Archive for Mai, 2012

Floris Van Bommel: Tradition & Punk

Floris Van Bommel Photo by Belaid le Mharchi

Floris Van Bommel ist immer einen Schritt voraus. Noch bevor ein Trend zum Trend wird, hat der 37jährige ihn schon längst entdeckt – genau das macht seine innovativen Kollektionen so einmalig und fast schon revolutionär. Er ist der kreative Kopf bei dem niederländischen Traditions-Schuhersteller van Bommel, mit seinen beiden Brüdern Reynier und Pepijn leitet er das Familienunternehmen in der 9. Generation, welches auch Hoflieferant des Niederländischen Königshauses ist. Wir trafen Floris Van Bommel zum Interview und Fotoshooting in einer Berliner Tapas Bar. Diese Tapas Bar ist allerdings keine x-beliebige, sondern sie gehört dem Schauspieler Daniel Brühl und heißt “Bar Raval”. Damit hat sich der Film Star, der übrigens ein halber Spanier ist, einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Original spanische Küche, eine große Auswahl an Weinen, im puristischen Look und das Ganze in Berlin Kreuzberg. Floris van Bommel trinkt am liebsten Bier!  Der sympathische Niederländer trägt ein T-Shirt von der schwedischen Punkband Refused, eine lässige Jeans und natürlich Turnschuhe aus der eigenen Kollektion und offenbart ganz ungeahnte Seiten von sich:

Floris in Ihrer aktuellen Kampagne sind Sie gemeinsam mit Daniel Brühl zu sehen, wie war das Shooting mit ihm?

Ich war doch recht fasziniert von dem Leben eines Stars (lacht). Als wir uns das erste Mal trafen war uns klar, dass wir auf der gleichen Wellenlänge sind. Wir hören die gleiche Musik, ich mag seine Filme und er mag es das wir seit 1734 Schuhe machen. Er ist echt cool. Ich finde es auch bemerkenswert, dass ein so erfolgreicher Star wie Daniel so natürlich und entspannt geblieben ist. Es hat großen Spass gemacht mit ihm zu arbeiten. Und so war es auch kein steifes Fotoshooting. Der Fotograf Thomas Rabsch hat uns einfach eine Nacht lang begleitet wie Daniel und ich durch die Kölner Club Szene streifen.

Floris van Bommel & Daniel Brühl Photo by Thomas Rabsch

Sie sind sonst eher ein zurückhaltender Mensch der nicht auf jeder Party rumspringt oder in den Klatschspalten diverser Magazine zu finden ist, sehen Sie da auch Parallelen zwischen sich und Daniel?

Also ich schätze diese Zurückhaltung an Daniel sehr. Über mich selber zu urteilen finde ich schwierig, aber natürlich mache ich einfach mein Ding und ich lasse mich nicht fremdbestimmen, weder im Job noch im Privatleben. Es gibt weitaus wichtigere Dinge, wofür man seine Popularität einsetzen sollte.

Genau da sind wir beim nächsten Thema, Sie haben gemeinsam mit Daniel Brüh einen Sneaker entworfen?

Genau, der Charity Sneaker. Der Erlös eines verkauften Paares geht zu 100% an die deutsche Aidsstiftung für das Projekt Dream. Dieses Projekt setzt sich in Afrika dafür ein, das HIV positive Mütter ihre Babys nicht bei der Geburt oder in der Stillzeit mit dem Virus infizieren. Daniel ist ein internationaler Star, der schon gemeinsam mit Stars wie Clive Owen, Brad Pitt, Jane Fonda oder Lady Judy Dench vor der Kamera stand. Und wenn man wie Daniel seine Popularität für den guten Zweck einsetzt, ist das bestens, denn man gewinnt dadurch Aufmerksamkeit. Ich denke es ist sehr wichtig, das Leute die in der Öffentlichkeit stehen, auch was bewegen und sich für Hilfsorganisationen und Andere einsetzen.

Charity Sneaker by Floris Van Bommel & Daniel Brühl

Sie sind gelten auch sonst als sehr sozialer Mensch der gerne hilft oder?

Die meisten Leute denken doch ein Engagement für Charity Projekte sei letztendlich nicht mehr als einen Tropfen auf dem heißen Stein. Ich persönlich sehe das ganz anders; wenn jeder Mensch sich mehr in Hilfsprojekten engagieren würde oder aufmerksam durchs Leben geht und einfach mal mit anpackt, sei es bei den Nachbarn oder bei Bedürftigen, dann wäre dieser Planet ein Paradies.

Neben Ihrem Beruf Designer sind Sie auch noch Musiker, stimmt das?

Na ja, ich würde mich eher als Amateur beschreiben, es ist mehr oder weniger ein Hobby. In meiner Band spiele ich Gitarre. Manchmal singe ich oder spiele auch Schlagzeug, aber nur im Studio wenn wir mal ein paar Songs aufnehmen.

Wie würden Sie den Stil Ihrer Musik beschreiben und welche Bands haben Sie inspiriert?

