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Stil-Tipps von Thomas Rusche – Wie Mann sich im Sommer kleidet

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Immer stilsicher – Thomas Rusche der SØR Inhaber und Stil-Experte weiß bis ins kleinste Detail um die Bedeutung der Kleidungskultur. Foto Lars Beusker

Die Sommermonate locken uns mit luftigen und aufregend bunten Outfits auf die Straßen. Im Business sollte man allerdings berücksichtigen, dass der klassische Dresscode keine Ferien kennt. Besonders wenn man auf dem Finanzmarkt arbeitet oder in Kunden-gesprächen sein Unternehmen repräsentiert. Wie man sich bei hohen Temperaturen auch im Job adäquat kleidet und wie man die angesagten Sommer-Trends am besten in der Freizeit kombiniert, verrät uns SØR Inhaber und Stil-Experte Thomas Rusche!

SØR: Welche Stoffe/Materialien eignen sich besonders für die Sommermonate?

Thomas Rusche: Leinen, Baumwolle und leichte cool-wool Qualitäten sind während der Sommer-Monate die perfekte Wahl. Auf synthetische Materialien sollte man am besten verzichten.

SØR: Welche der genannten Materialien sind auch für Business-Looks im Büro geeignet und welche ein absolutes No-go?

Thomas Rusche: Leinen hat leider die Angewohnheit leicht zu knittern und das wirkt im Job schnell etwas nachlässig. Leichte Wollmaterialien und Baumwolle sind somit die sichere Wahl. Bequemere Alternativen können beispielsweise Hemden aus feinem Jersey sein. Anzüge sollten aus leichten aber hochwertigen Wollqualitäten bestehen. Wer als Akteur auf dem Finanzmarkt agiert oder sein Unternehmen in Kundengesprächen repräsentiert, sollte auch im Sommer gedeckte Farben wählen und sich dem klassischen Dresscode unterordnen. Vertrauen entsteht durch Kleidung, die den Rollenerwartungen gerecht wird. Kleidung entscheidet mit darüber, wessen Rat ich traue und wem ich mein Geld anvertraue. Eine Maxime, die in der Kleidungskultur für alle Jahreszeiten gilt.

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Richtig angezogen im Büro oder bei Kunden-Meetings: SØR Anzug in Blau, ein weißes SØR-Hemd mit farbigen Ausputz, feine Seidenkrawatte mit Schmetterlingsmotiv und rahmengenähte Schuhe von Floris van Bommel. Foto Lars Beusker

SØR: In der vergangenen Sommer-Saison lag der Knöchel des Herren bei den Hosenlängen frei. Setzt sich dieser Trend fort oder verändert sich diesbezüglich etwas?

Thomas Rusche: Dieser Trend setzt sich auch in dieser Saison fort. Es werden weiterhin Hosen getragen die den Knöchel zeigen und die Fußweite bleibt eher schmal.

SØR: Darf der Knöchel auch im Büro gezeigt werden? Womit der Träger dann ja auch auf einen Strumpf verzichtet. Ist das im Job erlaubt?

Thomas Rusche: Es kommt immer auf das Umfeld an. Ist der Arbeitgeber eine Bank oder eine Anwaltskanzlei, sollte man einen klassischen Hosenschnitt wählen und Strümpfe in den Schuhen tragen. Jedoch in Unternhemen mit einem gelockerten Dresscode, darf Mann auch etwas Haut am Fuß zeigen.

Die schmale SØR Hose mit Bundfalten, ist aus einem kühlen glatten Baumwollstoff und dezent kariert. Besonders schön wirkt  wenn man sie bis zum Knöche umschlägt und mit feinen Loafern oder weißen Sneaker kombiniert. Foto Lars Beusker

Die schmale SØR Hose mit Bundfalten, ist aus einem kühlen glatten Baumwollstoff und dezent kariert. Besonders schön wirkt es, wenn man sie bis zum Knöchel umschlägt und mit feinen Loafern oder weißen Sneaker kombiniert. Foto Lars Beusker

SØR: Welche Schuhe eigenen sich besonders für diesen Look?

Thomas Rusche: Ein feiner Loafer oder Rahmengenähte Schuhe passen gut ins Büro. Bei nicht ganz so warmen Temperaturen kann man schöne sommerliche Akzente setzen, in dem man farbige Stümpfe wählt.

SØR: Und in der Freizeit?

Thomas Rusche: Sneaker passen eigentlich immer, aber auch Bootsschuhe oder Mokassins sind prädestiniert für knöchellange Hosen. Wer nicht auf etwas Stoff im Schuh verzichten möchte und Füßlinge oder kurze Sneakersocken wählt, sollte darauf achten das sie auf keinen Fall hervorluken und das schöne Bild des sommerlichen Looks verunstalten.

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Der SØR Slipper aus weichem Wildleder in Braun passt perfekt zu den knöchellangen Hosen oder zu Bermudas. Foto Lars Beusker

SØR: Bermudas sind diesen Sommer ein Trend. Allerdings etwas enger als gewöhnlich. Wie kombiniert man diese Hosen? Und sind sie ausschließlich in der Freizeit tragbar?

Thomas Rusche: Bermudas oder Shorts sind ganz klar nur in der Freizeit angesiedelt. Gerade der neue schmale Schnitt und die fröhliche Farbpalette lässt sie noch sportlicher erscheinen.

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Der Sommer-Trend: Schmaler Bermuda-Short von MMX in einem knackigen Gelb. Foto Lars Beusker

SØR:Wer sollte sie tragen und wer sollte lieber auf den klassischen großzügig geschnittenen Bermuda ausweichen?

Thomas Rusche: An sich kann sie jeder tragen – von jung bis alt… Jedoch sollte man sich bewusst sein, dass der Schnitt etwas figurbetonter ist. Man sollte sich in seiner Haut also wohlfühlen.

SØR: Immer wieder trifft man auf Herren, die sich in schmal geschnittene Chinos oder Slim-Jeans pressen, obwohl sie aufgrund ihrer Figur eher zu großzügigen Schnitten tendieren sollten. Wie berät man solche Kunden, bzw. wie rät man ihnen ab?

Thomas Rusche: Grundsätzlich gilt: jeder so, wie er mag! Doch sollten wir nicht vergessen das Kleidung unsere zweite Haut ist, und sie bildet sich durch eine innere Einstellung und einem äußeren Schein. Dabei entwickeln wir ein feines Gespür für Authenzität, für eine Kleidung die von Innen heraus strahlt. Nur wer sich in seiner zweiten Haut wohlfühlt hat eine glaubwürdige Ausstrahlung. Und wenn sie zwickt oder uns in der Bewegungsfreiheit einschränkt, werden wir den ganzen Tag von einem Unwohlsein begleitet und somit auch von einer negativen Ausstrahlung. Ein guter Verkäufer sollte dem Kunden auch immer einen geeigneten Schnitt präsentieren und anbieten. Wenn der Kunde diese dann erstmal anprobiert, versteht er oft selbst, dass der großzügigere Schnitt besser passt und zu einer positiven Ausstrahlung verhilft.

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Das ultimative Urlaubs-Outfit: kurzärmeliges SØR Hemd aus einem strukturierten Baumwoll-Jersey, SØR Bermuda in der Trendfarbe Rot. Dazu passen wunderbar die SØR Bootsschuhe oder die weißen Retro-Sneaker von Colmar. Foto Lars Beusker

SØR: Empfehlen Sie doch bitte noch zwei Freizeit-Looks die diese Saison unbedingt in den Urlaubs-Koffer gepackt werden sollten:

Thomas Rusche: Eine Bermuda-Short, gerne in einer knackigen Farbe, dazu Bootsschuhe oder elegante Sandalen aus Leder. Kombiniert mit einem Poloshirt oder einem kurzärmeligen Jersey-Hemd sieht das einfach klasse aus.

Für den Abend im Restaurant oder an der Strandpromenade empfehle ich ein weißes Oxford-Hemd, eine leichte Jeans oder eine knöchellange Chino. Dazu trägt man einen Loafer oder Slipper aus Wildleder.

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Interview mit Thomas Rusche: ,,WIR MENSCHEN SPRECHEN MIT UNSERER KLEIDUNG, NOCH BEVOR WIR DEN MUND AUFMACHEN“

Thomas Rusche ist der Sir von SØR und führt damit eine textile Familientradition bereits in der fünften Generation fort. Dabei sind sein Denken über Kleidungskultur und sein Handeln als Unternehmer in ein größeres Koordinatensystem – er nennt Doktortitel in Philosophie sowie Ökonomie und eine renommierte Kunstsammlung sein Eigen – eingeschrieben. Im Interview erläutert Rusche unter anderem: „Kleidungskultur konkretisiert sich im Dreieck meiner individuellen Persönlichkeit im Verhältnis zum objektiven Anlass und den subjektiven Erwartungshaltungen, denen ich dabei begegnen werde.“

Thomas Rusche wünscht Ihnen einen stilvollen Winter und eine behagliche Vorweihnachtszeit! Foto, Lars Beusker

THOMAS RUSCHE vor Abraham Bloemaerts „Portrait eines alten Mannes in bäuerlicher Kleidung“, um 1634, SØR Rusche Sammlung Oelde / Berlin, Foto Lars Beusker

Susanne Kolter: Lieber Herr Rusche: Wie sind Sie eigentlich zu diesem Beruf gekommen? Gibt es da eine Familientradition, oder war es vornehmlich die eigene Begeisterung für diese Branche?

Thomas Rusche: Kleidungskultur ist meine Berufung. Seit fünf Generationen wird in unserer Familie das Kleider-Gen vererbt, das es uns ermöglicht, Menschen besser anzuziehen. Auch hätte ich mir vorstellen können, Kunsthistoriker oder katholischer Priester zu werden. Das erste hat mein Vater mir mit der Drohung verboten, mir dann seine Kunst nicht zu vererben, das zweite hätte er mit einem Stoßgebet hingenommen.

Susanne Kolter: Münster ist – so scheint es – gut aufgestellt im Hinblick auf Herrenmode. In anderen Städten nehme ich das nicht so deutlich wahr. Ist hier ein besonders gutes Pflaster dafür?

Thomas Rusche: Münster ist gutbürgerlich gepfl astert. Selbstverständliche Eleganz ohne Düsseldorfer Übertreibungen kennzeichnet den Charme der westfälischen Metropole. Dies gilt auch für die Herrenmode. Der Münsteraner liebt Klassik mit Pfiff und baut seine Garderobe wie einen gut bestückten Weinkeller mit zeitlos gültigen Klassikern auf, die er von Saison zu Saison neu interpretiert und mit aktuellen Accessoires variiert.

Susanne Kolter: Mich interessiert auch Ihre Firmenphilosophie, die ja zum Beispiel in Ihrem hauseigenen Journal vertreten wird. Was macht die „Marke“ aus?

Thomas Rusche: Der Markenkern von SØR ist die Kleidungskultur. SØR Produkte werden aus erstklassigen Materialien handwerklich gefertigt und ermöglichen eine körperbetonte Passformgenauigkeit. SØR Produkte gibt es für jeden Kleidungsanlass, ob sportlicher, berufl icher oder offizieller Natur. Unsere SØR Häuser pfl egen einen SØRrvice, der von Herzen kommt und den Kunden in den Mittelpunkt stellt.

