trendigste Farbtupfer in diesem Jahr heißt ,,Barolo”. Der satte und dunkle Rotton versprüht eine behagliche Eleganz und erinnert schon beim Anblick an die Vollmundigkeit des großen norditalienischen Weines. Besonders luxuriöse Materialien wie Kaschmir und Seide vertiefen das Leuchten dieser samtigen Farbe. Verbreiten Sie eine Stimmung wie ein loderndes Kaminfeuer und tragen Sie zum Barolo-Farbton am besten Grautöne.

Der große SØR Kaschmirschal legt sich wie ein wärmendes Kaminfeuer um den grauen Janker von Schneiders Salzuburg. Dazu eine graue SØR Wollhose, lebendige Karos und Accessoires in ,,Barolo''. Foto, Lars beusker

Der große SØR Kaschmirschal legt sich wie ein wärmendes Kaminfeuer um den grauen Janker von Schneiders Salzburg. Dazu eine graue SØR Wollhose, lebendige Karos und Accessoires in ,,Barolo”. Foto, Lars Beusker

Ein guter Schuh gilt als Fundament einer stilvollen Herrengarderobe. Setzen Sie dabei auf kompromisslose Qualität und sparen Sie nicht. Feines Leder und eine hochwertige Verarbeitung zahlen sich in komfortablem Tragegefühl und Langlebigkeit wieder aus. Floris van Bommel ist nicht nur ein qualitativer Schuhhersteller, er ist auch ein Meister seines Fachs, der es auf wunderbare Weise versteht, alle wichtige Attribute, die einen guten Schuh ausmachen, zu vereinen: beste Materialien, hochwertige Verarbeitung, klassische Eleganz und ein gelungenes Maß an modischen Akzenten. In diesem Herbst fokussieren wir bei SØR die klassischen Businessschuh-Modelle, zum Beispiel als Monk oder Halbloch. Cognac- und Brauntöne  stehen dabei farblich an erster Stelle und harmonieren mit der Trendfarbe Barolo oder den klassischen Businessanzugfarben Blau und Grau. Ein kleiner extra Tipp: Frischen Sie einfarbige Anzüge mit grafisch gemusterten Accessoires auf. Lassen Sie ruhig vielfarbige Rautenstrümpfe unter den Hosenbeinen vorblitzen und setzen Sie als i-Tüpfelchen farbliche Akzente mit originellen Einstecktüchern.

Klassische Businessschuhe von Floris van Bommel. Foto, Lars Beusker

Klassische Businessschuhe von Floris van Bommel. Foto, Lars Beusker

Bei den Damen spielen wir in dieser Saison mit Gegensätzen ganz im Sinne von ,,Avantgarde & Tradition”. Kastige Schnitte treffen auf schmale Silhouetten, und eine ganz ungewöhnlich frische Liaison geht der angesagte Athleisure-Look mit etablierten high-end-Marken ein – Sportswear meets Luxury! Das Label Ibana verarbeitet feinstes Leder zu Jogging-Pants. Athletische Legginhosen von Cambio kombiniert man mit klassischen Kaschmir-Jumpern und luxuriösen Handbags. Elegante Halbschuhe im Dandy-Look erhalten ein markantes Upgrade durch farblich durchbrochene Plateau-Sohlen. Leder-Sneaker erfreuen uns mit einem Kick Glamour und bestechen durch Snake-Skin-Optik und Gold-Applikationen.

 

Karierter Kasten-Mantel von Schneiders Salzburg, SØR Pullover, Schuhe mit farblich durchbrochener Plateau-Sohle von Paloma Barcelo und Jogging-Pants aus feinem Leder von Ibana. Foto, Lars Beusker

Karierter Kasten-Mantel von Schneiders Salzburg, SØR Pullover, Schuhe mit farblich durchbrochener Plateau-Sohle von Paloma Barcelo und Jogging-Pants aus feinem Leder von Ibana. Foto, Lars Beusker

In den Herbst- und Wintermonaten hat die ,,Blaue Stunde” einen ganz besonderen Reiz, da ihr Farbton noch intensiver ist als in den lichtreicheren Monaten. Blau weckt die Lebensgeister und erinnert uns an das Meer und klare Bergseen – diese Lebendigkeit beeinflusst unsere Kollektionen in diesem Herbst.

Blau, eine Farbe der Vielfalt! Marineblaue Bluse von Le Sarte Pettegole, gletscherblaue Jeans von Cambio, nachtblauer Mantel von Schneiders Salzburg, blau/weiß gestreifte Bluse von Amorph und eine indigoblaue Jeans von Cambio. Foto, Lars Beusker

Blau, eine Farbe der Vielfalt! Marineblaue Bluse von Le Sarte Pettegole, gletscherblaue Jeans von Cambio, nachtblauer Mantel von Schneiders Salzburg, blau/weiß gestreifte Bluse von Amorph und eine indigoblaue Jeans von Cambio. Foto, Lars Beusker

Essential ist jetzt neu bei  SØR! 1999 gründeten das Designerpaar Esfan Eghtessadi und Inge Onesa ihr Label in Antwerpen, der Hochburg der Avantgarde-Mode. Sie starteten mit einer T-Shirt Kollektion, die sie in ihrem Wohnzimmer entwarfen. Mittlerweile ist die Marke international erfolgreich und das Paar um zwei kleine Kinder reicher. Die Kollektionen von Essential Antwerp bestechen durch außergewöhnliches Design, ungezwungene Lässigkeit und Authentizität. Die Entwürfe transportieren den Lifestyle des Designerpaares: jung, erfolgreich, attraktiv und lebensnah.

