All posts tagged Hiltl

Stil-Tipps von Thomas Rusche – Wie Mann sich im Sommer kleidet

L1000946

Immer stilsicher – Thomas Rusche der SØR Inhaber und Stil-Experte weiß bis ins kleinste Detail um die Bedeutung der Kleidungskultur. Foto Lars Beusker

Die Sommermonate locken uns mit luftigen und aufregend bunten Outfits auf die Straßen. Im Business sollte man allerdings berücksichtigen, dass der klassische Dresscode keine Ferien kennt. Besonders wenn man auf dem Finanzmarkt arbeitet oder in Kunden-gesprächen sein Unternehmen repräsentiert. Wie man sich bei hohen Temperaturen auch im Job adäquat kleidet und wie man die angesagten Sommer-Trends am besten in der Freizeit kombiniert, verrät uns SØR Inhaber und Stil-Experte Thomas Rusche!

SØR: Welche Stoffe/Materialien eignen sich besonders für die Sommermonate?

Thomas Rusche: Leinen, Baumwolle und leichte cool-wool Qualitäten sind während der Sommer-Monate die perfekte Wahl. Auf synthetische Materialien sollte man am besten verzichten.

SØR: Welche der genannten Materialien sind auch für Business-Looks im Büro geeignet und welche ein absolutes No-go?

Thomas Rusche: Leinen hat leider die Angewohnheit leicht zu knittern und das wirkt im Job schnell etwas nachlässig. Leichte Wollmaterialien und Baumwolle sind somit die sichere Wahl. Bequemere Alternativen können beispielsweise Hemden aus feinem Jersey sein. Anzüge sollten aus leichten aber hochwertigen Wollqualitäten bestehen. Wer als Akteur auf dem Finanzmarkt agiert oder sein Unternehmen in Kundengesprächen repräsentiert, sollte auch im Sommer gedeckte Farben wählen und sich dem klassischen Dresscode unterordnen. Vertrauen entsteht durch Kleidung, die den Rollenerwartungen gerecht wird. Kleidung entscheidet mit darüber, wessen Rat ich traue und wem ich mein Geld anvertraue. Eine Maxime, die in der Kleidungskultur für alle Jahreszeiten gilt.

Collage-2

Richtig angezogen im Büro oder bei Kunden-Meetings: SØR Anzug in Blau, ein weißes SØR-Hemd mit farbigen Ausputz, feine Seidenkrawatte mit Schmetterlingsmotiv und rahmengenähte Schuhe von Floris van Bommel. Foto Lars Beusker

SØR: In der vergangenen Sommer-Saison lag der Knöchel des Herren bei den Hosenlängen frei. Setzt sich dieser Trend fort oder verändert sich diesbezüglich etwas?

Thomas Rusche: Dieser Trend setzt sich auch in dieser Saison fort. Es werden weiterhin Hosen getragen die den Knöchel zeigen und die Fußweite bleibt eher schmal.

SØR: Darf der Knöchel auch im Büro gezeigt werden? Womit der Träger dann ja auch auf einen Strumpf verzichtet. Ist das im Job erlaubt?

Thomas Rusche: Es kommt immer auf das Umfeld an. Ist der Arbeitgeber eine Bank oder eine Anwaltskanzlei, sollte man einen klassischen Hosenschnitt wählen und Strümpfe in den Schuhen tragen. Jedoch in Unternhemen mit einem gelockerten Dresscode, darf Mann auch etwas Haut am Fuß zeigen.

Die schmale SØR Hose mit Bundfalten, ist aus einem kühlen glatten Baumwollstoff und dezent kariert. Besonders schön wirkt  wenn man sie bis zum Knöche umschlägt und mit feinen Loafern oder weißen Sneaker kombiniert. Foto Lars Beusker

Die schmale SØR Hose mit Bundfalten, ist aus einem kühlen glatten Baumwollstoff und dezent kariert. Besonders schön wirkt es, wenn man sie bis zum Knöchel umschlägt und mit feinen Loafern oder weißen Sneaker kombiniert. Foto Lars Beusker

SØR: Welche Schuhe eigenen sich besonders für diesen Look?

