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Stil-Tipps von Thomas Rusche – Wie Mann sich im Sommer kleidet

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Immer stilsicher – Thomas Rusche der SØR Inhaber und Stil-Experte weiß bis ins kleinste Detail um die Bedeutung der Kleidungskultur. Foto Lars Beusker

Die Sommermonate locken uns mit luftigen und aufregend bunten Outfits auf die Straßen. Im Business sollte man allerdings berücksichtigen, dass der klassische Dresscode keine Ferien kennt. Besonders wenn man auf dem Finanzmarkt arbeitet oder in Kunden-gesprächen sein Unternehmen repräsentiert. Wie man sich bei hohen Temperaturen auch im Job adäquat kleidet und wie man die angesagten Sommer-Trends am besten in der Freizeit kombiniert, verrät uns SØR Inhaber und Stil-Experte Thomas Rusche!

SØR: Welche Stoffe/Materialien eignen sich besonders für die Sommermonate?

Thomas Rusche: Leinen, Baumwolle und leichte cool-wool Qualitäten sind während der Sommer-Monate die perfekte Wahl. Auf synthetische Materialien sollte man am besten verzichten.

SØR: Welche der genannten Materialien sind auch für Business-Looks im Büro geeignet und welche ein absolutes No-go?

Thomas Rusche: Leinen hat leider die Angewohnheit leicht zu knittern und das wirkt im Job schnell etwas nachlässig. Leichte Wollmaterialien und Baumwolle sind somit die sichere Wahl. Bequemere Alternativen können beispielsweise Hemden aus feinem Jersey sein. Anzüge sollten aus leichten aber hochwertigen Wollqualitäten bestehen. Wer als Akteur auf dem Finanzmarkt agiert oder sein Unternehmen in Kundengesprächen repräsentiert, sollte auch im Sommer gedeckte Farben wählen und sich dem klassischen Dresscode unterordnen. Vertrauen entsteht durch Kleidung, die den Rollenerwartungen gerecht wird. Kleidung entscheidet mit darüber, wessen Rat ich traue und wem ich mein Geld anvertraue. Eine Maxime, die in der Kleidungskultur für alle Jahreszeiten gilt.

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Richtig angezogen im Büro oder bei Kunden-Meetings: SØR Anzug in Blau, ein weißes SØR-Hemd mit farbigen Ausputz, feine Seidenkrawatte mit Schmetterlingsmotiv und rahmengenähte Schuhe von Floris van Bommel. Foto Lars Beusker

SØR: In der vergangenen Sommer-Saison lag der Knöchel des Herren bei den Hosenlängen frei. Setzt sich dieser Trend fort oder verändert sich diesbezüglich etwas?

Thomas Rusche: Dieser Trend setzt sich auch in dieser Saison fort. Es werden weiterhin Hosen getragen die den Knöchel zeigen und die Fußweite bleibt eher schmal.

SØR: Darf der Knöchel auch im Büro gezeigt werden? Womit der Träger dann ja auch auf einen Strumpf verzichtet. Ist das im Job erlaubt?

Thomas Rusche: Es kommt immer auf das Umfeld an. Ist der Arbeitgeber eine Bank oder eine Anwaltskanzlei, sollte man einen klassischen Hosenschnitt wählen und Strümpfe in den Schuhen tragen. Jedoch in Unternhemen mit einem gelockerten Dresscode, darf Mann auch etwas Haut am Fuß zeigen.

Die schmale SØR Hose mit Bundfalten, ist aus einem kühlen glatten Baumwollstoff und dezent kariert. Besonders schön wirkt  wenn man sie bis zum Knöche umschlägt und mit feinen Loafern oder weißen Sneaker kombiniert. Foto Lars Beusker

Die schmale SØR Hose mit Bundfalten, ist aus einem kühlen glatten Baumwollstoff und dezent kariert. Besonders schön wirkt es, wenn man sie bis zum Knöchel umschlägt und mit feinen Loafern oder weißen Sneaker kombiniert. Foto Lars Beusker

SØR: Welche Schuhe eigenen sich besonders für diesen Look?

