Barbour: Ein Frühling voller Karos

Das britische Traditions-Brand Barbour zeigt in seiner Video Clip Kampagne “Dress Tartan” wie cool die neuen Barbour Karos sind! 4 Fashion Blogger aus London, Edinburgh und Brighton wurden einen Tag im Frühling begleitet. Sie erzählen von ihrem aufregenden Leben in der Fashion Welt und tragen dabei ihre Lieblings-Teile aus der aktuellen Barbour Kollektion! Eine wirklich schöne Idee!

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Matthias Brandt und die gewissen Muster

Matthias Brandt auf dem SØR Sofa Photo by SØR

Die Charaktere die Matthias Brandt verkörpert zeichnen sich durch Ecken und Kanten aus, die im Verborgenen liegen, im Inneren eines Menschen. Er nimmt einen mit auf Tauchgänge durch die Psyche. Dabei schaut man in sein weiches und altersloses Gesicht, welches zu einer fulminanten Projektionsfläche der menschlichen Abgründe wird. Matthias Brandt lässt sich nicht auf bestimmte Typen festlegen. Seine Vielseitigkeit mit Tiefgang wurde mit dem Adolf-Grimme-Preis, dem Bayrischen Filmpreis und einer goldenen Kamera belohnt. Der jüngste Sohn des früheren deutschen Bundeskanzlers Willy Brandt, hat sich mit seiner wundervollen Eigentümlichkeit an die Spitze des deutschen Films gespielt. Spätestens seit dem er die Rolle des Münchner Kommissars Hanns von Meuffels im Polizeiruf 110 übernommen hat, ist Matthias Brandt dem breiten Publikum ein Begriff. Leicht verwirrt, gern zitierend und bestens gekleidet mit Trenchcoat und feinem Tuch oder auch mal einen kompletten Film lang nur im Pyjama und OP Hemd (Polizeiruf 110 Fieber), von Meuffels hat einen ganz eigenen Look. Wir trafen den Schauspieler im SØR Haus Berlin nach den Anproben für seinen neuen Film “Männertreu”

Matthais Brandt und Film-Stylistin Sabine Böbbis bei der Auswahl Photo by SØR

MK: Herr Brandt interessieren sie sich eigentlich für Mode?

MB: Da ich dieses Interesse in meinem Beruf ausleben kann, bin ich eigentlich ganz froh, dass ich mir im Privaten keine Gedanken darüber machen muss. Aber da unterscheide ich dann auch zwischen ganz privat sein und öffentlichen Anlässen, zu denen ich gerne gut angezogen bin.

MK: Wie würden Sie ihren persönlichen Stil beschreiben.

MB: Das kann man immer gut beschreiben wenn man andere sieht, aber bei sich selber ist das gar nicht so einfach. Ich mag immer eine Form von reduzierter schlichter Eleganz. Das ist das was mich überzeugt und wie wir wissen, auch nicht leicht zu erreichen ist. Die Raffinesse liegt im kleinen Detail. Und nicht im Ornament.

Dunkelblauer Trenchcoat, used Look Jeans, Rolli und Desert Boots - Matthias Brandt mag es reduziert und klassisch Photo by SØR

MK: Haben Sie ein Lieblingskleidungsstück, welches sie schon Jahre mit sich rumschleppen?

MB: Ehrlich gesagt – nein. Ich binde mich ungern an Sachen. Die einzige Ausnahme sind meine guten englischen Schuhe, die begleiten mich teilweise schon seit fünfundzwanzig Jahren.

MK: Das was Sie heute tragen, erinnert ja auch schon sehr an Kommissar Hans von Meuffels, den Sie seit zwei Jahren im Polizeiruf 110 München spielen. Nur das der einen sandfarbenen Trench tragen würde. Gibt es Parallelen zwischen ihnen und der Rolle?

MB: Das lässt sich gar nicht ausschließen. Es ist eine Rolle die über mehrere Filme läuft und das die zwangsläufig ganz viel von mir selbst beinhaltet lässt sich nicht vermeiden. Aber es ist mit der Rolle, als auch im Privaten so, man hat ein gewisses Grundmuster und damit spielt man rum und probiert sich aus. Und das macht ja auch Spass.

MK: Jetzt befinden Sie sich kurz vor Drehstart für einen neuen Film.

MB: Genau. Mit der Regisseurin Hermine Huntgeburth drehen wir den kommenden Wochen in Frankfurt einen Fernsehfilm für den Hessischen Rundfunk. Der Film spielt in der Welt der Politik, Banken und Medien. Wir liegen gerade noch in den letzten Zügen der Vorbereitungen. Und freuen uns natürlich das wir hier bei SØR schonmal die äußeren Züge für meine Rolle gefunden haben, einen eleganten klassischen Look.

