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Art meets Fashion – Die SØR Rusche Sammlung zu Gast bei SØR

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In guter Gesellschaft – befindet sich der klassische SØR Anzug mit den Werken von Wolfgang Ellenrieder und Markus Saile

Mit Art meets Fashion startet SØR ein einzigartiges Projekt, welches die Kunst und Mode unter einem Dach vereint.

Bisher wurde die über 5.000 Werke der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin ausschließlich in internationalen Museen, namenhaften Institutionen oder in der Berliner und Oelder Repräsentanz der Sammlung gezeigt.
Der Kunstsammler und SØR Inhaber Thomas Rusche ist jedoch schon immer der Meinung, dass sich die Kunst und die Mode sehr bereichern können, man muss sie nur zusammenführen.
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Das Werk ,,Durchgang II” von Daniel Behrendt

Und genau das wird jetzt bei SØR geschehen. Die über 60 Filialen deutschlandweit werden, nach und nach, von namenhaften Kuratoren mit erstklassiger Kunst der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin versehen. So bildet SØR in Zukunft einen kulturstarken Rahmen für elegante Mode und bietet seinen Kunden ein anspruchsvolles und kreatives Ambiente.

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Werke der Malerin BEZA und des polnischen Künstlers Michal Jankowski zieren die Englische Sitzgruppe

Der Sammler und SØR Inhaber Thomas Rusche während der Führung durch die kuratierten Räume des SØR Hauses am Neuen Wall - Mode und Kunst zusammen zu führen ist sein Anliegen. Friederike zu Solms (links) und Prof. Dr. Michaeal Göring (rechts) hören gespannt zu.

Der Sammler und SØR Inhaber Thomas Rusche während der Führung durch die kuratierten Räume des SØR Hauses am Neuen Wall – Mode und Kunst zusammen zu führen ist sein Anliegen. Friederike zu Solms (links) und Prof. Dr. Michael Göring (rechts) hören gespannt zu.

Den Auftakt machten der SØR Flagship-Store Hamburg, Neuer Wall 50 und das SØR Haus Nürnberg, Kaiserstraße 10. mit den Werken von folgende Künstlern:
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Ein Bild von Stefan Kübler

Hamburg:

Basia Bańda | Grant Barnhart | Daniel Behrendt | BEZA | Ina Bierstedt | Steven Black | Carlos De los Ríos | Marc Desgrandchamps | Wolfgang Ellenrieder  |Ralph Fleck | Marcel Gähler | Philip Grözinger | Thea Gvetadze | Gabi Hamm | Julius Hofmann | Kurt Hofmann | Nicolai Huch | Michał Jankowski | Joanna Jesse | Bernd Kirschner | Henning Kles | Anna Kott | Peter Krauskopf | Stefan Kübler | Wen Ling | Dieter Mammel | Kylie Manning | Bettina Marx | Jochen Mühlenbrink | Justine Otto | Florian Pelka | Carlos Perez | Olaf Quantius | Claudia Rößger | Markus Saile | Titus Schade | Robert Seidel | Tanja Selzer | Stefan Stößel | Kathrin Thiele | Johannes Tiepelmann | Alexander Tinei |  Steffi Weigel

Ansicht aus dem SØR Haus Nürnberg

Ansicht aus dem SØR Haus Nürnberg

Nürnberg:

Donata Benker | Jenny Brillhart | Lukas Bugla | Tom Ellis | Slawomir Elsner | Kai Klahre | Pawel Ksiazek | Jan Muche | Gavin Nolan | Martin Schepers | Torsten Solin | Christine Streuli | Steve Viezens | Alexander Ernst Voigt

 

Der SØR Flagship-Store Hamburg ist jetzt ein Haus der Mode und der Kunst

Der SØR Flagship-Store ist jetzt ein Haus der Mode und der Kunst

Die Arbeit von dem Leipziger Künstler Robert Seidel integriert  sich perfekt in das modische Ambiente.

Die Arbeit von dem Leipziger Künstler Robert Seidel integriert sich perfekt in das modische Ambiente.

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Als gehörten sie schon immer dazu – Arbeiten der Künstlerinnen Tanja Selzer und BEZA

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Ein Plädoyer für Kunst und Mode – der ”Mund” des Malers Julius Hofmann

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Daniel Behrendt ”Hole”

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Ein Werk des australischen Künstler Steven Black

 

 

Eine Arbeit des moldavischen Künstler Alexander Tinei krönt die aktuelle SØR Woman Kollektion.

Eine Arbeit des moldavischen Künstler Alexander Tinei krönt die aktuelle SØR Woman Kollektion.

Kleine, individuell mit original englischen Antikmöbeln eingerichtete Sitzecken , laden zum Verweilen und Entdecken ein.

Kleine individuell, mit original englischen Antikmöbeln, eingerichtete Sitzecken laden zum Verweilen und Entdecken ein.

