Archive for März, 2014

IQ+Berlin – lässiger Luxus aus der Hauptstadt

Der perfekte Parka! IQ+Berlin Sommer Parka mit bunten Seiden Lining, Photo by IQ+Berlin

Ein Modelabel in einem Club zu gründen, ist in Berliner Nächten gewiss keine Besonderheit. Es dann aber tatsächlich durchzuziehen und umzusetzen, verebbt zumeist schon in der tags darauf folgenden Katerstimmung.

Nicht so bei IQ+Berlin – obwohl Carsten Scheer und sein Designteam das Label in der legendären Bar 25 gründeten, bewiesen sie schnell, das IQ+Berlin nicht einfach nur eine Wodka-Shot Idee war. Seit drei Jahren hält das Berliner Brand den Erfolgskurs, mit steigender Tendenz. In den Anfängen stand eindeutig der Parka im Fokus bei IQ+Berlin. Er gehört zur Grundausstattung der Berliner (egal ob waschecht oder zugezogen), ihn zu vervollkommnen war Scheers Anliegen. Und es ist ihm gelungen – coole Schlichtheit in olivgrün mit Applikationen und Funktionen die ihre Relevanz, aber auch eine ganz eigene Raffinesse haben und letztendlich mit einer durch und durch ausnahmslosen Qualität. So entstand der perfekte Parka, der Lässigkeit und Luxus vereint. Münchner Modelle mit Strassverzierungen oder kunterbunt bestickte Varianten aus Hamburg, wurden seitdem in der Hauptstadt nur noch mit einem hämischen Grinsen auf die Ausverkaufs-Flächen verbannt. Doch IQ+Berlin beließ es nicht bei einem Erfolgs-Modell – Jacken, Trenchcoats, Blazer, Blousons und Blusen gehören heute genauso zum Sortiment wie die beliebten Parkas.

Two in One! Parka samt light down Weste. Photo by SØR (Lars Beusker)

Sommer Parka mit Kordelzug und Asia Seiden Lining, Photo by SØR (Lars Beusker)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die aktuellle Spring/Summer 2014 Kollektion hält sich mit aufwendigen Details zurück und spielt dafür mit liebevoll bedruckten Innenfuttern aus Seide, die bei umgeschlagenen Ärmeln oder geöffneten Jacken fantasievolle Akzente bescheren. Dezente Lederapplikationen zaubern kleine Highlights auf die Hauptfarben Oliv und Marineblau. Natürlich muss man auch im Sommer nicht auf den geliebten Parka verzichten. Das Olivgrün schmeichelt einem sonnengeküssten Teint, die hochwertige leichte Baumwolle ist ein optimales Pendant zu Seide und Sommer Cashmere und krönt jeden Look mit einer herrlichen casual Note. Maritim á la Berlin - Der Dip Dye-Look in den Tönen Shades of Indigo und Oliv verleiht Parka-Jacken eine ozeanische Brise  und perfektioniert einen Surfer/Segler Look.

Berliner Lässigkeit - Spring/Summer Collection 2014, Photo by IQ+Berlin

Die Schnitte sind lässig und durch einen Kordelzug in der Taille variabel. Bei den Herren lanciert der Two in One Parka zum Must Have – Parka und light down Weste in einem Kleidungsstück bieten zahlreiche Variationsmöglichkeiten bei Wind und Wetter. Das Berliner Label hat mit dieser Kollektion mal wieder ein echtes Glanzstück abgeliefert und vereint darin die Attribute die für Berlin so typisch sind: Authentizität, Urbanität, Unabhängigkeit überzogen mit einem Hauch von Luxus –   IQ+Berlin verbindet den lässigen Stil der Hauptstadt mit einzigartiger Hingabe zum Design.

urban outdoor luxury item - olivgrüne Baumwolle trifft auf edle Seide mit floralen Prints, Photo by IQ+Berlin

http://www.iqfashion.de/

https://shop.soer-online.de/

Dieser Hut steht Ihnen verdammt gut! Liebevoll gefertigte Kopfbedeckungen von Ellen Paulssen aus Aachen

Bast-Hut von Ellen Paulssen aus der Sommerkollektion 2014, Photo by Ellen Paulssen

