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COLMAR und Christian Achenbach – Kleidungskultur trifft Kunst

Gastgeber Thomas Rusche freut sich über seine Ehrengäste Christian Achenbach (2.v.links), Hannah Hochbaum in Colmar und Giulio Colombo der CEO von COLMAR (rechts)

Gastgeber Thomas Rusche freut sich über seine Ehrengäste Christian Achenbach (2.v.links), Hannah Hochbaum in Colmar und Giulio Colombo der CEO von COLMAR (rechts)

 

Zum achten Mal fand im Rahmen der Fashion Week Berlin, der SØR Event “Kleidungskultur trifft Kunst” in der Repräsentanz der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin statt. Special Guest der Veranstaltung war das italienische Label COLMAR und der Maler Christian Achenbach. Die dritte Generation des Familienunternehmens aus Monza verzauberte die Anwesenden mit ihrem italienischen Charme. Unterstrichen wurde die gelassene Stimmung von den Bildern des Künstlers Achenbach. Die zahlreichen Gäste aus der Mode, Kunst und Kultur genossen einen wunderbaren Abend eingerahmt zwischen guter Kunst und schöner Mode!

COLMAR CEO Giulio Colombo mit seiner bezaubernden Frau Laura  verbreiteten gut Laune. Photo by SØR

COLMAR CEO Giulio Colombo mit seiner bezaubernden Frau Laura verbreiteten gut Laune. Photo by SØR

Stilexperte Bernhard Roetzel und Dr. Katja Blomberg (Haus am Waldsee)

Stilexperte Bernhard Roetzel und Dr. Katja Blomberg (Haus am Waldsee)

Ein Plausch unter Italienern - Francesco Rossi (COLMAR), Stefano Colombo (COLMAR) und Raffaella di Carlo (italienische Botschaft)

Ein Plausch unter Italienern – Francesco Rossi (COLMAR), Stefano Colombo (COLMAR) und Raffaella di Carlo (italienische Botschaft)

Van Laack Chef Christian von Daniels

Van Laack Chef Christian von Daniels

Hut-Designerin Ellen Paulssen und Thomas Rusche

Hut-Designerin Ellen Paulssen und Thomas Rusche

Der Maler Christian Achenbach mit Stefan Körner (Villa Grisebach)

Der Maler Christian Achenbach mit Stefan Körner (Villa Grisebach)

di buon gusto - Galerist Stephan Koal und Künstler Silard Isaak

di buon gusto – Galerist Stephan Koal und Künstler Silard Isaak

ART Lover Club Founder Anja Groeschel

ART Lovers Club Founder Anja Groeschel

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Anne-Kathrin Wegener (Galeristin), Andreas Blank (Künstler) und die Kunsthistorikerin und Kuratorin Dr. Teresa Bischoff

Kunst Experten - Galeristin Anna Haas, Sarah Sonderkamp (Sammlung Olbricht) und Wolfgang Schoppmann (me collectors room berlin)

Kunst Experten – Galeristin Anna Haas, Sarah Sonderkamp (Sammlung Olbricht) und Wolfgang Schoppmann (me collectors room berlin)

Jaroslaw Szychulda (Emanuel Berg), Bernhard Roetzel und Petra Szychulda

Jaroslaw Szychulda (Emanuel Berg), Bernhard Roetzel und Petra Szychulda

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Mia Wähälä (Sleek Art), Fritz Bornstück (Künstler und Annika von Taube (Blitzkunst)

Thomas Rusche, Francesco Rossi (COLMAR), Stefano Colombo (COLMAR) und Michaela Kühn

Thomas Rusche, Francesco Rossi (COLMAR), Stefano Colombo (COLMAR) und Michaela Kühn

Der Künstler Via Lewandowsky mit einer besonderen Überraschung!

Der Künstler Via Lewandowsky mit einer besonderen Überraschung!

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Der Slapstick Klassiker, die Torte im Gesicht, als Kunstwerk.

Der Slapstick Klassiker, die Torte im Gesicht, als Kunstwerk.