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Die Essential Antwerp Kollektion jetzt bei SØR. Foto, Lars Beusker

In Sachen Kunst ist der Herbst die Zeit des Erwachens – die Sommerpause der Galerien geht zu Ende und das Karussell des Kunstbetriebs setzt seine aufregende Fahrt wieder in Gang. Ich selbst bin gespannt, was mir in den nächsten Monaten an guter Kunst begegnen wird, wie beispielsweise während der Berlin Art Week und dem Herbst-Rundgang der Leipziger Baumwollspinnerei.

http://www.berlinartweek.de/

http://www.spinnerei.de

Werke der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin sind zur Zeit folgenden  Ausstellungen zu sehen:

Wahrheiten – Zeitgenossen der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin”, Kunstverein Münsterland, Coesfeld http://www.kunstverein-muensterland.de/

Besonders hervorheben möchte ich eine neue Reihe in unserem Blog: ,,100 Meisterwerke”! Die Kunsthistorikerin Dr. Teresa Bischoff untersucht in dieser Serie jeweils 50 Kunstwerke von zeitgenössischen Künstlern und Niederländischen Meistern des 17. Jahrhunderts und stellt diese gegenüber. Das Resultat ist ein spannender Dialog und ein neuer Blickwinkel der zeigt welche überraschende Nähe zwischen Werken herrscht,  die 400 Jahre Kunstgeschichte trennen.

http://www.kleidungskultur-soer.de/?p=2464

http://instagram.com/soer_rusche

https://shop.soer-online.de/

Thomas Rusche empfiehlt Issue No.1

Thomas Rusche empfiehlt : In dieser Kolumne wird Thomas Rusche von seinen saisonalen Trends und Tips berichten. Foto Lars Beusker

Thomas Rusche empfiehlt : In dieser Kolumne wird Thomas Rusche von seinen saisonalen Trends und Tips berichten. Foto Lars Beusker

Als leidenschaftlicher Kunstsammler und Naturliebhaber fasziniert mich, wie es der Natur gelingt, die Kunst immer wieder aufs Neue zu prägen. Die Mode fügt dieser spannenden Liaison eine weitere Komponente hinzu: Sie bedient sich der Farb- und Formenvielfalt der Natur sowie der Kunst. Feinste Baumwoll- und Seidenstoffe werden zur Leinwand für florale Drucke, Nylonjacken und Polo-Shirts reflektieren Farbtöne von Öl und Gouache.

Thomas Rusche trägt im Fotoshooting: eine SØR Jeans, ein SØR Sakko aus Wolle, Leinen und Seide sowie ein weißes Oxford Hemd und weiße Sneaker von SØR. Foto Lars Beusker

Thomas Rusche trägt im Fotoshooting: eine SØR Jeans, ein SØR Sakko aus Wolle, Leinen und Seide sowie ein weißes Oxford Hemd und
weiße Sneaker von SØR. Foto Lars Beusker

Doch: Die Natur ist der Meister unter den Künstlern. Sie bringt Makellosigkeit hervor, wie sie niemand sonst erschaffen kann. SØR nimmt sich diese Vollkommenheit zum Vorbild. Von der Auswahl feinster Tuche für geschmeidige Sakkos, Kaschmirgarne für Lieblingspullover, Ziegenvelours für Jacken oder beste Baumwolle für Hemden – ständig sind wir für Sie auf der Suche nach dem Nonplusultra der Mode.

Schon jetzt ein Klassiker – der lässige SØR Blouson aus feinstem Ziegenleder

Schon jetzt ein Klassiker – der lässige SØR Blouson aus feinstem Ziegenleder. Foto Lars Beusker

Das zeigen die herrlich entspannten Kreationen im angesagten Washed-out-Look und die fantastischen Flower-Designs ebenso wie die modernen Janker, die jetzt absolut metropolentauglich sind – und die Liebe zur Natur, zum Outdoor-Living kennzeichnen.

Psychedelische Muster, Flower-Power und Naturmaterialien bestimmen die Mode in diesem Sommer: Hose von Cambio, Bluse von Herzensangelegenheit und Espandrilles von Palomitas

Psychedelische Muster, Flower-Power und Naturmaterialien bestimmen die Mode in diesem Sommer: Hose von Cambio, Bluse von Herzensangelegenheit und Espandrilles von Palomitas. Foto Lars Beusker

Die Hippies in den 1960er Jahren prägten ihre Generation mit freier Liebe, aber auch mit einer starken Naturverbundenheit, die sich in ihrer Kleidung reflektierte. Viel Denim, bodenlange Kleider, Kaftane und Tücher. Psychedelische Muster und Flower-Power Prints. All das finden wir auch in den aktuellen Damenkollektionen wieder – mit dem Unterschied, der Neo-Hippie legt großen Wert auf Eleganz und edle Materialien.

IVI Kleider setzen frische Akzente: Neo-Hippie Kleid aus Seide in frischen Farben und Feder-Muster

IVI Kleider setzen frische Akzente: Neo-Hippie Kleid aus Seide in frischen Farben und Feder-Muster. Foto Lars Beusker

Das junge Kölner Label IVI ist ganz neu im SØR Sortiment und besticht mit einer Luxus-Hippie Kollektion. Auch neu im SØR Woman Programm ist die Denim-Marke Bella Dahl aus LosAngeles. Die Jeanshemden, Wickelkleider und Jumpsuits in superweich fallenden Baumwoll- und Viskose-Qualitäten, haben längst die Kleiderschränke der großen Stars erobert. Perfektionieren Sie Ihren Hippie-Look z.B. eine Fransen-Lederweste von Ibana und Plateau Espandrilles von Palomitas.

