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Independent Collectors presents: THOMAS RUSCHE IN CONVERSATION WITH CORNELIA SCHLEIME

Thomas Rusche traf die Künstlerin in ihrer Ausstellung  ,,Ein Wimpernschlag'', die noch bis zum 24. April 2017 in der Berlinischen Galerie zu sehen ist.

Thomas Rusche traf die Künstlerin in ihrer Ausstellung ,,Ein Wimpernschlag”, die noch bis zum 24. April 2017 in der Berlinischen Galerie zu sehen ist.

In collaboration with Thomas Rusche from the SØR Rusche Collection Oelde/Berlin, we present the new video-series “Thomas Rusche in Conversation With…”, where the German art collector, textile entrepreneur and economist meets personalities from the arts and cultural scene.

For our first instalment , Rusche met with the artist Cornelia Schleime at her exhibition “Ein Wimpernschlag” at the Berlinische Galerie. Schleime, who recently won the Hannah-Höch Prize for her life-work, speaks to Rusche about her insatiable passion for painting, the punk that is still present in her, and how limitations in her life made her stronger – such as the ban on work in the GDR, the spying by the Stasi, all serving as an engine to release artistic energy.

The video is currently only available in German.

 

http://instagram.com/soer_rusche

https://independent-collectors.com/on-site/thomas-rusche-in-conversation-with-cornelia-schleime

http://soer.de

Kunst, Mensch und Natur – Der Kunsthistoriker Mark Gisbourne im Interview mit Thomas Rusche

Thomas Rusche im Gespräch mit dem Kunsthistoriker Mark Gisbourne, in der Berliner Repräsentanz der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin. Foto, Lars Beusker

Thomas Rusche im Gespräch mit dem Kunsthistoriker Mark Gisbourne, in der Berliner Repräsentanz der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin. Foto, Lars Beusker

Mark Gisbourne lebt und arbeitet in Berlin. In Stratford-upon-Avon geboren, von William Shakespeare nicht nur sprachlich geprägt. In Kunstgeschichte promoviert. Forschungsprojekte zu Alten Meistern. Universitätsdozent am ersten Lehrstuhl für zeitgenössische Kunst, Courtauld Institute, University of London, Slade School of Arts. Zuvor britischer Bobby, Teppichhändler, Franziskanermönch und Streetworker in London. Philosoph und Theologe. Ehem. President of the British Art Critics Association (AICA), Organisator des World Congress of Art Critics. Renommierter Buchautor und Kurator. Seine Biografie umfasst über 500 Publikationen und Ausstellungen. Im Sommer 2016 realisiert er eine Retrospektive zur deutschen Kunst in Riga.

TR: Mark, kannst du dich noch daran erinnern, wann Du das erste Mal mit Kunst in Kontakt gekommen bist?

MG: Ja, daran kann ich mich gut erinnern. Als sechs- oder siebenjähriges Kind bekam ich zum Geburtstag oder zu Weihnachten Puzzles geschenkt, und ich mochte vor allem jene, die Reproduktionen von Kunstwerken zeigten. (lacht)

TR: Dein herausragender Wissensschatz deckt viele Jahrhunderte der Kunstgeschichte ab. Welche Epoche würdest du persönlich als die herausfordernste beschreiben und warum?

MG: Dass ich einen vom Pantheon zur Pop-Art reichenden Überblick habe, verdankt sich dem System des Courtauld Institute of Art, London. Das ist ein außergewöhnlicher Ort: Jeder, der dort studiert, liebt ihn für seinen hohen Ausbildungsstandard mit kleinen Klassen von zuweilen nur drei oder fünf Studenten. Ich schätze einige Phasen der Kunstgeschichte sehr, aber ziehe keine einer anderen vor.

Mark Gisbourne. Foto, Lars Beusker

Mark Gisbourne. Foto, Lars Beusker

TR: Die bildende Kunst hat die Mode über die Jahrhunderte hinweg beeinflusst. Es gibt Modestile, die in großem Maße von künstlerischen Bewegungen beeinflusst oder Modeerscheinungen, die tatsächlich von Künstlern geprägt wurden.