Susanne Kolter: Was ist wichtig, will man als Geschäftsmann auf dem heiß umkämpften Modemarkt nicht nur bestehen, sondern wie Sie erfolgreich sein?

Thomas Rusche: Auf dem Modemarkt bedarf es einer Balance von zeitloser Kontinuität und saisonaler Aktualität. Um erfolgreich zu sein, bedarf es Markenbegehrlichkeit und hingebungsvoller Servicebereitschaft.

Susanne Kolter: Das gängige Vorurteil, vor allem Frauen seien modeaffin oder -begeistert, greift doch schon lange nicht mehr, oder?

Thomas Rusche: Für viele Frauen ist Mode Elixier. Männer erlernen dieses Lebensgefühl im 21. Jahrhundert zunehmend. Doch steht bei ihnen noch immer die Funktionalität im Vordergrund. Frauen schmücken sich mit ihrer Kleidung, Männer schützen sich. Beide Geschlechter erkennen zunehmend die Symbolkraft der Kleidung. Ob Mann oder Frau, wir Menschen sprechen mit unserer Kleidung, noch bevor wir den Mund aufmachen. Der erste Eindruck, den wir hinterlassen, wird wesentlich von der Kleidung geprägt. Diese sollte unserer jeweiligen Natur entsprechen und zur zweiten Haut werden.

Susanne Kolter: Gibt es einen Trend zu den Klassikern oder sind es eher die Neuheiten, die gesucht und erworben werden?

Thomas Rusche: Klassiker und Modeneuheiten sind wie das Stand- und Spielbein beim Tanzen. Der Klassiker einer grauen Wollhose aus Flanelltuch ermöglicht als Beinkleid, jeden noch so modisch verrückten Blazer zu kombinieren. Die hellblaue Hemdbluse wiederum lässt sich als klassischer Kontrapunkt zu den ausgefl ipptesten modisch floralen Hosen kombinieren: Die Mischung macht’s.

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Blauer SØR Blazer aus der aktuellen Kollektion. Doppelreihig und leicht tailliert. Fotos Lars Beusker

Susanne Kolter: Was sollte Man(n) unbedingt und was auf keinen Fall im Schrank haben?

Thomas Rusche: Der Mann sollte unbedingt einen blauen Blazer im Schrank haben. Zur Flanellhose, beigen Chino oder Bluejeans, je nach Anlass variiert, ist er damit immer passend angezogen. Sowohl zur Vernissage, einem Geschäftsessen oder im Nightclub.

Susanne Kolter: Viel steht und fällt ja mit den richtigen Accessoires. Dabei denke ich zuerst an Krawatten. Eher schmal, eher breit, und welche Art und welcher Knoten ist der richtige zu welcher Gelegenheit?

Thomas Rusche: Viele Männer bevorzugen heute einen locker geschlungenen Schal. Wer eine Krawatte tragen möchte, sollte darauf achten, dass sie weder so schmal wie ein Schnürsenkel noch so breit wie ein Kinderlätzchen ist. Mit Aristoteles gilt: Die Tugend der Kleidungskultur liegt mitten zwischen den modischen Extremen. Die Wahl des Knotens ist weniger eine Frage des Anlasses als der Kragen- und Halsform sowie der Länge der Krawatte, die in der Höhe des Gürtels enden sollte. Niemals sollte die Krawatte das Zentrum der Männlichkeit bedecken, sondern mit der Spitze hervorheben.

Susanne Kolter: Ich persönlich bin ja immer ganz hingerissen, wenn ich auf ein gut drapiertes Einstecktuch treffe. Würden Sie das als „must have“ einordnen oder ist das doch ein bisschen „drüber“?

Thomas Rusche: Das Einstecktuch hebt jedes Outt auf ein höheres Niveau der Eleganz. Der ohne Krawatte getragene Blazer wird mit einem sportlich gemusterten Einstecktuch ebenso aufgewertet wie der Smoking durch ein weißes seidenes Pochette.

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Kariertes SØR Einstecktuch. Fotos Lars Beusker

Susanne Kolter: Lieber Herr Rusche, danke, dass Sie sich Zeit für das Interview genommen haben. Möchten Sie uns vielleicht noch etwas mit auf den Weg geben?

Thomas Rusche: Die Grammatik der Kleidungskultur ist kein strenges Regel-ABC, sondern ermöglicht es einem jeden Menschen, seine individuelle Ausdrucksform zu nden. Kleidungskultur konkretisiert sich im Dreieck meiner individuellen Persönlichkeit im Verhältnis zum objektiven Anlass und den subjektiven Erwartungshaltungen, denen ich dabei begegnen werde.

Das Interview führte Dr. Susanne Kolter für das Themenheft der St. Joseph Münster-Süd Pfarrei

Einmal im Jahr gibt die Pfarrei St. Joseph Münster-Süd ein Themenheft heraus, das ein
biblisches Thema aus ganz unterschiedlichen Perspektiven in den Blick nimmt.
In 2018 trägt es den Titel „Gut angezogen“ und bezieht sich damit auf eine Passage aus
dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinden von Galatien. Mit der Wendung
„Christus angezogen“ wird dort ein Statuswechsel der besonderen Art beschrieben. Von
hier aus werden sozusagen gleich mehrere Kommodenschubladen, Kleiderschrank- und
Shoptüren geöffnet: Von Altkleidern bis zum Designstudium, von Coco Chanel bis zum
Messgewand, vom Verbergen der Nacktheit bis zur Präsentation der Lieblingsklamotte,
von fair gehandelter Mode bis zum perfekt drapierten Einstecktuch – und noch einiges
mehr.

http://www.st-joseph-muenster-sued.de/aktuell/jahresthema-und-themenheft/

http://instagram.com/soer_rusche

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Mein Milán – Thomas Rusche zeigt uns die Stadt des guten Stils

 

Thomas Rusche auf dem Piazza del Duomo, im Hintergrund der Mailänder Dom. Foto Carolina Rusche

Thomas Rusche auf dem Piazza del Duomo, im Hintergrund der Mailänder Dom. Foto Carolina Rusche

 

Mailand ist für den SØR Inhaber und Kunstsammler Thomas Rusche die zweite Heimat. Seine Ehefrau Anna ist hier geboren und aufgewachsen und ein Großteil der Familie lebt bis heute in Milano. Thomas Rusche und seine vier Kinder sprechen fließend italienisch und regelmäßig besucht der Entrepreneur die Mode-Metropole. Ein ganz besonderer Anlass war für seinen letzten Besuch ausschlaggebend – 60 Jahre International Menswear Group (IMG)! Thomas Rusche ist in zweiter Generation der deutsche Repräsentant der Weltvereinigung IMG. In seinem persönlichen Foto-Report zeigt er uns, wie schön die Hauptstadt der Region Lombardei im Januar sein kann, was sie so einmalig macht und welchen inspirierenden Einfluss Mailand auf die SØR Kollektionen hat. 

Der Aperitivo im Caffé Spadari ist schon eine kleine Tradition bei uns in der Familie. Sofort entflammt bei uns das italienische Lebensgefühl von dolce vita. v.l.Valentina Rusche, Thomas Rusche, Anna Rizzi-Rusche, Marianna Rusche, Heinrich Rusche und Carolina Rusche.

Der Aperitivo im Caffé Spadari ist schon eine kleine Tradition bei uns in der Familie. Sofort entflammt das italienische Lebensgefühl von dolce vita. v.l.Valentina Rusche, Thomas Rusche, Anna Arizzi-Rusche, Marianna Rusche, Heinrich Rusche und Carolina Rusche.

 

Der stahlblaue Himmel und die strahlende Sonne treiben die Einwohner und Touristen auf die Strassen der Stadt. Im Januar liegen die Temperaturen zumeist zwischen 5 - 10 Grad. Foto Carolina Rusche

Der stahlblaue Himmel und die strahlende Sonne treiben die Einwohner und Touristen auf die Straßen der Stadt. Im Januar liegen die Temperaturen zumeist zwischen 5 – 10 Grad. Foto Carolina Rusche

Mailand ist für mich im höchsten Maße inspirierend. Wenn ich das Treiben auf den Straßen beobachte und die strahlende Sonne mein Gemüt erhellt, läuft unmittelbar mein kreativer Geist auf Hochtouren. Zahlreiche Ideen für die SØR Kollektionen fanden bereits hier ihren Ursprung. Foto Carolina Rusche

Mailand ist für mich im höchsten Maße inspirierend. Wenn ich das Treiben auf den Straßen beobachte und die strahlende Sonne mein Gemüt erhellt, läuft unmittelbar mein kreativer Geist auf Hochtouren. Zahlreiche Ideen für die SØR Kollektionen fanden bereits hier ihren Ursprung. Foto Carolina Rusche

Mailand ist ständig in Bewegung und entdeckt sich immer wieder neu. Stillstand ist in der zweitgrößten Metropole Italiens ein no go. Hier ist der Sitz der italienischen Börse und der Headquarter der großen Mode-Labels  Die Milanesi sind stolz auf ihre Vergangenheit, richten dabei aber ihren Blick stets in die Zukunft - dieses Graffiti von Guiseppe Verdi ist für mich ein Sinnbild für die strahlende Vergangenheit und den blühenden Fortschritt in Mailand. Foto Carolina Rusche

Mailand ist ständig in Bewegung und entdeckt sich immer wieder neu. Stillstand ist in der zweitgrößten Metropole Italiens ein No-Go. Hier ist der Sitz der italienischen Börse und das Headquarter der großen Mode-Labels. Die Milanesi sind stolz auf ihre Vergangenheit, richten dabei aber ihren Blick stets in die Zukunft – dieses Graffiti von Giuseppe Verdi ist für mich ein Sinnbild für die strahlende Vergangenheit und eine blühende Zukunft in Mailand. Foto Carolina Rusche

Neben der Mode und Kunst ist Mailand für fantastische Interieurs bekannt, fast jedes Hotel, Restaurant, Store und Privathaus besticht durch eine gekonntes Arrangement von Möbeln und Wohnaccessoires. Die größte und wichtigste Möbelmesse der Welt ,,Salone del mobile’’ findet hier seit 1961 jährlich statt. Der Konzept-Store 10 Corso Como verbindet reizvolles Interieur mit den neusten Trends der Fashionwelt. Foto Carolina Rusche

Neben der Mode und Kunst ist Mailand für fantastische Interieurs bekannt. Fast jedes Hotel, Restaurant, Geschäft und Privathaus besticht durch eine gekonntes Arrangement aus Möbeln und Wohnaccessoires. Die größte und wichtigste Möbelmesse der Welt ,,Salone del mobile’’ findet hier seit 1961 jährlich statt. Der Konzept-Store 10 Corso Como verbindet reizvolles Interieur mit den neuesten Trends der Fashionwelt. Foto Carolina Rusche