Thomas Rusche: Ein feiner Loafer oder Rahmengenähte Schuhe passen gut ins Büro. Bei nicht ganz so warmen Temperaturen kann man schöne sommerliche Akzente setzen, in dem man farbige Stümpfe wählt.

SØR: Und in der Freizeit?

Thomas Rusche: Sneaker passen eigentlich immer, aber auch Bootsschuhe oder Mokassins sind prädestiniert für knöchellange Hosen. Wer nicht auf etwas Stoff im Schuh verzichten möchte und Füßlinge oder kurze Sneakersocken wählt, sollte darauf achten das sie auf keinen Fall hervorluken und das schöne Bild des sommerlichen Looks verunstalten.

Slipper

Der SØR Slipper aus weichem Wildleder in Braun passt perfekt zu den knöchellangen Hosen oder zu Bermudas. Foto Lars Beusker

SØR: Bermudas sind diesen Sommer ein Trend. Allerdings etwas enger als gewöhnlich. Wie kombiniert man diese Hosen? Und sind sie ausschließlich in der Freizeit tragbar?

Thomas Rusche: Bermudas oder Shorts sind ganz klar nur in der Freizeit angesiedelt. Gerade der neue schmale Schnitt und die fröhliche Farbpalette lässt sie noch sportlicher erscheinen.

MMX_bermuda

Der Sommer-Trend: Schmaler Bermuda-Short von MMX in einem knackigen Gelb. Foto Lars Beusker

SØR:Wer sollte sie tragen und wer sollte lieber auf den klassischen großzügig geschnittenen Bermuda ausweichen?

Thomas Rusche: An sich kann sie jeder tragen – von jung bis alt… Jedoch sollte man sich bewusst sein, dass der Schnitt etwas figurbetonter ist. Man sollte sich in seiner Haut also wohlfühlen.

SØR: Immer wieder trifft man auf Herren, die sich in schmal geschnittene Chinos oder Slim-Jeans pressen, obwohl sie aufgrund ihrer Figur eher zu großzügigen Schnitten tendieren sollten. Wie berät man solche Kunden, bzw. wie rät man ihnen ab?

Thomas Rusche: Grundsätzlich gilt: jeder so, wie er mag! Doch sollten wir nicht vergessen das Kleidung unsere zweite Haut ist, und sie bildet sich durch eine innere Einstellung und einem äußeren Schein. Dabei entwickeln wir ein feines Gespür für Authenzität, für eine Kleidung die von Innen heraus strahlt. Nur wer sich in seiner zweiten Haut wohlfühlt hat eine glaubwürdige Ausstrahlung. Und wenn sie zwickt oder uns in der Bewegungsfreiheit einschränkt, werden wir den ganzen Tag von einem Unwohlsein begleitet und somit auch von einer negativen Ausstrahlung. Ein guter Verkäufer sollte dem Kunden auch immer einen geeigneten Schnitt präsentieren und anbieten. Wenn der Kunde diese dann erstmal anprobiert, versteht er oft selbst, dass der großzügigere Schnitt besser passt und zu einer positiven Ausstrahlung verhilft.

Collage

Das ultimative Urlaubs-Outfit: kurzärmeliges SØR Hemd aus einem strukturierten Baumwoll-Jersey, SØR Bermuda in der Trendfarbe Rot. Dazu passen wunderbar die SØR Bootsschuhe oder die weißen Retro-Sneaker von Colmar. Foto Lars Beusker

SØR: Empfehlen Sie doch bitte noch zwei Freizeit-Looks die diese Saison unbedingt in den Urlaubs-Koffer gepackt werden sollten:

Thomas Rusche: Eine Bermuda-Short, gerne in einer knackigen Farbe, dazu Bootsschuhe oder elegante Sandalen aus Leder. Kombiniert mit einem Poloshirt oder einem kurzärmeligen Jersey-Hemd sieht das einfach klasse aus.