Ganz exklusiv führte Thomas Rusche, Kunden und Gäste aus der Kultur und Wirtschaft durch die kuratierten Räume des Hamburger Flagship Stores am Neuen Wall. Anhand einer erlesenen Auswahl von über 60 Werken, erläuterte er die Verbindung zwischen Mode und Kunst.
Thomas Rusche führt die Besucher exklusiv durch die Räume des Hamburger SOR Hauses am Neuen Wall

Thomas Rusche führt die Besucher exklusiv durch die Räume des Hamburger SOR Hauses am Neuen Wall

Der Hamburger Künstler Henning Kles mit Stephan Rath von Soulsville und Buback Tonträger

Der Hamburger Künstler Henning Kles mit Stephan Rath von Soulsville und Buback Tonträger

Die Kunsthistorikerin Dr. Teresa Bischoff mit dem Filmemacher Peter Sempel

Die Kunsthistorikerin Dr. Teresa Bischoff mit dem Filmemacher Peter Sempel

Der Künstler Daniel Behrendt (rechts) und Harald Wieser, Journalist und Autor (mitte)

Der Künstler Daniel Behrendt (rechts) und Harald Wieser, Journalist und Autor (mitte)

David Pohle Herausgeber und Chefredakteur von ''der Hamburger''

David Pohle Herausgeber und Chefredakteur von ”Der Hamburger”

Prof. Dr. Michael Göring, Schriftsteller und Vorsitzender der ZEIT Stiftung

Prof. Dr. Michael Göring, Schriftsteller und Vorsitzender der ZEIT Stiftung

Galerist Ralf Krüger, Künstler Henning Kles und Filmemacher Peter Sempel

Galerist Ralf Krüger, Künstler Henning Kles und Filmemacher Peter Sempel

Haug von Kuenheim, Journalist und Autor

Haug von Kuenheim, Journalist und Autor

Thomas Rusche erläutert das Werk von Philip Grözinger

Thomas Rusche erläutert das Werk von Philip Grözinger

 Genießen Sie gute Kunst und elegante Mode und überzeugen Sie sich selbst, wie sich diese beiden Genres unter einem Dach bereichern können. Wir laden Sie herzlich ein in unsere kuratierten Häuser nach Hamburg und Nürnberg!

Das traditionelle SØR Sofa und zwei Werke von Carlos Perez und Michal Jankowski

Das traditionelle SØR Sofa und zwei Werke von Carlos Perez und Michal Jankowski

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Kunst, Mensch und Natur – Der Kunsthistoriker Mark Gisbourne im Interview mit Thomas Rusche

Thomas Rusche im Gespräch mit dem Kunsthistoriker Mark Gisbourne, in der Berliner Repräsentanz der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin. Foto, Lars Beusker

Thomas Rusche im Gespräch mit dem Kunsthistoriker Mark Gisbourne, in der Berliner Repräsentanz der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin. Foto, Lars Beusker

Mark Gisbourne lebt und arbeitet in Berlin. In Stratford-upon-Avon geboren, von William Shakespeare nicht nur sprachlich geprägt. In Kunstgeschichte promoviert. Forschungsprojekte zu Alten Meistern. Universitätsdozent am ersten Lehrstuhl für zeitgenössische Kunst, Courtauld Institute, University of London, Slade School of Arts. Zuvor britischer Bobby, Teppichhändler, Franziskanermönch und Streetworker in London. Philosoph und Theologe. Ehem. President of the British Art Critics Association (AICA), Organisator des World Congress of Art Critics. Renommierter Buchautor und Kurator. Seine Biografie umfasst über 500 Publikationen und Ausstellungen. Im Sommer 2016 realisiert er eine Retrospektive zur deutschen Kunst in Riga.

TR: Mark, kannst du dich noch daran erinnern, wann Du das erste Mal mit Kunst in Kontakt gekommen bist?

MG: Ja, daran kann ich mich gut erinnern. Als sechs- oder siebenjähriges Kind bekam ich zum Geburtstag oder zu Weihnachten Puzzles geschenkt, und ich mochte vor allem jene, die Reproduktionen von Kunstwerken zeigten. (lacht)

TR: Dein herausragender Wissensschatz deckt viele Jahrhunderte der Kunstgeschichte ab. Welche Epoche würdest du persönlich als die herausfordernste beschreiben und warum?

MG: Dass ich einen vom Pantheon zur Pop-Art reichenden Überblick habe, verdankt sich dem System des Courtauld Institute of Art, London. Das ist ein außergewöhnlicher Ort: Jeder, der dort studiert, liebt ihn für seinen hohen Ausbildungsstandard mit kleinen Klassen von zuweilen nur drei oder fünf Studenten. Ich schätze einige Phasen der Kunstgeschichte sehr, aber ziehe keine einer anderen vor.

Mark Gisbourne. Foto, Lars Beusker

Mark Gisbourne. Foto, Lars Beusker

TR: Die bildende Kunst hat die Mode über die Jahrhunderte hinweg beeinflusst. Es gibt Modestile, die in großem Maße von künstlerischen Bewegungen beeinflusst oder Modeerscheinungen, die tatsächlich von Künstlern geprägt wurden.

MG: Es ist richtig, dass Warhol, Hamilton und zahllose Künstler des Pop in den 1960er Jahren einen gro- ßen Einfluss auf die Mode hatten. Das war aber nichts Neues, hatten doch schon die Romantiker, ob nun Dichter oder Maler, die Mode ihrer Zeit beeinflusst. Es gibt da eine lange Tradition: die Gecken im 18., die Dandies im 19. Jahrhundert, und so setzt sich das fort bis zu den Teddy Boys in den 50ern, den Mods und Rockern in den 60ern, dem Glam Rock und Punk der 70er, dem New Romanticism-Look der 80er – und immer so weiter. Heute fließen, ganz unabhängig davon, ob man nun über Musik, Kunst, Mode oder Film spricht, alle Stile ineinander, denn die traditionellen Begrenzungen sind porös geworden.

TR: „Kunst und Natur“ lautet das Motto des neuen SØR Journals. In welchem Verhältnis stehen beide zueinander?