Anlässlich der Expo Milano 2015 wurde in Mailand das größte innerstädtische Bauvorhaben Europas durchgeführt und hat das Gesicht von Mailand großflächig verändert. Vom Bahnhof Garibaldi bis Piazza della Repubblica ist die neue Skyline Mailands entstanden. Gut gelungen ist der Anschluss des Neubaukomplexes an das historische Viertel von Corso Como mit seinem urigen Leben dank der vielen Kneipen und Bars. Foto Carolina Rusche

Anlässlich der Expo Milano 2015 wurde in Mailand das größte innerstädtische Bauvorhaben Europas durchgeführt und hat das Gesicht von Mailand großflächig verändert.
Vom Bahnhof Garibaldi bis zur Piazza della Repubblica ist die neue Skyline Mailands entstanden. Gut gelungen ist der Anschluss des Neubaukomplexes an das historische Viertel von Corso Como mit seinem urigen Leben dank der vielen Kneipen und Bars. Foto Carolina Rusche

Das La Bricola verführt nicht nur mit einer sinnlichen Lichtstimmung, hier serviert man eine exzellente lombardische Küche und trägt zurecht den Ruf eines der besten Restaurants der Stadt zu sein. Wundern Sie sich nicht wenn plötzlich neben Ihnen David Beckham oder andere VIP’s Platz nehmen, das La Bricola ist so berühmt wie seine Gäste. Foto Carolina Rusche

Das La Briciola verführt nicht nur mit einer sinnlichen Lichtstimmung, hier serviert man eine exzellente lombardische Küche und es trägt zu Recht den Ruf, eines der besten Restaurants der Stadt zu sein. Wundern Sie sich nicht, wenn plötzlich neben Ihnen David Beckham oder andere VIP’s Platz nehmen, das La Briciola ist so berühmt wie seine Gäste. Foto Carolina Rusche

 

In kaum einer anderen Stadt der Welt, sind Männer so gut und stilvoll gekleidet wie in Mailand. Hier trägt man die Mode nicht, man lebt sie. Grandezza ist so selbstverständlich wie guter Wein und gutes Essen. Seit über 60 Jahren arbeiten wir bei SØR mit Freude daran dieses Gespür für Mode Lifestyle auf unsere Kunden zu übertragen. Foto Carolina Rusche

In kaum einer anderen Stadt der Welt, sind Männer so gut und stilvoll gekleidet wie in Mailand. Hier trägt man die Mode nicht, man lebt sie. Grandezza ist so selbstverständlich wie guter Wein und gutes Essen. Seit über 60 Jahren arbeiten wir bei SØR mit Freude daran, dieses Gespür für Mode und Lifestyle auf unsere Kunden zu übertragen. Foto Carolina Rusche

Unwiderstehlich sind für mich die süßen Kreationen der Pasticceria Pattini. Hier finden Sie die köstlichsten Panettone und Amaretti der Stadt. Foto Carolina Rusche

Unwiderstehlich sind für mich die süßen Kreationen der Pasticceria Pattini. Hier finden Sie die köstlichsten Panettone und Amaretti der Stadt.  Die Mailänder wissen das Schöne und Gute zu schätzen. Lieber würden sie nichts essen als etwas von schlechter Qualität. Insgesamt sind Italiener gerne bereit, für Qualität Geld auszugeben. Sie kaufen lieber wenig, aber dafür qualitativ Hochwertiges. Und ein Essen schlingen sie nicht runter, sondern zelebrieren es, am besten zusammen mit vielen Freunden. Foto Carolina Rusche

In einer Jugendstilvilla im Simplonpark feiert die IMG (International Men's Wear Group) ihr 60jähriges Bestehen.

Im  Palazzina Appiani im Parco Sempione feiert die IMG (International Menswear Group) ihr 60jähriges Bestehen.  Die Organisation besteht aus internationalen, familiengeführten Unternehmen, deren Leidenschaft und Profession die Kultur des guten Kleidens ist. Foto Carolina Rusche

 

Das Label Andrea Fenzi ist aus dem SØR Sortiment nicht wegzudenken. Auf die hochwertigen und modischen Strickkollektionen freuen wir uns jede Saison neu und sind immer wieder überrascht über die trendbewussten Innovationen. Zu den CEO's  Maria Teresa Scalmana (mitte) und Dottore Mario Roberti, ist über die Jahre ein freundschaftliches Verhältnis entstanden. Foto Carolina Rusche

Das Label Andrea Fenzi ist aus dem SØR Sortiment nicht wegzudenken. Auf die hochwertigen und modischen Strickkollektionen freuen wir uns jede Saison neu und sind immer wieder überrascht über die trendbewussten Innovationen. Zu den CEO’s Maria Teresa Scalmana (Mitte) und Dottore Mario Roberti ist über die Jahre ein freundschaftliches Verhältnis entstanden. Foto Carolina Rusche

 

Zum IMG Member Larry Rosen aus Canada existiert eine jahrzehnte lange Freundschaft. Bereits unsere Väter Egon Rusche und Harry Rosen lernten sich über die IMG kennen.  Foto Carolina Rusche

Zum IMG Mitglied Larry Rosen aus Kanada existiert eine jahrzehntelange Freundschaft. Schon unsere Väter, Egon Rusche und Harry Rosen, lernten sich über die IMG kennen.
Foto Carolina Rusche

Aufgeladen von neuen Trends, guten Gesprächen mit alten Freunden, kulinarischen Verführungen und einer guten zeit mit meiner Familie , verabschiede ich mich von meiner zweiten Heimat und freue mich schon auf meinen nächsten Besuch in bella Milano. Foto Carolina Rusche

Aufgeladen von inspirierenden Eindrücken, neuen Trends, guten Gesprächen mit alten Freunden, kulinarischen Verführungen und einer guten Zeit mit meiner Familie , verabschiede ich mich von meiner zweiten Heimat und freue mich schon auf meinen nächsten Besuch in bella Milano, Ihr Thomas Rusche. Foto Carolina Rusche

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Thomas Rusche empfiehlt – Die SØR Woman Highlights für den Winter

Seit 120 Jahren verbindet SØR die Mode mit der Kunst! Pullover von Herzensangelegenheit, Strickjacke von Herzensangelegenheit, Hose von Seductive, Tasche von Abro, Blusen von Herzensangelegenheit, Schalo von 813 Ottotredici , Mützen von Yippie Hippie. Foto, Lars Beusker

Seit 120 Jahren verbindet SØR die Mode mit der Kunst! Pullover von Herzensangelegenheit, Strickjacke von Herzensangelegenheit, Hose von Seductive, Tasche von Abro, Blusen von Herzensangelegenheit, Schalo von 813 Ottotredici , Mützen von Yippie Hippie. Foto, Lars Beusker

Wir feiern 120 Jahre Kunst und Mode. Warum? Weil bereits 1897 der erste Grundstein unseres Unternehmens gelegt wurde und seitdem Kunstgenuss und Sammlertätigkeit zum SØR-Kosmos gehören – von Alten Meistern bis zur Gegenwartsmalerei. Diese prägenden Strömungen spiegeln sich auch in den SØR-Kollektionen wieder: Barock & Pop heißt das Motto der Winter-Saison!

Steffen Schraut verbindet in diesem Entwurf den angesagten 60ies Style mit schlichter Eleganz. Einen besonderen Pfiff verleihen diesem wunderbaren Piece der mit Strasssteinen besetzte abnehmbare Kragen und die Manschetten. Mit einer blauen Seidenbluse im Viktorianischen Look drunter, erlangt man tagsüber einen schicken Business-Style. Am Abend verwandelt sich das Kleid, dank des glamourösen Umlege-Kragens, in ein perfektes Party-Outfit. Kleid und Seidenbluse von Steffen Schraut. Foto Lars Beusker

Steffen Schraut verbindet in diesem Entwurf den angesagten 60ies Style mit schlichter Eleganz. Einen besonderen Pfiff verleihen diesem wunderbaren Piece der mit Strasssteinen besetzte abnehmbare Kragen und die Manschetten. Mit einer blauen Seidenbluse im Viktorianischen Look drunter, erlangt man tagsüber einen schicken Business-Style. Am Abend verwandelt sich das Kleid, dank des glamourösen Umlege-Kragens, in ein perfektes Party-Outfit. Kleid und Seidenbluse von Steffen Schraut. Foto Lars Beusker

Die Achtziger sind zurück! Aber keine Sorge. Wir lassen nur die geschmackvollen Highlights dieser exzentrischen Dekade aufleben: mit unbeschwerter Disco-Attitude tanzen sich farbenfrohe Ringel, grafische Retro-Muster und Weltall-Prints in Ihren Kleiderschrank. Let’s Party!

Ein Muster kommt selten allein! Bunte Sterne und wilde Paisleys blitzen jetzt gemeinsam unter Mänteln hervor. Witzige Mützen setzen coole Akzente. Hose von Cambio Code: 717406, Pullover von Frogbox Web-Code: 717207, SØR Bluse, Web-Code: 717329, Mantel, Schneiders, Mütze von Yippie Hippie, Web-Code:717248

Ein Muster kommt selten allein! Bunte Sterne und wilde Paisleys blitzen jetzt gemeinsam unter Mänteln hervor. Witzige Mützen setzen coole Akzente. Hose von Cambio, Pullover von Frogbox, SØR Bluse, Mantel, Schneiders, Mütze von Yippie Hippie. Foto Lars Beusker

Herzen, rote Kussmünder, erblühte Rosen: Symbole der Liebe sind in diesem Winter fester Bestandteil im Repertoire internationaler Designer. Mit fantasievollen Kreationen feiern High-End-Labels wie SØR, Cambio, Il mondo è mio das schönste aller Gefühle. Auf femininen Blusen, feinsten Fulards, Cardigans und Hosen spiegeln signalrote Akzente unsere romantische Ader wieder. Dazu spenden ultrasofte, schmeichelnde Materialien wie feinstes Kaschmir, Merino, Seide und fließende Viskose Behaglichkeit, Sicherheit und Zuversicht. Gerade, wenn sich das Tageslicht schon am späten Nachmittag verabschiedet, stillen die herzerwärmenden Looks unser Liebesbedürfnis.

Elegante Bluse in Tunika-Passform mit Schluppe für Damen der Marke SØR. Der stylische Alloverprint mit den roten Kussmündern macht die Bluse zu einem echtem Hingucker und passt super zu unifarbenen Stoffhosen oder Röcken. Außergewöhlicher, dezenter Glanz macht Seide zu einem luxuriösen, leger fallendem Stoff, der den Wert und die Beständigkeit dieser Bluse ausmacht. Foto, Lars Beusker

Elegante Bluse in Tunika-Passform mit Schluppe für Damen der Marke SØR. Der stylische Alloverprint mit den roten Kussmündern macht die Bluse zu einem echtem Hingucker und passt super zu unifarbenen Stoffhosen oder Röcken. Außergewöhlicher, dezenter Glanz macht Seide zu einem luxuriösen, leger fallendem Stoff, der den Wert und die Beständigkeit dieser Bluse ausmacht. Foto, Lars Beusker

Sportliche Steg-Hosen zum eleganten Abendmantel? Athleisure und Luxus sind das schönste Mode-Duo der Saison. Mit dynamischen Streifen und üppigen Volants, bequemem Jersey und edlem Bouclé geht’s geradewegs rauf aufs Siegertreppchen!

