Archive for Januar, 2015

Multicolore – David Schnell und das Kaschmir Label Andrea Fenzi zu Gast bei SØR

Maria Teresa Scalmana (Andrea Fenzi), Peter Kemper und Mario Roberti (Andrea Fenzi)

Maria Teresa Scalmana (Andrea Fenzi), Peter Kemper und Mario Roberti (Andrea Fenzi)

Die Sonne Italiens scheint eine höchst inspirierende Wirkung auf Modemacher und Kunstschaffende zu haben. Diesen Eindruck gewann man eindeutig, als es zum 7. Mal hieß: ,,Kleidungskultur trifft Kunst” in der  Berliner Repräsentanz  SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin. Extra aus dem italienischen Brescia angereist waren Dottore Cesare Ferrari, Maria Teresa Scalmana und Dottore Mario Roberti, die Macher und Kreativköpfe von dem Kaschmir-Label Andrea Fenzi. Als weiteren Ehrengast empfang Thomas Rusche den Künstler David Schnell. Der Maler begeisterte zuletzt im vergangenen September, mit seiner Ausstellung ”Particolare”, in der Galerie Eigen + Art Berlin. Die dort gezeigten Werke entstanden hauptsächlich während Schnells einjährigem Stipendium in der Villa Massimo in Rom. Die sublime Leuchtkraft seiner Bilder reflektieren die lebendige Farbigkeit der Landschaften und Städte Italiens. Und schaut man sich die Kollektion von Andrea Fenzi an, scheinen die Farben des Landes mit dem edlen Kaschmirgarnen regelrecht zu verschmelzen und den Träger zum Strahlen zu bringen. Grazie bella Italia…

Dottore Cesare Ferrari (Andrea Fenzi) im Gespräch mit Eva Kreissl (Schneiders)

Dottore Cesare Ferrari (Andrea Fenzi) im Gespräch mit Eva Kreissl (Schneiders)

Ein Werk von David Schnell aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Ein Werk von David Schnell aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

 

Titus Schade, Jonas Burgert, Moritz Schleime und Lutz

Titus Schade, Jonas Burgert, Moritz Schleime und Lutz

Gastgeber Thomas Rusche im Gespräch mit Christian von Daniels (van Laack)

Gastgeber Thomas Rusche (rechts) im Gespräch mit Christian von Daniels (van Laack)

Birgit Dieker, Martin Kobe und Dr. Hans-Werner Schmidt (MDBK)

Birgit Dieker, Martin Kobe und Dr. Hans-Werner Schmidt (MDBK)

Prof. Teixeira Coelho Netto (aus Sao Paulo) & Terza de Arruda

Prof. Teixeira Coelho Netto (aus Sao Paulo) & Terza de Arruda

Der Künstle rDavid Schnell (rechts)

Der Künstler David Schnell (rechts)

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Andrea Fenzi:

Aktuelle Kampagne Andrea Fenzi

Aktuelle Kampagne Andrea Fenzi

Mit zwei Nähmaschinen, Mut und Leidenschaft

Als Erstes fällt auf, wie leicht er ist, beinahe schwerelos. Ein typischer Kaschmirpullover von Andrea Fenzi wiegt kaum mehr als ein Hemd, ist kleinmaschig gewebt, aber dennoch robust. Auch die elastischen, weichen Merinopullover der kleinen, aber feinen Manufaktur im italienischen Städtchen Visano, etwa 30 Kilometer südwestlich des Gardasees, sind zum Wohlfühlen gemacht. DerTrend zu kuscheligem Strick überdauert Jahreszeiten und Moden, und die feinen Strick-Kollektionen von Andrea Fenzi stehen für die hohe Kompetenz der Firma in Strick- und Wirkwaren.