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Der neue Star aus L.A.: Bella Dahl Items verzaubern und mit super soften Denim-Qualitäten aus Organic Cotton. Foto Lars Beusker

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Für echte Urban-Hippies – Die Fransenweste aus Veloursleder von Ibana. Foto Lars Beusker

Besonders hervorheben möchte ich in dieser Frühlings-Saison bei den Herren, die SØR Jersey Hemden. So elegant und hochwertig wie ein klassisches Hemd, so komfortabel wie ein lässiges T-Shirt– wird das SØR Jersey Hemd zum universellen Lieblings-Item. Kombinieren Sie es mit sommerlichen Chinos, Loafern und einem Sakko.

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Kein Sommer ohne die beliebten Chinos! Sie passen perfekt zu den neuen Jersey-Hemden! Foto Lars Beusker

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So elegant wie ein Hemd, so bequem wie ein T-Shirt – Das SØR Jersey-Hemd. Foto Lars Beusker

Im Business ist er mittlerweile das Nonplusultra für den stilvoll gekleideten Herrn – der blaue Anzug. Das SØR Model ist dezent gestreift und mit zwei Knöpfen versehen, aber bitte schließen Sie immer nur den obersten. Wählen Sie dazu ein klassisches Hemd in weiß oder helllila. Krawatte und Einstecktuch dürfen in knackigen Farben gewählt werden.

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Schwarz war gestern – Der blaue Anzug strahlt frische Eleganz aus! Foto Lars Beusker

In der Mode ist der Frühling eine agile Zeit, in der die Lust auf fröhliche Farben, neue Schnitte und leichte Materialien von der Sehnsucht nach dem Sommer erzählen. Auch in der Kunst ist diese Zeit eine spannende Phase. Bedeutende Messen und Ausstellungen stehen in den nächsten Wochen und Monaten an, wie die ART Basel im Juni oder die Ausstellung ”Wahlverwandschaften” in der Kunsthalle des Lettischen Nationalmuseums Riga. Die von Mark Gisbourne kuratierte Retrospektive Deutscher Kunst von 1960 bis zur Gegenwart, gilt schon jetzt als ein Highlight des Kunst-Sommers.

https://www.artbasel.com/

http://www.lnmm.lv/en/aeh

Hervorzuheben ist die Ausstellungsreihe SEIN.ANTLITZ.KÖRPER – Kirchen öffnen sich der Kunst. Für dieses Projekt werden 9 Kirchen in Berlin, darunter der Berliner Dom, die Kirche St. Thomas von Aquin oder die Neue Synagoge in Berlin-Mitte, zu Museen für zeitgenössische Kunst. Auch die SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin ist als Leihgeber einer Vielzahl von Werken in dieser Ausstellungsreihe vertreten.

Sein.Antlitz.Körper. 9 Berliner Kirchen werden zu spannenden Ausstellungsorten. Am 5. Mai eröffnet die Ausstellung Ecce Homo? Ecce Homo! In der St. Canisius Kirchen mit einer Vielzahl von Werken aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Sein.Antlitz.Körper. 9 Berliner Kirchen werden zu spannenden Ausstellungsorten. Am 5. Mai eröffnet die Ausstellung Ecce Homo? Ecce Homo! In der St. Canisius Kirchen mit einer Vielzahl von Werken aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

http://sein-antlitz-koerper.de/

Genießen Sie einen aufregenden Frühling und einen fröhlichen Sommer voller spannender Kunst und anziehender Mode.

Herzlichst – Ihr Thomas Rusche

http://shop.soer-online.de/

http://instagram.com/soer_rusche

Kunst, Mensch und Natur – Der Kunsthistoriker Mark Gisbourne im Interview mit Thomas Rusche

Thomas Rusche im Gespräch mit dem Kunsthistoriker Mark Gisbourne, in der Berliner Repräsentanz der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin. Foto, Lars Beusker

Thomas Rusche im Gespräch mit dem Kunsthistoriker Mark Gisbourne, in der Berliner Repräsentanz der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin. Foto, Lars Beusker

Mark Gisbourne lebt und arbeitet in Berlin. In Stratford-upon-Avon geboren, von William Shakespeare nicht nur sprachlich geprägt. In Kunstgeschichte promoviert. Forschungsprojekte zu Alten Meistern. Universitätsdozent am ersten Lehrstuhl für zeitgenössische Kunst, Courtauld Institute, University of London, Slade School of Arts. Zuvor britischer Bobby, Teppichhändler, Franziskanermönch und Streetworker in London. Philosoph und Theologe. Ehem. President of the British Art Critics Association (AICA), Organisator des World Congress of Art Critics. Renommierter Buchautor und Kurator. Seine Biografie umfasst über 500 Publikationen und Ausstellungen. Im Sommer 2016 realisiert er eine Retrospektive zur deutschen Kunst in Riga.

TR: Mark, kannst du dich noch daran erinnern, wann Du das erste Mal mit Kunst in Kontakt gekommen bist?

MG: Ja, daran kann ich mich gut erinnern. Als sechs- oder siebenjähriges Kind bekam ich zum Geburtstag oder zu Weihnachten Puzzles geschenkt, und ich mochte vor allem jene, die Reproduktionen von Kunstwerken zeigten. (lacht)

TR: Dein herausragender Wissensschatz deckt viele Jahrhunderte der Kunstgeschichte ab. Welche Epoche würdest du persönlich als die herausfordernste beschreiben und warum?