Das Modestatement der Saison: Athleisure Chic! Hose von Cambio, Tasche von Abro, Gehrock von SØR, Blusen von van Laack und Le Sarte Pettegole. Foto, Lars Beusker

Das Modestatement der Saison: Athleisure Chic!
Hose von Cambio, Tasche von Abro, Gehrock von SØR, Blusen von van Laack und Le Sarte Pettegole. Foto, Lars Beusker

Großartige Handwerklichkeit, von traditionsreichen Marken über Generationen bewahrt, trifft auf junge, innovative Labels. Das Achtziger-Revival macht die dunkle Jahreszeit bunter. Jeans mit Patches, Slogan-Shirts und Herz-Symbole feiern ein Comeback. Athleisure-Wear frischt Abendmode auf. Starke Statements sind Trend – vom schicken Uniform-Look bis zu Rosen auf Samt und Jersey. Die Mode bleibt wertig und zeigt dabei ihre neuen unkonventionellen Seiten. Wir finden: der perfekte Mix! 

Thomas Rusche wünscht Ihnen einen stilvollen Winter und eine behagliche Vorweihnachtszeit! Foto, Lars Beusker

Thomas Rusche wünscht Ihnen einen stilvollen Winter und eine behagliche Vorweihnachtszeit! Foto, Lars Beusker

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Thomas Rusche empfiehlt: Barock & Pop

 

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Thomas Rusche verbindet  mit großer Leidenschaft Mode und Kunst. Eine Tradition die mit seiner Familie seit 120 Jahren verknüpft ist. Das Foto entstand während des Shootings für das neue SØR Journal im Kraftwerk Bille Hamburg. Foto, Lars Beusker

Erstklassige Handwerkskunst, die Liebe zum Detail, auffällig schöne Materialien, der Mix aus gedeckten und knalligen Tönen: die Eigenschaften beschreiben treffend meisterliche Barock-Stillleben. Ebenso gelten sie aber auch für die neue Herbst/Winter-Kollektion von SØR! Die Intensität der barocken Kunstform prägt unsere neue Mode auf populäre Weise. Wo sich auf den Gemälden rote Rosen strahlend von graugrünem Blattwerk abheben, geben knallorange Steppjacken grauen Anzügen die nötige Verve.

Unsere traditionsreiche Unternehmensgeschichte liegt mir besonders am Herzen. 1897 eröffnet die Herrenschneiderei Oscar Lenius in Hamburg, der älteste Unternehmensteil der SØR Rusche GmbH. Zu dieser Zeit fuhr auch mein Urgroßvater Heinrich Rusche mit einer Waren-Kutsche über Land, um betuchte Kunden einzukleiden. In dieser Epoche wurde noch nicht unbedingt mit barer Münze gezahlt und so tauschte mein Urgroßvater so manches feine Tuch gegen niederländische Kabinettmalerei ein und legte damit den Grundstock für eine der reizvollsten europäischen Sammlungen holländischer Kunst des 17. Jahrhunderts. Beides, das erfolgreiche Mode-Unternehmen, sowie die wachsende SØR-Sammlung, haben ihren Ursprung im 19. Jahrhundert. Von damals bis heute – also ganze 120 Jahre lang – sind Kleidungskultur und Kunstförderung unsere wichtigsten Leitmotive!

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1897 eröffnete in Hamburg der Herrenschneider Oscar Lenius, der älteste Unternehmensteil der SØR Rusche GmbH. Zur gleichen Zeit legte Heinrich Rusche den Grundstein für die SØR Rusche Sammlung.

 Das wollen wir feiern: mit Traditionsmarken, die sich ihren Manufakturcharakter bewahrt haben, aber auch mit Avantgarde-Labels, die Neues wagen. Denn auch in der Kunst faszinieren mich die Zeitgenossen immer stärker. Und weil Mode-Knowhow und die SØR Rusche Sammlung eng miteinander verwoben sind, lautet das Motto der Saison:

Barocke Pracht trifft Pop-Couture! 

 

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Thomas Rusche trägt während des Shootings ein kariertes SØR Sakko, ein SØR Hemd, eine SØR Jeans und eine SØR Krawatte. Foto, Lars Beusker

Der Mantel avanciert in dieser Herbst/Winter-Saison zum absoluten Sportswear Must have. Ob als Caban, Parka, Kurzmantel oder Dufflecoat – der Mantel ist ein Multitalent und passt bestens zu Jeans und Cordhosen. Materialien, wie klassische Wollqualitäten sind mit High Tech Keramikfasern überzogen, welche den Mantel auf innovative Weise vor Nässe und Schmutz schützt. Stepp- und Daunen Varianten bewähren sich als stylische Begleiter durch die kalte Jahreszeit.

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Top aktuell – der SØR Kurzmantel! Ein Klassiker der auf innovative Weise neu aufgelegt wurde. Das hochwertige Wollmaterial ist mit Keramikfasern überzogen, somit haben Nässe und Schmutz keine Chance. Foto, Lars Beusker

Ganz neu im SØR Sortiment ist die Traditionsmarke CAMPLIN, die 1850 im britischen Portsmouth gegründet wurde. Weltruhm erreichte das Familienunternehmen mit der Entwicklung des Peacoat (auch als Caban bekannt) für die Royal Navy. Ein weiterer Klassiker aus dem Hause CAMPLIN ist der Dufflecoat. Er besteht aus robuster Shetlandwolle und den typischen Elementen wie aufgesetzte Taschen, Knebelverschlüssen aus Horn und einer großzügigen Kapuze. Der satte Gelbton ist ein poppiges Statement und lässt sich hervorragend mit Marineblau kombinieren.

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Der knackig gelbe Dufflecoat von CAMPLIN ist eines der Must haves in diesem Herbst! Fotos, Lars Beusker

 

Ein weiteres großes Thema in dieser Saison sind Schuhe, die mehr können als einfach nur gut auszusehen. Komfort, hochwertige Materialien und eine qualitative Verarbeitung verbinden sich mit angesagtem Design. Die neuen SØR Modelle sind mit superflexiblen Laufsohlen ausgestattet, die sich fast widerstandslos um 90° biegen lassen. Eine Lamellenstrukur im inneren Bereich der Natural Rubber Laufsohlen wirkt wie Stoßdämpfer beim Gehen. Die Innensohlen sind mit einem Latexschaumbett gepolstert, welche einen vortrefflichen Trage-Komfort bieten. Klassiker, wie beispielsweise der Chelseaboot und der Monk, erweisen sich weiterhin als beliebte Modelle.

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Formvollendete Eleganz – der Tasselloafer von SØR. Fotos, Lars Beusker

Tasselloafer wurden erstmals in den 1940er Jahren, auf Anregung von Oscar Gewinner Paul Lucas,  in den USA vorgestellt. Dieser formvollendete Schuh zeichnet sich durch zwei kleine Quasten (Tassel) auf seinem Vorderblatt aus. Besonders elegant wirkt das Modell in einem dunklen Braunton. Tragen Sie den Tasselloafer zu schmal geschnittenen Hosen, die knöchellang sind. Etwas rustikaler, aber mindestens genauso legendär ist der Desert Boot, der uns diesen Herbst begleiten wird. Den knöchelhohen Schuh aus Wildleder erkennt man an seiner weit oben angesetzten Schnürung mit jeweils zwei Ösen und an seiner leichten Kreppsohle. Der Desert Boot wurde im 2. Weltkrieg ursprünglich für das

britische Afrikacorps als Offiziersstiefel entworfen. Er war so konzipiert, dass er sowohl leicht genug war, um die Soldaten bei ihren Märschen nicht zu ermüden, gleichzeitig war er aber auch sehr widerstandsfähig, so dass er den rauen Gegebenheiten in den Wüstenregionen trotzen konnte. Seit den 1960er Jahren tauchte der Desert Boot immer wieder in den Subkulturen der Jugendbewegungen auf  und wurde von den Rockbands der Woodstock-Ära genauso favorisiert wie von den Mods. Es war der Lieblings-Schuh von  Hollywood-Ikone Steve Mc Queen und somit lancierte der Desert Boot zum Casual Evergreen! 

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Es waren die Lieblings-Schuhe des Hollywood-Stars Steve Mc Queen! SØR hat den modischen Evergreen Desert Boot neu aufgelegt. Foto, Lars Beusker

 

So cool waren Karos noch nie - Karos treten jetzt so selbstbewusst auf wie noch nie, tummeln sich auf Laufstegen und Fashion Shows, als gäbe es keine Alternativen! Wir übertreiben kein bisschen, wenn wir die neue Saison als den Herbst/Winter der Karos bezeichnen. Beinahe alle Labels verarbeiten das starke Muster zu innovativen Kleidungsstücken in ihren Kollektionen. Legerer Street-Style oder förmlicher Business-Dress – Designer verleihen dem beliebten Criss Cross-Design in allen Bereichen ganz neue Ausdrucksformen, experimentieren mit Farben und Rapport-Varianten und begeistern mit kompletten Neuinterpretationen. Der Hype um den Klassiker zieht sich durch die gesamte Kleidungs-Palette: Karos zeigen sich auf Sakkos, Jacken, Schals, Einstecktüchern, Krawatten und natürlich auf Hemden.

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In Sachen Kunst möchte ich Sie gern auf eine äußerst spannende Ausstellung hinweisen:

Die Geburt des Kunstmarktes - Rembrandt, Ruisdael, Van Goyen und die Kunst des Goldenen Zeitalters.

Die Ausstellung findet vom 23. September 2017 bis zum 7. Januar 2018 im Bucerius Kunstforum in statt. Die SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin ist mit einer Vielzahl von Leihgaben in der Ausstellung vertreten.

 

Freuen Sie sich nun gemeinsam mit mir auf eine Saison mit vielen aufregenden Jubiläums-Angeboten und einer Mode die,  auf spannende Weise die barocke-Pracht mit Pop-Couture verbindet. Feiern Sie mit uns 120 Jahre Kunst und Mode!

Ihr Thomas Rusche

 

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Interview Teil 2: Kurator Philipp Bollmann über die Eröffnung der Ausstellung ,,Meet me in Heaven” auf Schloss Tüssling

 

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Strahlende Gastgeber! Stephanie Gräfin von Pfuel und Kurator Philipp Bollmann freuen sich die Ausstellung ,,Meet me in Heaven” auf Schloss Tüssling zu eröffnen. Philipp Bollmann trägt einen elegant sommerlichen SØR Look. Über ihnen hängt ein Werk des Künstlers John Isaacs.

An diesem Wochenede öffnet die Ausstellung ,,Meet me in Heaven” auf Schloss Tüssling ihre Pforten für die Öffentlichkeit. Kurator Philipp Bollmann erzählt uns im 2. Teil des Interviews welchen Herausforderungen er während des Aufbaus gegenüber stand, über seine Verbindung zu Stephanie Gräfin von Pfuel und wie er sich während der Eröffnungsparty in seinem SØR Outfit gefühlt hat.