MG: Kunst und Natur lassen sich thematisch nur sehr schwierig einkreisen. Meiner Ansicht nach lag Hegel nicht richtig, als er die Kunst über die Natur stellte, während er doch zugleich die offensichtliche Kraft der natürlichen Schönheit von Landschaft und Natur wahrnahm. Übereinstimmend mit Kierkegaard würde ich sagen, dass die relevante Sprache der Kunst eine ästhetische ist, die notwendige Sprache der Natur hingegen eine ethische. Das bedeutet, dass die natürliche Welt und die in ihr anzutreffenden Lebensformen von uns in moralischer Hinsicht gehegt und gepflegt werden müssen. Wir begegnen im Klimawandel der dringlichsten Aufgabe unserer Zeit. Kunst jedoch ist nicht Natur, entsteht sie doch aus mentaler und visueller Transformation, wohingegen alle Systeme der Natur bereits immanent sind; Tiere beispielsweise haben ihre Instinkte. Die Kleider, die wir tragen, sollten aus natürlichen Materialien erzeugt oder von ökologischer Herkunft sein. Ich mag da eine altmodische Haltung haben, die sich vielleicht auch aus einer religiösen Empfindsamkeit ableitet, aber ich glaube fest daran, dass die Menschheit in ihrem Potenzial Größeres ist als nur ein Widersacher der Naturgewalten. Um auf Nietzsches ästhetische Einteilung zu verweisen, würde ich sagen, dass das Verhältnis der Kunst zur Natur apollinisch sein muss (harmonisch und voneinander abhängig), zugleich lässt sich allerdings festhalten, dass viele Kunstwerke der letzten hundert Jahre aus einem dionysischen Impuls heraus entstanden sind (Verwirrung der Sinne).

BEZA, Water 2011, Bild 2

BEZA, Water II, 2011, Öl auf Holz, 21,2 x 30 cm

TR: Du hast zahlreiche Monografien über KünstlerInnen verfasst. Nach welchen Kriterien entscheidest du, ob du über einen Künstler schreibst?

MG: Es ist ein simples Kriterium. Die Frage ist stets: Interessiert mich die Kunst? Daran schließt sich jedoch die Frage an, was dieses „es interessiert mich“ bedeutet. Das meint keinesfalls: „Mag ich die Kunst?“ Es ist schon eher die Frage, ob ich durch das Schreiben über die jeweilige Kunst etwas hinzulernen kann. Ob das jedoch geschieht, weiß ich nicht immer, wenn ich mit dem Schreiben beginne. Ich habe oft Texte über Arbeiten von Künstlern geschrieben und anfänglich angenommen, die Arbeiten hätten große Tiefe und wären aufregende Entdeckungen, um dann eines Besseren belehrt zu werden. Andererseits habe ich mit dem Schreiben über das Werk mancher Künstler nur widerwillig begonnen, schließlich aber eine innere Qualität in den Arbeiten entdeckt, die mich beglückte.

TR: In einem deiner neueren Texte, einem monografischen Essay über die Künstlerin Beza beschäftigst du dich intensiv mit „Mensch und Natur“. Worin lag dabei die Herausforderung?

MG: Ich glaube, in diesem Fall habe ich nicht so sehr an die natürliche Welt gedacht, sondern eher an die innere Natur von Beza als Künstlerin. Ihre Arbeiten sind sehr körperlich. Als ich von ihren Landschaftsarbeiten schrieb, erzeugte ich eine Verbindung zu den belebten Aspekten der Natur. Ich verwendete sinnliche und flüssig anmutende Formulierungen, wie „schlangengleiche Oberfläche des Wassers“ und entwarf Gleichnisse zu ihrem Bildgegenstand der körperbasierten Posen. Das Schreiben über das Fließen der Dinge, das Im-Fluss-Sein und den körperlichen Wandel rief bei mir auch die Feststellung hervor, dass Beza ein starkes Gespür für ihr Frausein hat und lenkte die Aufmerksamkeit auf die Gaia-Prinzipien, die alle Facetten der Künstlerin leiten.

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BEZA, In between Bread, 2012, Diasec, 66 x 100 cm

TR: Beza beschäftigt sich auch mit religiösen Bildgegenständen, heute oftmals ein Tabuthema. Was glaubst du, in welcher Hinsicht kann spirituelle Kunst relevant und aussagekräftig bleiben?

MG: Nun, auch die größten Skeptiker, denen man heute begegnen kann, kommen ins Wanken, wenn sie der Beschränkung gegenüberstehen, die das Mysterium des Lebens mit sich bringt, und ziehen sich zu Voltaires „Wenn es Gott nicht gäbe, so müsste man ihn erfinden.“ zurück. Obwohl religiöse Kunst und ihre traditionellen Bildgegenstände mit verklärten Schichten der historischen Wiederholung angereichert sind, bewahrt sie sich doch die grundsätzlichen Themen unseres heutigen Alltagslebens anzusprechen. Wahre religiöse Kunst resultiert aus Reflexion und innerer Tiefe, und das muss heute nicht mehr notwendigerweise im Rahmen einer festgelegten institutionellen Struktur geschehen. Auf jeden Fall ist die Kirche, so, wie wir sie verstehen sollten, die Welt und nicht ein Gebäude. Die Relevanz der religiösen Kunst also, um auf deine Frage zu antworten, liegt darin, dass das Spirituelle immer bedeutsam ist. Bezas Bildgegenstand mag traditionell sein, aber sie fügt ihm eine hochgradig persönliche katholische Einsicht hinzu.

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BEZA, Jesus, 2010, Öl auf Holz, 20 x 16 cm

TR: Du kennst Bezas Arbeiten seit Jahren. Wie würdest du sie beschreiben?