MG: Es ist richtig, dass Warhol, Hamilton und zahllose Künstler des Pop in den 1960er Jahren einen gro- ßen Einfluss auf die Mode hatten. Das war aber nichts Neues, hatten doch schon die Romantiker, ob nun Dichter oder Maler, die Mode ihrer Zeit beeinflusst. Es gibt da eine lange Tradition: die Gecken im 18., die Dandies im 19. Jahrhundert, und so setzt sich das fort bis zu den Teddy Boys in den 50ern, den Mods und Rockern in den 60ern, dem Glam Rock und Punk der 70er, dem New Romanticism-Look der 80er – und immer so weiter. Heute fließen, ganz unabhängig davon, ob man nun über Musik, Kunst, Mode oder Film spricht, alle Stile ineinander, denn die traditionellen Begrenzungen sind porös geworden.

TR: „Kunst und Natur“ lautet das Motto des neuen SØR Journals. In welchem Verhältnis stehen beide zueinander?

MG: Kunst und Natur lassen sich thematisch nur sehr schwierig einkreisen. Meiner Ansicht nach lag Hegel nicht richtig, als er die Kunst über die Natur stellte, während er doch zugleich die offensichtliche Kraft der natürlichen Schönheit von Landschaft und Natur wahrnahm. Übereinstimmend mit Kierkegaard würde ich sagen, dass die relevante Sprache der Kunst eine ästhetische ist, die notwendige Sprache der Natur hingegen eine ethische. Das bedeutet, dass die natürliche Welt und die in ihr anzutreffenden Lebensformen von uns in moralischer Hinsicht gehegt und gepflegt werden müssen. Wir begegnen im Klimawandel der dringlichsten Aufgabe unserer Zeit. Kunst jedoch ist nicht Natur, entsteht sie doch aus mentaler und visueller Transformation, wohingegen alle Systeme der Natur bereits immanent sind; Tiere beispielsweise haben ihre Instinkte. Die Kleider, die wir tragen, sollten aus natürlichen Materialien erzeugt oder von ökologischer Herkunft sein. Ich mag da eine altmodische Haltung haben, die sich vielleicht auch aus einer religiösen Empfindsamkeit ableitet, aber ich glaube fest daran, dass die Menschheit in ihrem Potenzial Größeres ist als nur ein Widersacher der Naturgewalten. Um auf Nietzsches ästhetische Einteilung zu verweisen, würde ich sagen, dass das Verhältnis der Kunst zur Natur apollinisch sein muss (harmonisch und voneinander abhängig), zugleich lässt sich allerdings festhalten, dass viele Kunstwerke der letzten hundert Jahre aus einem dionysischen Impuls heraus entstanden sind (Verwirrung der Sinne).

BEZA, Water 2011, Bild 2

BEZA, Water II, 2011, Öl auf Holz, 21,2 x 30 cm

TR: Du hast zahlreiche Monografien über KünstlerInnen verfasst. Nach welchen Kriterien entscheidest du, ob du über einen Künstler schreibst?

MG: Es ist ein simples Kriterium. Die Frage ist stets: Interessiert mich die Kunst? Daran schließt sich jedoch die Frage an, was dieses „es interessiert mich“ bedeutet. Das meint keinesfalls: „Mag ich die Kunst?“ Es ist schon eher die Frage, ob ich durch das Schreiben über die jeweilige Kunst etwas hinzulernen kann. Ob das jedoch geschieht, weiß ich nicht immer, wenn ich mit dem Schreiben beginne. Ich habe oft Texte über Arbeiten von Künstlern geschrieben und anfänglich angenommen, die Arbeiten hätten große Tiefe und wären aufregende Entdeckungen, um dann eines Besseren belehrt zu werden. Andererseits habe ich mit dem Schreiben über das Werk mancher Künstler nur widerwillig begonnen, schließlich aber eine innere Qualität in den Arbeiten entdeckt, die mich beglückte.