 

SØR: Wie war der Aufbau der Ausstellung?

PB: Der Aufbau verlief relativ reibungslos. Wir haben uns extra 8 Aufbautage gegönnt, um ohne Zeitdruck den perfekten Platz für jede Arbeit finden zu können. Einige Unwägbarkeiten treten jedoch bei jeder Hängung auf. Wie etwa, dass ein Werk noch nicht fertig produziert ist und erst mit einigen Tagen Verspätung angeliefert wird. 3 Tage vor der Eröffnung stand aber alles.

SØR: Was sind die Herausforderungen mit so einem historischen Gebäude zu arbeiten?

PB: Beispielsweise, dass man nie genau weiß, welches Gewicht Boden und Wände eigentlich aushalten. Ich zeige eine großartige Arbeit des Belgischen Künstlers Kris Martin, Mandi XXI, aus dem Jahr 2009, die über 400 Kg wiegt. Da weder ein Lastenaufzug noch Hebebühnen oder Gabelstapler zur Verfügung standen mussten wir mit 8 Helfern das Werk in den 2. Stock tragen und dann aufhängen. Um Sicher zu gehen, dass die „schwarze Anzeigetafel“ sicher hängt, mussten wir durch die Wand bohren und die Gewindestangen, auf denen die Arbeit hängt, auf der anderen Seite verschrauben.

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Philipp Bollmann mitten drin! Die riesigen Gummischläuche der Insatallation ,,Wolken” des Künstlers Michael Sailstorfer müssen unter die Decke gehangen werden.

SØR: Erläutere doch bitte Dein kuratorisches Konzept.

PB: Orientiert habe ich mich an der Neon Arbeit „Meet me in Heaven I will wait for you“ von Tracey Emin. Ich wollte untersuchen, wie Künstler heute mit Themen wie Jenseitsvorstellungen, Vergänglichkeit und Tod umgehen. Alles Themen die in der Abendländischen Kunstgeschichte eine zentrale Rolle einnehmen.

Ich denke es ist eine gute Möglichkeit, Menschen, die sich nicht so sehr mit zeitgenössischer Kunst auseinandersetzen, keinen Zugang zu ihr finden und sie vielleicht für Blödsinnig halten, zu zeigen, dass die Künstler von heute die Ideen und Errungenschaften ihrer Vorgänger konsequent weiterentwickeln und in einer Tradition stehen, die sich durch die Jahrhunderte zielt. Dies geschieht selbstverständlich in Spiegelung unserer Zeit und mit den zur Verfügung stehenden Medien. Die Wolken beispielsweise von Michael Sailstorfer – ineinander gesteckte LKW Schläuche, die von der Decke hängen – können aus meiner Sicht genauso intensiv und inhaltlich stark sein, wie eine Skulptur aus dem 13. Jahrhundert.

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Die Arbeit des belgischen Künstlers Kris Martin “Narziss & Goldmund” (2016), zeigt Ober- und Unterteil eines zwiegespalten Schädels die auf zwei verspiegelten Säulen liegen. Daneben ein Werk von Robert Mapplethorpe.

SØR: Was waren die Highlights der Eröffnung?

PB: Die tolle Stimmung, die begeisterten Gäste und das super Sommerwetter. Die Party endete um 5 Uhr morgens.

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Auch das Magazin ,,Bunte” berichtete in ihrer Ausagbe 24 über die Ausstellung auf Schloss Tüssling. Philipp Bollmann trägt auf dem Foto sein SØR Outfit. Foto, Bunte/Burda Verlag

SØR: Wie entstand die Verbindung zu Stephanie Gräfin von Pfuel?

PB: Ein befreundeter Künstler stellte uns vor gut 2 Jahren vor, nachdem er Stephanie in Tüssling besuchte und das Potenzial erkannte, dass das Schloss für die Präsentation von Kunst bietet. Wir setzen uns zusammen und waren uns sehr schnell einig, das Wagnis einzugehen, Tüssling auf die Langkarte der Kunst zu setzen. Seither haben Stephanie und ich sehr viel Zeit miteinander verbracht und ich freue mich sehr sagen zu können, dass ich ein Freund der gesamten Familie geworden bin.

SØR: Planst Du weitere Ausstellungen auf Schloss Tüssling?

PB: Jetzt nach der erfolgreichen 2 Ausgabe der Ausstellungsreihe, möchten Stephanie und ich Schloss Tüssling Projects auf eine noch breitere Basis stellen. Die einzelnen Schritte werden wir in den nächsten Wochen besprechen und angehen. Wir erhoffen uns, in den nächsten Jahren noch mehr Menschen Kunst außerhalb der Metropolen zugänglich machen zu können. Inhaltlich soll jede Ausstellung jedoch einzigartig sein. Ich könnte mir auch gut vorstellen, den spannenden Kontrast zwischen alt und neu zu thematisieren. Ein möglicher Ansatz und ein wunderbarer Rahmen, um Werke der Niederländischen Meister des 17. Jahrhundert aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin mit Werken Moderner Kunst zu dialogisieren.

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Stephanie Gräfin von Pfuel und der Kurator während der Eröffnungsrede. Philipp Bollmann: ,,Der Jersey Stoff des Hemdes war eine super Wahl für den warmen Sommerabend. Auch der Anzug, für den ich viele Komplimente erhielt, war hervorragend für das Wetter und den Anlass geeignet.”

SØR: Wie hast Du Dich während der Eröffnung in Deinem SØR Outfit gefühlt?

PB: Ganz wunderbar. Der Jersey Stoff des Hemdes war eine super Wahl für den warmen Sommerabend. Auch der Anzug, für den ich viele Komplimente erhielt, war hervorragend für das Wetter und den Anlass geeignet. Besonders gut gefiel mir die Farbe. Ein fast schon royales Blau. Elegant und lässig zugleich. Die Ausstellungseröffnung ist der Moment an dem man seine Arbeit – in diesem Fall die Arbeit eines Dreiviertel Jahres – der Öffentlichkeit zugänglich macht und natürlich auch zur Kritik freigibt. Wenn alle zufrieden sind ist es ein toller Grund zu feiern und die Anspannung fällt von einem ab. So war es auch diesmal und meine Stimmung fand die perfekte Ergänzung im Outfit.

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Auch in Zukunft werden Stephanie Gräfin von Pfuel und Philipp Bollmann Kunstprojekte auf Schloss Tüssling realisieren.

SØR: Wo werden wir Dich als nächstes erleben?

PB: Die nächste Eröffnung einer von mir kuratierten Ausstellung „Berlin Masters“ wird am 12.09. im Liebermann Haus am Brandenburger Tor in Berlin sein.

Weitere Presseartikel zur Ausstellung von Philipp Bollmann auf Schloss Tüssling:

https://www.muenchenarchitektur.com/events/24912-meet-me-in-heaven

http://www.exklusiv-muenchen.de/news/exklusive-kunst-party-auf-schloss-tuessling-41824

http://www.sueddeutsche.de/kultur/ausstellung-sterblich-schoen-1.3546062?reduced=true#6

SØR Interview Teil1: http://www.kleidungskultur-soer.de/?p=2756

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Kurator Philipp Bollmann und die Schnittestellen zwischen der Kunst und gutem Stil – SØR Interview Part I

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Philipp Bollmann gilt als einer der aufstrebensten Kuratoren des Landes. Mit gerade mal 30 Jahren hat er sich bereits ein  beachtliches Repertoire an Ausstellungen und Publikationen erarbeitet. Neben seinem kuratorischen Talent beherrscht er den sicheren Auftritt auf dem internationalen Kunst-Parkett. Seine hohen Qualitätsansprüche spiegeln sich in seiner Arbeit und seiner Garderobe wider. Ein guter und gepflegter Stil sind für den gebürtigen Münsterländer genauso essenziell wie seine große Leidenschaft – die Kunst! Für die Eröffnung seiner aktuellen Ausstellung ,,Meet me in Heaven” auf Schloss Tüssling der Gräfin Stepanie Bruges-von Pfuel, favorisiert Philipp Bollmann einen klassisch eleganten Look. Wir trafen ihn zur Anprobe im SØR Store in der Bleibtreustraße in Berlin.

SØR: Philipp, wie war das Fitting?

PB: Hervorragend! Es ist ein tolles Gefühl wenn man in den Genuss kommt, dass sich ein Experte Zeit nimmt, um mit dir dein perfektes Outfit abzustimmen. Ich würde sagen, dass ich recht genau weiß was ich tragen möchte, aber es ist dann doch beeindruckend zu sehen, wie sicher die SØR Mitarbeiter sind wenn es zum Beispiel um die Frage geht, welches Einstecktuch das Richtige ist. Wir haben uns dann für ein Baumwolltuch entschieden, da es nicht so leicht in der Brusttasche verschwindet wie eines aus Seide. Außerdem ist der Kontrast toll zwischen dem eher glatten Anzugstoff und dem etwas raueren Tuch.

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Philipp Bollmann weiß sich in guten Händen, denn Store Manager Michael Seiler achtet mit seinem geschulten Blick auf das kleinste Detail – alles muss sitzen!

SØR: Was bedeutet Dir gute Kleidung?

PB: Ich fühle mich einfach wohl wenn ich gute Kleidung trage. Das war schon immer so. Gute Schnitte und gute Materialien bereiten mir Freude. Es ist auch eine Frage der Qualität. (Aber nicht immer automatisch eine Frage des Preises) Es hängen Hemden in meinem Schrank die ich seit bestimmt 10 Jahren habe. Wenn man pflegsam mit ihnen umgeht kann man sich lange an ihnen erfreuen. Vergleichbares gilt für Sakkos. Gut geschnittene Sakkos gehen einfach nicht aus der Form. Ich kaufe lieber weniger, dafür aber bewusst gute Qualität.

Ein anderer Aspekt klingt vielleicht etwas übertrieben, aber ich denke gute Kleidung hat auch etwas mit Respekt vor sich selbst und seinem Gegenüber zu tun.

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Philipp Bollmann trägt einen blauen, dezent glänzenden Sommer-Anzug von Eduard Dressler, ein SØR Jersey-Hemd von Artigiano und ein SØR Einstecktuch aus gelber Baumwolle.

SØR: Woher kommt deine Leidenschaft für die Kunst?

PB: Meine Leidenschaft für die Kunst ist erstaunlicher Weise – und ganz unvorhersehbar – in einem kleinen Ort in Wisconsin entbrannt. Ich habe dort die High School besucht. Mein damaliger Kunstlehrer war der einzige in dem Städtchen der oft nach Europa gereist ist, um die Uffizien, die Vatikanischen Museen und den Louvre zu besuchen. Er hat mit solcher Begeisterung über Kunst gesprochen dass ich wusste: damit möchte ich später auch was zu tun haben.

SØR: Existiert für Dich eine Verbindung zwischen Kunst und Mode?