MG: Ich glaube, in gewisser Hinsicht ist Beza eine experimentelle Künstlerin. Und wie bei allen experimentellen Zugriffen ist ihr Schaffen von unterschiedlichem Erfolg gekrönt. Bezüglich ihres Zugriffs auf den Bildgegenstand verfügt sie über ein breites Spektrum: Porträts, durch Reflexion erhöhte Landschaften, Stillleben, religiöse Themen, figurative Beschäftigungen mit dem Körper – und das alles verbunden mit einer Verschmelzung von Vergangenheit und Gegenwart. Einige ihrer aktuellen Experimente an der Schnittstelle von Fotografie und Malerei sind sehr originell und innovativ. Sie hat deutlich das, was manche einen zeitgenössischbarocken Zugriff nennen.

TR: Was glaubst du, macht die SØR Rusche Sammlung im allgemeinen Sinne aus? Wie fruchtbar ist der Dialog zwischen Alten Meistern und zeitgenössischer Kunst?

MG: Ich halte die SØR Rusche Sammlung insofern für einmalig, als die zwei repräsentierten Zeiträume sich in vielerlei Hinsicht unterscheiden. Die Motive der Künstler sind heutzutage ebenso unterschiedlich wie die Kunstkontexte. Die frühere Zeit war auf Werkstätten ausgerichtet, wohingegen die Arbeiten der Künstler heute auf persönlicher Subjektivität basieren. In der SØR Rusche Sammlung stehen die Künstler, zumeist MalerInnen, in keinem hierarchischen Verhältnis zueinander. Zudem sammelst du die Arbeiten vvon einzelnen Künstlern mit Ausführlichkeit und großer Tiefe, was einen guten Überblick erlaubt. Der Dialog zwischen dem Alten und dem Neuen ist wie alle Dialoge abhängig vom Ort, an dem er geführt wird. Alles nimmt den Klang seiner jeweiligen Zeit an, das Verhältnis von Vergangenheit und Gegenwart befindet sich immerzu im Fluss.

Lesen Sie das komplette Interview in Englisch:

Mark-Gisbourne-Interview-english-version-long

Noch bis zum 8. April 2016 ist die Solo Ausstellung ”BEZA – Bilder” in der Galerie Hübner + Hübner zu sehen.

 http://www.galerie-huebner.de/ausstellungen/aktuell

https://vfmk.org/de/shop/beza

 

 

 

Bittersüsse Zeiten – Barock und Gegenwart in der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Titel Bittersüsse Zeiten

Titel der Ausstellung im Kunsthaus Stade. Pieter Jacobsz. Codde, Amor als Honigdieb, 1636 © SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Bittersüße Zeiten
Barock und Gegenwart in der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin
Kunsthaus Stade
Laufzeit: 27. September 2014 bis 4. Januar 2015
In der Ausstellung „Bittersüße Zeiten. Barock und Gegenwart in der Sammlung SØR Rusche Oelde/Berlin“ treten außergewöhnliche Werke miteinander in einen Dialog. Ihre Entstehungszeit liegt fast 400 Jahre auseinander und dennoch ergänzen sie sich auf wundersame Weise. Wenn Gemälde aus dem niederländischen Barock neben Werken von Gegenwartskünstlern in einem Raum hängen, scheinen die Gegensätze nicht größer sein zu können – so denkt man. Doch ein zweiter Blick offenbart, dass auch viele Gemeinsamkeiten vorhanden sind. Sind es nicht damals wie heute dieselben Probleme, die den Künstler beschäftigen? Das Bildnis des Menschen, die Liebe und die Erotik, das Leben, das sich in Arbeit und Vergnügen spaltet, und die Mahnung vor dem unausweichlichen Ende, das alle weltlichen Güter und Eitelkeiten mit einem Streich hinfällig macht. Mögen sich die Zeiten geändert haben, die essenziellen Probleme des Mensch-Seins sind die gleichen geblieben: Wir werden geboren, wir leben, lieben und arbeiten, und wir sterben am Ende. Die Ausstellung zeigt die fundamentalen Unterschiede in der Kunst und der Perspektive beider Epochen auf das Leben, aber auch die Gemeinsamkeiten in Form und Motivwahl, die sich als geschichtsübergreifende Konstante der Kunstherausstellen. So wie wir heute von der Bilderflut durch Fernsehen und Internet umgeben sind, umgaben sich die Niederländer im Barock mit Gemälden, die für jedermann erschwinglich waren. Kunst war Pop-Kultur, genauso wie es heute Film und Musik sind. Dem Sehen wurde ein herausragender Stellenwert beigemessen, so wie es auch im 21. Jahrhundert der Fall ist.

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Ausstellungsansicht Photo by Uwe Wiesmann

SØR Rusche Sammlung Oelde/BerlinSämtliche Werke der Ausstellung „Bittersüße Zeiten“ stammen aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin, die eine der umfassendsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst in Deutschland sein dürfte – und womöglich die einzige Sammlung, deren Schwerpunkte sich in einem so hohen Maße gleichzeitig auf Werke des niederländischen Barocks und der Gegenwart konzentriert. Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Grundstock dieser Sammlung gelegt, deren Umfang heute weit über 2000 relevante Werke aus beiden Epochen vereinigt. „Das Leben ist bitter und süß zugleich“, so sagt der leidenschaftliche Sammler und studierte Philosoph Dr. Dr. Thomas Rusche. Bereits in vierter Generation führt er die beeindruckende Sammlung fort. Sein Augenmerk liegt auf der „Achterbahn des Lebens“, dem urmenschlichen Zyklus von „Eros und Tod, Lieben, Leben zeugen und Vergehen“. So ist das große Thema dieser Ausstellung nichts weniger als das Leben in seiner
Vielfalt und Widersprüchlichkeit.In fast 30 Werken aus dem holländischen und flämischen Barock des 17.
Jahrhunderts und gut 90 zeitgenössischen Werken von international bekannten Künstlern der Gegenwart verfolgt „Bittersüße Zeiten“ die wichtigsten Stationen des menschlichen Lebensweges von der Kindheit bis zum Totenbett.