TR: In einem deiner neueren Texte, einem monografischen Essay über die Künstlerin Beza beschäftigst du dich intensiv mit „Mensch und Natur“. Worin lag dabei die Herausforderung?

MG: Ich glaube, in diesem Fall habe ich nicht so sehr an die natürliche Welt gedacht, sondern eher an die innere Natur von Beza als Künstlerin. Ihre Arbeiten sind sehr körperlich. Als ich von ihren Landschaftsarbeiten schrieb, erzeugte ich eine Verbindung zu den belebten Aspekten der Natur. Ich verwendete sinnliche und flüssig anmutende Formulierungen, wie „schlangengleiche Oberfläche des Wassers“ und entwarf Gleichnisse zu ihrem Bildgegenstand der körperbasierten Posen. Das Schreiben über das Fließen der Dinge, das Im-Fluss-Sein und den körperlichen Wandel rief bei mir auch die Feststellung hervor, dass Beza ein starkes Gespür für ihr Frausein hat und lenkte die Aufmerksamkeit auf die Gaia-Prinzipien, die alle Facetten der Künstlerin leiten.

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BEZA, In between Bread, 2012, Diasec, 66 x 100 cm

TR: Beza beschäftigt sich auch mit religiösen Bildgegenständen, heute oftmals ein Tabuthema. Was glaubst du, in welcher Hinsicht kann spirituelle Kunst relevant und aussagekräftig bleiben?

MG: Nun, auch die größten Skeptiker, denen man heute begegnen kann, kommen ins Wanken, wenn sie der Beschränkung gegenüberstehen, die das Mysterium des Lebens mit sich bringt, und ziehen sich zu Voltaires „Wenn es Gott nicht gäbe, so müsste man ihn erfinden.“ zurück. Obwohl religiöse Kunst und ihre traditionellen Bildgegenstände mit verklärten Schichten der historischen Wiederholung angereichert sind, bewahrt sie sich doch die grundsätzlichen Themen unseres heutigen Alltagslebens anzusprechen. Wahre religiöse Kunst resultiert aus Reflexion und innerer Tiefe, und das muss heute nicht mehr notwendigerweise im Rahmen einer festgelegten institutionellen Struktur geschehen. Auf jeden Fall ist die Kirche, so, wie wir sie verstehen sollten, die Welt und nicht ein Gebäude. Die Relevanz der religiösen Kunst also, um auf deine Frage zu antworten, liegt darin, dass das Spirituelle immer bedeutsam ist. Bezas Bildgegenstand mag traditionell sein, aber sie fügt ihm eine hochgradig persönliche katholische Einsicht hinzu.

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BEZA, Jesus, 2010, Öl auf Holz, 20 x 16 cm

TR: Du kennst Bezas Arbeiten seit Jahren. Wie würdest du sie beschreiben?

MG: Ich glaube, in gewisser Hinsicht ist Beza eine experimentelle Künstlerin. Und wie bei allen experimentellen Zugriffen ist ihr Schaffen von unterschiedlichem Erfolg gekrönt. Bezüglich ihres Zugriffs auf den Bildgegenstand verfügt sie über ein breites Spektrum: Porträts, durch Reflexion erhöhte Landschaften, Stillleben, religiöse Themen, figurative Beschäftigungen mit dem Körper – und das alles verbunden mit einer Verschmelzung von Vergangenheit und Gegenwart. Einige ihrer aktuellen Experimente an der Schnittstelle von Fotografie und Malerei sind sehr originell und innovativ. Sie hat deutlich das, was manche einen zeitgenössischbarocken Zugriff nennen.

TR: Was glaubst du, macht die SØR Rusche Sammlung im allgemeinen Sinne aus? Wie fruchtbar ist der Dialog zwischen Alten Meistern und zeitgenössischer Kunst?