Matthias Brandt & Sabine Böbbis zwei die sich auch ohne viel Worte verstehen Photo by SØR

MK: Klappt die Zusammenarbeit mit Kostümbildnern und Stylisten immer so gut wie heute mit Frau Böbbies?

MB: Es ist wie in anderen Lebensbereichen auch, man ist auf Intuition angewiesen. Ich habe da die Erfahrung gemacht, gerade was künstlerische und kreative Tätigkeiten angeht, je mehr man redet und je mehr erklärt werden muss, desto schwieriger ist die Zusammenarbeit. Der Idealfall ist, sich ein paar Stichworte zu geben und der andere weiß genau was gemeint ist. In diesem Fall, mit Sabine Böbbies, ist das gerade genau so – ein Glücksfall. Vorsichtig ausgedrückt – manchmal hat man Pech und manchmal hat man Glück. Und jetzt habe ich Glück!

Der Film “Männertreu” wird unter der Regie von Hermine Huntgeburth in den kommenden Wochen an original Schauplätzen in Frankfurt gedreht und 2014 in der ARD als Mittwochsfilm um 20:15 Uhr ausgestrahlt. Neben Matthias Brandt spielen: Susanne von Borsody, Peri Baumeister, Margarita Broich, Claudia Michelsen Phillip Hochmaier uva.

Matthias Brandt sehr sympathisch wegen seiner Ecken und Kanten Photo by SØR

Catharina Gräfin von Lehndorff: Wenn Goldschmiedekunst zum Gürtel wird!

Die Gürtel der Goldschmiedin Catharina Gräfin von Lehndorff sind international begehrte Luxusobjekte und Liebhaberstücke, die aus exklusiven Ledern und mit edlen Schließen mit Palladium-Silber- und Goldfinish gearbeitet sind. Wer einmal so einen Gürtel besitzt, möchte einfach noch mehr davon, obwohl es praktisch gesehen nicht nötig wäre, denn die Gürtel sind von so beständiger Qualität, dass sie einen ein leben lang begleiten.

Die Geschichte der Catharina Gräfin von Lehndorff erinnert an die großen Familiensagen, die wir unter anderem aus Erzählungen, Romanen und Verfilmungen kennen. Am 21. Juli 1944 wurde Catharinas Vater, Heinrich Graf von Lehndorff, auf dem Familiensitz Schloss Steinort in Ostpreußen von der Gestapo verhaftet – enttarnt als einer der Widerstandskämpfer der „Operation Walküre“, des am Tage zuvor gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler. Mit brachialer Gewalt endete für die Lehndorff-Schwestern Gabriele, Nona und Veruschka eine unbeschwerte Kindheit. Die schwangere Mutter Gottliebe von Lehndorff wurde inhaftiert. Die drei älteren Schwestern verschleppte man in das NS-Kinderheim Borntal nach Bad Sachsa. Ihr Vater wurde am 3. September 1944 hingerichtet.  Als Gottliebe Gräfin von Lehndorff mit der neugeborenen Catharina einige Monate später ihre drei anderen Töchter wieder in die Arme schließen konnte, beginnt ein neues, sehr bescheidenes Leben, denn sie hatten alle Besitztümer verloren und wurden als Vaterlandsverräter geächtet.

Mutter Gottliebe ermutigte ihre Töchter, einen Beruf zu erlernen und kreativ zu sein. Catharina absolvierte eine Ausbildung zur Goldschmiedin. Zu der Zeit begann die Karriere ihrer älteren Schwester Veruschka als international gefragtes Model. Oft nahm sie Catharina mit zu den großen Fotoshootings für die „Vogue“ oder „Harper’s Bazaar“. Die zurückhaltende Catharina reiste mit ihrer Schwester um die Welt und kreierte für sie künstlerischen Modeschmuck aus Papier und anderen ungewöhnlichen Materialien. Kleine filigrane und typische Goldschmiede-Arbeiten fand sie langweilig, groß musste es sein und spontan entstehen. Während der Shootings in Afrika und Brasilien entbrannte ihr Interesse für die Symbolik der Naturvölker. Unermüdlich hielt Catharina ihre Impressionen in Skizzenblöcken fest. Ihre Entwürfe sind meistens komplett aus Metall, viele Platten aneinandergesteckt, verziert mit Ornamenten oder Tiergestalten. Ihre große Schwester Veruschka, die zur Fashion-Ikone der 1970er-Jahre wurde und der der Jetset zu Füßen lag, trug bei all ihren Auftritten die Kreationen der Schwester. Catharina hingegen ließ die high Society kalt. Am liebsten verbrachte die zurückhaltende junge Frau ihre Zeit in ihrer Souterrain-Werkstatt, aus der man bis spät in die Nacht das Hämmern und Nieten hören konnte. In Hochzeiten saß Catharina von Lehndorff mit 15 jungen Frauen in dem Souterrain, und noch heute verbringt sie viel Zeit in ihrem Atelier, denn von jedem ihrer Entwürfe fertigt sie dort den Prototypen an.