Thomas Rusche: Ein feiner Loafer oder Rahmengenähte Schuhe passen gut ins Büro. Bei nicht ganz so warmen Temperaturen kann man schöne sommerliche Akzente setzen, in dem man farbige Stümpfe wählt.

SØR: Und in der Freizeit?

Thomas Rusche: Sneaker passen eigentlich immer, aber auch Bootsschuhe oder Mokassins sind prädestiniert für knöchellange Hosen. Wer nicht auf etwas Stoff im Schuh verzichten möchte und Füßlinge oder kurze Sneakersocken wählt, sollte darauf achten das sie auf keinen Fall hervorluken und das schöne Bild des sommerlichen Looks verunstalten.

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Der SØR Slipper aus weichem Wildleder in Braun passt perfekt zu den knöchellangen Hosen oder zu Bermudas. Foto Lars Beusker

SØR: Bermudas sind diesen Sommer ein Trend. Allerdings etwas enger als gewöhnlich. Wie kombiniert man diese Hosen? Und sind sie ausschließlich in der Freizeit tragbar?

Thomas Rusche: Bermudas oder Shorts sind ganz klar nur in der Freizeit angesiedelt. Gerade der neue schmale Schnitt und die fröhliche Farbpalette lässt sie noch sportlicher erscheinen.

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Der Sommer-Trend: Schmaler Bermuda-Short von MMX in einem knackigen Gelb. Foto Lars Beusker

SØR:Wer sollte sie tragen und wer sollte lieber auf den klassischen großzügig geschnittenen Bermuda ausweichen?

Thomas Rusche: An sich kann sie jeder tragen – von jung bis alt… Jedoch sollte man sich bewusst sein, dass der Schnitt etwas figurbetonter ist. Man sollte sich in seiner Haut also wohlfühlen.

SØR: Immer wieder trifft man auf Herren, die sich in schmal geschnittene Chinos oder Slim-Jeans pressen, obwohl sie aufgrund ihrer Figur eher zu großzügigen Schnitten tendieren sollten. Wie berät man solche Kunden, bzw. wie rät man ihnen ab?

Thomas Rusche: Grundsätzlich gilt: jeder so, wie er mag! Doch sollten wir nicht vergessen das Kleidung unsere zweite Haut ist, und sie bildet sich durch eine innere Einstellung und einem äußeren Schein. Dabei entwickeln wir ein feines Gespür für Authenzität, für eine Kleidung die von Innen heraus strahlt. Nur wer sich in seiner zweiten Haut wohlfühlt hat eine glaubwürdige Ausstrahlung. Und wenn sie zwickt oder uns in der Bewegungsfreiheit einschränkt, werden wir den ganzen Tag von einem Unwohlsein begleitet und somit auch von einer negativen Ausstrahlung. Ein guter Verkäufer sollte dem Kunden auch immer einen geeigneten Schnitt präsentieren und anbieten. Wenn der Kunde diese dann erstmal anprobiert, versteht er oft selbst, dass der großzügigere Schnitt besser passt und zu einer positiven Ausstrahlung verhilft.

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Das ultimative Urlaubs-Outfit: kurzärmeliges SØR Hemd aus einem strukturierten Baumwoll-Jersey, SØR Bermuda in der Trendfarbe Rot. Dazu passen wunderbar die SØR Bootsschuhe oder die weißen Retro-Sneaker von Colmar. Foto Lars Beusker

SØR: Empfehlen Sie doch bitte noch zwei Freizeit-Looks die diese Saison unbedingt in den Urlaubs-Koffer gepackt werden sollten:

Thomas Rusche: Eine Bermuda-Short, gerne in einer knackigen Farbe, dazu Bootsschuhe oder elegante Sandalen aus Leder. Kombiniert mit einem Poloshirt oder einem kurzärmeligen Jersey-Hemd sieht das einfach klasse aus.