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Katrin Günther und Professor Bjørn Melhus

Katrin Günther und Professor Bjørn Melhus

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Van Laack – der Look eines unbeschwerten Sommers

 

Van Laack Spring/Summer Collection 2015. Photo by Van Laack

Van Laack Spring/Summer Collection 2015. Photo by Van Laack

Seit über 130 Jahren steht van Laack als deutsches Traditionsunternehmen für Produkte, die durch hochwertige und detailgenaue Verarbeitung, feine und luxuriöse Stoffe und Garne sowie moderne Herstellungsmethoden überzeugen und so den Maßstab vor allem für Herrenoberhemden immer wieder neu und nachhaltig definieren. Die Vision, mit der Heinrich van Laack 1881 startete, war ebenso einfach wie anspruchsvoll: das luxuriöseste Hemd zu fertigen. Der Luxus sollte sich damals wie heute vor allem im Detail äußern und so die Individualität und Klasse seines Trägers unterstreichen. Das hohe handwerkliche Niveau – jedes Hemd wird in mindestens hundert Arbeitsminuten hergestellt – sowie die ausgeprägte Liebe zum Detail machen jedes Produkt schnell zum Lieblingsstück mit Wiedererkennungswert, das aus der Masse heraussticht. 1972 präsentiert van Laack die erste Damenkollektion, mit der Portfolio-Erweiterung um Home- und Nightwear für Herren wird das Angebot stetig erweitert.

Das klassische Van Laack Hemd - ein must have Item für die elegante Herrengarderobe. Photo by Van Laack

Das klassische Van Laack Hemd – ein Must-have Item für die elegante Herrengarderobe. Photo by Van Laack

Die exklusiven Business Hemden mit traditionellem Kentkragen zeichnen sich durch hochwertige Vollzwirn-Qualitäten in aufwendiger Machart aus. Neben den zeitlosen Klassikern, ergänzt Van Laack das Repatoire mit trendigen saisonalen Kollektionen. Diesen Sommer spielen dabei florale Muster oder fröhliche Sommerprints mit einer humorvollen Note eine große Rolle bei den Herren. Die Melange aus eindrucksvollen Farben und luftigen Materialien, wie leichtes Leinen- oder erstklassige Baumwolle, verleihen dem Träger ein absolutes Wohlbehagen. Zudem verbreiten die heiteren Prints eine sommerliche Unbeschwertheit. Allerdings sollte man sich mit wilden Muster Mixen etwas zurückhalten, auch wenn diese immer mal wieder zu Gast sind auf den Laufstegen der großen Haute Couture Designer. Setzen Sie mit einem gemusterten Hemd gezielt Akzente und kombinieren Sie es zur Jeans, weißen Leinenhosen oder einfarbigen Chinos.

Van Laack Hemd mit floralem Muster. Photo by Van Laack

Van Laack Hemd mit floralem Muster. Photo by Van Laack

Humorvolle Prints verbreiten im Büro oder im Café eine fröhliche Stimmung. Photo by Van Laack

Humorvolle Prints verbreiten im Büro oder im Café eine fröhliche Stimmung. Photo by Van Laack

Ein modisches Revival erfährt in diesem Sommer das Poloshirt – in der klassischen Herren Freizeitmode kaum wegzudenken, entdeckt nun auch die junge Generation den Komfort dieses Kleidungsstücks. Bei Van Laack findet man den Klassiker aus exzellenter Baumwolle in zurückhaltenden Melange Tönen, als auch die junge Variante in knalligen Farben und Vintage-Waschung.

Klassisches Van Laack Polo. Photo by SØR / Lars Beusker

Klassisches Van Laack Polo. Photo by SØR / Lars Beusker

Sportliches Van Laack Polo-Shirt. Photo by Van Laack

Sportliches Van Laack Polo-Shirt. Photo by Van Laack

Bei den Damen steht bei Van Laack in diesem Sommer die Farbe Weiss ganz vorne. Klassische Blusen und sommerleichte Tuniken werden mit Shorts aus Baumwolle oder Leinen kombiniert. Ein Highlight sind die Blusen mit floralen Lochstickereien, sie verleihen jedem Outfit eine romantische Verspieltheit. Printblusen werden frech geknotet und zur Slim Jeans oder Caprihose getragen – dieser Look erinnert an die wunderbaren Outfits der jungen Brigitte Bardot in Saint-Tropez.

