All posts in Brevier

Der SØR Business-Anzug

SØR Anzug Traditionsweberei Reda (seit 1865) aus Biella in Italien, 2-Knopf, hochwertiges Innenfutter in der Farbe Braun, Super 110's, 100% Schurwolle   http://shop.soer-online.de/MAN/SAKKOSANZUEGE/SOR-Anzug_16642.html?c=36

SØR Anzug, feinstes Tuch aus der Traditionsweberei Reda (seit 1865) aus Biella in Italien, 2-Knopf, hochwertiges Innenfutter in der Farbe Braun, Super 110′s, 100% Schurwolle
http://shop.soer-online.de/MAN/SAKKOSANZUEGE/SOR-Anzug_16642.html?c=36, Foto Lars Beusker

Es brodelt in der Fashionszene. Wer die Entwicklung der Menswear verfolgt, merkt, dass sich die Schwerpunkte verlagern: Mode für Herren gewinnt zunehmend ­­­­an Bedeutung. Das Stilbewusstsein der Männer wächst. Sie legen immer größeren Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild. Und zwar in so hohem Maße, dass internationale Top-Designer wie Stella McCartney erste Menswear Linien lancierten und die Weltmarken Burberry und Tom Ford Männer- und Frauenmode gemeinsam in einem Defilee präsentierten. Umso wichtiger ist es, dass sich das wohl bedeutendste Kleidungsstück des Herrn, der Anzug, diesen hohen Ansprüchen entspricht. SØR hat das neue Selbstbewusstsein und die damit verbundenen Bedürfnisse an die Herrenmode als eine der ersten High-End-
Marken erkannt. Das Ergebnis: mehr denn je heißt es für die SØR-Mode in Premium-Qualitäten: absolute Meisterschaft in allen Disziplinen, vom Zuschnitt bis zum Annähen der Knöpfe.
lb__9749
FEINSTE TUCHE
Wussten Sie, dass die luxuriösen Tuche der SØR-Anzüge aus Italiens bedeutendsten Traditionswebereien stammen? ­­So genießt Loro Piana seit 1812 einen hervorragenden Ruf als Spezialist für Schurwolle und Kaschmir. Ebenso herausragende Stoffqualitäten liefern die Familienunternehmen Barberi und Cerruti, berühmt für ihre strengen Garnfeinheitskriterien, die Sakkos Glanz, Glätte und Griffigkeit verleihen.
lb__9754
PERFEKTER SITZ
Für den perfekten und komfortable konzipierten SØR Sitz sorgen erfahrene Schnittmeister. In der Herbst-Winter-Saison lassen sie das Revers etwas schmaler werden. Sakko und Blazer-Silhouetten, am liebsten in Zwei-Knopf-Varianten, bleiben schlank. Blau in all seinen Abstufungen bleibt die wichtigste Farbe.
Der neue SØR Anzug aus dem Weber-Hause Reda in Italien besticht durch sein modernes Glencheck in Grau mit blauem Überkaro und wird zum center piece Ihrer Garderobe!
lb__9752
Die SØR Qualitätsmerkmale
* meisterhafte Verarbeitung
* sorgfältiger Zuschnitt
* kleine Nahtstichfolgen
* innen so sorgfältig wie außen verarbeitet
* exakte Passformgenauigkeit
* luxuriöse Oberstoffe weltbester Webereien
* atmungsaktive Futter und Einlagen
* echte SØR Knöpfe aus Büffelhorn
* praktische Innentaschenausstattung
* bequeme Schulter
* exakte Halspasse
* Armloch mit angenehmer Bewegungsfreiheit
* schlanke Silhouette
* großer Tragekomfort
* aufwendige Dressurarbeiten
* fachgerechtes Formbügeln
* Hose mit Flatfront
* französische Taschen
* AMF-Steppung am Tascheneingriff
* Bauchspanne am Schlitzuntertritt
* runde Bundverlängerung
Seit 60 Jahren dient SØR der Kleidungskultur und steht für höchste Qualität und exzellente Beratung. Foto, Lars Beusker

Erfahren Sie alles über das SØR Businesshemd hier: http://www.kleidungskultur-soer.de/?p=2511, Foto Lars Beusker