PB: Ja offenkundig! In mehrfacher Hinsicht! Die großen Modedesigner suchen ja geradezu die Nähe zur Kunst. Sei es Yves Saint Laurent, der in einer seiner bekanntesten Kollektionen Piet Mondrian zitiert oder jetzt ganz aktuell Calvin Klein, der seine Kampagne vor Werken von Andy Warhol, Sterling Ruby & Co. shooten ließ. Unternehmen wie Prada oder Louis Vuitton leisten sich riesige Museen für zeitgenössische Kunst und gehen Kooperation mit Künstlern ein. All das wofür die Kunst steht, Eigenständigkeit, Kreativität, Stil, Einzigartigkeit & Wiedererkennbarkeit sind selbstverständlich auch Attribute die in der Mode eine Rolle spielen. Bedenkt man, dass Kleidung auch immer etwas über seinen Träger verrät, hat die Mode gerade im 20 Jahrhundert bewiesen wie sehr sie Ausdruck einer Politischen Haltung ist und zur Veränderung der Gesellschaft führen kann. Hier schlägt sich meiner Meinung nach wieder die Brücke zur Kunst.

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Philipp Bollmann weiß um die Wirkung eines eleganten Outfits: ,, ich denke gute Kleidung hat auch etwas mit Respekt vor sich selbst und seinem Gegenüber zu tun.”

SØR: Was muss ein gutes Outfit leisten können, wenn man sich im Kunstbetrieb bewegt?

PB: Zunächst einmal glaube ich, dass im Kunstbetrieb jeder das tragen kann was er möchte. Das ist nicht in vielen beruflichen Bereichen der Fall und begrüßenswert. Es ist wirklich spannend zu sehen wie exzentrisch sich manche Leute kleiden um zu demonstrieren: Ich gehöre zur Kunst! Ich finde es allerdings etwas schade, dass sehr schicke Kleidung nicht so angesagt ist. In Berlin würde ich zum Beispiel nie eine Krawatte tragen.

Was ein gutes Outfit leisten muss kann ich nur aus meiner Sicht beantworten. Ich möchte seriös und gleichzeitig lässig wirken. Immerhin habe ich sowohl mit Künstlern als auch mit Sammlern zu tun. Ich bin in gewisser Weise die Schnittstelle der beiden Welten und das möchte ich auch durch meine Kleidung zum Ausdruck bringen.

SØR: Was schätzt Du an dem Outfit was Du ausgesucht hast?

PB: Ich trage gern Anzüge und ich liebe die Farbe blau. Das passt also schon einmal hervorragend. Der Anzug hat einen luxuriösen Super150 Stoff von der italieneischen Traditions-Weberei Reda. Ein wirklich angenehmes Tragegefühl. Mit einem weißen Hemd und einem Einstecktuch ist das Outfit simpel aber perfekt. Getreu dem Motto: ,,Weniger ist mehr”!

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Michael Seiler, der Store Manager des Berliner SØR Hauses freut sich über seinen zufriedenen Kunden – alles sitzt!

SØR: Was hast Du für eine Verbindung zu SØR?

PB: Es gibt eigentlich 2 Verbindungen. Einmal über die Kunst zu dem Eigentümer von SØR, Herrn Dr. Dr. Thomas Rusche. Ich kam bislang zweimal in den Genuss durch die Berliner Repräsentanz seiner Sammlung geführt zu werden. Es ist wirklich beeindruckend wie gut er über die Kunst die er sammelt zu berichten weiß. Die andere Verbindung ist, dass ich schon einige Male bei SØR eingekauft habe. Unter anderem eine Lederjacke die mich schon seit 7 Jahren begleitet und ich bis heute gerne trage.

SØR: Was kannst Du schon über Deine Ausstellung auf Schoss Tüssling erzählen?

PB: Die Ausstellung trägt den Titel ,,Meet me in Heaven” und wird sich mit Fragen der Vergänglichkeit, der Endlichkeit und mit Jenseitsvorstellungen beschäftigen. Es ist mir eine Freude mit bedeutenden Künstlern zusammen arbeiten zu können. In der Ausstellung werden Werke von Tim Noble & Sue Webster, Robert Mapplethorpe, Tracey Emin, Nasan Tur, Kris Martin und anderen zu sehen sein. Ein Highlight ist sicherlich dass Elmgreen und Dragset extra eine große Arbeit für die Ausstellung fertigen werden. Worum es sich genau handelt möchte ich noch nicht verraten. Aber es wird gut!

SØR: Vielen Dank und viel Erfolg für Deine Ausstellung. Wir freuen uns schon auf Dein Interview und auf die Bilder von der Eröffnung!

Abschied

Philipp Bollmann,* 1987, absolvierte nach seinem Abitur im Jahr 2007 ein sechsmonatiges Praktikum in der Bielefelder Samuelis Baumgarte Galerie & Art Consulting, für die er nach Beendigung des Praktikums weitere 18 Monate als Mitarbeiter zunächst in Bielefeld, später als Repräsentant der Galerie in Berlin tätig war.

Von 2009 bis 2013 studierte Philipp Bollmann Kunstgeschichte und Geschichte an der Freien Universität Berlin. Parallel dazu begann er mit dem Unternehmer Heiner Wemhöner die Sammlung Wemhöner aufzubauen, die er bis heute als Kurator betreut. Seit 2011 veröffentlichte Philipp Bollmann als Herausgeber etliche Publikationen, darunter: Focus Asia (2011), Im Blick (2012), Aufgestellt (2013), Behind the Surface (2015), Blaise Reutersward (2015), About Painting (2015).

2014 kuratierte er die viel beachtete Ausstellung Einblicke in die Sammlung Wemhöner und realisierte 2015 in Zusammenarbeit mit dem Museum MARTa Herford die Ausstellung Harmonie und Umbruch – Spiegelungen chinesischer Landschaften.

Philipp Bollmann ist seit 2016 für die beiden Ausstellungsreihen Berlin Masters und Schloss Tüssling Projects inhaltlich und strategisch verantwortlich. Neben seiner kuratorischen Tätigkeit für Galerien und Museen berät er Privatpersonen im In- und Ausland beim Erwerb und Verkauf von Kunstwerken.

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KUNST IST LEBENSLUST – Thomas Rusche trifft die Künstlerin Cornelia Schleime

,,ALLES, WAS ICH WAHRNEHME, ERZEUGT BILDER IN MIR, DIE ICH UMSETZEN MUSS.'' Cornelia Schleime ist eine der bedeutendsten Künstlerinnen des Landes und wurde jüngst mit dem renommierten Hannah-Höch-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

,,ALLES, WAS ICH WAHRNEHME, ERZEUGT BILDER IN MIR, DIE ICH UMSETZEN MUSS.” Cornelia Schleime ist eine der bedeutendsten Künstlerinnen des Landes und wurde jüngst mit dem renommierten Hannah-Höch-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Foto, Lars Beusker

Die Hannah-Höch-Preisträgerin Cornelia Schleime gehört zu den bedeutendsten Künstlerinnen Deutschlands. Von der Stasi bespitzelt hat sie noch vor der Wende rübergemacht. Bei der Ausreise musste sie ihr Frühwerk zurücklassen; die über 90 Werke sind bis heute verschollen. Im Westen wird Cornelia Schleime in namhaften Museen ausgestellt. Cornelia Schleime ist nicht nur eine meisterhafte Malerin, sondern zugleich auch experimentelle Performancekünstlerin, Punkrockerin und erfolgreiche Buchautorin. In der SØR Rusche Sammlung befinden sich einige Lieblingswerke der Künstlerin. Kunstsammler und SØR Inhaber Thomas Rusche traf die zarte Powerfrau in ihrer Ausstellung ,,Ein Wimpernschlag” in der Berlinischen Galerie zum Gespräch.

Thomas Rusche traf die Künstlerin in ihrer Ausstellung  ,,Ein Wimpernschlag'', die noch bis zum 24. April 2017 in der Berlinischen Galerie zu sehen ist.

Thomas Rusche traf die Künstlerin in ihrer Ausstellung ,,Ein Wimpernschlag”, die noch bis zum 24. April 2017 in der Berlinischen Galerie zu sehen ist. Foto, Lars Beusker

TR: Was bereitet Dir im Leben besondere Lust?

CS: Das Reisen in ferne Länder. Für die ersten drei Tage buche ich immer ein festes Quartier, um mental anzukommen, die Distanz zu realisieren, mich auf das Klima einzustellen, aber dann geht es ins Floating, voller Neugierde ins Ungewisse. Zu jeder Reise nehme ich immer ein leeres Buch mit und zeichne, aquarelliere, collagiere dort hinein. Ich bin grade aus Kreta zurückgekommen wo es nur geregnet hat, das hat meinem Buch aber keinen Abbruch getan. An die zweihundert Seiten sind entstanden, Zeichnungen von Klöstern, Skulpturen, Hafenanlagen, Tagebuchnotizen,übermalten Fotografien usw. Ich habe bislang sehr viele dieser Reisetagebücher gemacht, die so etwas wie Trophäen für mich sind. Andere gehen zur Großwildjagd. Ich gehe auf Bilderjagd.

TR: Welche Bedeutung spielt die Kunst in Deinem Leben?

CS: Jeder der mich kennt, weiß, dass die Kunst nicht nur eine Rolle in meinem Leben spielt. Sie ist mein Raum, meine Luft zum Atmen. Leben und Kunst lassen sich bei mir nicht trennen. Denn alles was ich wahrnehme, erzeugt Bilder in mir, die ich umsetzen muss. Durch sie kann ich mich von der realen Welt abgrenzen, die ich manchmal nur schwer ertrage. Ich schaffe mir durch die Kunst meine eigene Welt. Ich habe ein Bildgehirn, alles bleibt gespeichert. Ganz anders mit Namen, sie pulverisieren sich in meinem Kopf und fallen wie das Mehl durchs Sieb.

Dieses Porträt von einem Mädchen mit einer Blume im Mund, ziert das Cover des neuen SØR Journals. Cornelia Schleime, ohne Titel, 1998, 145 x 120 cm, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, Privatbesitz

Dieses Porträt von einem Mädchen mit einer Blume im Mund, ziert das Cover des neuen SØR Journals. Cornelia Schleime, ohne Titel, 1998, 145 x 120 cm, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, Privatbesitz

TR: Bereitet Dir die Kunst Lust?

CS: Natürlich, ich arbeite ja aus dem Lustprinzip heraus, aus der Sinnlichkeit, die der Umgang von Farben mit sich bringt, aus den Strukturen die dabei entstehen, aus den Schichten hinter denen sich etwas verbergen kann. Malerei ist für mich ein gro.es Geheimnis, was sich nie lüftet, wie Schalen, die man Stück für Stück freilegt, um auf einen Kern zu treffen.

TR: Leidest Du auch an der Kunst?

CS: Ich habe noch nie an der Kunst gelitten. Nur an schlechter Kunst, die ich manchmal sehe und wenn sie größer sein will als sie ist.

TR: Wie entstehen Deine Werke? Schnell und intuitiv oder – als geplanter Prozess?

CS: Meine Arbeiten entstehen immer intuitiv. Wenn ich jedoch länger an einem Thema dran bleibe, kommen Überlegungen hinzu, Grenzen auszureizen.