Wir machen Rock Musik! Angefangen hat bei mir alles mit Pearl Jam, da war ich noch sehr jung, doch die haben mich quasi über Musik aufgeklärt. Heute höre ich vieles Rock-, Punk- und Indipendent- Musik.

Floris Van Bommel Photo by Belaid Mharchi

Sie stammen aus einer sehr traditionellen Familie mit einem Stammbaum der bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht, würden Sie sich als Rebell der Familie bezeichnen? 

Nur weil ich Rockmusik höre und gerne Bier trinke? Ich ziehe jeden Tag frische Klamotten an, kann mich gut ausdrücken und mache meine Arbeit. Nein, ein Rebell bin ich bestimmt nicht.

Das Floris Van Bommel Design hebt sich sehr von anderen Kollektionen ab. Spielt dabei die Musik als Inspirations-Quelle eine Rolle?

Auf jeden Fall, schließlich macht die Musik den größten Teil meines Privat Lebens aus. Aber ich reise auch sehr viel und gehe mit offenen Augen durch das Leben, dabei stoße ich immer wieder auf Dinge, die ich dann in die Arbeit einfließen lasse. Zum Beispiel war ich gerade einige Zeit in den USA, da habe ich extrem viele Eindrücke sammeln können. Rockfestivals in Kalifornien, die Wüste von Nevada, die Geschichte der Goldgräber in Sacramento oder der Indianer in Colorado, aus all dem schöpfe ich Ideen für Farben, Formen, Prints oder Applikationen.

Wie wird die Herbst/Winterkollektion bei Floris Van Bommel aussehen?

Wer gefallen an der letzten Kollektion gefunden hat, wird die Neue auch mögen, es ist eine Art Weiterentwicklung. Bei der Casual Kollektion sieht man dann auch welchen Einfluss das Amerika um 1850 genommen hat, derbes gebürstetes Leder, goldene vintage Effekte, die Form ist angelehnt an die typischen Boots und Stiefel dieser aufregenden Ära. Gebürstete Materialien sind grundsätzlich ein großes Thema. Aber auch stark glänzende Leder, sehr gentlemen-like mit starkem Antique-Effekt. Die Sneaker haben wir für den Winter mit gedeckten Farben und warmem Fellfutter angepasst. Aber natürlich wird es auch wieder Überraschungen geben, die einen wesentlichen Unterschied zu anderen Sneakerbrands machen. Aber das wird noch nicht verraten.

Floris van Bommel Herbst/Winter 2012

 

Floris Van Bommel Herbst/Winter 2012

Floris Van Bommel Herbst/Winter 2012

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie sind Vegetarier, ist das nicht ein wenig paradox im Zusammenhang mit dem Material mit dem Sie arbeiten?

Ja, dass hört sich erstmal komisch an, aber die Tiere werden getötet weil Menschen ihre Fleisch essen wollen. Wegen des Leders werden keine Rinder und Kälber geschlachtet. So benutze ich den Abfall der vom Fleischkonsum übrig bleibt. Aber ich will nicht den Moralapostel spielen, denn auch Vegetarier zu sein ist nicht viel besser. Für Käse zum Beispiel benötigt man Milchkühe, werden jedoch Bullen geboren, werden diese einfach getötet weil sie für die Milchproduktion wertlos sind. Es ist also auch nicht wirklich korrekt Vegetarier zu sein. So ist es mit allen Dingen im Leben, es gibt auch immer die Kehrseite. Wenn wir bei jedem unserer Schritte und Handlungen über die Konsequenzen nachdenken, werden wir immer etwas entdecken was vielleicht nicht in Ordnung ist.

Wenn man touristisch an die Niederlande denkt fällt einem als erstes Amsterdam ein, aber es muss ja noch mehr geben was eine Reise wert ist?

Also Amsterdam ist schon richtig cool, aber Rotterdam auch und nicht zu vergessen Utrecht, viel kleiner aber echt sehenswert.

Ok, aber welches ist denn Ihr Lieblingsort?

Zuhause! Meine Heimatstadt Tilburg, Touristen gibt es dort nicht so viele, aber es ist richtig schön dort, tolle Plätze und echt coole Bars (lacht).

Floris Van Bommel vor der Bar Raval Photo by Belaid le Mharchi

 

http://www.florisvanbommel.com/en/ 

http://www.barraval.de/

http://soer.de/

http://www.belaidlemharchi.de/

Eröffnung “Alles Wasser” in der Galerie Mikael Andersen

Photo by SØR

“Wasser” ein Sujet fasziniert die Kunst! Ein Dialog zwischen Niederländischen Meistern des 17. Jahrhunderts und zeitgenössischer Kunst in der Galerie Mikael Andersen Berlin.

Ausstellungs-Ansicht "Alles Wasser" Photo by SØR

Ausstellungs-Ansicht "Alles Wasser" Photo by SØR

Der Quell allen Lebens ist das Wasser. Gerade weil es ein so existenzielles Element ist, fasziniert es die Menschheit seit Jahrtausenden und lieferte schon immer reichlich Nahrung für die Mythologie, Poesie, Musik und die bildende Kunst.