MG: Ich halte die SØR Rusche Sammlung insofern für einmalig, als die zwei repräsentierten Zeiträume sich in vielerlei Hinsicht unterscheiden. Die Motive der Künstler sind heutzutage ebenso unterschiedlich wie die Kunstkontexte. Die frühere Zeit war auf Werkstätten ausgerichtet, wohingegen die Arbeiten der Künstler heute auf persönlicher Subjektivität basieren. In der SØR Rusche Sammlung stehen die Künstler, zumeist MalerInnen, in keinem hierarchischen Verhältnis zueinander. Zudem sammelst du die Arbeiten vvon einzelnen Künstlern mit Ausführlichkeit und großer Tiefe, was einen guten Überblick erlaubt. Der Dialog zwischen dem Alten und dem Neuen ist wie alle Dialoge abhängig vom Ort, an dem er geführt wird. Alles nimmt den Klang seiner jeweiligen Zeit an, das Verhältnis von Vergangenheit und Gegenwart befindet sich immerzu im Fluss.

Lesen Sie das komplette Interview in Englisch:

Mark-Gisbourne-Interview-english-version-long

Noch bis zum 8. April 2016 ist die Solo Ausstellung ”BEZA – Bilder” in der Galerie Hübner + Hübner zu sehen.

 http://www.galerie-huebner.de/ausstellungen/aktuell

https://vfmk.org/de/shop/beza

 

 

 

Larry’s List: Going Down Memory Lane With Dr. Thomas Rusche

Dr. Thomas Rusche, Berlin

Coming from a family of textile merchants, Dr. Thomas Rusche is the heir of the SØR Rusche GmbH business and of a first class art collection of Old Master paintings alongside a developing collection of Contemporary Art. Established in the 19th century, the SØR Art Collection has been expanded over four generations comprising 3500 artworks with an emphasis on 17th century Dutch and Flemish paintings. After the death of Dr Rusche ’s father, the late Egon Rusche, not only did he take on the management role of the company but also of the art collection as he started to add international contemporary artworks, enabling an interesting dialogue between the two genres.

Dr. Rusche goes down memory lane with Larry’s List, recounting collecting anecdotes with his father and explaining the impact Old Masters have on today’s contemporary art.

Dr Thomas Rusche, courtesy of Dr Thomas Rusche.
Dr Thomas Rusche, courtesy of Dr. Thomas Rusche.

 The Collection

You have a long-standing family history involved in the arts. Could you share with us how you got involved in the world of visual arts and what made you want to start collecting art?
I was born in a family who has been collecting art for generations and I must admit that I have never asked myself whether I had to start collecting. In this way, I feel like I was born a collector.

At what age do you believe you contracted the collecting disease?
When I was three years old. I accompanied my father for the first time to an art fair in Delft.

Do you have any anecdotes you want to share regarding your experiences in collecting art (challenges, proud moments…)?
When I was still in primary school, while I was buying old master prints with my own pocket money, my father, next to me, was buying Old Master paintings.

What was your first artwork? 
The first artwork I bought, after acquiring prints, was a watercolour with a naval coast theme by Andreas Achenbach.

How many pieces do you believe you possess today? 
I haven’t actually counted them in a long time.

Where do you display your artworks?
We live with the art and exhibit parts of the collection in a big range of museums in Germany, Europe and USA.

Have you ever sold any of your pieces? 
We have sold a few minor Old Masters but we have never sold any of our contemporary art pieces.

Courtesy of Dr Thomas Rusche.
Shown artworks are by Alicja Kwade, Jonathan Meese, Carina Linge and Marlene Dumas, courtesy of Dr. Thomas Rusche.
Courtesy of Dr Thomas Rusche.
Shown artworks are by Alicja Kwade, Marlene Dumas, courtesy of Dr. Thomas Rusche.
Courtesy of Dr Thomas Rusche.
Shown artworks are by David Lynch, Miriam Vlaming, Benjamin Bergmann, Andreas Blank, Andreas Golder, Slava Seidel, Oda Jaune, courtesy of Dr. Thomas Rusche
Shown artworks by Andrea Löfke, courtesy of Dr. Thomas Rusche

Shown artworks by Andrea Löfke, courtesy of Dr. Thomas Rusche

Have you ever presented your art collection publicly?
We often show parts of our collection in public exhibitions.