 

http://shop.soer-online.de/MAN/

Parka – die Winter-Helden

Der Daunen-Parka Berni mit Finnraccoon von Schneiders Salzburg, Photo by Schneiders

Ende 1990 zog der Parka als Dauergast in die Kleiderschränke der Modebewussten Deutschen ein. Nicht nur das der Parka kleidsam ist, er ist auch äußerst praktisch, wetterfest und wohlig wärmend – selbst bei extremen Minusgraden. Ein Kleidungsstück welches zu einem guten Freund wird. Schon bei den ersten herbstlichen Laubfärbungen manövriert man ihn sicherheitshalber nach ganz vorne an die Kleiderstange. Und sollte der treue Begleiter auch schon einige Blessuren davongetragen haben, so sind es doch meist gute Erinnerungsmale. An (erlebte) Nordpol-Expeditionen oder die Teilnahme am Miljoonaplikki Eisangeln in Finnland, werden beim Anblick ihres Parkas wahrscheinlich nur sehr wenige denken, doch auch der urbane Träger steht dank seines kleidenden Kälteschutzes, winterlichen Abenteuern siegessicher gegenüber. Eisig kalte Abende in der Schlange der Theaterkasse können ihm nichts anhaben und am Glühweinstand auf dem Weihnachtsmarkt, blickt er nur mitleidig in die Runde der bibbernden Jäckchen- und Mäntelchen-Träger und schmiegt dabei zufrieden seine Wange an das Fell des Kojoten, Waschbären oder Webepelz, das seine Kapuze umrandet. Vielleicht konnte sogar ein Gentleman seinen Arctic Parka um die Schultern einer fröstelnden Dame legen und somit nicht nur ihr Herz erwärmen. Allerdings weiß sich die kluge und stilsichere Frau, gegen Kälte selbst zu helfen, dank der knielangen und taillierten Modelle erlangt das legere Kleidungsstück eine Portion feminine Raffinesse. Der Winter kann kommen, Ihr Parka freut sich schon!

Daunenparka Anouk mit Finnraccoon von Schneiders Salzburg, Photo by Schneiders

Der Parka in der Kleidungskultur

Seinen Ursprung hat der Parka wie auch der Anorak bei den Inuit. In Inuktitut “parqaaq” bedeutet übersetzt soviel wie ”Hitze aus dem Ofen” oder ”Hitze der Sonne”. Das traditionelle Kleidungsstück der Inuit bestand hauptsächlich aus zusammengenähten Robben- oder Rentierfellen und sicherte das Überleben in der arktischen Kälte. Mit dem Aufkommen des von Ehrgeiz gezeichneten Pioniergeistes verschiedener Nationen, arktisches Festland und die Pole zu entdecken, brachten Expeditionsteams Mitte des 19. Jahrhunderts den “Parquaaq” mit nach Europa und in die USA. Das Militär erkannte die Funktionalität des Parkas und ließ ihn aus derber Wolle, fester Baumwolle oder aus dem 1940 aufkommenden Nylon, für ihre Truppen anfertigen.

Gant Wetterschutz Parka mit Webpelz und Teddyfell, Photo by SØR

1960 entdeckte die aufkommende Jugendbewegung der “Mods” das Kleidungsstück für sich. Eigentlich sollte der Parka nur als Schutzkleidung dienen, damit die maßgeschneiderten Anzüge während der Fahrt mit dem Motorroller nicht beschmutzt werden. Letztendlich wurde der Parka ein Markenzeichen der ganzen Bewegung. Der Mods Parker war aus olivgrüner oder dunkelblauer Baumwolle, mit herausnehmbaren Futter, einer Kapuze mit oder ohne Fellrand, knielang mit typischen Fishtail. In den 1970er Jahren avanciert der deutsche Bundeswehr-Parka bei Kriegsgegnern und Studentengruppen zum Symbol der Antihaltung, gegenüber der aufrüstenden Staaten. In den 1980ern wird es ruhiger um den Parka, kantige Schnitte und extreme Schulterpolster, haben ihn aus den Kleiderschränken verdrängt. In der Zivilbevölkerung sieht man ihn zu dieser Zeit nur noch bei Filmcrews am winterlichen Aussenset oder bei Outdooraktivisten.