Verelst:Schleime

Dabei begegnen dem Besucher die Meister der flämischen Feinmalerei, die von italienischen Landschaften beeinflussten Bamboccianti und die beeindruckenden Werke der holländischen Genremalerei, die mit ihrem liebevollen Blick für Details eine Bestandsaufnahme ihrer Zeit liefern. Samuel von Hoogstraten, Frans Hals‘ jüngerer Bruder Dirck Hals, Pieter Codde, Joos van Craesbeck, Jacob Adriaensz. Backer, Hendrik Gerritsz. Pot, Adriaen van Ostade, David Teniers, d.J., und Cornelis Gysbrecht sind einige der Künstler, die vor allem in Haarlem, Den Haag, Amsterdam und Antwerpen die holländisch-flämische Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts prägten. Idealisierte Darstellungen des täglichen Lebens, moralische Anleitungen für ein ehrbares Dasein und die Hervorhebung des gesellschaftlichen Status‘ durchziehen die Motive der überaus fein gearbeiteten Gemälde. Die Meister des Barock stehen in der Ausstellung in einem spannenden Dialog mit international bekannten Künstlern und den größten Talenten der Gegenwart. Neben George Condo, Jim Butler, Tracey Emin, David Hockney und David Lynch sind es dabei Jonathan Meese, Neo Rauch, Daniel Richter und Oda Jaune, die internationalen Ruf genießen. Auch die in der Tradition der „Leipziger Schule“ stehenden Künstler wie Tilo Baumgärtel, Kathrin Heichel und Irene Bisang gehören zu den Künstlern, die die Malerei derzeit prägen, ebenso wie Jonas Burgert, Alicia Kwade, Paule Hammer, Norbert Bisky, Martin Eder, Justine Otto, BEZA und viele andere.

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Ausstellungsansicht Photo by Uwe Wiesmann

Liegt auch fast ein halbes Jahrtausend zwischen den beiden Epochen, so ähneln sich auch Situation und Ansatz des Kunstschaffens auf frappierende Weise. So erlebte die Malerei in Holland und Flandern nach der Reformation und der Befreiung von der spanischen Besatzung einen immensen Aufschwung, der auch durch den zunehmenden Status der Niederlande als Welthandelsmacht unterstützt wurde. Die Porträt-, Allegorie- und Genremalerei des so genannten „Goldenen Zeitalters“ war für den barocken Zeitgenossen praktisch allgegenwärtig. Kunst wurde auf Märkten und in vielen Fachgeschäften angeboten, Gemälde wurden in Lotterien verlost oder als Gewinne für Wettbewerbe ausgeschrieben. Zum ersten Mal begannen Sammler, Kunst als Wertanlage zu erwerben, und man kann davon ausgehen, dass fast jeder bürgerliche Haushalt über mehrere Gemälde verfügte. So wie heute Musik, Literatur oder andere Kulturgüter Teil einer weit verbreiteten Popularkultur sind, so kann man auch in der barocken Malerei der Niederlande von einer Pop-Kultur sprechen: Einer Kultur, die sich nicht an religiöse, monarchische oder akademische Eliten richtete, sondern die für den Bürger geschaffen und vom Bürger angenommen wurde.

Dr. Dr. Thomas Rusche hält die Eröffnungsrede zur Ausstellung, Photo by Uwe Wiesmann

Dr. Dr. Thomas Rusche hält die Eröffnungsrede zur Ausstellung, Photo by Uwe Wiesmann

Allein für den Zeitraum von 1550 bis ca. 1800 sind bisher etwa eine Million schaffende Künstler in den Niederlanden nachgewiesen. Die Situation heute ist der damaligen nicht ganz unähnlich: Nie war der allgemeine Wohlstand der europäischen Gesellschaft so groß wie zu Beginn des 21. Jahrhunderts. In den heutigen „Goldenen Zeiten“ bieten zahllose „Art Fairs“ in vielen Städten regelmäßig Kunst zu erschwinglichen Preisen an, die auch vom „Normalbürger“ bezahlbar sind. Kunst ist in der einen oder anderen Form ein natürlicher Bestandteil unseres Lebens geworden und hat schon lange seinen Eingang in den öffentlichen Diskurs gefunden, statt nur einem kleinen Kreis von Fachleuten zugänglich zu sein. Wie die Niederländer es in emblematischer Form taten, reflektieren auch die zeitgenössischen Künstler heute die Ausprägungen und Strömungen, die das tägliche Leben beeinflussen. Ihre Kunst ist ein Kommentar über die Beschaffenheit der Gegenwart, der sich dem sozialen Leben und seinen Konflikten, den individuellen Erfahrungen des Menschen und dem Verhältnis zu seinen emotionalen Verstrickungen widmet.

Text von Andrea Fromm, Tom Beege und Regina Wetjen

Zur Ausstellung erscheint der Katalog:

978-3-86832-220-0
„Bittersüße Zeiten. Barock und Gegenwart in der Sammlung SØR Rusche
Oelde/Berlin“
Herausgeber: Hans Jürgen Giese, Christiane Ladleif, Sebastian Möllers, Thomas
Rusche, Regina Wetjen
Mit Beiträgen von: Andrea Fromm und Tom Beege
Verlag Wienand, Preis in der Ausstellung: 19,80 EUR
160 Seiten, farbige Abbildungen der ausgestellten Werke
In Zusammenarbeit mit der Sammlung SØR Rusche Oelde/Berlin
Verantwortliche:
Dr. Sebastian Möllers, Regina Wetjen
Kuratorenteam: Dr. Andrea Fromm & Tom Beege
Rahmenprogramm zur Ausstellung:
Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm. Zusätzlich zu den
Öffentlichen Führungen sonntags um 15:00 Uhr und mittwochs um 17:30 Uhr finden
museumspädagogische Veranstaltungen statt. Mehr Informationen unter
www.museen-stade.de/kunsthaus