Ganz in weiss - Bluse mit Stehkragen und Baumwollshorts. Photo by Van Laack

Ganz in weiss – Bluse mit Stehkragen und Baumwollshorts. Photo by Van Laack

Raffiniert - Bluse mit Lochstickerei kombiniert mit Leinenshorts. Photo by Van Laack

Raffiniert – Bluse mit Lochstickerei kombiniert mit Leinenshorts. Photo by Van Laack

Entzückend frech, wie einst Brigitte Bardot - Ärmellose Print-Bluse und Leinenshorts in Indigo. Photo by Van Laack

Entzückend frech, wie einst Brigitte Bardot – Ärmellose Print-Bluse und Leinenshorts in Indigo. Photo by Van Laack

 

Erfahren Sie mehr über das Label Van Laack auf unserem SØR Blog: 

http://www.kleidungskultur-soer.de/?p=1332

 

 http://www.vanlaack.com/

https://shop.soer-online.de/

Multicolore – David Schnell und das Kaschmir Label Andrea Fenzi zu Gast bei SØR

Maria Teresa Scalmana (Andrea Fenzi), Peter Kemper und Mario Roberti (Andrea Fenzi)

Maria Teresa Scalmana (Andrea Fenzi), Peter Kemper und Mario Roberti (Andrea Fenzi)

Die Sonne Italiens scheint eine höchst inspirierende Wirkung auf Modemacher und Kunstschaffende zu haben. Diesen Eindruck gewann man eindeutig, als es zum 7. Mal hieß: ,,Kleidungskultur trifft Kunst” in der  Berliner Repräsentanz  SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin. Extra aus dem italienischen Brescia angereist waren Dottore Cesare Ferrari, Maria Teresa Scalmana und Dottore Mario Roberti, die Macher und Kreativköpfe von dem Kaschmir-Label Andrea Fenzi. Als weiteren Ehrengast empfang Thomas Rusche den Künstler David Schnell. Der Maler begeisterte zuletzt im vergangenen September, mit seiner Ausstellung ”Particolare”, in der Galerie Eigen + Art Berlin. Die dort gezeigten Werke entstanden hauptsächlich während Schnells einjährigem Stipendium in der Villa Massimo in Rom. Die sublime Leuchtkraft seiner Bilder reflektieren die lebendige Farbigkeit der Landschaften und Städte Italiens. Und schaut man sich die Kollektion von Andrea Fenzi an, scheinen die Farben des Landes mit dem edlen Kaschmirgarnen regelrecht zu verschmelzen und den Träger zum Strahlen zu bringen. Grazie bella Italia…

Dottore Cesare Ferrari (Andrea Fenzi) im Gespräch mit Eva Kreissl (Schneiders)

Dottore Cesare Ferrari (Andrea Fenzi) im Gespräch mit Eva Kreissl (Schneiders)

Ein Werk von David Schnell aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Ein Werk von David Schnell aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

 

Titus Schade, Jonas Burgert, Moritz Schleime und Lutz

Titus Schade, Jonas Burgert, Moritz Schleime und Lutz

Gastgeber Thomas Rusche im Gespräch mit Christian von Daniels (van Laack)

Gastgeber Thomas Rusche (rechts) im Gespräch mit Christian von Daniels (van Laack)

Birgit Dieker, Martin Kobe und Dr. Hans-Werner Schmidt (MDBK)

Birgit Dieker, Martin Kobe und Dr. Hans-Werner Schmidt (MDBK)

Prof. Teixeira Coelho Netto (aus Sao Paulo) & Terza de Arruda

Prof. Teixeira Coelho Netto (aus Sao Paulo) & Terza de Arruda

Der Künstle rDavid Schnell (rechts)

Der Künstler David Schnell (rechts)

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Andrea Fenzi:

Aktuelle Kampagne Andrea Fenzi

Aktuelle Kampagne Andrea Fenzi

Mit zwei Nähmaschinen, Mut und Leidenschaft

Als Erstes fällt auf, wie leicht er ist, beinahe schwerelos. Ein typischer Kaschmirpullover von Andrea Fenzi wiegt kaum mehr als ein Hemd, ist kleinmaschig gewebt, aber dennoch robust. Auch die elastischen, weichen Merinopullover der kleinen, aber feinen Manufaktur im italienischen Städtchen Visano, etwa 30 Kilometer südwestlich des Gardasees, sind zum Wohlfühlen gemacht. DerTrend zu kuscheligem Strick überdauert Jahreszeiten und Moden, und die feinen Strick-Kollektionen von Andrea Fenzi stehen für die hohe Kompetenz der Firma in Strick- und Wirkwaren.