IQ+Berlin Parka mit Kaninchenfell-Futter und Kojotenfell-Kragen, Photo by IQ+Berlin

Mitte der 1990er erfolgt das Revival, weder als politisches Statement, noch als reines Funktionskleidungsstück; der Parka wird zum Luxus-Outdoor-Objekt. In Cortina oder St. Moritz präsentiert man sich mit gigantischen Sonnenbrillen und Parka mit bombastischen Pelzbesatz an der Kapuze. Neue Materialien wie Mikrofaser oder Teflon, Gore-Tex und Thinsulate, verdrängen Baumwolle und Wolle. Seitdem ist der Parka fester Bestandteil in den Winterkollektionen namenhafter Designer und Brands, wie Woolrich, Gant, Peutery, Schneiders, Dolomite, Canada Goose, IQ+Berlin, Bogner und Barbour.

Interview mit Dr. Dr. Thomas Rusche:

Hat der Parka das Zeug zum Klassiker?

Er ist ein Klassiker! Ein Klassiker im Bereich Sportswear. Der Schnitt hat sich in den letzten 70 Jahren kaum verändert; knielang oder hüftlang, gerader Schnitt, Taillierung durch Tunnelzug, geräumige Taschen im Beckenbereich, sowie kleine Schubtaschen für die Hände im Rippenbereich. Abnehmbare Kapuze entweder mit Pelz wie Koyote und Fuchs oder Fake Fur. Teilweise mit herausnehmbaren Innenfutter, verdeckten Armbündchen, knielange Modelle meist mit Fishtail. Nur die Materialien sind heute häufig synthetisch, dafür aber auch widerstandsfähiger gegenüber der Kälte

In welchen Kombinationen sollte man den Parka tragen?

In erster Linie trägt man den Parka in der Freizeit und da kombiniert man ihn rustikal, zum Beispiel zur Cordhose, Flanell-Karo-Hemd und Chelsea Boot. Mit Jeans, Cashmere Pullover und Mokassins, erlangt man einen casual sportiven Look. Es ist heute auch sehr angesagt, den Parka mit Business Anzügen zu crossen, in der Sprortswear verhält es sich nicht so streng mit dem Kanon. Doch auch in Business Kombinationen, sollte der Parka in klassischen Farben getragen werden, wie Beige, Oliv, Marine oder Schwarz.

Dann kann man sozusagen beim Parka keinen Fauxpas machen?

Zu offiziellen Anlässen sollte man den Parka lieber im Schrank lassen. Ein Cut, Stresemann oder Smoking in Kombination mit einem Parka, ist stilistisch äußerst problematisch. Für offizielle Anlässe sollte der stilsichere Mann einen Frack- oder Chesterfield-Mantel wählen.

Parka von Peuterey mit Waschbärfell-Kragen, Photo by SØR

www.soer.de

www.schneiders.com/de/

www.iqfashion.de

 

Die Hose

Cordhosen von Regent Photo by Lars Beusker

Formen

Generell unterscheidet man zwei wichtige Hosenformen: mit oder ohne Bundfalten. Aufgrund ihres bequemen Schnitts ist die Hose mit ein oder zwei Bundfalten sehr beliebt.

Für die Weite der Hosenbeine empfiehlt sich eine zeitlos gültige Variante von rund 3/4 der Schuhlänge.

Ein weiters Hosen-Detail sind die Taschen. Anzughosen haben üblicher Weise zwei, Einzelhosen eine Gesäßtasche. Da der Herr bei offiziellen Anlässen auf Armbanduhren verzichtet und zur Taschenuhr greift  empfiehlt sich bei formellen Hosen eine zusätzliche Uhrentasche.

Als Erfinder des Hosenaufschlags gilt der spätere König Edward VII., der beim betreten eines vom Regen durchweichten Golfplatzes seine Hosenbeine hochkrempelte. Seit dieser Zeit verleiht der Umschlag der Hose eine sportliche Note.