Plakatierung ,,Bittersüsse Zeiten'' in der Hamburger Innenstadt, Photo by Tom Beege

Plakatierung ,,Bittersüsse Zeiten” in der Hamburger Innenstadt, Photo by Monika Rieckborn

 

Pressestimmen:

http://www.focus.de/kultur/kunst/kunst-die-bittersuessen-zeiten-in-barock-und-gegenwartskunst_id_4160041.html

http://www.saarbruecker-zeitung.de/nachrichten/kultur/aktuell/Kunst-Ausstellungen-Gegenwartskuenstler-Gemaelde-Bilder-Kunst-des-Barock-Oelde-Stade;art4426,5448266

Ausstellungen der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Carina Linge, Stillleben S.W. (Paar Nr. 2), 2009, C-Print, 40 x 60 cm © Carina Linge

Carina Linge, Stillleben S.W. (Paar Nr. 2), 2009,
C-Print, 40 x 60 cm © Carina Linge

 

Wahrheiten

Werke aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Bayer Kulturhaus Leverkusen 14.09.14 – 04.01.15

http://www.kultur.bayer.de/de/Spielplandetails.aspx?vguid=d5662c64-bcec-4097-953d-98c776df7d68

Christian Achenbach |Martin Assig | BEZA | Norbert Bisky | Sebastian Burger | Manuele Cerutti | Matt Collishaw | Birgit Dieker | Jan Dörre | Marlene Dumas | Marcel van Eden | Martin Eder | Marcel Eichner | Pavel Feinstein | Pius Fox | Andreas Golder | Philip Grözinger | Jana Guntsheimer | Stella Hammberg | Ann Katrin Hamm | Paule Hammer | Katrin Heichel | Uwe Hennecken | Julius Hofmann | Lou Hoyer | Johannes Hüppi | Leiko Ikemura | Jens Joneleit | Ruprecht von Kaufmann | Inga Kerber | Henning Kles | Robert Klümpen | Martin Kobe | Matej Kosir | Anna Kott | Clemens Krauss | Sven Kroner | Zofia Kulik | Alicja Kwade | Via Lewandowsky | Carina Linge | James Lloyd| Rosa Loy | Eric Manigaud | Jonathan Meese | Ingo Mittelstaedt | Jochen Mühlenbrink | Adam Mysock | Justine Otto | Jochen Plogsties | Ulf Puder | Vanda Rattana | Neo Rauch | Daniel Richter | Johannes Rochhausen | Peter Ruehle | Nicola Samori | Cornelia Schleime | Moritz Schleime | David Schnell | Norbert Schwontkowski | Stefan Stößel | Norbert Tadeuz | Christopher Thomas | Miriam Vlaming |

ART WEEK BERLIN 

90. Kunstgang durch die SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin 

Am 19.September 2014 in Berlin-Charlottenburg, 17:00 – 19:00 Uhr

Anmeldungen bitte bis zum 15.09. an: m.kuehn@kleidungskultur-soer.de

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt!

http://www.berlincollectors.com/

Alte Meister im Dialog mit:

L. C. Armstrong | Stephan Balkenhol | Ruth Barker | Tilo Baumgärtel | Andrea Bender |  Benjamin Bergmann | BEZA | | Norbert Bisky | Andreas Blank | Cecily Brown| Rafal Bujnowski | George Condo | Stephanie Dost | Marlene Dumas | Martin Eder | Marcel van Eeden | Marcel Eichner | Tim Eitel | Tom Ellis | Slawomir Elsner | Joachim Elzmann | Tracey Emin | Tim Ernst | James Esber | Carsten Fock | Andreas Golder | Ari Goldmann | Kerstin Grimm | Jim Harris | Armin Hartenstein | Anton Henning | Johannes Hüppi | Oda Jaune | Friederike Jokisch | Sabrina Jung | Lisa Junghanß | Alexander Keirinxc | Martin Kippenberger | Martin Kobe | Zofia Kulic | Alicja Kwade | Pe Lang | Corinne von Lebusa | Via Lewandowsky | Carina Linge | James Lloyd | Andrea Loefke | Rosa Loy | David Lynch | Katharina Mantel | Jonathan Meese | Stephan Melzl |Jan Molenaer | David Nicholson | Gillis Peeters | Ulf Puder | Neo Rauch | Lois Renner | Mandla Reuter | Daniel Richter | Arno Rink |  Peter Ruehle | Fumie Sasabuchi | Martin  Schepers | Cornelia Schleime | Rigo Schmidt | Norbert Schwontkowski | Secret Stars | Slava Seidel | Johannes Spehr | Rosi Steinbach | Stefan Stößel | Luc Tuymans | Miriam Vlaming | Herbert Volkmann | Caroline Weihrauch | Matthias Weischer | Stanislaw Ignacy Witkiewicz (Witkacy)

 

Bittersüße Zeiten. 