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Ester Tononi und Mario Ferrari gründeten das Textilunternehmen zu Beginn der 1960er-Jahre, ausgestattet mit zwei handbetriebenen Nähmaschinen, einer Menge Mut, viel Fantasie und vor allem der Passion für Strick. Noch vor den italienischen Händlern haben sich die deutschen für die flauschigen Kaschmirpullover und Merinostrickwaren interessiert. 1966 präsentierte Mario Ferrari deshalb seine erste Kollektion in München. Er schwor sich, nicht eher wieder nach Hause zu fahren, bevor er nicht eine Liste potenzieller Kunden zusammengetragen hätte. Ein Jahr verging – dann trudelten die ersten Bestellungen ein. Auf einem der Orderscheine stand: 93.000 Pullover, fertigzustellen in drei Monaten. „Wir hatten damals allerdings nur Kapazitäten für 3.000 Pullover pro Monat“, erinnert sich der Firmenchef. Also stellte die Familie Ferrari kurzfristig alle Näherinnen an, die sie im Umkreis der Manufaktur finden konnte.

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Sie lieh sich Geld von Banken und holte die Rohmaterialien mit ihrer kleinenroten „Bianchina“ von Fiat persönlich in den Fabriken ab. Der Einstieg in die Branche gelang. Seither werden in Visano Kaschmirprodukte allererster Güteproduziert und weltweit am Luxusstrickmarkt vertrieben.Bald schon fertigten Commendatore Mario Ferrari, seine Frau Ester Tononi und ihr Sohn Dottore Cesare Ferrari für den internationalen Markt mit den Ländern USA, Russland, China, Korea, Hongkong und Japan. „Um in dieser Liga anzukommen, haben wir auf unsere Intuition gehört und hart gearbeitet“, sagt Mario Ferrari. Heute gehört Andrea Fenzi, die Manufaktur der Familie Ferrari, zur Firmengruppe Doratex, eines der modernsten Unternehmen Europas mit über 300 Beschäftigten und einem Kreativteam, das stets auf der Suche nach den neuesten Trends ist. Neben den High-Quality-Erzeugnissen aus Kaschmir und Merino bestehen mittlerweile 50 Prozent der Andrea-Fenzi-Kollektion aufgrund der großen Nachfrage aus Europa, Amerika, dem Mittleren Osten und Asien aus Poloshirts, T-Shirts und Sweatshirts. Im klassischen Stil verbinden sie neue Schnitte mit modischen Farben und modernen Details. In jedem Pullover stecken über 50 Handarbeitsschritte. Die Liebe zum Detail, das Streben nach Verbesserung von Qualität und Passform sowie die unermüdliche Suche nach neuen Stilen sind einzigartig. Die Familie Ferrari fertigt schon in dritter Generation nach diesen Kriterien und unterzieht ihre Marke Andrea Fenzi klar definierten Richtlinien: Nur Garne weltbester Kaschmirerzeuger kommen zum Einsatz. Sie werden akribisch genau auf Qualität geprüft, auf eigene, speziell ausgerichtete Garnspulen übertragen und dann auf neuesten computergesteuerten Strickmaschinen zu feinsten Strickwaren verarbeitet. Der Zuschnitt, die Konfektionierung und die Kontrolle jedes einzelnen Teils erfolgt von Hand, ganz gleich ob es sich um den klassischen Herren-Pullover handelt, der oft als Ergänzung zum Businessoutfit getragen wird, oder um die Herren-Freizeitbekleidung.

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Die Marke Andrea Fenzi ist aber nicht nur bekannt für ihre Kaschmirprodukte. Weltweit gibt es eine Fangemeinde für die verschiedenen „Reiskorn“-Artikel, auch Perlfangmuster oder „grana di riso“ genannt. Das besondere Maschenbild, das auf alten Stoll-Maschinen aus den 1920er-Jahren entsteht, liefert eine einzigartige Elastizität. Die Reiskorn-Pullover und -Pullunder sind meistens aus australischer Merinowolle hergestellt und stehen ebenfalls für Exklusivität à la Andrea Fenzi. Dieser italienischen Eleganz können sich nur wenige entziehen.

http://www.andreafenzi.com/

http://www.eigen-art.com/index.php?article_id=92&clang=0

http://www.soer.de

Van Laack: Das königliche Hemd!