Ein rosa Basthut, mädchenhaft geschmückt mit gewebten Ripsbändern, bunten Stoffblumen und silbernen Ankerbroschen. Ein Veloursfilzhut mit leichtem Glanz aus weichem Hasenhaar, besetzt mit Federbüschel und Enzian-Anstecker. Oder eine sportlich-lässige Herrenhutform, gezogen aus mit Leopardendesign bedruckten Stumpen, verziert mit Vichykaroschleife und einer silbernen Hutnadel. Die Hutkreationen von Ellen Paulssen sind alles andere als durchschnittlich. Jede gewalkte Mütze, jeder Hut ist ein kleines Kunstwerk aus ungewöhnlichen Materialkombinationen und gewagten Details. Seit 1991 fertigt die Hutmacherin in ihrer Aachener Manufaktur handgemachten Kopfschmuck, der im Gedächtnis bleibt. Gemeinsam mit ihrem Mann Volker Lauven, der die Geschäfte leitet, und elf Mitarbeitern kreiert sie mittlerweile rund 12.000 Modelle pro Jahr – und das keinesfalls maschinell. „Jedes Modell wird in traditioneller Handwerkskunst von Hand gezogen, gedämpft, modelliert und genäht“, sagt Ellen Paulssen und pinnt ein Laufstegfoto mit einem behüteten Modell an ihre Inspirationswand im Atelier.

Mood Board im Atelier von Ellen Paulssen, Photo by Ellen Paulssen

Bast und Stroh Hüte aus der aktuellen Ellen Paulssen Kollektion, Photo by Ellen Paulssen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kreativräume sind Teil eines Altbaus mit modernem Anbau im Landschaftsschutzgebiet der Aachener Soers, einen kurzen Spaziergang vom berühmten Dom entfernt. Hier wohnt sie und tüftelt zugleich mit ihrem Team an zwei Kollektionen pro Jahr. Da wundert es nicht, dass die Atmosphäre geradezu familiär anmutet. Dennoch verliert Ellen Paulssen die Mitbewerber und die eigenen ehrgeizigen Ziele nie aus den Augen. Sie hat sich darauf spezialisiert, Hüte und Mützen aus einem Guss herzustellen, indem sie die Materialien aus Stumpen und Capelines aus Stroh und Filz zieht – ein Verfahren, das hohen Tragekomfort ohne drückende Nähte verspricht. Das Wichtigste bei einem Hut ist schließlich die bequeme Passform.

Impressionen aus der Werkstatt von Ellen Paulssen, Photo by Lars Beusker

Bereits ihre ersten Kollektionen präsentierte Ellen Paulssen auf verschiedenen Avantgardeschauen. Dabei entstand auch der Kontakt zum Designteam von Wolfgang Joop, für den sie bald darauf Hüte für Kollektionen und Defilés entwarf. Auch Top-Designer wie Sônia Bogner, Joseph Janard, Annette Görtz, Luis Trenker und Toni Gard zeigten ihre Mode mit Ellen-Paulssen-Hüten. Namhafte Einzelhändler wie Beck und Lodenfrey in München, Schnitzler in Münster, SØR, Bailly Diehl in Frankfurt a. M. und Eder in Kitzbühel führen seit Jahren ihre Modelle. Kopfschmuck ohne Exzentrik Mittlerweile konzentriert sich Ellen Paulssen auf die Expansion der eigenen Marke. Je nach Saison stapeln sich dann im Atelier winterlich wärmende Modelle aus flauschigem Melousine, einer zotteligen Filzart, „die nicht so fein gemacht aussieht“, und aus matterem Woll-Schurfilz mit dicken Fellbuscheln, langen Fasanenfedern und immer wieder alten Stocknägeln. Mit den bonbonbunten Miniansichten von Orten und Sehenswürdigkeiten wie Salzburg, Kitzbühel, dem Kölner Dom oder der Loreley schmückten Wanderer früher ihre Spazierstöcke.

Ellen Paulssen Hüte mit den typischen Applikationen, Photo by Ellen Paulssen

„Die kleinen Plaketten sind der Renner, da flippen die Kunden total aus“, freut sich Ellen Paulssen. Einen weiteren Trend schuf sie mit sogenannten Hut-Mützen: Der Kopfputz wird aus gewalktem Strick zugeschnitten und geformt und fühlt sich weich wie eine Mütze an. Ein großes Herbstthema sind die „Oktoberfest-Hüte“ mit witzigen Vintage-Ansteckern wie Ma.krügen, Edelweiß und Brezeln. „Wir haben Lust am Spiel mit Details“, sagt Ellen Paulssen und hält ein lila Modell hoch, an dem gleich ein halbes Dutzend Anstecker blitzen. Bei aller verspielten Kreativität ist sie bei der Qualität kompromisslos: „Fast spießig sorgfältig“ sei sie bei der Auswahl der Materialien und der Fertigung perfekter Formen für den bestmöglichen Tragekomfort.