Barock und Gegenwart in der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Museumsverein Stade e.V., Stade, (27.09.14 – 04.01.15)

http://www.museen-stade.de/kunsthaus/vorschau-ausstellungen/

Kunsthaus Apolda Avantgarde, Apolda, (11.01.15 – 15.03.15)

http://www.kunsthausapolda.de/ 

Kunsthalle Jesuitenkirche Aschaffenburg, Aschaffenburg, (09.05.15 – 06.09.15)

http://www.museen-aschaffenburg.de/ 

Tilo Baumgärtel | Andrea Bender | BEZA | Irene Bisang | Norbert Bisky | Birgit Brenner | Thorsten Brinkmann | Rafal Bujnowski | Jonas Burgert | Jim Butler | George Condo | Carlos De los Ríos | Jan Dörre | Martin Eder | Wolfgang Ellenrieder | Tom Ellis | Tracey Emin | Valerie Favre | Martin Galle | Sieghart Gille | Kerstin Grimm | Paule Hammer | Kathrin Henschler | David Hockney | Johannes Hüppi | Michal Jankowski | Oda Jaune | Michael Kirkham | Andrey Klassen | Karin Kneffel | Olrik Kohlhoff | Anna Kott | Marianna Krueger | Pawel Ksiazek | Zofia Kulik | Alicja Kwade | Carina Linge | Wen Ling | James Lloyd | David Lynch | Jonathan Meese | Jochen Mühlenbrink | Muntean/Rosenblum | Adam Mysock | Heribert C. Ottersbach | Justine Otto | Paul Pretzer | Olaf Quantius | Neo Rauch | Daniel Richter | Christoph Ruckhäberle | Fumie Sasabuchi | Moritz Schleime | Sandra Schlipkoeter | Herbert Volkmann |

 

Leibhaftig. Der menschliche Körper zwischen Lust und Schmerz

ARP Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen

(25.05.14 – 25.01.15)

Norbert Schwontkowski, Simon de Vos

 

Werner Tübke – Michael Triegel. Zwei Meister aus Leipzig

Kunsthalle Rostock, Rostock

(22.06.14 – 14.09.14)

Jesuitenkirche Aschaffenburg

(24.01. – 19.04.15)

Michael Triegel

 

New Masters

Galerie Jörg Heitsch, München

(12.09. – 08.11.14)

Matej Kosir

 

Mythos Wald

Historische und zeitgenössische Positionen zum Thema Wald und Bäume

Kulturhaus Beda

(21.09. – 23.11.14)

Helge Hommes

 

Ausstellung: Tierstücke – der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Julius Hofmann, Einsames Zuhause, 2010, 200x190cm, Acryl auf Leinwand, Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin, Photo by Galerie Kleindienst

Vom 10. 02.-28. 04.2013 richtet das Museum Abtei Liesborn den Blick auf die Tierstücke der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin. Die Ausstellung Tierstücke vereint 17 Gemälde niederländischer Meister des 17. Jahrhunderts mit insgesamt 74 Arbeiten zeitgenössischer Künstler. So entsteht ein spannungsreicher Dialog, dem der Besucher aufgefordert ist, zu folgen. Seit der Frühzeit zählt das Tier zu den beliebtesten Motiven der bildenden und angewandten Kunst. Die Ausstellung nähert sich dem Bildgegenstand Tier unter fünf Gesichtspunkten, denen jeweils ein Raum gewidmet ist: I. Das Tier als Schmuckwerk II. Raubtier und Beute oder Fressen und gefressen werden III. Das Tier als Gefährte des Menschen und der Mensch als Nutznießer des Tiers oder Haus- und Nutztiere IV. Anthropomorphismen: Der Mensch als Tier, das Tier als Mensch I. Das postmoderne Tier: Leben in einer denaturierten Welt Die Beweggründe Tiere darzustellen, sind äußerst vielfältig. Künstler nutzen das Motiv, um auf die Schöpfung Gottes und die Artenvielfalt des Kosmos zu verweisen. In seiner Wildheit wird es zum Furcht einflößenden und bewunderten Fabeltier. Ambivalenz erweist sich in der Darstellung als Jäger und Gejagter oder es spiegelt ein wissenschaftliches Interesse. Als Metapher steht es für menschliches Verhalten und manchmal dient es nur der Dekoration. In der holländischen Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts finden Tierbetrachtung und Tierdarstellung einen Höhepunkt.

Dirck Wijntrack, Wasservögel an einem Schlossgrabem, ca. 1650, 90 x 125 cm, Öl auf Holz, Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin, Photo Lars Beusker

Besonders charakteristisch für das Tierbild in Holland sind seit der Mitte des 17. Jahrhunderts das sogenannte „Viehstück“, das Nutztiere auf der Weide darstellt, das „Jagdstück“, bei dem Hunde Jagd auf Beutetiere machen sowie der „Geflügelhof“. Zeitgenössische Künstler haben sich in den vergangenen Jahren verstärkt mit dem Thema Tier befasst. In Rückbesinnung auf die alte Tradition der „Tierstudie“ zeugen viele Tierbilder der Gegenwartskunst von aufmerksamer Beobachtung. Sie dokumentieren unterschiedliche Aspekte des Tierseins ohne es mit einer spezifischen Deutung zu versehen. Daneben gibt es zahlreiche Werke, die das von Zwiespältigkeit geprägte Verhältnis zwischen Mensch und Tier reflektieren, analysieren, kritisieren oder ironisieren.