What is art collecting to you, and do you think art collectors have become a necessity in the conservation and development of culture? What are your thoughts on the role of the art collector in today’s society? 
Collecting art helps the individual to concentrate on what is important in life. Art collectors are preserving treasures of the past and of today for tomorrow.

Did your father happen to teach you the tricks of the trade from accompanying him to art fairs and auctions?
My father accompanied me to my first visits to art fairs and auctions until his much too early death in 1996 and explained me all the hidden secrets of the art market.

What was the best advice he gave you and which you still follow today? 
Never sell a piece which is close to your heart. Never stop buying, if you do you are dying.

Do you follow his collecting strategy?
In the world of Old Masters I do totally follow him focusing on the golden century of Netherlandish baroque paintings. The collection of Contemporary Art is hopefully not disturbing my father too much in his grave.

My research tells me you have been hosting salons since 2008, allowing a group of art-related people into your private residence in Berlin to view your collection and discuss significant issues related to the works and the art world. There has been an upsurge of salons even today from London to Paris to New York. What was your aim behind hosting salons and do you think its upsurge is due to people’s passivity when looking at art?
To understand life and art, human beings need to communicate with each other by exchanging ideas and arguments. This must not be within the format of a salon but a good glass of wine can help to open one’s mind and heart.

Do you think Old Masters still appeal to the public or art collectors, since Modern and Contemporary art seem to take centre stage with their stratospheric prices reached at auctions causing a higher presence in the press?
I do believe in the combination of both. A dialogue between Old Masters and Contemporary Art can give us a better understanding of questions we cannot answer. Solving tomorrow’s problems and challenges cannot happen without a deeper knowledge of our heritage and tradition. We often forget about the fact that we all are standing on the shoulders of giants.

Zofia Kulik, Alicja Kwade, Slava Seidel, Heribert C. Ottersbach, Andreas Blank, Stephan Balkenhol, Courtesy of Dr Thomas Rusche.

Zofia Kulik, Alicja Kwade, Slava Seidel, Heribert C. Ottersbach, Andreas Blank, Stephan Balkenhol, courtesy of Dr. Thomas Rusche.

Courtesy of Dr Thomas Rusche.
Shown artworks are by Andreas Blank, Andreas Golder, courtesy of Dr. Thomas Rusche.
Courtesy of Dr Thomas Rusche.
Shown artworks are by Neo Rauch, Rosa Loy, Arno Rink, Nicola Samori, Martin Eder & Dutch Paintings from the Seventeenth Century, courtesy of Dr. Thomas Rusche.
Shown artworks by Secret Stars*, Courtesy of Dr. Thomas Rusche

Shown artworks by Secret Stars*, courtesy of Dr. Thomas Rusche

SØR Rusche Collection

In what direction do you hope to develop the SØR Rusche Collection? Will you be focusing more on contemporary art? If so, which country more specifically? If not, why?
I will hopefully concentrate on adding more masterpieces from Old Masters as well as international contemporary art.

What is the aim of the Collection? 
To show the beauty and richness of Old Masters, and to lay down a path for new developing art in the 21st century.

Which artists does your Collection focus on in terms of the period, genre, and theme? 
We do not concentrate on specific artists but on the whole variety of Netherlandish baroque paintings and contemporary art.

Which contemporary artists do you have in your collection? 
I do not like this kind of name-dropping, as we do not collect names but artworks.

What is the focus of your collection in terms of the artists, the theme and genre?
We do not focus on any genre or topic but rather collect the whole variety of historical and religious paintings, landscapes, still life, portraits and paintings of daily life themes.

There are more and more private museums developing. Is it necessary today to have a private museum, in order to get the best artworks, for example?
We do not have or want to have a private museum. But we still believe that we have the chance to collect good artworks.