Für den Abend im Restaurant oder an der Strandpromenade empfehle ich ein weißes Oxford-Hemd, eine leichte Jeans oder eine knöchellange Chino. Dazu trägt man einen Loafer oder Slipper aus Wildleder.

https://shop.soer-online.de/MAN/

http://instagram.com/soer_rusche

Relaunch SØR Nürnberg – Tradition und Zeitgeist unter einem Dach

Der neu gestaltete SØR Store Nürnberg, setzt die Highlights der Saison gekonnt in Szene!

Der neu gestaltete SØR Store Nürnberg! Hier werden die Highlights der Saison und Kunst gekonnt in Szene gesetzt!

Am 17. Februar eröffnet, nach fast dreiwöchiger Umbauphase, der neu gestaltete SØR Store im Herzen Nürnbergs. Tradition und Zeitgeist unter einem Dach –  Angesagte Brands wie zum Beispiel Belstaff, COLMAR und Dolomite, treffen auf die Klassiker von Barbour, van Laack oder LBM 1911 (eine der ältesten Konfektionsmarken Italiens).

In die Schaufenster des Nürnberger Stores ist der Frühling eingezogen!

In die Schaufenster des Nürnberger Stores ist der Frühling eingezogen!

Feinste englische Antiquitäten bieten ein ansprechendes Pendant zu den modern gestalteten Präsentationsflächen. Erstmals setzt SØR auf eine komplette LED Lichtvisualisierung, welche die Highlights der Saison gekonnt in Szene setzt und äußerst Energiesparend ist. Zu dem typischen SØR Schachbrett-Marmorboden, gesellt sich jetzt edles Eichenparkett.

Tradition trifft Zeitgeist - der typische SØR Schachbrett Marmorboden, englische Antiquitäten, zeitgenössische Kunst und angesagte Mode, verwandeln des Store zu einem Salon der Gegenwart.

Tradition trifft Zeitgeist – der typische SØR Schachbrett Marmorboden, englische Antiquitäten, zeitgenössische Kunst und angesagte Mode, verwandeln des Store zu einem Salon der Gegenwart.

Auch in Sachen Kunst spielt der Store gekonnt mit dem Thema ”Alt und Neu” – Kupferstiche aus den vergangen Jahrhunderten treten in den Dialog mit beeindruckenden Werken von Zeitgenössischen Künstlern wie von Kai Klahre (Galerie Sturm, Nürnberg), Alex Tennigkeit, Stefan Stößl, Alexander Voigt und Christine Streuli.

P1090345

Kuratorin Dr, Teresa Bischoff in ihrem Element! Für den SØR Store stellte Sie eine wunderbare Auswahl von Kunstwerken aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin zusammen! Hinter ihr an der Wand hängt eine Arbeit der Schweizer Künstlerin Christine Streuli, vor ihr liegen Werke von Lukas Bugla. Foto Michael Rabenstein

Kuratiert wurde die Kunst im Store von Dr. Teresa Bischoff, die schon im vergangenen Jahr die große Ausstellung ”Gute Kunst? Wollen!” aud AEG Nürnberg, mit den Werken der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin kuratiert hatte.

Coole Eleganz für den stilvollen Herren, jetzt in Nürnberg!

Coole Eleganz für den stilvollen Herren, jetzt in Nürnberg!

Store Manager Andreas Schmid und sein Team haben die letzten drei Wochen Beachtliches geleistet und das Nürnberger SØR Haus in einen Ort verwandelt, der zum Verweilen einlädt. Der perfekte Rahmen für die neue Frühjahrs-Kollektion!

Andreas Schmid und sein Team (im  Workwear Look) haben Beachtliches geleistet.  In knapp drei Wochen haben den Store in einen visuellen Leckerbissen verwandelt!

Andreas Schmid und sein Team (im Workwear Look) haben Beachtliches geleistet. In knapp drei Wochen haben den Store in einen visuellen Leckerbissen verwandelt!