MG: Dass ich einen vom Pantheon zur Pop-Art reichenden Überblick habe, verdankt sich dem System des Courtauld Institute of Art, London. Das ist ein außergewöhnlicher Ort: Jeder, der dort studiert, liebt ihn für seinen hohen Ausbildungsstandard mit kleinen Klassen von zuweilen nur drei oder fünf Studenten. Ich schätze einige Phasen der Kunstgeschichte sehr, aber ziehe keine einer anderen vor.

Mark Gisbourne. Foto, Lars Beusker

Mark Gisbourne. Foto, Lars Beusker

TR: Die bildende Kunst hat die Mode über die Jahrhunderte hinweg beeinflusst. Es gibt Modestile, die in großem Maße von künstlerischen Bewegungen beeinflusst oder Modeerscheinungen, die tatsächlich von Künstlern geprägt wurden.

MG: Es ist richtig, dass Warhol, Hamilton und zahllose Künstler des Pop in den 1960er Jahren einen gro- ßen Einfluss auf die Mode hatten. Das war aber nichts Neues, hatten doch schon die Romantiker, ob nun Dichter oder Maler, die Mode ihrer Zeit beeinflusst. Es gibt da eine lange Tradition: die Gecken im 18., die Dandies im 19. Jahrhundert, und so setzt sich das fort bis zu den Teddy Boys in den 50ern, den Mods und Rockern in den 60ern, dem Glam Rock und Punk der 70er, dem New Romanticism-Look der 80er – und immer so weiter. Heute fließen, ganz unabhängig davon, ob man nun über Musik, Kunst, Mode oder Film spricht, alle Stile ineinander, denn die traditionellen Begrenzungen sind porös geworden.

TR: „Kunst und Natur“ lautet das Motto des neuen SØR Journals. In welchem Verhältnis stehen beide zueinander?

MG: Kunst und Natur lassen sich thematisch nur sehr schwierig einkreisen. Meiner Ansicht nach lag Hegel nicht richtig, als er die Kunst über die Natur stellte, während er doch zugleich die offensichtliche Kraft der natürlichen Schönheit von Landschaft und Natur wahrnahm. Übereinstimmend mit Kierkegaard würde ich sagen, dass die relevante Sprache der Kunst eine ästhetische ist, die notwendige Sprache der Natur hingegen eine ethische. Das bedeutet, dass die natürliche Welt und die in ihr anzutreffenden Lebensformen von uns in moralischer Hinsicht gehegt und gepflegt werden müssen. Wir begegnen im Klimawandel der dringlichsten Aufgabe unserer Zeit. Kunst jedoch ist nicht Natur, entsteht sie doch aus mentaler und visueller Transformation, wohingegen alle Systeme der Natur bereits immanent sind; Tiere beispielsweise haben ihre Instinkte. Die Kleider, die wir tragen, sollten aus natürlichen Materialien erzeugt oder von ökologischer Herkunft sein. Ich mag da eine altmodische Haltung haben, die sich vielleicht auch aus einer religiösen Empfindsamkeit ableitet, aber ich glaube fest daran, dass die Menschheit in ihrem Potenzial Größeres ist als nur ein Widersacher der Naturgewalten. Um auf Nietzsches ästhetische Einteilung zu verweisen, würde ich sagen, dass das Verhältnis der Kunst zur Natur apollinisch sein muss (harmonisch und voneinander abhängig), zugleich lässt sich allerdings festhalten, dass viele Kunstwerke der letzten hundert Jahre aus einem dionysischen Impuls heraus entstanden sind (Verwirrung der Sinne).

BEZA, Water 2011, Bild 2

BEZA, Water II, 2011, Öl auf Holz, 21,2 x 30 cm

TR: Du hast zahlreiche Monografien über KünstlerInnen verfasst. Nach welchen Kriterien entscheidest du, ob du über einen Künstler schreibst?

MG: Es ist ein simples Kriterium. Die Frage ist stets: Interessiert mich die Kunst? Daran schließt sich jedoch die Frage an, was dieses „es interessiert mich“ bedeutet. Das meint keinesfalls: „Mag ich die Kunst?“ Es ist schon eher die Frage, ob ich durch das Schreiben über die jeweilige Kunst etwas hinzulernen kann. Ob das jedoch geschieht, weiß ich nicht immer, wenn ich mit dem Schreiben beginne. Ich habe oft Texte über Arbeiten von Künstlern geschrieben und anfänglich angenommen, die Arbeiten hätten große Tiefe und wären aufregende Entdeckungen, um dann eines Besseren belehrt zu werden. Andererseits habe ich mit dem Schreiben über das Werk mancher Künstler nur widerwillig begonnen, schließlich aber eine innere Qualität in den Arbeiten entdeckt, die mich beglückte.

TR: In einem deiner neueren Texte, einem monografischen Essay über die Künstlerin Beza beschäftigst du dich intensiv mit „Mensch und Natur“. Worin lag dabei die Herausforderung?

MG: Ich glaube, in diesem Fall habe ich nicht so sehr an die natürliche Welt gedacht, sondern eher an die innere Natur von Beza als Künstlerin. Ihre Arbeiten sind sehr körperlich. Als ich von ihren Landschaftsarbeiten schrieb, erzeugte ich eine Verbindung zu den belebten Aspekten der Natur. Ich verwendete sinnliche und flüssig anmutende Formulierungen, wie „schlangengleiche Oberfläche des Wassers“ und entwarf Gleichnisse zu ihrem Bildgegenstand der körperbasierten Posen. Das Schreiben über das Fließen der Dinge, das Im-Fluss-Sein und den körperlichen Wandel rief bei mir auch die Feststellung hervor, dass Beza ein starkes Gespür für ihr Frausein hat und lenkte die Aufmerksamkeit auf die Gaia-Prinzipien, die alle Facetten der Künstlerin leiten.