 Interview by Claire Bouchara

https://www.larryslist.com/

 

Eröffnung “Alles Wasser” in der Galerie Mikael Andersen

Photo by SØR

“Wasser” ein Sujet fasziniert die Kunst! Ein Dialog zwischen Niederländischen Meistern des 17. Jahrhunderts und zeitgenössischer Kunst in der Galerie Mikael Andersen Berlin.

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR 

Der Quell allen Lebens ist das Wasser. Gerade weil es ein so existenzielles Element ist, fasziniert es die Menschheit seit Jahrtausenden und lieferte schon immer reichlich Nahrung für die Mythologie, Poesie, Musik und die bildende Kunst.

 

 

Der menschliche Körper besteht aus einem überwiegenden Teil aus Wasser und 70 % der Erde sind mit Wasser bedeckt, den Ozeanen, Meeren, Seen und Flüssen. Gerade die Ambivalenz die uns das Meer assoziiert, auf der einen Seite die Ruhe, die Weite und Freiheit, auf der Anderen die unbeherrschbare Urgewalt, das Unergründliche und das Geheimnisvolle, polarisieren die Fantasie und den Pioniergeist des Menschen.

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR

Nur in der christlichen Religion wir das Meer von Gott beherrscht, Moses kann es teilen, Jesus darauf wandeln und die Kirche instrumentalisiert das Wasser als symbolisches Glaubens-Werkzeug für die Taufe.

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR

Als im 17. Jahrhundert die Macht der Kirche und des Adels abschwellt und die Aufträge der Hierarchen für Portrait- und Auftragsmalerei abnimmt, wenden sich die Künstler der Genremalerei zu und entdecken das Wasser als Sujet. Bedeutsam sind dabei die Vielzahl von entstanden Wasserstücken der Niederländischen Meister des 17. Jahrhunderts. Bis heute spielt das Wasser als Motiv eine wichtige Rolle. Die Urgewalt ist unberechenbar, lässt Luxusliner wie die Titanic sinken, überschwemmt als Tsunami ganze Küsten und reißt Menschen in den Tod. Die bizarre Gewalt befeuert die Faszination. Das Element Wasser darzustellen ist nicht nur eine technische Herausforderung, sondern bleibt nach wie vor ein Anliegen und Bedürfnis der Künstlerinnen und Künstler. Damals und heute.

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR

Die Ausstellung “Alles Wasser” in der Galerie Mikael Andersen widmet sich ganz diesem klassischen Sujet. Kuratiert wird die Ausstellung von dem Künstler Philip Grözinger, der in Zusammenarbeit mit Dr. Dr. Thomas Rusche, ausgewählte Positionen von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern und Werke der Niederländischen Meister des 17. Jahrhunderts aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin, in einen Dialog stellt. Ausstellungsdauer: 25. Mai bis 13. Juli 2012 Verlängert bis zum 25. August 2012

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR

Amelie & Philip Grözinger Photo by SØR

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR

Dr. Dr. Thomas Rusche Photo by SØR

Marcel Eichner Photo by SØR

Beza Photo by SØR 

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR

Mark Gisbourne Photo by SØR

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR

Thomas Rusche, Stefanie Hillich & Moritz Schleime Photo by SØR

Andrei Loginov Photo by SØR

Annette Weber Photo by SØR

Ausstellungs-Ansicht “Alles Wasser” Photo by SØR

Frederic & Stephanie von Dallwitz Photo by SØR

Mikael Andersen Photo by SØR

Künstler der Ausstellung “Alles Wasser”