RTL Exclusiv Moderatorin Frauke Ludowig ist Ellen Paulssen Fan, Photo by Ellen Paulssen

Im Sommer gehören Hüte mit Schatten spendendem, manchmal fransigem Rand aus Panama-Stroh, gehäkeltem Raffia oder grünlichem Seegras von den Philippinen zu den beliebtesten Modellen. Damit sie nicht kratzen, unterlegt Ellen Paulssen die Naturmaterialien mit knallfarbenem, durchschimmerndem Viskosestroh. Im Unterschied zu den exzentrischen Kreationen, wie sie beispielsweise der Londoner Hutmacher Philip Treacy für die Mode-Elite zu Großereignissen wie der Hochzeit von Prinz William und Herzogin Kate designte, fertigt die Aachener Designerin „Hüte für jeden Tag“. Sie entwirft sie für Frauen „die sich schmücken, schützen, stylen, behüten und belohnen wollen“. Die Bindungen, die Kunden zu ihren Hüten aufbauen, scheinen jedenfalls stark zu sein: „Ab und zu bekommen wir verzweifelte Emails von Kunden, die ihren Hut oder ihre Mütze in irgendeinem Taxi liegen gelassen haben“, erzählt Ellen Paulssen und lächelt. „Dann fertigen wir ihnen den Hut aus der vorletzten Saison eben einfach noch einmal!

Ellen Paulssen im Gespräch mit der SØR Redaktion:

Wie würden Sie Ihre aktuelle Frühjahr/Sommer Kollektion beschreiben?

In der Sommerkollektion 2014 ist Transparenz und Leichtigkeit das vorherrschende Thema. Grob gehäkeltes Seegras lässt Licht und Farbe fießen. Bunte Ripsbänder setzen Akzente und die kleinen Details, wie Knöpfe mit Motiven vom Eiffelturm bis zum bayrischen Pärchen machen Freude.

Wovon lassen Sie sich für Ihre Kollektionen inspirieren?

Inspiration ist unendlich im Alltag zu finden. …….überall. Jede Art von Kunst ist inspirierend. Ob Malerei , Architektur, Musik oder Theater/Film. Doch der kreativste Input ist das Unlogische , nicht Artverwandte.

Sie arbeiten mit hochwertigen Materialien, welche sind das und woher beziehen Sie jene ?

Wir arbeiten mit Sisol einer sehr feinen, millimeterbreiten Art von Sisal. Dies hat einen natürlich matten Glanz. Auch mit  Visca, einem hoch glänzendes Viscosegeflecht, arbeiten wir gerne. Beide Materialien sind federleicht und auf Naturbasis. Geflochten wird es in China, gefärbt in Italien. Verarbeitet wird es ausschließlich in unserer Manufaktur in Deutschland.

Bis in die 1960er Jahre, war es ganz üblich und gehörte zur Etikette, das eine gut gekleidete Dame auch Hüte als natürliches Element in ihrer Garderobe führt. Warum hatte sich das danach verändert und wie stehen Frauen heute zu Hüten?

Das hängt ganz stark mit der Bewegung der 68iger zusammen. Alles was zu Establishment gehörte haben die Frauen abgelehnt. Heute gibt es in dem Sinne keine Etikette mehr. Heute gibt es guten Stil oder Style und da gehört der Hut unbedingt dazu. Es gibt kaum ein Kleidungsstück, mit dem man so stark den Stil betonen kann, als mit der richtigen Kopfbedeckung.

Wie würden Sie die Frauen beschreiben die Ihre Kollektionen tragen?

Froh, selbstbewust, die sich mit guter Mode jeden Tag verschönt. Die meisten Modisten gibt es wahrscheinlich in

Frankreich oder England. Warum haben Sie sich für Aachen entschieden?

Aachen ist meine Heimatstadt. Ich bin hier geboren und aufgewachsen. Ich schätze die geografische Position im Dreiländereck, die Universität mit Ihren Studenten und besonders die Menschen hier sehr. Die Nähe zu Holland und Belgien ist toll. Wir leben in der Euregio miteinander ohne Grenzen. Das gibt mir viel kreativen Freiraum.

Bei Ihnen entstehen alle Kollektionen in feinster Handarbeit in Ihrer Manufaktur. Industriell gefertigte Ellen Paulssen Hüte, könnten Sie sich das jemals vorstellen? 