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BEZA, In between Bread, 2012, Diasec, 66 x 100 cm

TR: Beza beschäftigt sich auch mit religiösen Bildgegenständen, heute oftmals ein Tabuthema. Was glaubst du, in welcher Hinsicht kann spirituelle Kunst relevant und aussagekräftig bleiben?

MG: Nun, auch die größten Skeptiker, denen man heute begegnen kann, kommen ins Wanken, wenn sie der Beschränkung gegenüberstehen, die das Mysterium des Lebens mit sich bringt, und ziehen sich zu Voltaires „Wenn es Gott nicht gäbe, so müsste man ihn erfinden.“ zurück. Obwohl religiöse Kunst und ihre traditionellen Bildgegenstände mit verklärten Schichten der historischen Wiederholung angereichert sind, bewahrt sie sich doch die grundsätzlichen Themen unseres heutigen Alltagslebens anzusprechen. Wahre religiöse Kunst resultiert aus Reflexion und innerer Tiefe, und das muss heute nicht mehr notwendigerweise im Rahmen einer festgelegten institutionellen Struktur geschehen. Auf jeden Fall ist die Kirche, so, wie wir sie verstehen sollten, die Welt und nicht ein Gebäude. Die Relevanz der religiösen Kunst also, um auf deine Frage zu antworten, liegt darin, dass das Spirituelle immer bedeutsam ist. Bezas Bildgegenstand mag traditionell sein, aber sie fügt ihm eine hochgradig persönliche katholische Einsicht hinzu.

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BEZA, Jesus, 2010, Öl auf Holz, 20 x 16 cm

TR: Du kennst Bezas Arbeiten seit Jahren. Wie würdest du sie beschreiben?

MG: Ich glaube, in gewisser Hinsicht ist Beza eine experimentelle Künstlerin. Und wie bei allen experimentellen Zugriffen ist ihr Schaffen von unterschiedlichem Erfolg gekrönt. Bezüglich ihres Zugriffs auf den Bildgegenstand verfügt sie über ein breites Spektrum: Porträts, durch Reflexion erhöhte Landschaften, Stillleben, religiöse Themen, figurative Beschäftigungen mit dem Körper – und das alles verbunden mit einer Verschmelzung von Vergangenheit und Gegenwart. Einige ihrer aktuellen Experimente an der Schnittstelle von Fotografie und Malerei sind sehr originell und innovativ. Sie hat deutlich das, was manche einen zeitgenössischbarocken Zugriff nennen.

TR: Was glaubst du, macht die SØR Rusche Sammlung im allgemeinen Sinne aus? Wie fruchtbar ist der Dialog zwischen Alten Meistern und zeitgenössischer Kunst?

MG: Ich halte die SØR Rusche Sammlung insofern für einmalig, als die zwei repräsentierten Zeiträume sich in vielerlei Hinsicht unterscheiden. Die Motive der Künstler sind heutzutage ebenso unterschiedlich wie die Kunstkontexte. Die frühere Zeit war auf Werkstätten ausgerichtet, wohingegen die Arbeiten der Künstler heute auf persönlicher Subjektivität basieren. In der SØR Rusche Sammlung stehen die Künstler, zumeist MalerInnen, in keinem hierarchischen Verhältnis zueinander. Zudem sammelst du die Arbeiten vvon einzelnen Künstlern mit Ausführlichkeit und großer Tiefe, was einen guten Überblick erlaubt. Der Dialog zwischen dem Alten und dem Neuen ist wie alle Dialoge abhängig vom Ort, an dem er geführt wird. Alles nimmt den Klang seiner jeweiligen Zeit an, das Verhältnis von Vergangenheit und Gegenwart befindet sich immerzu im Fluss.

Lesen Sie das komplette Interview in Englisch:

Mark-Gisbourne-Interview-english-version-long

Noch bis zum 8. April 2016 ist die Solo Ausstellung ”BEZA – Bilder” in der Galerie Hübner + Hübner zu sehen.

 http://www.galerie-huebner.de/ausstellungen/aktuell

https://vfmk.org/de/shop/beza

 

 

 

Gute Kunst? Wollen! – Das Making of!

 

Am 19/20. September eröffnet die Ausstellung Gute Kunst? Wollen! Auf AEG in Nürnberg. 500 Kunstwerke der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin werden auf 6.000 qm Ausstellungsfläche gezeigt. Dr. Teresa Bischoff kuratiert die Ausstellung gemeinsam mit Studierenden der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Dabei untersuchen sie Alte Meister und Zeitgenossen an Hand von fünf Kriterien:

Handwerkliches Können

*

Schönheit

**

Kunstwollen

***

Innovation

****

Diskurswürdigkeit

*****

Der Film eröffnet uns die Dimension dieser Ausstellung und macht große Lust auf das Resultat!

Zur Ausstellung erscheint die Publikation Gute Kunst? Wollen! im MMKoehn Verlag mit Texten von Dr. Teresa Bischoff und einem Vorwort von Prof. Dr. Horst Bredekamp, herausgegeben von Prof. Dr. Ulrich Großmann, Prof. Dr. Lars Blunck und Thomas Rusche.