Für den Abend im Restaurant oder an der Strandpromenade empfehle ich ein weißes Oxford-Hemd, eine leichte Jeans oder eine knöchellange Chino. Dazu trägt man einen Loafer oder Slipper aus Wildleder.

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Detailverliebt – Das SØR Hemd

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Das SØR Business-Hemd – Qualität bis ins kleinste Detail! Foto, Lars Beusker

Die Fertigung eines SØR-Hemdes ähnelt der Zubereitung eines aufwendigen Gerichts: Erst wenn jedes noch so kleinste Detail stimmt, wenn also die Komposition aufeinander abgestimmter Zutaten bis hin zur feinen Prise Salz den perfekten Geschmack ergeben, dann erst ist das Werk vollkommen.
Mit diesem Ziel vor Augen finden bei SØR alle gestalterischen und stilistischen Herstellungsprozesse hundert Prozent Beachtung – angefangen bei Auswahl und Zuschnitt bester Hemdenstoffe aus europäischen Luxus-Webereien bis hin zum Befestigen auf Stiel genähter, echter Perlmuttknöpfe.
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Das Tuch für ein SØR Hemd kommt aus den besten Webereien Italiens. Foto. Lars Beusker

Feinste Baumwolle, seidig-griffiges Popeline, das durch ein spezielles Webverfahren luftiger als herkömmliche Baumwolle erscheint, und Batist sorgen für einen ultra angenehmes Tragegefühl. Die typischen SØR-Qualitätsindizien zeigen sich in jedem Arbeitsschritt: Angesagte Kragenformen wie Kent-, Eton-, Oxford oder Haifisch sowie der klassische Button Down werden aus vier Textilteilen aufgebaut, echte Handkappnähte sind Kür, Rapporte werden aufs genauste angepasst und die sogenannten dreieckigen Beinecken SØRgfältig eingenäht. Auch wenn SØR bei der meisterlichen Verarbeitung seiner Hemden auf Schneider-Traditionen und handwerkliche Expertise setzt – die Formen der Business-Hemden sind trendbewusst! Zur Herbst-Winter-Saison bleibt die Silhouette schlank und dank exzellenter Passformen, höchst komfortabel. Farblich starten Hemden in neuen Farbtönen in die Saison – Blau in allen Abstufungen macht das Rennen, dicht gefolgt von frischem Weiß, aber auch von zarten Rosé- und Violetttönen. Feine Streifen, Vichy-Karos und dezente Muster sind Styling-Favoriten.
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Variieren Sie ganz einfach Ihren Look mit unterschiedlichen SØR-Premium-Hemden: mal ein klassisch-schlichtes Modell zum Anzug, mal ein Exemplar mit schmückenden Details wie ein andersfarbiger Ausputz am Kragen oder Kontrast-Stoffe an Knopfleisten und Innenmanschetten. 60 Jahre SØR-Expertise wird in jeder Faser spürbar!
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Styling-Tipp: Der elegante graue SØR Anzug mit schmalen Reviers, wird durch den breiten Hai-Kragen des SØR Business-Hemds perfekt in Szene gesetzt. Ein Tuch mit Krawatten-Muster lockert das zweifarbige Ensemble zusätzlich auf. Tuch und Gürtel von SØR, Monk-Schuh von Floris van Bommel. Foto, Lars Beusker

Die Qualitätsmerkmale der SØR Hemden

- ausschließlich hochwertigste Stoffe
- der weltbesten italienischen Weber
- meisterhafte Verarbeitung
- sorggfältiger Zuschnitt
- kleine Nahtstichfolgen
- exzellente Passform im Rumpf
- besonders angenehme Schulterpasse
- echte SØR Knöpfe aus Perlmutt,
- auf Stiel genäht
- echte Beinecke
- klassische und modische
- Kragenformen
- Umschlag- und Sportmanschetten
- höchster Tragekomfort
- vielfach geliebte, einfache Produktpflege