 

Bis spät in die Nacht wurde am Tag vor der Eröffnung das handwerkliche Können der SØR Mitarbeiter unter Beweis gestellt!

Bis spät in die Nacht wurde am Tag vor der Eröffnung das handwerkliche Können der SØR Mitarbeiter unter Beweis gestellt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IMG-20160217-WA0002

https://shop.soer-online.de/Storefinder

 

 

Ein Abend voller Mode, Kunst und geheimer Stars

The Label Book Of Clothing Culture & Sweet King von den Secret Stars*, 2011, Öl auf Leinwand, 190 x 130

Mittlerweile ist die Veranstaltung Kleidungskultur trifft Kunst in der SØR Rusche Repräsentanz Berlin,  eine etablierte Instanz in den Terminkalendern der Mode- und Kunstbegeisterten während der Berliner Fashion Week. Auch am vergangenen Mittwoch trafen sich die Macher der Mode mit den Kunstaffinen zum regen Austausch. Im Mittelpunkt des Abends stand die offizielle Präsentation von The Label Book Of Clothing Culture und die Vorstellung einiger Arbeiten des anonymen Künstlerkollektivs Secret Stars*. Anja und Ralf Daab brachten das wunderbare Sortiment von Kunst- Architektur- und Modebüchern, ihres Kölner Verlages, zum kennenlernen mit . Die knapp 100 Gäste u. a. Stefano Massa (Valstar), Norbert Lehmann (Dinkelacker), Oliver Mark (Fotograf), Stephan Erfurt (Direktor ℅ Berlin), Peter Kemper, Francesca Bassi, Mark Gisbourne, Thies Wulf, Matthias Rollmann (Scabal), Amelie & Philip Grözinger, Alfons & Katharina Schneider (Schneiders & Habsburg), Desiree Nick, Finn Martin (Musiker), Philipp Demandt (Leiter der Alten Nationalgalerie) und Holger Rosellen (windsor), genossen den Abend, umrahmt von den Werken der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin.

Thomas Rusche, Desiree Nick & Jan-Henrik M. Scheper-Stuke, Photo by SØR

Stefanie Hillich, Amelie & Philip Grözinger, Andreas Wendt, Photo by SØR

Maria Seifert, Katharina & Alfons Schneider & Eva Kreissl, Photo by SØR

Barbara Russ & Anja Daab, Photo by SØR

Philip Schmal & Peter Kemper, Photo by SØR

Peer Golo Willi & Ralf Daab, Photo by SØR

Oliver Mark & Dr. Philipp Demandt

Thies Wulf & Gast, Photo by SØR

Büchertisch des Daab Verlages, Photo by SØR

Stefano Massa (Valstar) & Michaela Kühn, Photo by Anja Daab

Finn Martin, Ralf Daab & Dirk Buschmann, Photo by Anja Daab

Prof. Dr. Berthold Rzany, Claudia Sobirey, Cord-Henning Brandes & Gemahlin & Ulf Leimbach, Photo by SØR

 The Labelbook

Daab Verlag

Secret Stars**

Die Hose

Cordhosen von Regent Photo by Lars Beusker

Formen

Generell unterscheidet man zwei wichtige Hosenformen: mit oder ohne Bundfalten. Aufgrund ihres bequemen Schnitts ist die Hose mit ein oder zwei Bundfalten sehr beliebt.

Für die Weite der Hosenbeine empfiehlt sich eine zeitlos gültige Variante von rund 3/4 der Schuhlänge.

Ein weiters Hosen-Detail sind die Taschen. Anzughosen haben üblicher Weise zwei, Einzelhosen eine Gesäßtasche. Da der Herr bei offiziellen Anlässen auf Armbanduhren verzichtet und zur Taschenuhr greift  empfiehlt sich bei formellen Hosen eine zusätzliche Uhrentasche.

Als Erfinder des Hosenaufschlags gilt der spätere König Edward VII., der beim betreten eines vom Regen durchweichten Golfplatzes seine Hosenbeine hochkrempelte. Seit dieser Zeit verleiht der Umschlag der Hose eine sportliche Note.