Ruprecht von Kaufmann, Ajax, 2007, 160 x 180 cm, Öl, Wachs, Pigment auf Leinwand, Photo by SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Folgende Künstler werden in der Zeit vom 10.02 – 28.04.2013 zu sehen sein: Agate Apkalne, Tilo Baumgärtel, Andrea Bender, Abraham Hendricksz. van Beyeren, BEZA, Joe Biel, Ina Bierstedt, Cornelis Biltius, Irene Bisang, Norbert Bisky, Anthonie van Borssom, Bernhard Buhmann, Marcin Cienski, Jan Dörre, Simon Johannes van der Douw, Martin Eder, Tom Ellis, Valerie Favre, Pavel Feinstein, Martin Galle, William Gowe (Gouw) Ferguson, Mitja Ficko, Adrian van Gryff, Paule Hammer, Katrin Heichel, Julius Hofmann, Feodora Hohenlohe, Abraham Hondius, Johannes Hüppi, Balthasar Huys, Malgosia Jankowska, Michał Jankowski, Friederike Jokisch, Ruprecht von Kaufmann, Inga Kählke, Kai Klahre, Andrey Klassen, Olrik Kohlhoff, Paweł Książek, Karin Kneffel, Shay Kun, Claudia Landwehr, Carolin Löbbert, Rosa Loy, Christoffel Lubieniecky, Kai Mailänder, Jacobus Sibrandi Mancadan, Casey McKee, Sebastian Meschenmoser, Claes Cornelisz. Moeyaert, Brian Montuori, David Nicholson, Heribert C. Ottersbach, Carlos Perez, Jochen Plogsties, Nadin Maria Rüfenacht, Cornelia Schleime, Lothar Schliemann, Jan Ulrich Schmidt, Rigo Schmidt, Otto Marseus van Schrieck, Tanja Selzer, Slava Seidel, TAL R, Jan Tengnagel, Karthrin Thiele, Jacob Toorenvliet, Pieter Cornelisz Verbeek, Steve Vinzens, Jacobus Victors, Matthias Weischer, Jan Wijnant, Dirck Wijntrack, Shi Zhiying.

Marcin Cienski, Reconcilation, 2012, 90 x 70 cm, Öl auf Leinwand, Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin Photo by Galerie Jochen Hempel

 

Bilder der Ausstellungseröffnung am 09. Februar 2012

Museum Abtei Liesborn Photo by SØR

Ausstellungsansicht Photo by SØR

Ausstellungsansicht Photo by SØR

Thomas Rusche Photo by SØR

Ausstellungsansicht (Paule Hammer, Schweinehund) Photo by SØR

Ausstellungsansicht Photo by SØR

Ausstellungsansicht Photo by SØR

Ausstellungsansicht Photo by SØR

Ausstellungsansicht Photo by SØR

Mark Gisbourne & Katja Blomberg

Dr. Elisabeth Schwarm & Rupert Pfab

Ausstellungsansicht (Rigo Schmidt, Außenseiter) Photo by SØR

Thomas Rusche Photo by SØR

 

Museum Abtei Liesborn

 

Eröffnung “Alles Wasser” in der Galerie Mikael Andersen

Photo by SØR

“Wasser” ein Sujet fasziniert die Kunst! Ein Dialog zwischen Niederländischen Meistern des 17. Jahrhunderts und zeitgenössischer Kunst in der Galerie Mikael Andersen Berlin.

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR 

Der Quell allen Lebens ist das Wasser. Gerade weil es ein so existenzielles Element ist, fasziniert es die Menschheit seit Jahrtausenden und lieferte schon immer reichlich Nahrung für die Mythologie, Poesie, Musik und die bildende Kunst.

 

 

Der menschliche Körper besteht aus einem überwiegenden Teil aus Wasser und 70 % der Erde sind mit Wasser bedeckt, den Ozeanen, Meeren, Seen und Flüssen. Gerade die Ambivalenz die uns das Meer assoziiert, auf der einen Seite die Ruhe, die Weite und Freiheit, auf der Anderen die unbeherrschbare Urgewalt, das Unergründliche und das Geheimnisvolle, polarisieren die Fantasie und den Pioniergeist des Menschen.

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR

Nur in der christlichen Religion wir das Meer von Gott beherrscht, Moses kann es teilen, Jesus darauf wandeln und die Kirche instrumentalisiert das Wasser als symbolisches Glaubens-Werkzeug für die Taufe.

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR

Als im 17. Jahrhundert die Macht der Kirche und des Adels abschwellt und die Aufträge der Hierarchen für Portrait- und Auftragsmalerei abnimmt, wenden sich die Künstler der Genremalerei zu und entdecken das Wasser als Sujet. Bedeutsam sind dabei die Vielzahl von entstanden Wasserstücken der Niederländischen Meister des 17. Jahrhunderts. Bis heute spielt das Wasser als Motiv eine wichtige Rolle. Die Urgewalt ist unberechenbar, lässt Luxusliner wie die Titanic sinken, überschwemmt als Tsunami ganze Küsten und reißt Menschen in den Tod. Die bizarre Gewalt befeuert die Faszination. Das Element Wasser darzustellen ist nicht nur eine technische Herausforderung, sondern bleibt nach wie vor ein Anliegen und Bedürfnis der Künstlerinnen und Künstler. Damals und heute.

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR

Die Ausstellung “Alles Wasser” in der Galerie Mikael Andersen widmet sich ganz diesem klassischen Sujet. Kuratiert wird die Ausstellung von dem Künstler Philip Grözinger, der in Zusammenarbeit mit Dr. Dr. Thomas Rusche, ausgewählte Positionen von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern und Werke der Niederländischen Meister des 17. Jahrhunderts aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin, in einen Dialog stellt. Ausstellungsdauer: 25. Mai bis 13. Juli 2012 Verlängert bis zum 25. August 2012

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR

Amelie & Philip Grözinger Photo by SØR

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR

Dr. Dr. Thomas Rusche Photo by SØR

Marcel Eichner Photo by SØR

Beza Photo by SØR 

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR

Mark Gisbourne Photo by SØR

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR

Thomas Rusche, Stefanie Hillich & Moritz Schleime Photo by SØR

Andrei Loginov Photo by SØR

Annette Weber Photo by SØR

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR

Frederic & Stephanie von Dallwitz Photo by SØR

Mikael Andersen Photo by SØR

Künstler der Ausstellung “Alles Wasser”

http://www.mikaelandersen.com/berlin/exhibitions/current/