Flanellhosen von Regent Photo by Lars Beusker

Offizielle Hosen mit Aufschlag sind deshalb ein echter Fauxpas. Die Hose mit Umschlag gehört grundsätzlich zu Kombinationen (Pullover, Sportsakko, Blazer), Sportanzügen, aber auch zu Zweireihern. Der Hosenaufschlag ist rund 3-4 cm breit; nicht allzu groß gewachsene Herren sollten eine schmalere Variante wählen oder ganz auf den Umschlag verzichten, denn er verkürzt optisch die Beinlänge.

Material

Reine Schurwolle ist ein natürliches, edles Grundmaterial für tragefreundliche Hosen.

“Cool Wool” ist das Warenzeichen für leichtgewicht Stoffe aus reiner Schurwolle.

“Super 100″ ist eine besonders feine Wollqualität für den Sommer. Hosen aus “Super 100″ haben   angenehm kühlende Trageeigenschaften.

Schurwoll Tuch, Photo by SØR

“Super 120″ ist die Feinheitsangabe für Garne erstklassiger Qualität. Die Stärke der Wollfaser wird in Mikron gemessen. Eine niedrige Mikronzahl signalisiert eine sehr feine Faser. Bei “Super 120″ liegt die Wollfaserstäke bei 16,5 bis 17 Mikron. Aus dieser Qualität entstehen sommerlich leichte Stoffe.

“High Performance” ist der Markenname für besonders hochgezwirnte, feine Wollware. “High Performance” ist besonders hochgezwirnte, feine Wolleware. “High Performance” ist besonders strapazierfähig, knitterunempfindlich und kühl.

“Three-Ply”: Drei Fäden aus feinster, langstieliger Merinowolle werden miteinander verzwirnt, zu einem Garn von größter Elastizität und Strapazierfähigkeit. So entstehen gleichzeitig ungewöhnlich feine wie strapazierfähige Tuche, die dem Wunsch nach korrekter und leichter Business-Kleidung gerecht werden.

Tweed ist ein typisch melangefarbiges Material mit kräftigen Noppen oder Stichelhaaren als Effekt. Echter Harris Tweed ist nach der gleichnamigen schottischen Insel benannt.

Tweedhose von SØR Photo by SØR

Mohair ist das lange, feine und stark glänzende Edelhaar der Angoraziege, das als Beimischung verwendet wird. Wichtige Merkmale des Mohairs sind Glanz, eleganter Fall und körniger Griff.

Flanell ist ein klassischer Stoff für Herrenhosen. Der weiche schmiegsame Griff entsteht durch das Walken feiner Merinowolle.

Flanell Tuch Photo by SØR

Panama ist eine leichte Abwandlung der Leinwandverbindung und verleiht Stoffen eine besonders interessante Oberfläche. Bei dieser speziellen Webart kreuzen sich jeweils zwei Kette- und Schussfäden. Die so entstehende würfelförmige Struktur wird als Panama bezeichnet.

Sommerfresko ist Schurwolle im Sommergriff. Es ist ein leinwandbindiges Gewebe aus reiner Schurwolle für sommerlich leichte Hosen. Sommerfresko erhält durch hochgezwirnte Garne eine poröse, leicht strukturierte Oberfläche, die sich durch hohe Strapazierfähigkeit, einen luftig-kühlen Griff und angenehmen Tragekomfort, auch an heißen Tagen, auszeichnet.

Baumwolle ist hautsympathisch, fein, luftdurchlässig und wird für sommerliche, sportive Hosen verarbeitet.

Moleskin auch “Englischleder” genannt ist ein kräftiger unifarbener Baumwollstoff mit einer weichen Oberfläche die wie Wildleder oder Samt wirkt. Dieser Stoff wurde in den letzten Jahrzehnten hauptsächlich bei der Herstellung von Militär- oder Berufsbekleidung verwendet. Heute, erfährt  Moleskin ein Revival und wird in den Herbst und Winterkollektionen zu Hosen, Mänteln und sportiven Sakkos verabeitet.

Moleskin Tuch Photo by SØR

Cord ist ein stark geripptes Baumwollgewebe in unterschiedlichen Farben. Je nach Rippenbreite unterscheidet man zwischen Fein- oder Breitcord.