Thomas Rusche empfiehlt Issue No. 2

In der 2. Ausgabe der Kolumne ,,Thomas Rusche empfiehlt'' verrät der Kunstsammler und SØR Chef seine Entdeckungen und Tipps für den Herbst 2016

In der 2. Ausgabe der Kolumne ,,Thomas Rusche empfiehlt” verrät der Kunstsammler und SØR Chef seine Entdeckungen und Tipps für den Herbst 2016. Das Foto entstand im Rijksmuseum Amsterdam, im Hintergrund ist die ,,Nachtwache” von Rembrandt zu sehen. Foto, Lars Beusker

Die Kunst des Goldenen Jahrhunderts der Niederländischen Malerei ist nicht nur ein Eckpfeiler der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin – sie ist seit 60 Jahren auch immer wieder Inspiration für die Welt der Mode und die Entwürfe der SØR Kollektionen. Mit derselben Hingabe, mit der ein Künstler immer wieder mit Bedacht auf die Leinwand setzt, erschaffen unsere Designer und Schnittmeister ihre großartigen textilen Kreationen der neuen Herbst-Winter-Saison.

Thomas Rusche trägt  im Foto-Shooting ein schmal geschnittenes SØR Sakko aus 100% Schurwolle und ein SØR Businesshemd mit  Umschlage-Manschetten und Haifischkragen. Foto, Lars Beusker

Thomas Rusche trägt im Foto-Shooting ein schmal geschnittenes SØR Sakko aus 100% Schurwolle und ein SØR Businesshemd mit Umschlage-Manschetten und Haifischkragen. Foto, Lars Beusker

Wiesn-Zeit! Längst ist das Münchner Volksfest ein Welthit und Oktoberfeste werden heute sogar in Brasilien, Japan, den USA oder Russland zelebriert. Über den unterhaltenden Charakter dieser Feierlichkeiten hinaus sind sie auch für viele ein willkommener Anlass, Trachtenmode zu tragen. Keine geringere als Marie Antoinette war es, die bereits im 18. Jahrhundert den Reiz der ländlichen Garderobe erkannte und die Tracht an den Französischen Königshof brachte. Später ließen die großen Couturiers wie Yves Saint Laurent oder Kenzo immer wieder Element der Trachtenkleidung in ihren Kollektionen auftauchen. Janker und Trachtenblazer aus dem Traditionshaus Schneiders Salzburg sind bei SØR, unabhängig von Trends und Moden, fest im Sortiment verankert. In dieser Saison kombinieren wir kernige Strickjanker mit blue Denim und Vichy-Karo-Hemden. Eine gelungene Melange aus Tradition und frischer Lässigkeit.

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Der kernige Strickjanker von Schneiders Salzburg passt bestens zu den SØR Vichy-Karo-Hemden. Foto, Lars Beusker

Der trendigste Farbtupfer in diesem Jahr heißt ,,Barolo”. Der satte und dunkle Rotton versprüht eine behagliche Eleganz und erinnert schon beim Anblick an die Vollmundigkeit des großen norditalienischen Weines. Besonders luxuriöse Materialien wie Kaschmir und Seide vertiefen das Leuchten dieser samtigen Farbe. Verbreiten Sie eine Stimmung wie ein loderndes Kaminfeuer und tragen Sie zum Barolo-Farbton am besten Grautöne.