Flanellhosen von Regent Photo by Lars Beusker

Offizielle Hosen mit Aufschlag sind deshalb ein echter Fauxpas. Die Hose mit Umschlag gehört grundsätzlich zu Kombinationen (Pullover, Sportsakko, Blazer), Sportanzügen, aber auch zu Zweireihern. Der Hosenaufschlag ist rund 3-4 cm breit; nicht allzu groß gewachsene Herren sollten eine schmalere Variante wählen oder ganz auf den Umschlag verzichten, denn er verkürzt optisch die Beinlänge.

Material

Reine Schurwolle ist ein natürliches, edles Grundmaterial für tragefreundliche Hosen.

“Cool Wool” ist das Warenzeichen für leichtgewicht Stoffe aus reiner Schurwolle.

“Super 100″ ist eine besonders feine Wollqualität für den Sommer. Hosen aus “Super 100″ haben   angenehm kühlende Trageeigenschaften.

Schurwoll Tuch, Photo by SØR

“Super 120″ ist die Feinheitsangabe für Garne erstklassiger Qualität. Die Stärke der Wollfaser wird in Mikron gemessen. Eine niedrige Mikronzahl signalisiert eine sehr feine Faser. Bei “Super 120″ liegt die Wollfaserstäke bei 16,5 bis 17 Mikron. Aus dieser Qualität entstehen sommerlich leichte Stoffe.

“High Performance” ist der Markenname für besonders hochgezwirnte, feine Wollware. “High Performance” ist besonders hochgezwirnte, feine Wolleware. “High Performance” ist besonders strapazierfähig, knitterunempfindlich und kühl.

“Three-Ply”: Drei Fäden aus feinster, langstieliger Merinowolle werden miteinander verzwirnt, zu einem Garn von größter Elastizität und Strapazierfähigkeit. So entstehen gleichzeitig ungewöhnlich feine wie strapazierfähige Tuche, die dem Wunsch nach korrekter und leichter Business-Kleidung gerecht werden.

Tweed ist ein typisch melangefarbiges Material mit kräftigen Noppen oder Stichelhaaren als Effekt. Echter Harris Tweed ist nach der gleichnamigen schottischen Insel benannt.

Tweedhose von SØR Photo by SØR

Mohair ist das lange, feine und stark glänzende Edelhaar der Angoraziege, das als Beimischung verwendet wird. Wichtige Merkmale des Mohairs sind Glanz, eleganter Fall und körniger Griff.

Flanell ist ein klassischer Stoff für Herrenhosen. Der weiche schmiegsame Griff entsteht durch das Walken feiner Merinowolle.

Flanell Tuch Photo by SØR

Panama ist eine leichte Abwandlung der Leinwandverbindung und verleiht Stoffen eine besonders interessante Oberfläche. Bei dieser speziellen Webart kreuzen sich jeweils zwei Kette- und Schussfäden. Die so entstehende würfelförmige Struktur wird als Panama bezeichnet.

Sommerfresko ist Schurwolle im Sommergriff. Es ist ein leinwandbindiges Gewebe aus reiner Schurwolle für sommerlich leichte Hosen. Sommerfresko erhält durch hochgezwirnte Garne eine poröse, leicht strukturierte Oberfläche, die sich durch hohe Strapazierfähigkeit, einen luftig-kühlen Griff und angenehmen Tragekomfort, auch an heißen Tagen, auszeichnet.

Baumwolle ist hautsympathisch, fein, luftdurchlässig und wird für sommerliche, sportive Hosen verarbeitet.

Moleskin auch “Englischleder” genannt ist ein kräftiger unifarbener Baumwollstoff mit einer weichen Oberfläche die wie Wildleder oder Samt wirkt. Dieser Stoff wurde in den letzten Jahrzehnten hauptsächlich bei der Herstellung von Militär- oder Berufsbekleidung verwendet. Heute, erfährt  Moleskin ein Revival und wird in den Herbst und Winterkollektionen zu Hosen, Mänteln und sportiven Sakkos verabeitet.