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Ester Tononi und Mario Ferrari gründeten das Textilunternehmen zu Beginn der 1960er-Jahre, ausgestattet mit zwei handbetriebenen Nähmaschinen, einer Menge Mut, viel Fantasie und vor allem der Passion für Strick. Noch vor den italienischen Händlern haben sich die deutschen für die flauschigen Kaschmirpullover und Merinostrickwaren interessiert. 1966 präsentierte Mario Ferrari deshalb seine erste Kollektion in München. Er schwor sich, nicht eher wieder nach Hause zu fahren, bevor er nicht eine Liste potenzieller Kunden zusammengetragen hätte. Ein Jahr verging – dann trudelten die ersten Bestellungen ein. Auf einem der Orderscheine stand: 93.000 Pullover, fertigzustellen in drei Monaten. „Wir hatten damals allerdings nur Kapazitäten für 3.000 Pullover pro Monat“, erinnert sich der Firmenchef. Also stellte die Familie Ferrari kurzfristig alle Näherinnen an, die sie im Umkreis der Manufaktur finden konnte.

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Sie lieh sich Geld von Banken und holte die Rohmaterialien mit ihrer kleinenroten „Bianchina“ von Fiat persönlich in den Fabriken ab. Der Einstieg in die Branche gelang. Seither werden in Visano Kaschmirprodukte allererster Güteproduziert und weltweit am Luxusstrickmarkt vertrieben.Bald schon fertigten Commendatore Mario Ferrari, seine Frau Ester Tononi und ihr Sohn Dottore Cesare Ferrari für den internationalen Markt mit den Ländern USA, Russland, China, Korea, Hongkong und Japan. „Um in dieser Liga anzukommen, haben wir auf unsere Intuition gehört und hart gearbeitet“, sagt Mario Ferrari. Heute gehört Andrea Fenzi, die Manufaktur der Familie Ferrari, zur Firmengruppe Doratex, eines der modernsten Unternehmen Europas mit über 300 Beschäftigten und einem Kreativteam, das stets auf der Suche nach den neuesten Trends ist. Neben den High-Quality-Erzeugnissen aus Kaschmir und Merino bestehen mittlerweile 50 Prozent der Andrea-Fenzi-Kollektion aufgrund der großen Nachfrage aus Europa, Amerika, dem Mittleren Osten und Asien aus Poloshirts, T-Shirts und Sweatshirts. Im klassischen Stil verbinden sie neue Schnitte mit modischen Farben und modernen Details. In jedem Pullover stecken über 50 Handarbeitsschritte. Die Liebe zum Detail, das Streben nach Verbesserung von Qualität und Passform sowie die unermüdliche Suche nach neuen Stilen sind einzigartig. Die Familie Ferrari fertigt schon in dritter Generation nach diesen Kriterien und unterzieht ihre Marke Andrea Fenzi klar definierten Richtlinien: Nur Garne weltbester Kaschmirerzeuger kommen zum Einsatz. Sie werden akribisch genau auf Qualität geprüft, auf eigene, speziell ausgerichtete Garnspulen übertragen und dann auf neuesten computergesteuerten Strickmaschinen zu feinsten Strickwaren verarbeitet. Der Zuschnitt, die Konfektionierung und die Kontrolle jedes einzelnen Teils erfolgt von Hand, ganz gleich ob es sich um den klassischen Herren-Pullover handelt, der oft als Ergänzung zum Businessoutfit getragen wird, oder um die Herren-Freizeitbekleidung.

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Die Marke Andrea Fenzi ist aber nicht nur bekannt für ihre Kaschmirprodukte. Weltweit gibt es eine Fangemeinde für die verschiedenen „Reiskorn“-Artikel, auch Perlfangmuster oder „grana di riso“ genannt. Das besondere Maschenbild, das auf alten Stoll-Maschinen aus den 1920er-Jahren entsteht, liefert eine einzigartige Elastizität. Die Reiskorn-Pullover und -Pullunder sind meistens aus australischer Merinowolle hergestellt und stehen ebenfalls für Exklusivität à la Andrea Fenzi. Dieser italienischen Eleganz können sich nur wenige entziehen.

http://www.andreafenzi.com/

http://www.eigen-art.com/index.php?article_id=92&clang=0

http://www.soer.de