Der große SØR Kaschmirschal legt sich wie ein wärmendes Kaminfeuer um den grauen Janker von Schneiders Salzuburg. Dazu eine graue SØR Wollhose, lebendige Karos und Accessoires in ,,Barolo''. Foto, Lars beusker

Der große SØR Kaschmirschal legt sich wie ein wärmendes Kaminfeuer um den grauen Janker von Schneiders Salzburg. Dazu eine graue SØR Wollhose, lebendige Karos und Accessoires in ,,Barolo”. Foto, Lars Beusker

Ein guter Schuh gilt als Fundament einer stilvollen Herrengarderobe. Setzen Sie dabei auf kompromisslose Qualität und sparen Sie nicht. Feines Leder und eine hochwertige Verarbeitung zahlen sich in komfortablem Tragegefühl und Langlebigkeit wieder aus. Floris van Bommel ist nicht nur ein qualitativer Schuhhersteller, er ist auch ein Meister seines Fachs, der es auf wunderbare Weise versteht, alle wichtige Attribute, die einen guten Schuh ausmachen, zu vereinen: beste Materialien, hochwertige Verarbeitung, klassische Eleganz und ein gelungenes Maß an modischen Akzenten. In diesem Herbst fokussieren wir bei SØR die klassischen Businessschuh-Modelle, zum Beispiel als Monk oder Halbloch. Cognac- und Brauntöne  stehen dabei farblich an erster Stelle und harmonieren mit der Trendfarbe Barolo oder den klassischen Businessanzugfarben Blau und Grau. Ein kleiner extra Tipp: Frischen Sie einfarbige Anzüge mit grafisch gemusterten Accessoires auf. Lassen Sie ruhig vielfarbige Rautenstrümpfe unter den Hosenbeinen vorblitzen und setzen Sie als i-Tüpfelchen farbliche Akzente mit originellen Einstecktüchern.

Klassische Businessschuhe von Floris van Bommel. Foto, Lars Beusker

Klassische Businessschuhe von Floris van Bommel. Foto, Lars Beusker

Bei den Damen spielen wir in dieser Saison mit Gegensätzen ganz im Sinne von ,,Avantgarde & Tradition”. Kastige Schnitte treffen auf schmale Silhouetten, und eine ganz ungewöhnlich frische Liaison geht der angesagte Athleisure-Look mit etablierten high-end-Marken ein – Sportswear meets Luxury! Das Label Ibana verarbeitet feinstes Leder zu Jogging-Pants. Athletische Legginhosen von Cambio kombiniert man mit klassischen Kaschmir-Jumpern und luxuriösen Handbags. Elegante Halbschuhe im Dandy-Look erhalten ein markantes Upgrade durch farblich durchbrochene Plateau-Sohlen. Leder-Sneaker erfreuen uns mit einem Kick Glamour und bestechen durch Snake-Skin-Optik und Gold-Applikationen.

 

Karierter Kasten-Mantel von Schneiders Salzburg, SØR Pullover, Schuhe mit farblich durchbrochener Plateau-Sohle von Paloma Barcelo und Jogging-Pants aus feinem Leder von Ibana. Foto, Lars Beusker

Karierter Kasten-Mantel von Schneiders Salzburg, SØR Pullover, Schuhe mit farblich durchbrochener Plateau-Sohle von Paloma Barcelo und Jogging-Pants aus feinem Leder von Ibana. Foto, Lars Beusker

In den Herbst- und Wintermonaten hat die ,,Blaue Stunde” einen ganz besonderen Reiz, da ihr Farbton noch intensiver ist als in den lichtreicheren Monaten. Blau weckt die Lebensgeister und erinnert uns an das Meer und klare Bergseen – diese Lebendigkeit beeinflusst unsere Kollektionen in diesem Herbst.