 

 

Der menschliche Körper besteht aus einem überwiegenden Teil aus Wasser und 70 % der Erde sind mit Wasser bedeckt, den Ozeanen, Meeren, Seen und Flüssen. Gerade die Ambivalenz die uns das Meer assoziiert, auf der einen Seite die Ruhe, die Weite und Freiheit, auf der Anderen die unbeherrschbare Urgewalt, das Unergründliche und das Geheimnisvolle, polarisieren die Fantasie und den Pioniergeist des Menschen.

Ausstellungs-Ansicht "Alles Wasser" Photo by SØR

Nur in der christlichen Religion wir das Meer von Gott beherrscht, Moses kann es teilen, Jesus darauf wandeln und die Kirche instrumentalisiert das Wasser als symbolisches Glaubens-Werkzeug für die Taufe.

Ausstellungs-Ansicht "Alles Wasser" Photo by SØR

Als im 17. Jahrhundert die Macht der Kirche und des Adels abschwellt und die Aufträge der Hierarchen für Portrait- und Auftragsmalerei abnimmt, wenden sich die Künstler der Genremalerei zu und entdecken das Wasser als Sujet. Bedeutsam sind dabei die Vielzahl von entstanden Wasserstücken der Niederländischen Meister des 17. Jahrhunderts. Bis heute spielt das Wasser als Motiv eine wichtige Rolle. Die Urgewalt ist unberechenbar, lässt Luxusliner wie die Titanic sinken, überschwemmt als Tsunami ganze Küsten und reißt Menschen in den Tod. Die bizarre Gewalt befeuert die Faszination. Das Element Wasser darzustellen ist nicht nur eine technische Herausforderung, sondern bleibt nach wie vor ein Anliegen und Bedürfnis der Künstlerinnen und Künstler. Damals und heute.

Ausstellungs-Ansicht "Alles Wasser" Photo by SØR

Die Ausstellung “Alles Wasser” in der Galerie Mikael Andersen widmet sich ganz diesem klassischen Sujet. Kuratiert wird die Ausstellung von dem Künstler Philip Grözinger, der in Zusammenarbeit mit Dr. Dr. Thomas Rusche, ausgewählte Positionen von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern und Werke der Niederländischen Meister des 17. Jahrhunderts aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin, in einen Dialog stellt. Ausstellungsdauer: 25. Mai bis 13. Juli 2012 Verlängert bis zum 25. August 2012

Ausstellungs-Ansicht "Alles Wasser" Photo by SØR

Ausstellungs-Ansicht "Alles Wasser" Photo by SØR

Ausstellungs-Ansicht "Alles Wasser" Photo by SØR

Amelie & Philip Grözinger Photo by SØR

Ausstellungs-Ansicht "Alles Wasser" Photo by SØR

Dr. Dr. Thomas Rusche Photo by SØR

Marcel Eichner Photo by SØR

Beza Photo by SØR

Ausstellungs-Ansicht "Alles Wasser" Photo by SØR

Mark Gisbourne Photo by SØR

Ausstellungs-Ansicht "Alles Wasser" Photo by SØR

Thomas Rusche, Stefanie Hillich & Moritz Schleime Photo by SØR

Andrei Loginov Photo by SØR

Annette Weber Photo by SØR

Thorleif Griess-Nega & Philip Grözinger Photo by SØR

Ausstellungs-Ansicht "Alles Wasser" Photo by SØR

Frederic & Stephanie von Dallwitz Photo by SØR

Mikael Andersen Photo by SØR

Künstler der Ausstellung "Alles Wasser"

http://www.mikaelandersen.com/berlin/exhibitions/current/

“Eros & Thanatos” Bilder einer Ausstellung und Pressestimmen

Photo by SØR

 

Bilder der Finissage und der Präsentation der Publikation “Eros & Thanatos” vom 02. Juni 2012

http://www.lubok.de/

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Die folgenden Links beinhalten Artikel über die Ausstellung Eros & Thanatos:

http://www.art-magazin.de/kunst/51267/sammlung_rusche_leipzig

http://www.kunst-magazin.de/liebe-und-tod-in-leipzig/

Eros & Thanatos Ausstellungseröffnung 28. April 2012

Photo by SØR

 

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Die Ausstellung “Eros & Thanatos” war bis zum 02. Juni 2012 in der Baumwollspinnerei Leipzig zu Gast.

Werkschau Halle 12

Baumwollspinnerei Leipzig

Wir bedanken uns ganz herzlich bei all denen, die dazu beigetragen haben, dass diese Ausstellung so ein Erfolg geworden ist. Ein ganz besonderer Dank geht an Prof. Dr. Ullrich und seine Studentinnen und Studenten der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, die diese Ausstellung kuratiert haben. Ein weiteres großes Dankeschön richtet sich an die Baumwollspinnerei Leipzig und die SpinnereiGalerien für ihr Engagement und ihre Unterstützung, sowie Herrn Dr. Hans-Werner Schmidt vom Museum der Bildenden Künste in Leipzig. Nicht zu vergessen; Claudia Gehre, Uwe-Karsten Günther, Josef Filipp und Jochen Hempel.