Mit Begeisterung, Fleiss und Kreativität an die Weltspitze

Sich selbst beschreibt Catharina in ihren beruflichen Anfängen als „freischaffende Gestalterin im Hippielook mit Bauchladenverkauf“. Etwas Understatement gehört zu dieser Aussage dazu, denn schon 1979 war eine junge hamburger Designerin, die einen laden in der Milchstraße eröffnete, ganz angetan von Catharinas Arbeiten. Und so brachte diese mit preußischer Verlässlichkeit wöchentlich die neuesten Stücke in den kleinen Laden der damals noch unbekannten Jil Sander. Das Geschäft lief bald auf Hochtouren. Mit ihren handgefertigten Prototypen macht sich die eigenwillige Goldschmiedin auf nach Florenz, um dort nach ihrer Vorlage Gürtelschließen, Applikationen und Verzierungen von Kunsthandwerkern in größeren Mengen anfertigen zu lassen. In der hamburger Werkstatt werden die Einzelteile anschließend zu Gürteln zusammengesetzt. Das Kalbs-, Reptilien- und Straußenleder für die Gürtel kommt aus Deutschland, produziert werden die erlesenen Stücke in Italien. Eingefasste Gürtelspitzen in Silber, Schließen mit den Initialen CL, Schließen in Form von Indianerköpfen, Flügeln oder in zeitlos klassischer Form ziehen unweigerlich den Blick auf sich. Gerade weil sich Catharina von Lehndorff nicht von kurzweiligen Moden beeinflussen lässt, gelten ihre Kollektionen als Sammler- und Kultobjekte.

Zum Must-have avanciert und das meistverkaufte Modell ist der gürtel mit den Jaguar-Applikationen. Er schmückte schon die Hüften von Gunter Sachs, Udo Jürgens und Marlon Brando. Als der Hollywood-Star damals seinen Gürtel bei der jungen Designerin in Auftrag gab, versetzte er sie in großes Staunen: „In diese Umfanglänge hätten locker sieben Frauen reingepasst!“ Herrengürtel sind bis heute das Hauptgeschäft und werden weltweit in den nobelsten Boutiquen verkauft. Es ist Catharina Gräfin von Lehndorff zu verdanken, dass der bis dato eher unbeachtete Gürtel zu einem der wichtigsten und schönsten Mode-Accessoires geworden ist.

Text von Michaela Kühn

Interview mit Catharina Gräfin von Lehndorff

MK: Warum sind Sie Goldschmiedin geworden? Das ist ja nicht unbedingt ein typischer Beruf für eine Adlige.

C. v. L.: Nach dem Tod meines Vaters hatten wir ja alles an Reichtümern und Besitz verloren. Damals ermunterte uns unsere Mutter kreative Berufe zu ergreifen. In der Schule war ich nicht besonders gut, aber Kunst und Gestalterisches lag mir sehr. So war es ganz klar, dass ich einen Beruf machen muss, in dem ich meiner Kreativität ausleben konnte. So absolvierte ich eine Ausbildung zur Goldschmiedin in München und in Berlin. Und später habe ich dann auch noch meinen Meister in München gemacht.

MK: Wie sind Sie überhaupt darauf gekommen Gürtelschnallen zu entwerfen?

C. v. L.: In den 70er Jahren begleitete ich oft meine Schwester Veruschka zu Fotoshootings von der Vogue. Da habe ich dann ganz spontan am Set Mode-Schmuckstücke und Gürtel aus Papier oder anderen ungewöhnlichen Materialien hergestellt, die dann auf den Bildern zum Einsatz kamen. Kleine filigrane Kreationen wie Ohrringe oder feine Kettchen haben mich nie interessiert. Ich war ganz fasziniert von großen Stücken, am liebsten aus untypischen Materialien. Das war meine große Leidenschaft. Gürtel haben mich einfach fasziniert. Es gab außer Aigner auch keinen anderen deutschen Designer der sich dem Thema Gürtel gewidmet hat.