Denim, aus diesem besonders strapazierfähigen gekörperten Baumwollstoff schneiderte der gebürtige Franke Levi Strauss Ende des 19. Jahrhunderts in den USA zu erstenmal Arbeiterhosen mit Gürtelschlaufen und äußerer Doppelkappnaht. Traditioneller Bestandteil der nun knapp 140 Jahre alten Jeans, jener klassischen indigoblauen Freizeithose, ist die fünfte, kleine Tasche in der vorderen rechten Hosentasche. Sie ist für Kenner das eindeutige Signal, eine originale Five-pocket-Jeans in den Händen zu halten.

Five Pocket Jeans von SØR Photo by Lars Beusker

Leinen zeichnet sich durch eine effektvolle Gewebestruktur und den charakteristischen Garnverdickungen aus. Leinen ist ein sommerliches, kühlendes Material, das fein knittert.

Leinen Tuch Photo by SØR

Farben und Dessins

Die klassische graue Flanellhose ist die perfekte Ergänzung zum Club-Blazer und passt farblich auch zu jedem Sportsakko. Natürlich sind auch braune, blaue oder grüne Unimelangen möglich, aber weniger offiziell. Ein weiterer “Klassiker” ist die unifarbene Baumwollhose als Begleiter von Sportsakko, Blouson und Pullover. Beige Baumwollhosen können mit allen Farben kombiniert werden. Dezent karierte Hosen in gedeckten Farben, wie z.B. “Black Watch”, trägt man zu sportiven Sakkos. Bunte Karos, wie z.B. bei den Golf-Hosen, kombiniert am besten mit einem unifarbenen Pullover oder einem Blouson.

Blackwatch Tuch

 Historie

Hosen oder “Beinkleider” sind bereits seit der Bronzezeit bekannt. Von Kelten und Normannen werden uns kniekurze Hosen mit separaten Beinwickeln überliefert. Perser, Chinesen und Mongolen trugen die wadenlange Hose als Zeichen des Krieges. Ganz anders bei den Griechen der Antike: dort galt die Hose als barbarisch. Im Europa des 15. Jahrhunderts trägt der Herr Beinlinge; oberschenkellange Hosen und Strümpfe, die mit einem Strumpfband am Knie festgehalten werden.

Im 15. und 16. Jahrhundert sind die Hosenformen besonders phantastisch. In der höfischen Kleidung ist die voluminöse ´spanische` Pumphose beliebt; oberschenkellang, aus wertvollem Stoff und dick gepolstert. Im 17. Jahrhundert wird die Mode wieder schlichter: Erkennungszeichen der Revolutionäre ist die ´Pantalon`, eine ´bäurische`, knöchellange , gerade geschnittene Hose. Seit dieser Zeit heißen die Freiheitskämpfer auch Sansculoten (ohne Kniehosen).

Aus der Pantalon entsteht um 1820 in Deutschland die lange Herrenhose. Sie durchläuft mehrere Modewechsel: mal länger, mal kürzer, eng anliegend oder mit weiten, trompetenartigen Hosenbeinen.

Um 1900 ganz neu: die Bügelfalte. Als der Prinz von Wales 1886 bei einem Derby erscheint, gibt es eine kleine Modesensation – trägt er doch zu seinem seidenen Gehrock eine graue Hose, In die bis zum Spann des Lackstiefels eine lange Falte hineingebügelt ist!

http://shop.soer-online.de/MAN/G-RTEL-ACCESSOIRES/S-R-Brevier-Kleidungskultur.html

http://www.regent-tailor.de/

http://www.hiltl.de/deu/index.php

http://www.scabal.de/

Das Binden von Krawatten und Schleifen

Die Mutter aller zeitgenössischen Krawattenknoten ist der Four-in-hand. Ausweis seiner Eleganz ist die kleine Falte unterhalb des Knotens: Dazu steckt man den Zeigefinger beim Zuziehen von unten in den Knoten! Weiterlesen →

Materialien und Dessins der Krawatte

Krawatten aus reiner Seide sind für den anspruchsvollen Herrn selbstverständlich. Der Charme einer Seidenkrawatte wird durch keine Synthetikfaser erreicht. Seide schmückt, ist geschmeidig weich und zugleich von ausreichender Widerstandsfähigkeit, um die Krawatten-form zu halten. Die Farbnuancen sanft glänzender Seide sind ohnegleichen. Interessante Materialien entstehen aus der Mischung von Seide und Wolle…