Cornelia Schleime, Ohne Titel, 2003, Acryl, Asphaltlack und Schel lack auf Leinwand 180×140cm, SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Cornelia Schleime, Ohne Titel, 2003, Acryl, Asphaltlack und Schel lack auf Leinwand 180×140cm, SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

TR: Du sprühst vor Leidenschaft. Was ist die Quelle Deiner Leidenschaft?

CS: Die Quelle ist die Suche nach innerer Schönheit, nicht der geschenkten Schönheit, sondern jener, die durch Erfahrung entsteht. Leidenschaft bedeutet für mich, sich einer Sache voll hinzugeben, jegliches Risiko in Kauf zu nehmen. Als ich vor ein paar Jahren meine Porno-Erotik-Zeichnungen gemacht habe, hatte ich in dieser Zeit keinen Sex. Beides würde für mich nicht gehen. In dem ich keinen Sex hatte, wurden diese Zeichnungen zwingend für mich. Das ist für mich Dialektik: ich kann nicht hier ein bißchen fummeln und da ein bißchen kritzeln. Das was ich tue, muss ich absolut tun. Ich hasse Ambivalenzen!

TR: Erkennst Du in Deinem Kunstschaffen einen roten Faden?

CS: Mein roter Faden ist die Poesie, das Provokante, Irritierende, das Düstere, das Lichte, mit der Umschiffung der Mitte, die mir nicht liegt.

TR: Hat er sich im Laufe Deiner wechselvollen Lebensgeschichte verändert?

CS: Nein, ich wußte schon mit 18 Jahren was ich wollte, hatte nur noch nicht die künstlerischen Mittel dies auch umzusetzen. Aber wo ich diesen roten Faden hinspinnen soll, dass war mir damals schon klar.

Cornelia Schleime, Eisvögelin, 2016, Acryl, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, 200×360cm (zweiteilig), Privatbesitz

Cornelia Schleime, Eisvögelin, 2016, Acryl, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, 200×360cm (zweiteilig), Privatbesitz

TR: Wie haben die Schicksalsschläge, aber auch die lebenslustigen Ereignisse Deines Lebens Dein Kunstschaffen beeinflusst?

CS: Ich habe mal gesagt: „Das Leben ist mein Goldkoffer“ und damit meinte ich auch die negativen Erfahrungen, die ich machen musste, denn gerade sie wollte ich durch Kunst verwandeln in etwas Positives, Fantastisches. Hätte ich nur Positives erlebt, ich wüsste nicht, wie meine Kunst aussehen sollte, glatt, harmlos, beliebig, einfallslos? Nein, gerade das Negative war der stärkste Motor und hat in mir eine Kraft mobilisiert, dem etwas entgegenzusetzen.

TR: Du bist Ende des vergangenen Jahres mit dem renommierten Hannah-Höch-Preis für Dein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Wie fühlt sich das für Dich an und hat sich etwas dadurchin Deinem Leben und Schaffen verändert?

CS: Der Preis hat mich sehr geehrt, vor allem, dass ich ihn in meiner Heimatstadt Berlin bekommen habe. Es ist für mich auch eine Bestätigung, dass mein Weg der richtige war. Ich erinnere mich noch an Zeiten Ende der 80iger Jahre, wo Malerei als out galt, wo man mir sagte, ich sei von vorgestern. Es war die Zeit von Konzeptkunst. Ich hatte mir einfach die Ohren zugehalten und natürlich weitergemalt.

Cornelia Schleime, Float, 2015, Bleistift, Tusche und Aquarell auf Bütten_57×38cm, Privatbesitz

,, In meiner Berliner Wohnung kann ich sehr gut Zeichnen, da darf der Raum nicht so groß sein, da das Zeichnen ja auch viel intimer ist als die Malerei, die mehr körperlichen Einsatz einfordert.” Cornelia Schleime, Float, 2015, Bleistift, Tusche und Aquarell auf Bütten_57×38cm, Privatbesitz

TR: Was für eine Beziehung hast Du zu Deinen Bildern? Viele befinden sich in Deinem Privatbesitz  so, als würdest Du sie ungern los lassen?

CS: Die Beziehung zu meinen Bildern ist so eng, dass ich sie als meine Brüder und Schwestern empfinde, die ich nie hatte. Ich kann mich von vielen Bildern nicht trennen und behalte aus jedem Werkkomplex immer ein Bild für mich. Für Dich habe ich eine Ausnahme gemacht und Dir mein Lieblings Papstbild (Woitila) und ein Mädchenporträt verkauft, was ich für mich zurück gelegt hatte, weil ich Deine Kunstsammlung so hervorragend finde. Ich wusste, das sie bei Dir ein gutes zu Hause bekommen, so konnte ich sie loslassen. Das war wirklich eine einmalige Ausnahme und ich habe mich sehr gefreut, sie immer mal wieder in Deinen Ausstellungen zu sehen und mir wurde dabei klar, dass dies genau die richtige Entscheidung war.

Cornelia Schleime, Mädchen mit Blatt im Mund, 1998, Acryl, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, 145×120cm, SØR Rusche Sammlung OeldeBerlin

,,Ich kann mich von vielen Bildern nicht trennen und behalte aus jedem Werkkomplex immer ein Bild für mich.” Cornelia Schleime, Mädchen mit Blatt im Mund, 1998, Acryl, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, 145×120cm, SØR Rusche Sammlung OeldeBerlin

TR: Du hast ein Atelier in Berlin und eines auf dem Land bei Neuruppin. Wo bist Du mehr und wo bist Du lieber? Und nehmen die zwei unterschiedlichen Orte Einfluss auf Deinen Schaffensprozess?

CS: Ich bin mehr auf dem Land, da ich mir dort ein Refugium geschaffen habe, wo ich absolut konzentriert arbeiten kann. Ohne Störungen, ohne viel Besuche. Ich habe dort sehr große lichte Räume, mit bis zum Teil 7m Deckenhöhe. Das brauche ich auch, um an meinen größeren Leinwandbildern zu arbeiten. In Berlin habe ich ein Wohnatelier und verbinde meine Aufenthalte gerne mit Terminen, die ich in der Stadt habe. In meiner Berliner Wohnung kann ich sehr gut Zeichnen, da darf der Raum nicht so groß sein, da das Zeichnen ja auch viel intimer ist als die Malerei, die mehr körperlichen Einsatz einfordert. Würde ich auf dem Land zeichnen, hätte ich das Gefühl, meine Energie verfängt sich im Deckenbalken, ehe ich den ersten Strich gemacht habe. Aber hier in Berlin kann ich gut switchen, zwischen spitzer Feder und einem Meeting in der Stadt. Die Papierarbeiten entstehen bei mir sehr schnell, hingegen die großen Leinwände über Monate bearbeitet werden.

TR: Welche Bedeutung spielt für Dich die Mode in Deinem Leben? Steigert sie Deine Lebenslust?

CS: Es ist nicht der Begriff der Mode, der eine Bedeutung für mich hat, sondern ich liebe es, mich durch Kleidung zu verwandeln, aus den Malklamotten heraus eine Andere zu werden. Wie ich mich grade fühle: mal rockig in Leder, mal in Seide elegant, mal verspielt, mal streng, wie es mir grade passt. Ich habe vier Kleiderschränke, welche Schande!! Die schönste Mode ist für mich immer noch im Film „Jenseits von Afrika“ zu sehen.

Cornelia Schleime, Die Argonautin, 2015, Acryl, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, 180×160cm, Privatbesitz

,, Ich hasse das Angepasste. Mitunter ist mir die Gesellschaft insgesamt zu nett, ist mir zu glatt geschmiert, wie in einer Softeistüte.” Cornelia Schleime, Die Argonautin, 2015, Acryl, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, 180×160cm, Privatbesitz

TR: Du hattest früher eine Punkband, wie viel Punk steckt heute noch in Dir?

CS: Wieviel Punk in mir steckt würde jeder merken, wenn er mich akustisch mit meiner Reibeisenstimme hört. Ich bin auch noch widerspenstig, wie ich es als Jugendliche war und habe meinen eigenen Kopf, sage frei heraus was mir nicht passt, ohne Rücksicht auf Verluste. Ich hasse das Angepasste. Mitunter ist mir die Gesellschaft insgesamt zu nett, ist mir zu glatt geschmiert, wie in einer Softeistüte. Ich finde das Glatte oft eisig. Ich bin aber warm und will es vom Herzen auch bleiben. Harte Schale, weicher Kern, so würde ich mich beschreiben. Und auch was meine Kleidung angeht, mixe ich manchmal Dinge zusammen, die eigentlich nicht zusammen gehören: ein Pailettenkleid mit derben Boots.

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Cornelia Schleime im Shooting mit dem Fotografen Lars Beusker. Hut von Ellen Paulssen https://shop.soer-online.de/WOMAN/ACCESSOIRES/Ellen-Paulssen-Hut_16366.html, Blazer von NVSCO https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17835/sCategory/489 , Bluse von Herzensangelegenheit https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17761 und eine Jeans von Cambio https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17677, Foto SØR

TR: Was sind für Dich die wichtigsten Fashion-Items im Frühjahr/ Sommer 2017?

CS: Ich liebe Muster und Materialmix – Jeans mit feinem Kaschmir, Spitze mit groben Leinen und Streifen- mit Blumenmuster zu kombinieren. Bevorzugt werden bei mir körpernahe Schnitte wie bei den aktuellen schmalen Cambio Hosen.  Tiefe Einblicke ins Dekollet. sind nicht mein Ding, lieber kleine Stehkragen oder opulente Schleifen und Schluppen. Kleine freche Hüte mag ich besonders, die frischen jedes Outfit auf.  Pink ist ist in meinem Schrank verboten, lieber ein verwaschenes rosé, Blautöne von dunkel bis hell und vor allem viel weiß- altweiß.  Na, ja, ich bin auch nicht mehr die Jüngste! Schuhe am liebsten spitz, im Germaschen- Stil, mit einem mittelhohen Absatz. Mädchenhaft, elegant, ich will ja jünger aussehen als ich bin…

Und eines hoffe ich ganz besonders für den Modesommer 2017, dass bald die Brikettsohlen an den Frauenfüßen verschwinden. Nichts gegen Plateau, aber bitte elegant abgeschrägt!

TR: Vielen Dank liebe Cornelia!