Blau, eine Farbe der Vielfalt! Marineblaue Bluse von Le Sarte Pettegole, gletscherblaue Jeans von Cambio, nachtblauer Mantel von Schneiders Salzburg, blau/weiß gestreifte Bluse von Amorph und eine indigoblaue Jeans von Cambio. Foto, Lars Beusker

Blau, eine Farbe der Vielfalt! Marineblaue Bluse von Le Sarte Pettegole, gletscherblaue Jeans von Cambio, nachtblauer Mantel von Schneiders Salzburg, blau/weiß gestreifte Bluse von Amorph und eine indigoblaue Jeans von Cambio. Foto, Lars Beusker

Essential ist jetzt neu bei  SØR! 1999 gründeten das Designerpaar Esfan Eghtessadi und Inge Onesa ihr Label in Antwerpen, der Hochburg der Avantgarde-Mode. Sie starteten mit einer T-Shirt Kollektion, die sie in ihrem Wohnzimmer entwarfen. Mittlerweile ist die Marke international erfolgreich und das Paar um zwei kleine Kinder reicher. Die Kollektionen von Essential Antwerp bestechen durch außergewöhnliches Design, ungezwungene Lässigkeit und Authentizität. Die Entwürfe transportieren den Lifestyle des Designerpaares: jung, erfolgreich, attraktiv und lebensnah.

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Die Essential Antwerp Kollektion jetzt bei SØR. Foto, Lars Beusker

In Sachen Kunst ist der Herbst die Zeit des Erwachens – die Sommerpause der Galerien geht zu Ende und das Karussell des Kunstbetriebs setzt seine aufregende Fahrt wieder in Gang. Ich selbst bin gespannt, was mir in den nächsten Monaten an guter Kunst begegnen wird, wie beispielsweise während der Berlin Art Week und dem Herbst-Rundgang der Leipziger Baumwollspinnerei.

http://www.berlinartweek.de/

http://www.spinnerei.de

Werke der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin sind zur Zeit folgenden  Ausstellungen zu sehen:

Wahrheiten – Zeitgenossen der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin”, Kunstverein Münsterland, Coesfeld http://www.kunstverein-muensterland.de/

Besonders hervorheben möchte ich eine neue Reihe in unserem Blog: ,,100 Meisterwerke”! Die Kunsthistorikerin Dr. Teresa Bischoff untersucht in dieser Serie jeweils 50 Kunstwerke von zeitgenössischen Künstlern und Niederländischen Meistern des 17. Jahrhunderts und stellt diese gegenüber. Das Resultat ist ein spannender Dialog und ein neuer Blickwinkel der zeigt welche überraschende Nähe zwischen Werken herrscht,  die 400 Jahre Kunstgeschichte trennen.

http://www.kleidungskultur-soer.de/?p=2464

http://instagram.com/soer_rusche

https://shop.soer-online.de/

Floris Van Bommel: Tradition & Punk

Floris Van Bommel Photo by Belaid le Mharchi

Floris Van Bommel ist immer einen Schritt voraus. Noch bevor ein Trend zum Trend wird, hat der 37jährige ihn schon längst entdeckt – genau das macht seine innovativen Kollektionen so einmalig und fast schon revolutionär. Er ist der kreative Kopf bei dem niederländischen Traditions-Schuhersteller van Bommel, mit seinen beiden Brüdern Reynier und Pepijn leitet er das Familienunternehmen in der 9. Generation, welches auch Hoflieferant des Niederländischen Königshauses ist. Wir trafen Floris Van Bommel zum Interview und Fotoshooting in einer Berliner Tapas Bar. Diese Tapas Bar ist allerdings keine x-beliebige, sondern sie gehört dem Schauspieler Daniel Brühl und heißt “Bar Raval”. Damit hat sich der Film Star, der übrigens ein halber Spanier ist, einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Original spanische Küche, eine große Auswahl an Weinen, im puristischen Look und das Ganze in Berlin Kreuzberg. Floris van Bommel trinkt am liebsten Bier!  Der sympathische Niederländer trägt ein T-Shirt von der schwedischen Punkband Refused, eine lässige Jeans und natürlich Turnschuhe aus der eigenen Kollektion und offenbart ganz ungeahnte Seiten von sich:

Floris in Ihrer aktuellen Kampagne sind Sie gemeinsam mit Daniel Brühl zu sehen, wie war das Shooting mit ihm?