Weiterlesen →

Historie der Krawatte

Soldat des Kaiser Seih Huang-ti

Die früheste kostümgeschichtliche Überlieferung für “Krawattenträger” ist belegt  durch Thronfiguren aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. sie zeigen Soldaten des chinesischen Kaisers Seih Huang-ti, Weiterlesen →

Kleine Einführung in das Brevier…Thomas Rusche über Kleidungskultur…

Brevier

Kleidungskultur beginnt mit der Frage: “Wie kleide ich mich wozu?” Dieser kulturelle Kleidungsanspruch steht dem Modediktat diametral gegenüber. Die Tyrannen der Mode erklären im hektischen Wechsel unterschiedliche Extreme zum “Muss”. “In” und “out” sind beliebte Vokabeln des Modediktats. Kleidungskultur hingegen sucht mit Aristoteles die tugendhafte Mitte zwischen den modischen Extremen der Weiten und Breiten. Jenseits der wechselnden Extreme entspricht die Kleidungskultur dem jeweiligen Anlass und dem persönlichen Stil des Menschen. Anlassgerechte Kleidung ist keine Frage des Alters, sondern des persönlichen Anspruchs. Hat der Mensch die kulturelle Dimension der Kleidung erkannt, wird er sich ihre verpflichtet fühlen und selbst Kleidungskultur schaffen wollen. Ein jeder Mensch ist eine Persönlichkeit und für jede Persönlichkeit gibt es einen vollkommenen Kleidungsstil. Habe ich meinen Kleidungsstil gefunden, gibt es keinen Grund, ihn zu wechseln, sondern nur unterschiedliche Anlässe, meinen Stil zu vaiieren und kulturell auszuformen.

Kleines SØR Brevier der Kleidungskultur

Mit diesem “SØR Brevier der Kleidungskultur” kann erstmals eine kleine Enzyklopädie der internationalen Kleidungskultur vorgelegt werden, die sich der zeitlosen Gültigkeit des guten Geschmacks verpflichtet fühlt. Möge dieses Organon dem gültig gekleideten Herrn als Ratgeber zu Seite stehen.

Oelde im Januar 2012, Dr. Dr. Thomas Rusche                                                                                                                                                                                                                

Das kleine SØR Brevier der Kleidungskultur erschien erstmals 1991. Die englische Übersetzung verdeutlicht, dass es Dr. Dr. Thomas Rusche, als einer von wenigen Autoren gelungen ist, mit seinem Werk auch im Heimatland des Anzugs Beachtung zu finden.

Dr. Dr. Thomas Rusche, geboren 1962 in Oelde Münsterland, ist Geschäftsführender Gesellschafter der SØR Rusche GmbH, promovierter Wirtschaftswissenschaftler, promovierter Philosoph und Kunstsammler. Die einzigartige und umfangreiche SØR Rusche Sammlung Olede/Berlin stellt Niederländische Meister des 17. Jahrhunderts, wie  z. B. Abraham van Beyeren, Jan van Goyen und David Teniers, in den Dialog mit zeitgenössischen Werken von Martin Eder, Neo Rauch, Jonas Burgert und Jonathan Meese. Thomas Rusche war viele Jahre lang Präsident und Vizepräsident des Weltverband der Herrenausstatter (IMG-International Menswear Group). Neben dem Kleinen SØR Brevier der Kleidungskultur verfasste Thomas Rusche auch Literatur zu den Themen Wirtschaftswissenschaften, Philosophie und Ethik in der Wirtschaft.

,,In diesem Sinne ist mein Studium Generale des Lebenswerten und Lebens-wichtigen. Das steht für mich über allen, ob es die Philosophie ist, die Kleidungs-kultur, die Kunst oder die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge.” (Thomas Rusche, Quelle: indipendant collectors)

Radio Bremen Interview mit Thomas Rusche vom 25. Juni 2012

http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/gespraechszeit/audio90346-popup.html

Dr. Dr. Thomas Rusche Photo by Lars Beusker

http://www.soer.de