MK: Wovon ließen Sie sich inspirieren?

C. v. L.: Vieles entdeckte ich auf meinen Reisen durch Afrika, Indien und Amerika. Aber selbst ganz alltägliche Dinge wie zum Beispiel alte Türgriffe und verspielte Schaniere haben mich inspiriert. Nur Mode hat mich nicht interessiert, an die habe ich mich nicht gehalten, sondern ganz mein Ding gemacht. Bei den Händlern bin ich auch manchmal deswegen angeeckt, aber die Kunden haben es mir immer gedankt, dass ich meiner Linie treu geblieben bin.

MK: Und wann folgte dann der Durchbruch?

C. v. L.: Es fing alles ganz klein an. 1976 habe ich meine Kreationen, alles Unikate, in die Boutiquen nach Sylt zum Verkauf gebracht. Etwas später verkaufte ich dann meine Gürtel in dem kleinen Laden von Jil Sander in der Milchstarsse, mit der ich heute noch befreundet bin. Und dann ging es plötzlich ganz schnell, Günther Giers der damalige Gründer von closed entdeckte mich und nahm meine Gürtel mit auf eine Modemesse. Bei der Ersten verkaufte er 500 Gürtel und zwei Jahre später dann schon 20.000.

MK: Aber trotz des Erfolges sind Sie immer sehr im Hintergrund geblieben, warum?

C. v. L.: Ich bin einfach nicht der Typ der gerne im Rampenlicht steht. Das behagt mir überhaupt nicht. Lieber bin ich in meiner kleinen Werkstatt als auf dem roten Teppich. Also genau das Gegenteil von meiner Schwester Veruschka, die ist so toll und macht das richtig gut. Angebote hatte ich damals viele. Mode- und Taschen Kollektionen sollte ich entwerfen, aber da wäre viel zu viel Aufmerksamkeit auf meine Person gelenkt worden! Und das ist nicht meins.

Ausstellung: Tierstücke – der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Julius Hofmann, Einsames Zuhause, 2010, 200x190cm, Acryl auf Leinwand, Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin, Photo by Galerie Kleindienst

Vom 10. 02.-28. 04.2013 richtet das Museum Abtei Liesborn den Blick auf die Tierstücke der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin. Die Ausstellung Tierstücke vereint 17 Gemälde niederländischer Meister des 17. Jahrhunderts mit insgesamt 74 Arbeiten zeitgenössischer Künstler. So entsteht ein spannungsreicher Dialog, dem der Besucher aufgefordert ist, zu folgen. Seit der Frühzeit zählt das Tier zu den beliebtesten Motiven der bildenden und angewandten Kunst. Die Ausstellung nähert sich dem Bildgegenstand Tier unter fünf Gesichtspunkten, denen jeweils ein Raum gewidmet ist: I. Das Tier als Schmuckwerk II. Raubtier und Beute oder Fressen und gefressen werden III. Das Tier als Gefährte des Menschen und der Mensch als Nutznießer des Tiers oder Haus- und Nutztiere IV. Anthropomorphismen: Der Mensch als Tier, das Tier als Mensch I. Das postmoderne Tier: Leben in einer denaturierten Welt Die Beweggründe Tiere darzustellen, sind äußerst vielfältig. Künstler nutzen das Motiv, um auf die Schöpfung Gottes und die Artenvielfalt des Kosmos zu verweisen. In seiner Wildheit wird es zum Furcht einflößenden und bewunderten Fabeltier. Ambivalenz erweist sich in der Darstellung als Jäger und Gejagter oder es spiegelt ein wissenschaftliches Interesse. Als Metapher steht es für menschliches Verhalten und manchmal dient es nur der Dekoration. In der holländischen Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts finden Tierbetrachtung und Tierdarstellung einen Höhepunkt.

Dirck Wijntrack, Wasservögel an einem Schlossgrabem, ca. 1650, 90 x 125 cm, Öl auf Holz, Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin, Photo Lars Beusker

Besonders charakteristisch für das Tierbild in Holland sind seit der Mitte des 17. Jahrhunderts das sogenannte „Viehstück“, das Nutztiere auf der Weide darstellt, das „Jagdstück“, bei dem Hunde Jagd auf Beutetiere machen sowie der „Geflügelhof“. Zeitgenössische Künstler haben sich in den vergangenen Jahren verstärkt mit dem Thema Tier befasst. In Rückbesinnung auf die alte Tradition der „Tierstudie“ zeugen viele Tierbilder der Gegenwartskunst von aufmerksamer Beobachtung. Sie dokumentieren unterschiedliche Aspekte des Tierseins ohne es mit einer spezifischen Deutung zu versehen. Daneben gibt es zahlreiche Werke, die das von Zwiespältigkeit geprägte Verhältnis zwischen Mensch und Tier reflektieren, analysieren, kritisieren oder ironisieren.