,,Die Kunst negiert immer neu, was ihr in ermüdender Wiederholung als Hauptbestimmung zugesprochen wird: als permanenter Ursprung die Geschichte abzustreifen und gleichsam bedingungslos das jeweilige Jetzt zu spiegeln. Sie hat jedoch immer neue Absagen an die Ideologie des Nullpunkts formuliert, und hierfür ist die Ausstellung ein Zeugnis.”  

Prof. Dr. Horst Bredekamp 

Cover der Publikation Gute Kunst? Wollen! erschienen im MMKoehn Verlag, Cover Photo by Lars Beusker

Cover der Publikation Gute Kunst? Wollen! erschienen im MMKoehn Verlag, Cover Photo by Lars Beusker

 19. September bis 17. Oktober 2015

Öffnungzeiten Do. – So. 12:00 – 19:00 Uhr

Auf AEG, Muggenhofstraße 132/135

Fürther Str. 244-254

90429 Nürnberg

 

Van Laack – der Look eines unbeschwerten Sommers

Humorvolle Prints verbreiten im Büro oder im Café eine fröhliche Stimmung. Photo by Van Laack

 

Van Laack Spring/Summer Collection 2015. Photo by Van Laack

Van Laack Spring/Summer Collection 2015. Photo by Van Laack

Seit über 130 Jahren steht van Laack als deutsches Traditionsunternehmen für Produkte, die durch hochwertige und detailgenaue Verarbeitung, feine und luxuriöse Stoffe und Garne sowie moderne Herstellungsmethoden überzeugen und so den Maßstab vor allem für Herrenoberhemden immer wieder neu und nachhaltig definieren. Die Vision, mit der Heinrich van Laack 1881 startete, war ebenso einfach wie anspruchsvoll: das luxuriöseste Hemd zu fertigen. Der Luxus sollte sich damals wie heute vor allem im Detail äußern und so die Individualität und Klasse seines Trägers unterstreichen. Das hohe handwerkliche Niveau – jedes Hemd wird in mindestens hundert Arbeitsminuten hergestellt – sowie die ausgeprägte Liebe zum Detail machen jedes Produkt schnell zum Lieblingsstück mit Wiedererkennungswert, das aus der Masse heraussticht. 1972 präsentiert van Laack die erste Damenkollektion, mit der Portfolio-Erweiterung um Home- und Nightwear für Herren wird das Angebot stetig erweitert.

Das klassische Van Laack Hemd - ein must have Item für die elegante Herrengarderobe. Photo by Van Laack

Das klassische Van Laack Hemd – ein Must-have Item für die elegante Herrengarderobe. Photo by Van Laack

Die exklusiven Business Hemden mit traditionellem Kentkragen zeichnen sich durch hochwertige Vollzwirn-Qualitäten in aufwendiger Machart aus. Neben den zeitlosen Klassikern, ergänzt Van Laack das Repatoire mit trendigen saisonalen Kollektionen. Diesen Sommer spielen dabei florale Muster oder fröhliche Sommerprints mit einer humorvollen Note eine große Rolle bei den Herren. Die Melange aus eindrucksvollen Farben und luftigen Materialien, wie leichtes Leinen- oder erstklassige Baumwolle, verleihen dem Träger ein absolutes Wohlbehagen. Zudem verbreiten die heiteren Prints eine sommerliche Unbeschwertheit. Allerdings sollte man sich mit wilden Muster Mixen etwas zurückhalten, auch wenn diese immer mal wieder zu Gast sind auf den Laufstegen der großen Haute Couture Designer. Setzen Sie mit einem gemusterten Hemd gezielt Akzente und kombinieren Sie es zur Jeans, weißen Leinenhosen oder einfarbigen Chinos.

Van Laack Hemd mit floralem Muster. Photo by Van Laack

Van Laack Hemd mit floralem Muster. Photo by Van Laack

Humorvolle Prints verbreiten im Büro oder im Café eine fröhliche Stimmung. Photo by Van Laack

Humorvolle Prints verbreiten im Büro oder im Café eine fröhliche Stimmung. Photo by Van Laack

Ein modisches Revival erfährt in diesem Sommer das Poloshirt – in der klassischen Herren Freizeitmode kaum wegzudenken, entdeckt nun auch die junge Generation den Komfort dieses Kleidungsstücks. Bei Van Laack findet man den Klassiker aus exzellenter Baumwolle in zurückhaltenden Melange Tönen, als auch die junge Variante in knalligen Farben und Vintage-Waschung.

Klassisches Van Laack Polo. Photo by SØR / Lars Beusker

Klassisches Van Laack Polo. Photo by SØR / Lars Beusker

Sportliches Van Laack Polo-Shirt. Photo by Van Laack

Sportliches Van Laack Polo-Shirt. Photo by Van Laack

Bei den Damen steht bei Van Laack in diesem Sommer die Farbe Weiss ganz vorne. Klassische Blusen und sommerleichte Tuniken werden mit Shorts aus Baumwolle oder Leinen kombiniert. Ein Highlight sind die Blusen mit floralen Lochstickereien, sie verleihen jedem Outfit eine romantische Verspieltheit. Printblusen werden frech geknotet und zur Slim Jeans oder Caprihose getragen – dieser Look erinnert an die wunderbaren Outfits der jungen Brigitte Bardot in Saint-Tropez.