Ich war doch recht fasziniert von dem Leben eines Stars (lacht). Als wir uns das erste Mal trafen war uns klar, dass wir auf der gleichen Wellenlänge sind. Wir hören die gleiche Musik, ich mag seine Filme und er mag es das wir seit 1734 Schuhe machen. Er ist echt cool. Ich finde es auch bemerkenswert, dass ein so erfolgreicher Star wie Daniel so natürlich und entspannt geblieben ist. Es hat großen Spass gemacht mit ihm zu arbeiten. Und so war es auch kein steifes Fotoshooting. Der Fotograf Thomas Rabsch hat uns einfach eine Nacht lang begleitet wie Daniel und ich durch die Kölner Club Szene streifen.

Floris van Bommel & Daniel Brühl Photo by Thomas Rabsch

Sie sind sonst eher ein zurückhaltender Mensch der nicht auf jeder Party rumspringt oder in den Klatschspalten diverser Magazine zu finden ist, sehen Sie da auch Parallelen zwischen sich und Daniel?

Also ich schätze diese Zurückhaltung an Daniel sehr. Über mich selber zu urteilen finde ich schwierig, aber natürlich mache ich einfach mein Ding und ich lasse mich nicht fremdbestimmen, weder im Job noch im Privatleben. Es gibt weitaus wichtigere Dinge, wofür man seine Popularität einsetzen sollte.

Genau da sind wir beim nächsten Thema, Sie haben gemeinsam mit Daniel Brüh einen Sneaker entworfen?

Genau, der Charity Sneaker. Der Erlös eines verkauften Paares geht zu 100% an die deutsche Aidsstiftung für das Projekt Dream. Dieses Projekt setzt sich in Afrika dafür ein, das HIV positive Mütter ihre Babys nicht bei der Geburt oder in der Stillzeit mit dem Virus infizieren. Daniel ist ein internationaler Star, der schon gemeinsam mit Stars wie Clive Owen, Brad Pitt, Jane Fonda oder Lady Judy Dench vor der Kamera stand. Und wenn man wie Daniel seine Popularität für den guten Zweck einsetzt, ist das bestens, denn man gewinnt dadurch Aufmerksamkeit. Ich denke es ist sehr wichtig, das Leute die in der Öffentlichkeit stehen, auch was bewegen und sich für Hilfsorganisationen und Andere einsetzen.

Charity Sneaker by Floris Van Bommel & Daniel Brühl

Sie sind gelten auch sonst als sehr sozialer Mensch der gerne hilft oder?

Die meisten Leute denken doch ein Engagement für Charity Projekte sei letztendlich nicht mehr als einen Tropfen auf dem heißen Stein. Ich persönlich sehe das ganz anders; wenn jeder Mensch sich mehr in Hilfsprojekten engagieren würde oder aufmerksam durchs Leben geht und einfach mal mit anpackt, sei es bei den Nachbarn oder bei Bedürftigen, dann wäre dieser Planet ein Paradies.

Neben Ihrem Beruf Designer sind Sie auch noch Musiker, stimmt das?

Na ja, ich würde mich eher als Amateur beschreiben, es ist mehr oder weniger ein Hobby. In meiner Band spiele ich Gitarre. Manchmal singe ich oder spiele auch Schlagzeug, aber nur im Studio wenn wir mal ein paar Songs aufnehmen.

Wie würden Sie den Stil Ihrer Musik beschreiben und welche Bands haben Sie inspiriert?

Wir machen Rock Musik! Angefangen hat bei mir alles mit Pearl Jam, da war ich noch sehr jung, doch die haben mich quasi über Musik aufgeklärt. Heute höre ich vieles Rock-, Punk- und Indipendent- Musik.

Floris Van Bommel Photo by Belaid Mharchi

Sie stammen aus einer sehr traditionellen Familie mit einem Stammbaum der bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht, würden Sie sich als Rebell der Familie bezeichnen? 