Der Klassiker – das weiße van Laack Hemd, Photo by van Laack

Erfolgreiche Kaufleute, angesehene Richter und renommierte Ärzte hatten Heinrich van Laack und seine Partner Wilhelm Schmitz und Gustav Eltschig vor Augen, als sie 1881 in Berlin an einem Konzept für ihre erste Hemden- Marke tüftelten. Ein feines Hemd für den eleganten Herrn wollten sie schneidern. Eines, das aus der Masse herausragt und sich abhebt von schnell angefertigter Fabrikware. Schließlich verriet damals die Kleidung die gesellschaftliche Position ihres Trägers. Über die Erkennungsmerkmale der Marke waren sich die Herren schnell einig: Feinste Materialien, meisterliche Verarbeitung und exklusive Schnitte. Ihre Maxime: „Die innere Einstellung bestimmt immer auch die äußere Erscheinung.“ Das Ziel war hochgesteckt, doch die Vision hatte erfolg: Schon bald ratterten die Nähmaschinen in einer Fabrik an der Greifswalderstraße. Frauen mit Hochsteckfrisur und Männer mit Schirmmützen nähten Kragen, Ärmel und Body zusammen. Die Textilien wurden schon damals aus den besten Webereien Italiens und der Schweiz geliefert. Als die Näherinnen zusätzlich mit flinken Händen auf jedes Hemd eine Krone über den van Laack-Namenszug stickten – das weltweit erste gestickte Markenzeichen – und es mit dem Slogan „Das königliche Kemd“ kombinierten, avancierte die Marke in den goldenen 1920er-Jahren zum Statussymbol. Es dauerte dann rund 50 Jahre, bis die erste Damenkollektion 1972 in die Läden kam.

van Laack Werbung von 1972, Photo by van Laack

Damals waren besonders figurbetonte Modelle mit Schleifenkragen und eingenähten Biesen en vogue. Inzwischen umfasst die detailverliebte Damenlinie Kollektionsteile vom Anzug über die Tunika bis zur Shorts. nach über 130 Jahren Firmengeschichte steht van Laack immer noch für sicheres Stilempfinden, hochwertigste Stoffe und beste Verarbeitung. Das Herz des Unternehmens ist heute ein glasummantelter Kubus in Mönchengladbach. Von hier aus dirigiert und überwacht Christian von Daniels die Designs des Kreativteams und den Expansionskurs der Marke. Gefertigt werden die hochwertigen Produkte in van-Laack-eigenen Fabriken nahezu auf der ganzen Welt.  Alle ausgestattet mit einem Trainingscenter und einem strengen Qualitäts- Management.

van Laack Kampagne 2013, Photo by van Laack

Zur Kollektion gehören mittlerweile auch Blusen und Blazer, Pullis aus Kaschmir und Merinowolle, Poloshirts aus Piqué, Rugbyshirts aus Jersey, Krawatten, Nachtwäsche und Beachwear, die den Scheichs von Dubai ebenso gefallen wie der britischen Aristokratie oder deutschen Geschäftsleuten. Die Präzisionsarbeit für ein solches Hemd beginnt im Detail: Exakt 165 Stiche umrahmen ein Knopfloch. Hindurch passt ein patentierter Drei-Loch-Knopf, geschnitten aus der Tiefseeschnecke Trochacea, jeder einzelne auf Stiel genäht. Die Kür bei allen Hemden ist der Kragen: Ob italienischer Haifischkragen, Button- down, formeller Tab-Kragen oder kleiner Kentkragen – damit er sich der Halsform optimal anschmiegt, wird er immer aus vier Teilen „aufgebaut“: aus Innen-und Außensteg sowie Ober- und Unterkragen. Das gilt natürlich besonders für eine Maßanfertigung, die immerhin aus 31 Einzelteilen besteht und für die eine Näherin im Schnitt 180 Minuten braucht.

Ein Van Laack hemd in der Produktion. Photo by Lars Beusker

Ein Van Laack hemd in der Produktion. Photo by Lars Beusker

Für die Stoffe werden nur Fasern aus reifen Baumwollblüten verwendet. Denn sie strahlen am weißesten und fühlen sich, fertig verarbeitet, griffig-seidig an. Außerdem gilt: je länger die Faser, desto feiner die Verarbeitung der Garne. Sobald die Baumwollgarne gekämmt und gesäubert sind, werden sie in verschiedensten Webungen verarbeitet. In Jacquardtechnik für florale Muster, in Zefir-Batist für Streifen-, Karo- und Paisley-Dessins, Fischgratgewebe, Flanell, Seersucker, geripptem Popeline und transparentem Voile. Ausgesucht werden die Stoffe bei den besten Tuchfabrikanten in Italien. Man sieht und fühlt es den Stoffen an. Christian von Daniels empfiehlt jedem Hemdenkunden in den Stoff hineinzugreifen und sich das haptische Erlebnis bei der Auswahl nicht entgehen zu lassen. Nicht selten erwirbt er die erste und einzige Option auf einen bestimmten Stoff. Auf diese Weise kommen van Laack-Produkte auf den weltweiten Markt, die unverwechselbar sind und bleiben.