Ganz in weiss - Bluse mit Stehkragen und Baumwollshorts. Photo by Van Laack

Ganz in weiss – Bluse mit Stehkragen und Baumwollshorts. Photo by Van Laack

Raffiniert - Bluse mit Lochstickerei kombiniert mit Leinenshorts. Photo by Van Laack

Raffiniert – Bluse mit Lochstickerei kombiniert mit Leinenshorts. Photo by Van Laack

Entzückend frech, wie einst Brigitte Bardot - Ärmellose Print-Bluse und Leinenshorts in Indigo. Photo by Van Laack

Entzückend frech, wie einst Brigitte Bardot – Ärmellose Print-Bluse und Leinenshorts in Indigo. Photo by Van Laack

 

Erfahren Sie mehr über das Label Van Laack auf unserem SØR Blog: 

http://www.kleidungskultur-soer.de/?p=1332

 

 http://www.vanlaack.com/

https://shop.soer-online.de/

Kunst und Mode – das passt! Thomas Rusche trifft den Künstler Christian Achenbach für das neue SØR Journal

SØR Fotoshooting im Berliner Atelier des Künstler Christian Achenbach photo by SØR
SØR Fotoshooting im Berliner Atelier des Künstler Christian Achenbach photo by SØR

SØR Fotoshooting im Berliner Atelier des Künstler Christian Achenbach photo by SØR

Schon als Teenager fasste Christian Achenbach den Entschluss, Künstler zu werden – 1978, gut 400 Jahre nach Peter Paul Rubens (1577-1640); ebenfalls in Siegen geboren, verbrachte er dort seine Kindheit und widmete sich schon früh der Musik und Lyrik. Seinen formvollendeten Ausdruck hat er schließlich in der Malerei gefunden, seine künstlerische Heimat ist Berlin. Dort studierte er an der Universität der bildenden Künste bei Daniel Richter und Burkhardt Held und wurde Meisterschüler von Anselm Reyle. Sein unverwechselbarer Stil sorgte schon früh für Furore und weckte das Interesse von Sammlern und Kuratoren. Der 36-Jährige wird heute von namhaften deutschen und internationalen Galerien vertreten. Seine Werke wurden bereits in musealen Einzelausstellungen präsentiert und finden sich auch in der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin.

Thomas Rusche im Interview mit Christian Achenbach Photo by Lars Beusker

Thomas Rusche im Interview mit Christian Achenbach Photo by Lars Beusker

TR: Du hast den Ruf, Musik malen zu können. Verrate uns doch, wie du die Leinwand zum Klingen bringst?

CA: Es liegt für mich in der Natur des Mediums, dass beim Bildermalen eine Art Klang erzeugt wird. Das Empfinden von Klang entsteht ja durch das Zusammenspiel von Tönen. In der Musiktheorie spricht man von einem Klang, wenn mehrere Töne in einem harmonischen Verhältnis simultan zueinander auftreten. Auch ein disharmonisches Zusammenspiel erzeugt natürlich einen Klang. Malerei als Möglichkeit, Klang zu visualisieren, hat mich schon immer interessiert.

Hier spielt die Musik - Instrumenten-Ecke im Atelier des Künstlers Christian Achenbach Photo by Lars Beusker

Instrumenten-Ecke im Atelier des Künstlers Christian Achenbach Photo by Lars Beusker

TR: Du bist selbst auch Musiker, interessierst dich für Punk und Jazzmusik. Und gerade der Jazz ist eine Richtung, die viel Raum für Improvisation lässt. Improvisierst du auch in deiner Malerei?

CA: Improvisation hat untrennbar mit Zeit zu tun. Sie passiert schnell, intuitiv, ohne Möglichkeit, bewusst zu denken, sondern ruft abgespeicherte Erfahrungen ab. Wenn wir von Jazz reden wollen, wäre es undenkbar, dass ein Musiker seine Band stoppt und sagt »Moment mal, Pause, ich möchte überlegen, was ich jetzt spiele …«. Beim Malen dagegen habe ich alle Zeit der Welt. Klar gibt es da auch Momente, wo ich schnell arbeite und intuitive Entscheidungen treffe. Aber eben auch viele, in denen man das Bild ansieht und nachdenkt. Dass ein Bild am Ende immer anders aussieht, als ich es mir zu Beginn vorgestellt habe, ist dabei normal. Diesen Prozess verstehe ich aber nicht als Improvisation.

Der Sammler Thomas Rusche lässt sich die neuen Arbeiten dees Künstlers zeigen Photo by Lars Beusker

Der Sammler Thomas Rusche lässt sich die neuen Arbeiten des Künstlers zeigen Photo by Lars Beusker

TR: Ist für dich dabei der Arbeitsprozess oder das Ergebnis entscheidend?

CA: Das Resultat ist das Entscheidende. Ich bin davon überzeugt, dass man jedes Sujet erfolgreich bearbeiten oder gegen die Wand fahren kann.

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Inspiration is everywhere – Stillleben im Atelier des Künstlers Achenbach Photo by Lars Beusker

TR: Deine Bilder haben eine sehr ausgeprägte Dynamik, verzaubern durch mutige Farbigkeit und wollen sich keinem Genre zuordnen. Dennoch lässt du die klassischen Elemente der Malerei, wie geometrische Grundformen, die Raumillusion und die Figuration, nicht außer Acht, oder?

CA: Es gibt in der Malerei einfach einen unglaublichen Erfahrungsschatz, in dem sich gezeigt hat, dass bestimmte Regeln maßgeblich dafür verantwortlich sind, ob ein Bild funktioniert oder nicht: Komposition, Gewichte im Bild, Kontrast etc. Diese außer Acht zu lassen, wäre wie ein Haus bauen, aber das Fundament weglassen. Wenn das Fundament da ist, kann man alles Mögliche darauf bauen…

Christian Achenbachs Bild »Lille Pige ved vinduet«, 2013, Öl auf Leinwand, 50 x 40 cm, SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin, ziert das aktuelle Cover des SØR Magazins Photo by SØR

Christian Achenbachs Bild »Lille Pige ved vinduet«, 2013,
Öl auf Leinwand, 50 x 40 cm, SØR Rusche Sammlung
Oelde/Berlin, ziert das aktuelle Cover des SØR Magazins Photo by SØR

TR: Könntest du dir vorstellen, monochrom zu malen?