Moleskin Tuch Photo by SØR

Cord ist ein stark geripptes Baumwollgewebe in unterschiedlichen Farben. Je nach Rippenbreite unterscheidet man zwischen Fein- oder Breitcord.

Denim, aus diesem besonders strapazierfähigen gekörperten Baumwollstoff schneiderte der gebürtige Franke Levi Strauss Ende des 19. Jahrhunderts in den USA zu erstenmal Arbeiterhosen mit Gürtelschlaufen und äußerer Doppelkappnaht. Traditioneller Bestandteil der nun knapp 140 Jahre alten Jeans, jener klassischen indigoblauen Freizeithose, ist die fünfte, kleine Tasche in der vorderen rechten Hosentasche. Sie ist für Kenner das eindeutige Signal, eine originale Five-pocket-Jeans in den Händen zu halten.

Five Pocket Jeans von SØR Photo by Lars Beusker

Leinen zeichnet sich durch eine effektvolle Gewebestruktur und den charakteristischen Garnverdickungen aus. Leinen ist ein sommerliches, kühlendes Material, das fein knittert.

Leinen Tuch Photo by SØR

Farben und Dessins

Die klassische graue Flanellhose ist die perfekte Ergänzung zum Club-Blazer und passt farblich auch zu jedem Sportsakko. Natürlich sind auch braune, blaue oder grüne Unimelangen möglich, aber weniger offiziell. Ein weiterer “Klassiker” ist die unifarbene Baumwollhose als Begleiter von Sportsakko, Blouson und Pullover. Beige Baumwollhosen können mit allen Farben kombiniert werden. Dezent karierte Hosen in gedeckten Farben, wie z.B. “Black Watch”, trägt man zu sportiven Sakkos. Bunte Karos, wie z.B. bei den Golf-Hosen, kombiniert am besten mit einem unifarbenen Pullover oder einem Blouson.

Blackwatch Tuch

 Historie

Hosen oder “Beinkleider” sind bereits seit der Bronzezeit bekannt. Von Kelten und Normannen werden uns kniekurze Hosen mit separaten Beinwickeln überliefert. Perser, Chinesen und Mongolen trugen die wadenlange Hose als Zeichen des Krieges. Ganz anders bei den Griechen der Antike: dort galt die Hose als barbarisch. Im Europa des 15. Jahrhunderts trägt der Herr Beinlinge; oberschenkellange Hosen und Strümpfe, die mit einem Strumpfband am Knie festgehalten werden.

Im 15. und 16. Jahrhundert sind die Hosenformen besonders phantastisch. In der höfischen Kleidung ist die voluminöse ´spanische` Pumphose beliebt; oberschenkellang, aus wertvollem Stoff und dick gepolstert. Im 17. Jahrhundert wird die Mode wieder schlichter: Erkennungszeichen der Revolutionäre ist die ´Pantalon`, eine ´bäurische`, knöchellange , gerade geschnittene Hose. Seit dieser Zeit heißen die Freiheitskämpfer auch Sansculoten (ohne Kniehosen).

Aus der Pantalon entsteht um 1820 in Deutschland die lange Herrenhose. Sie durchläuft mehrere Modewechsel: mal länger, mal kürzer, eng anliegend oder mit weiten, trompetenartigen Hosenbeinen.

Um 1900 ganz neu: die Bügelfalte. Als der Prinz von Wales 1886 bei einem Derby erscheint, gibt es eine kleine Modesensation – trägt er doch zu seinem seidenen Gehrock eine graue Hose, In die bis zum Spann des Lackstiefels eine lange Falte hineingebügelt ist!

http://shop.soer-online.de/MAN/G-RTEL-ACCESSOIRES/S-R-Brevier-Kleidungskultur.html

http://www.regent-tailor.de/

http://www.hiltl.de/deu/index.php

http://www.scabal.de/