Unsere Manufaktur in Aachen steht neben unserem Wohnhaus, in dem ich mit meinem Mann,  unseren beiden Kindern und Borderterrier wohne. Wir sind ein wahres Familien Unternehmen. Mein Mann Volker Lauven führt die Geschäfte, ich kümmere mich um das Design. Der Hund liegt im Korb im Atelier und lässt sich gerne streicheln. Die Atmosphäre ist geschäftig und familiär. Die Produktion wird von den Mitarbeiter im Team eigenständig organisiert. Jeder gibt sein bestes und alle sind ein Teil im kreativen Produktionsprozess und stolz auf das hochwertige Ergebnis.

Hut in Action. Bei Ellen Paulssen wird alles von Hand gefertigt. Photo by Ellen Paulssen

 http://www.ellenpaulssen.de/index.php/de/

https://shop.soer-online.de/WOMAN/ACCESSOIRES/2/

Colmar – von der Skipiste auf den Catwalk

Colmar Originals Spring/Summer 2014 Campaign. Photo by Colmar Originals

In der Frühjahr/Sommer 2014 Kollektion des italienischen Sportswear-Labels Colmar Originals treffen federleichte und innovative Materialien auf durchdachtes Design mit exotischen Mustern und fröhlichen Farben. Die hyperlight Daunenjacken und Westen ergänzen jedes Outfit mit einer Portion Lässigkeit und spenden an Frühlingstagen oder in kühlen Sommernächten angenehme Wärme.Auch wenn die Kollektionen von Colmar Originals durch die körpernahen Schnitte und mit frechen Kreationen verführen, stehen die Materialien und Funktionen im Mittelpunkt. Kein Wunder, denn seit den 1930er Jahren ist Colmar Produzent von Skibekleidung. 

Sommer-Dauenjacke im Denim Look, Photo by Colmar

Federleichte Sommer-Daunenjacke von Colmar, Photo by Colmar

 

Fröhliche Farben in der Colmar Originals Kollektion, Photo by Colmar

1923 gründete Mario Colombo eine Fabrik zur Herstellung von Gamaschen und Arbeitsbekleidung für Bergmänner in Monza. Dank der ersten Skipioniere, die ihre Arbeitsanzüge in Skioutfits umfunktionierten, entwickelte sich die Fabrik von Mario Colombo in kürzester Zeit zu einem der ersten Hersteller von Skibekleidung – Colmar war geboren. Schon bei den Premieren der großen Skiturniere in Kietzbühel und Wengen in den 1930er Jahren sausten die Sportler mit professionellen Colmar-Outfits über die Pisten und Schanzen. In den 1960er Jahren entwickelte Colmar die ersten Daunenjacken und elastische Skihosen. 

Seit 1930 ist Colmar Spezialist für Alpin-Sport, Photo by Colmar

Viele olympische Teams und Springer errangen in den letzten 50 Jahren ihre Medallien im Colmar-Skianzug. Noch heute stattet Colmar Weltcupteams und herausragende Athleten wie den Gesamtworldcupsieger Ivica Kostelic aus Kroatien aus. Gemeinsam mit Jon Olsson aus Schweden, dem Liebling der Freestyle-Skiszene, kreierte Colmar gerade die Linie Jon O., um auch junge Alpinisten für sich zu begeistern.

Gesamtweltcupsieger Ivica Kostelic, Photo by Colmar

Freestyler Jon Olsson präsentiert seine Colmar Kollektion, Photo by Colmar

 

 

 

 

 

 

 

 

In den Colmar Originals Kollektionen lässt das Label all sein Wissen und die Innovationen aus dem Profisport einfliessen, kombiniert die Entwürfe jedoch mit hohen modischen Ansprüchen und aktuellen Trends, um ein breites Publikum anzusprechen. Und dies mit großem Erfolg! Die Items vertragen sich hervorragend mit den angesagten Denims, Chinos und Shorts. Als absolutes Must-Have dieser Saison gelten bei den Damen die schmalen Steppjacken mit Ethno-Mustern. Die Designer von Colmar Originals ließen sich dabei von den mexikanischen Urwäldern und der Ornamentik der Inkastämme inspirieren.

Welcome to the jungle! Colmar Originals Steppjacke im Ethno Look, Photo by Colmar

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den leichten fröhlichen Stepp-Daunenjacken von Colmar Originals kann man im Frühling und Sommer mit der gleichen Selbstverständlichkeit begegnen, wie es mit Cashmere längst der Fall ist. Nur, dass sie noch viel mehr Spass machen!

 http://blog.colmaroriginals.it/en/

http://www.colmar.it/

https://shop.soer-online.de/