http://www.mikaelandersen.com/berlin/exhibitions/current/

Keep an eye on…

Hardcover mit Schutzumschlag, 420 Seiten, 24 x 28,7 cm Photo by daab

Sie sind jung, inspirierend und irritierend. Sie überraschen und überzeugen. Sie sind unverwechselbar. Dennoch haben die 100 jungen Künstlerpersönlichkeiten, die der Daab Verlag in seinem neusten Buchprojekt „Rising“ präsentiert, eines gemeinsam: Ihr Werk weckt schon jetzt große Hoffnungen auf eine viel beachtete Position im Kunstbetrieb. Um es gleich vorweg zu nehmen: Natürlich ist die Auswahl subjektiv. Und es sei erlaubt, hier die Frage anzuschließen: Kann ein kleiner Ausschnitt aus der so vielfältigen jungen Kunstszene überhaupt objektiv sein? Nein! Und das hat das Kuratorium dieses Projektes bewusst in Kauf genommen, als es seine Auswahl festlegte. Glücklicherweise, denn dem angreifbaren Vorgehen ist ein außergewöhnliches Buch zu verdanken.

Sabrina Jung, Carrie, 17 x 12 cm, Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Herausgeber Olaf Salié und der Beirat, der die Künstlerauswahl begleitete, sind bestens vertraut mit den so unterschiedlichen Positionen zeitgenössischer Kunst: Alexandra Wendorf, Chefredakteurin von „Junge Kunst“, die Galeristen Dr. Rupert Pfab und Thomas Rehbein, der Sammler Dr. Dr. Thomas Rusche, der Unternehmer und Mitbegründer der Kirschenpflücker e.V. Fritz Conzen, der Künstler, Designer und Kurator Mike Meiré sowie Gérard Goodrow, der ehemalige Direktor der Art Cologne, gehören dazu. Letzterer zählt auch zum Autorenteam, so wie die Kunsthistoriker Rebecca Maria Jäger, Thomas W. Kuhn, Sabine Elsa Müller und Julia Ritterskamp. Das Vorwort in Rising schrieb Prof. Harald Falckenberg. Organisatorisch und redaktionell betreut wurde das Projekt von der erfahrenen Kölner Lektorin Christiane Blass. Sie alle haben ihre Kenntnisse und ihr Urteilsvermögen eingebracht.

Mitja Ficko, Mirror, 100 x 65 cm, Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Shannon Finley, Violet Execution, 60 x 50 cm, Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herausgekommen ist ein Kompendium über Persönlichkeiten und Positionen aller künstlerischen Disziplinen, die man buchstäblich im Auge behalten sollte. Diese jungen nationalen und internationalen Künstler haben alle einen Bezug zu Deutschland. Und ihr gestalterischer Wille, ihre Ernsthaftigkeit sowie ein spannendes, relevantes Werk verdienen publizistische Aufmerksamkeit. Unter ihnen sind sowohl sehr junge, noch unbekannte Absolventen der Akademie, als auch solche Künstler, die bereits Erfolge zu verzeichnen haben. Dieser Spannungsbogen war den Mitwirkenden wichtig, um die Bandbreite auszuloten, die unterschiedlichen Positionen miteinander in Beziehung zu setzen und so einen möglichst aussagekräftigen Blick auf die aktuelle Kunstszene zu werfen. Die Publikation ist eine Watchlist – unverzichtbar für Kunstinteressierte, Sammler, Galeristen und Kuratoren. Unbeeinflusst von jeglichem Hype schlägt sie eine Schneise in die nahezu unüber- schaubare, lebendige und faszinierende Welt junger Kunst am Rande der etablierten Szene. Hier finden sich alphabetisch geordnet äußerst beeindruckende Persönlichkeiten, deren Werke ein breites Spektrum der bildenden Kunst abdecken. Ob abstrakt oder figürlich, ob bunt oder monochrom, anregend, impulsiv, provokant oder verträumt, sie alle eröffnen dem Betrachter neue Perspektiven. Das zurückgenommene Design von Mike Meiré lässt den Arbeiten den Raum, den sie benötigen, um dem Betrachter das Eintauchen in die Welt junger Kunst zum Vergnügen zu machen.

Julius Hofmann, Walderdbeere, 18 x 24 cm, Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

 

Martin Galle, Schein, 40 x 30 cm, Courtesy of SØR Rusche Collection Oelde/Berlin

http://daab-shop.com/featured-products/rising.html