CA: Vorstellen könnte ich es mir natürlich schon, aber es entspricht im Moment nicht wirklich meiner Arbeitsweise. Farbe spielt schon eine wichtige Rolle in meiner Arbeit, auch wenn ich immer wieder mal ein schwarzweißes Bild male. Über die Farbe steuert man schon sehr viel. Es entwickelt sich eigene Farbigkeit, die sich natürlich auch aus dem speist, was uns heute umgibt. Bei meinen Skulpturen spielt Farbe eine besonders große Rolle, weil sie in der Form reduzierter sind als die Malerei.

Das geräumige Atelier in Berlin bietet dem Künstler Christian Achenbach viel Platz zur Entfaltung Photo by Lars Beusker

Das geräumige Atelier i Berlin bietet dem Künstler Christian Achenbach viel Platz zur Entfaltung Photo by Lars Beusker

TR: Was ist für dich das Wesentliche am Künstlerleben?

CA: Ich empfinde es als großes Privileg, meine Zeit selbst verwalten zu können. Daraus resultiert natürlich auch die Verantwortung dafür, diese sinnvoll zu nutzen. Ich liebe die Uneingeschränktheit und die Flexibilität, die mein Job mit sich bringt, und das Umfeld, in dem ich arbeite, meine Ateliernachbarn. Und andere Menschen, die man trifft. Ich glaube, es gibt keinen Beruf, in dem man so gesellschaftliche Schichten crosst und so viele unterschiedliche interessante Leute kennenlernt.

TR: Wir sind uns schon vor Jahren zum ersten Mal begegnet, und ich freue mich, dass du der SØR Rusche Sammlung zahlreiche deiner Werke anvertraut hast. Wie wichtig ist dir als Künstler eine persönliche Beziehung zum Sammler?

CA: Weißt du, Thomas, wie gern ich an die vielen guten Abende zurückdenke, die wir gemeinsam erlebt haben? Du schaffst und forcierst es, unterschiedlichste Leute zusammenzubringen. Das ist so relativ einzigartig: ein Sammler, der nicht nur Kunst kauft, sondern das Zusammentreffen von Menschen als kulturelles Statement und Auftrag sieht.

TR: Das Fundament der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin besteht aus Niederländischen Meistern des 17. Jahrhunderts. Was denkst du, warum deine Arbeiten gut dazu funktionieren?

CA: Also ganz formal gesehen gibt es da z.B. einen Bezug, weil ich eine ganze Reihe von Blumenstillleben gemalt habe, die von niederländischen Meistern natürlich auch behandelt wurden. Der Anlass dafür war für mich aber weniger der, dass ich großer Botanik-Fan wäre, sondern eher, dass ich mir beweisen wollte, dass man aus jedem Motiv ein gutes Bild machen und seine eigene Bildsprache einsetzen kann.

Christian Achenbach im klassischen SØR Look. Auch privat bevorzugt der Künstler  Kleidung von hoher Qualität und klassischem Design Photo by Lars Beusker

Christian Achenbach im klassischen SØR Look. Auch privat bevorzugt der Künstler Kleidung von hoher Qualität und klassischem Design Photo by Lars Beusker

TR: Neben der Malerei und deinen Skulpturen interessierst du dich auch für Mode und Kostüme.

CA: Ja. Meine Freundin hat Modedesign studiert, schon allein deshalb habe ich viel über Mode und deren Entstehung mitbekommen, und in unserer Bibliothek gibt es neben Kunst eben auch etliches über Bekleidung. Besonders Theater-Kostüme zur Zeit der Moderne faszinieren mich sehr. Oskar Schlemmers Triadisches Ballett, Kasimir Malevitchs Bühnenstücke oder die Kostüme der ,,Ballets Russes” – da wurde die Formensprache der künstlerischen Avantgarde auf Bekleidung übertragen, erstmal ohne Berücksichtigung von Funktionalität. Heraus kam dabei so eine Art abstrakter Bilder auf Beinen oder gleich bewegte abstrakte Bilder. Sonia Delaunay hatte wiederum als eine der ersten die abstrakte Formensprache auf die Stoffe ihrer Kreationen übertragen, die für den Alltag bestimmt waren. Dann gibt`s natürlich in der jüngeren Modegeschichte Designer wie Alexander McQueen, Hussein Chalayan oder Issey Miyake, die in meinen Augen einfach große Künstler sind.

Das Outfit bildet ohne Krawatte einen casual Look Photo by Lars Beusker

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TR: Wie wichtig ist für dich die Mode und der Kleidungsstil als persönliches Ausdrucksmittel?

CA: Ich glaube, meinen persönlichen Ausdruck suche ich eher in meinem Job als in meinem Kleidungsstil, aber die Kleidung, die ich trage, ist mir schon wichtig. Ich mag schlichte, aber hochwertige Kleidung.

TR: Wie definierst du das genau?

CA: Kleidung muss für mich nicht das Rad neu erfinden. Aber es muss einfach alles stimmen – hochwertige Materialien, eine perfekte Passform und eine exzellente Verarbeitung. Mehr braucht es für mich eigentlich nicht.

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