Nur weil ich Rockmusik höre und gerne Bier trinke? Ich ziehe jeden Tag frische Klamotten an, kann mich gut ausdrücken und mache meine Arbeit. Nein, ein Rebell bin ich bestimmt nicht.

Das Floris Van Bommel Design hebt sich sehr von anderen Kollektionen ab. Spielt dabei die Musik als Inspirations-Quelle eine Rolle?

Auf jeden Fall, schließlich macht die Musik den größten Teil meines Privat Lebens aus. Aber ich reise auch sehr viel und gehe mit offenen Augen durch das Leben, dabei stoße ich immer wieder auf Dinge, die ich dann in die Arbeit einfließen lasse. Zum Beispiel war ich gerade einige Zeit in den USA, da habe ich extrem viele Eindrücke sammeln können. Rockfestivals in Kalifornien, die Wüste von Nevada, die Geschichte der Goldgräber in Sacramento oder der Indianer in Colorado, aus all dem schöpfe ich Ideen für Farben, Formen, Prints oder Applikationen.

Wie wird die Herbst/Winterkollektion bei Floris Van Bommel aussehen?

Wer gefallen an der letzten Kollektion gefunden hat, wird die Neue auch mögen, es ist eine Art Weiterentwicklung. Bei der Casual Kollektion sieht man dann auch welchen Einfluss das Amerika um 1850 genommen hat, derbes gebürstetes Leder, goldene vintage Effekte, die Form ist angelehnt an die typischen Boots und Stiefel dieser aufregenden Ära. Gebürstete Materialien sind grundsätzlich ein großes Thema. Aber auch stark glänzende Leder, sehr gentlemen-like mit starkem Antique-Effekt. Die Sneaker haben wir für den Winter mit gedeckten Farben und warmem Fellfutter angepasst. Aber natürlich wird es auch wieder Überraschungen geben, die einen wesentlichen Unterschied zu anderen Sneakerbrands machen. Aber das wird noch nicht verraten.

Floris van Bommel Herbst/Winter 2012

 

Floris Van Bommel Herbst/Winter 2012

Floris Van Bommel Herbst/Winter 2012

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie sind Vegetarier, ist das nicht ein wenig paradox im Zusammenhang mit dem Material mit dem Sie arbeiten?

Ja, dass hört sich erstmal komisch an, aber die Tiere werden getötet weil Menschen ihre Fleisch essen wollen. Wegen des Leders werden keine Rinder und Kälber geschlachtet. So benutze ich den Abfall der vom Fleischkonsum übrig bleibt. Aber ich will nicht den Moralapostel spielen, denn auch Vegetarier zu sein ist nicht viel besser. Für Käse zum Beispiel benötigt man Milchkühe, werden jedoch Bullen geboren, werden diese einfach getötet weil sie für die Milchproduktion wertlos sind. Es ist also auch nicht wirklich korrekt Vegetarier zu sein. So ist es mit allen Dingen im Leben, es gibt auch immer die Kehrseite. Wenn wir bei jedem unserer Schritte und Handlungen über die Konsequenzen nachdenken, werden wir immer etwas entdecken was vielleicht nicht in Ordnung ist.

Wenn man touristisch an die Niederlande denkt fällt einem als erstes Amsterdam ein, aber es muss ja noch mehr geben was eine Reise wert ist?

Also Amsterdam ist schon richtig cool, aber Rotterdam auch und nicht zu vergessen Utrecht, viel kleiner aber echt sehenswert.

Ok, aber welches ist denn Ihr Lieblingsort?

Zuhause! Meine Heimatstadt Tilburg, Touristen gibt es dort nicht so viele, aber es ist richtig schön dort, tolle Plätze und echt coole Bars (lacht).

Floris Van Bommel vor der Bar Raval Photo by Belaid le Mharchi

 

http://www.florisvanbommel.com/en/ 

http://www.barraval.de/

http://soer.de/

http://www.belaidlemharchi.de/