Cornelia Schleime - Ein Wimpernschlag (Katalog zur Ausstellung) ISBN 978-3-7356-0293-0 23,00 x 27,00 cm 156 Seiten 124 farbige und 28 s/w Abbildungen Broschüre, gebunden Deutsch/Englisch Kerber Verlag 35,00 € Bis zum 24.4.2017: die Ausstellung in der Berlinischen Galerie, Alte Jakobstraße 124–128, 10969 Berlin www.berlinischegalerie.de

Cornelia Schleime – Ein Wimpernschlag (Katalog zur Ausstellung)
ISBN 978-3-7356-0293-0, 23,00 x 27,00 cm, 156 Seiten, 124 farbige und 28 s/w Abbildungen Broschüre, gebunden Deutsch/Englisch
Kerber Verlag 35,00 €
Bis zum 24.4.2017: die Ausstellung in
der Berlinischen Galerie, Alte Jakobstraße 124–128, 10969 Berlin
www.berlinischegalerie.de

https://shop.soer-online.de/

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http://instagram.com/soer_rusche

http://www.cornelia-schleime.de/

https://www.berlinischegalerie.de/ausstellungen-berlin/aktuell/cornelia-schleime/

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Sneak Preview – Das Neue SØR Journal Spring/Summer 2017

Nur noch wenige Tage, dann erscheint das neue SØR Journal Frühjahr/Sommer 2017. Ganz exklusiv gewähren wir Ihnen jetzt schon einen Einblick mit einem kleinem Making of unseres Foto/Filmshootings mit der Künstlerin Cornelia Schleime. SØR Inhaber und Kunstsammler Thomas Rusche traf die jüngst mit dem renommierten Hannah-Höch-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnete Künstlerin in ihrer aktuellen Ausstellung in der Berlinischen Galerie. Die zierliche Powerfrau spricht über alles, was ihr in ihrem Leben große Lust bereitet, allen voran die Malerei, aber auch der Punk oder das Reisen, und welche Kraft sie aus ihren Schicksalsschlägen schöpfte.

Cornelia Schleime wird von dem Fotografen Lars Beusker für das neue SØR Journal fotografiert. Hut von Ellen Paulssen https://shop.soer-online.de/WOMAN/ACCESSOIRES/Ellen-Paulssen-Hut_16366.html, Blazer von NVSCO https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17835/sCategory/489 , Bluse von Herzensangelegenheit https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17761 und eine Jeans von Cambio https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17677, Foto SØR

Cornelia Schleime wird von dem Fotografen Lars Beusker für das neue SØR Journal fotografiert. Hut von Ellen Paulssen https://shop.soer-online.de/WOMAN/ACCESSOIRES/Ellen-Paulssen-Hut_16366.html, Blazer von NVSCO https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17835/sCategory/489 , Bluse von Herzensangelegenheit https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17761 und eine Jeans von Cambio https://shop.soer-online.de/detail/index/sArticle/17677, Foto SØR

SØR Inhaber und Kunstsammler Thomas Rusche traf die Künstlerin in ihrer aktuellen Ausstellung in der Berlinischen Galerie zum Interview, Fotoshooting….

SØR Inhaber und Kunstsammler Thomas Rusche traf die Künstlerin in ihrer aktuellen Ausstellung in der Berlinischen Galerie zum Interview, Fotoshooting….

...und Film-Dreh für das das SØR Journal Spring/Summer 2017. Foto, SØR

…und Film-Dreh für das das SØR Journal Spring/Summer 2017. Foto, SØR

Natürlich stehen neben der Kunst aufregende Mode und die aktuellsten Trends im Mittelpunkt unseres neuen Journals. In diesem Sommer werden wir Sie verzaubern, mit angesagten Key-Looks und Fashion die Ihre Lebenslust kräftig ankurbelt. Entdecken Sie Mode die den Enthusiasmus und die Leidenschaft ihrer Macher reflektiert – wie die hochwertigen Ledertaschen von Campomaggi, SØR Anzüge aus feinstem Tuch von traditionellen italienischen Webereien und von MMX , die für sich beanspruchen, die perfekt Hose zu interpretieren.

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Campomaggi Taschen sind mehr als ein modisches Accessoire – sie werden zu treuen Begleitern, zumeist jahrelang. Foto, Lars Beusker

Die perfekte Herren-Hose zu kreieren ist der Motor des Labels MMX. Wer einmal so eine Hose getragen hat weiß das MMX ihr Ziel erreicht haben. Tolle Materialien und Farben, aufwendige Verarbeitung und fröhliche Details im Futter der Hose, gehören bei dem deutschen Brand zum guten Ton. Foto, Lars Beusker

Die perfekte Herren-Hose zu kreieren ist der Motor des Labels MMX. Wer einmal solch eine Hose getragen hat, weiß das MMX ihren Ansprüchen gerecht werden. Tolle Materialien und Farben, aufwendige Verarbeitung und fröhliche Details im Futter der Hose, gehören bei dem deutschen Brand zum guten Ton. Foto, Lars Beusker

Feinstes Tuch aus traditionellen italienischen Webereien, slim fit Linie im raffinierten raffiniertes Karo Look - der SØR Anzug! Hier geben wir unser Bestes für Sie! Foto, Lars Beusker

Feinstes Tuch aus traditionellen italienischen Webereien, slim fit Linie im raffinierten Karo Look – der SØR Anzug! Hier geben wir unser Bestes für Sie! Foto, Lars Beusker

Betörend gut sind auch unsere Neuzugänge wie das Beachwear Label MC2 Saint Barth und Au Soleil de St. Tropez, deren Kollektionen uns Lust machen auf karibische Traumstrände und die legendären Promenaden der Côte d’Azur machen.

Die Beachwear von St. Barth weckt in uns die große Lust auf karibische Strände und köstliche Sundowner! Foto, Lars Beusker

Die Beachwear von St. Barth weckt in uns die große Lust auf karibische Strände und köstliche Sundowner! Foto, Lars Beusker

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Au Soleil de St. Tropez – wird uns diesen Sommer noch verlockender machen. Die super light Baumwolle ist genau richtig für heiße Sommertage, die frechen Schnitte passen perfekt zur Jeans oder Hotpants. Foto, Lars Beusker

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Au Soleil de St. Tropez – ist Liebe auf den ersten Blick und avanciert schnell zum Lieblings-Shirt in Ihrer Sommer.Garderobe! Foto, Lars Beusker

Artigiano heißt ,,Handarbeit” auf Italienisch. Der Schweizer Hemden-Macher vereint perfektes Schneiderhandwerk und hochwertige Materialien mit angenehmen Preisen. Ein Artigiano Hemd verleiht Ihrem Business-Outfit den feinen Schliff!

Artigiano Hemden halten ein Versprechen - sorgfältigste Herstellung, hochwertige Materialien zu tragbaren Preisen! Foto, Lars Beusker

Artigiano Hemden halten ein Versprechen – sorgfältigste Herstellung, hochwertige Materialien zu tragbaren Preisen! Foto, Lars Beusker

Vom Kultlabel Schott NYC kommt das It Piece der Saison – die Bomberjacke! Dieser Flieger-Blouson erfährt gerade ein einzigartiges Revival und steht für maskuline Coolness und amerikanische Kulturgeschichte.

Das Original reloaded - Die Schott Bomberjacke! James Dean manövrierte den Fliegerblouson zum modischen Must-have. Und 2017 ist die Bomberjacke wieder das It-Piece der Saison.

Das Original reloaded – Die Schott NYC Bomberjacke!
James Dean manövrierte in den 50′s den Fliegerblouson zum modischen Must-have. Und 2017 ist die Bomberjacke wieder das It-Piece der Saison. Foto, Lars Beusker

 

Lust auf Sommer, Lust auf Mode und Lust auf gute Kunst!? Die haben wir hoffentlich, mit unserer kleinen Preview, bei Ihnen geweckt und freuen Sie sich jetzt mit uns auf das komplette SØR Journal – prall gefüllt mit purer Lebenslust!

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Der SØR Business-Anzug

SØR Anzug Traditionsweberei Reda (seit 1865) aus Biella in Italien, 2-Knopf, hochwertiges Innenfutter in der Farbe Braun, Super 110's, 100% Schurwolle   http://shop.soer-online.de/MAN/SAKKOSANZUEGE/SOR-Anzug_16642.html?c=36

SØR Anzug, feinstes Tuch aus der Traditionsweberei Reda (seit 1865) aus Biella in Italien, 2-Knopf, hochwertiges Innenfutter in der Farbe Braun, Super 110′s, 100% Schurwolle
http://shop.soer-online.de/MAN/SAKKOSANZUEGE/SOR-Anzug_16642.html?c=36, Foto Lars Beusker

Es brodelt in der Fashionszene. Wer die Entwicklung der Menswear verfolgt, merkt, dass sich die Schwerpunkte verlagern: Mode für Herren gewinnt zunehmend ­­­­an Bedeutung. Das Stilbewusstsein der Männer wächst. Sie legen immer größeren Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild. Und zwar in so hohem Maße, dass internationale Top-Designer wie Stella McCartney erste Menswear Linien lancierten und die Weltmarken Burberry und Tom Ford Männer- und Frauenmode gemeinsam in einem Defilee präsentierten. Umso wichtiger ist es, dass sich das wohl bedeutendste Kleidungsstück des Herrn, der Anzug, diesen hohen Ansprüchen entspricht. SØR hat das neue Selbstbewusstsein und die damit verbundenen Bedürfnisse an die Herrenmode als eine der ersten High-End-
Marken erkannt. Das Ergebnis: mehr denn je heißt es für die SØR-Mode in Premium-Qualitäten: absolute Meisterschaft in allen Disziplinen, vom Zuschnitt bis zum Annähen der Knöpfe.
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FEINSTE TUCHE
Wussten Sie, dass die luxuriösen Tuche der SØR-Anzüge aus Italiens bedeutendsten Traditionswebereien stammen? ­­So genießt Loro Piana seit 1812 einen hervorragenden Ruf als Spezialist für Schurwolle und Kaschmir. Ebenso herausragende Stoffqualitäten liefern die Familienunternehmen Barberi und Cerruti, berühmt für ihre strengen Garnfeinheitskriterien, die Sakkos Glanz, Glätte und Griffigkeit verleihen.
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PERFEKTER SITZ
Für den perfekten und komfortable konzipierten SØR Sitz sorgen erfahrene Schnittmeister. In der Herbst-Winter-Saison lassen sie das Revers etwas schmaler werden. Sakko und Blazer-Silhouetten, am liebsten in Zwei-Knopf-Varianten, bleiben schlank. Blau in all seinen Abstufungen bleibt die wichtigste Farbe.
Der neue SØR Anzug aus dem Weber-Hause Reda in Italien besticht durch sein modernes Glencheck in Grau mit blauem Überkaro und wird zum center piece Ihrer Garderobe!
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Die SØR Qualitätsmerkmale
* meisterhafte Verarbeitung
* sorgfältiger Zuschnitt
* kleine Nahtstichfolgen
* innen so sorgfältig wie außen verarbeitet
* exakte Passformgenauigkeit
* luxuriöse Oberstoffe weltbester Webereien
* atmungsaktive Futter und Einlagen
* echte SØR Knöpfe aus Büffelhorn
* praktische Innentaschenausstattung
* bequeme Schulter
* exakte Halspasse
* Armloch mit angenehmer Bewegungsfreiheit
* schlanke Silhouette
* großer Tragekomfort
* aufwendige Dressurarbeiten
* fachgerechtes Formbügeln
* Hose mit Flatfront
* französische Taschen
* AMF-Steppung am Tascheneingriff
* Bauchspanne am Schlitzuntertritt
* runde Bundverlängerung
Seit 60 Jahren dient SØR der Kleidungskultur und steht für höchste Qualität und exzellente Beratung. Foto, Lars Beusker

Erfahren Sie alles über das SØR Businesshemd hier: http://www.kleidungskultur-soer.de/?p=2511, Foto Lars Beusker

 

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