van Laack Kampagne, Photo by van Laack

Dass sich die Marke neben all ihren neuen, trendbewussten Kreationen jedoch immer wieder auf ihre Ursprünge und somit auf den hohen Qualitätsanspruch besinnt, hätte wohl auch den Gründungsvätern gefallen, deren Schwarz-Weiß- Porträt noch heute im Büro der Geschäftsführung an die lange, erfolgreiche Unternehmensgeschichte erinnert.

Christian von Daniels Geschäftsführer der Van Laack GmbH, Photo by van Laack

Christian von Daniels erwarb 2002, dass damals etwas angestaubte Unternehmen, innerhalb von wenigen Jahren verjüngte er das Image der Marke und verdoppelte den Umsatz. Heute hat van Laack wieder den Ruf zurückerlangt, den das Unternehmen in den goldenen 1920er Jahren hatte und wird seinem Slogan ,,van Laack – das königliche Hemd” mehr als gerecht.

Herr von Daniels, was macht van Laack seit über 130 Jahren so erfolgreich?

van Laack hat vom ersten Tage bis heute den Kunden mit höchstem Anspruch an Stil, Design, Schnitt und Stoffqualität im Fokus gehabt. Edelste Materialien und Formen sollten den Kunden wie einen König, einen Chef oder Star aussehen lassen. Ziel war also von Anfang an eine “Oberschicht” zu erreichen, die bis dahin von Schneidern bedient wurde.

van Laack ist ein weltweit bekanntes Unternehmen. Wie würden Sie den typischen van Laack Kunden beschreiben?

Der van Laack Kunde möchte sich durch kompromisslose Qualität, perfekte Passformen und bedingungslose Liebe zum Detail differenzieren.

Wie finden Sie als Geschichtsträchtiges Unternehmen eine Balance zwischen Tradition und Innovation? Und wie groß ist der Einfluss von Mode und Trends in den van Laack Kollektionen?

Durch ständige Produktinnovationen, wie zum Beispiel unsere Eigenentwicklung „Natural Easy Care“, mit der wir den Tragekomfort erhöhen, und gleichzeitig den Bügelaufwand verringern, bedienen wir den Wunsch unserer Kunden nach einem grundsätzlich reinen und unverfälschten Naturprodukt.  Selbstverständlich haben aktuelle Trends einen gewissen Einfluss auf unsere Kollektionen, unser Ziel ist es jedoch immer mit unseren eigenen Kreationen Maßstäbe in den Kategorien Hemd und Bluse zu setzen.

Immer mehr junge Menschen entdecken die Kleidungskultur für sich – man kleidet wieder gerne stilvoll. Was glauben Sie woran das liegt?

Jahrelang konnte die Mode nicht genug nach “used” und “vintage” aussehen. Ein Trend, der aus der Jugend kommend, zunehmend von der älteren Generation aufgegriffen und gelebt wurde. Da ist es für die Jugend an der Zeit, sich davon wieder zu distanzieren. Als Gegenbewegung gewinnt die Renaissance der gepflegten Kleidungskultur an Dynamik.

Ein weiteres Thema, welches immer mehr an Popularität gewinnt sind Maßhemden. Wobei van Laack in diesem Segment schon immer federführend war, richtig?

Nicht zuletzt das Internet gibt dem Verbraucher das Gefühl “ich kann Alles bekommen, irgendwo auf der Welt…”. Das Masshemd mit dem Anspruch höchsten Anforderungen an die Individualität des Produkts zu genügen, bedient diesen Markt perfekt.

Als weltweit größter Anbieter von Masshemden im Luxussegment, beobachten wir hier seit Jahren ein stark steigendes Interesse.

Was denken Sie sind die ausschlaggebenden Kleidungsstücke einer gelungenen Business Garderobe für den Herrn?

Ein perfekt sitzendes Hemd und der richtige Schuh.

Welches ist Ihr persönlicher Favorit der aktuellen van Laack Kollektion?

van Laack Handmade.

 

 

Text von Camilla Peus

Interview führte Michaela Kühn

https://shop.soer-online.de

http://www.vanlaack.com/

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