Ruprecht von Kaufmann, Ajax, 2007, 160 x 180 cm, Öl, Wachs, Pigment auf Leinwand, Photo by SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin

Folgende Künstler werden in der Zeit vom 10.02 – 28.04.2013 zu sehen sein: Agate Apkalne, Tilo Baumgärtel, Andrea Bender, Abraham Hendricksz. van Beyeren, BEZA, Joe Biel, Ina Bierstedt, Cornelis Biltius, Irene Bisang, Norbert Bisky, Anthonie van Borssom, Bernhard Buhmann, Marcin Cienski, Jan Dörre, Simon Johannes van der Douw, Martin Eder, Tom Ellis, Valerie Favre, Pavel Feinstein, Martin Galle, William Gowe (Gouw) Ferguson, Mitja Ficko, Adrian van Gryff, Paule Hammer, Katrin Heichel, Julius Hofmann, Feodora Hohenlohe, Abraham Hondius, Johannes Hüppi, Balthasar Huys, Malgosia Jankowska, Michał Jankowski, Friederike Jokisch, Ruprecht von Kaufmann, Inga Kählke, Kai Klahre, Andrey Klassen, Olrik Kohlhoff, Paweł Książek, Karin Kneffel, Shay Kun, Claudia Landwehr, Carolin Löbbert, Rosa Loy, Christoffel Lubieniecky, Kai Mailänder, Jacobus Sibrandi Mancadan, Casey McKee, Sebastian Meschenmoser, Claes Cornelisz. Moeyaert, Brian Montuori, David Nicholson, Heribert C. Ottersbach, Carlos Perez, Jochen Plogsties, Nadin Maria Rüfenacht, Cornelia Schleime, Lothar Schliemann, Jan Ulrich Schmidt, Rigo Schmidt, Otto Marseus van Schrieck, Tanja Selzer, Slava Seidel, TAL R, Jan Tengnagel, Karthrin Thiele, Jacob Toorenvliet, Pieter Cornelisz Verbeek, Steve Vinzens, Jacobus Victors, Matthias Weischer, Jan Wijnant, Dirck Wijntrack, Shi Zhiying.

Marcin Cienski, Reconcilation, 2012, 90 x 70 cm, Öl auf Leinwand, Courtesy of SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin Photo by Galerie Jochen Hempel

 

Bilder der Ausstellungseröffnung am 09. Februar 2012

Museum Abtei Liesborn Photo by SØR

Ausstellungsansicht Photo by SØR

Ausstellungsansicht Photo by SØR

Thomas Rusche Photo by SØR

Ausstellungsansicht (Paule Hammer, Schweinehund) Photo by SØR

Ausstellungsansicht Photo by SØR

Ausstellungsansicht Photo by SØR

Ausstellungsansicht Photo by SØR

Ausstellungsansicht Photo by SØR

Mark Gisbourne & Katja Blomberg

Dr. Elisabeth Schwarm & Rupert Pfab

Ausstellungsansicht (Rigo Schmidt, Außenseiter) Photo by SØR

Thomas Rusche Photo by SØR

 

Museum Abtei Liesborn

 

Ein Abend voller Mode, Kunst und geheimer Stars

The Label Book Of Clothing Culture & Sweet King von den Secret Stars*, 2011, Öl auf Leinwand, 190 x 130

Mittlerweile ist die Veranstaltung Kleidungskultur trifft Kunst in der SØR Rusche Repräsentanz Berlin,  eine etablierte Instanz in den Terminkalendern der Mode- und Kunstbegeisterten während der Berliner Fashion Week. Auch am vergangenen Mittwoch trafen sich die Macher der Mode mit den Kunstaffinen zum regen Austausch. Im Mittelpunkt des Abends stand die offizielle Präsentation von The Label Book Of Clothing Culture und die Vorstellung einiger Arbeiten des anonymen Künstlerkollektivs Secret Stars*. Anja und Ralf Daab brachten das wunderbare Sortiment von Kunst- Architektur- und Modebüchern, ihres Kölner Verlages, zum kennenlernen mit . Die knapp 100 Gäste u. a. Stefano Massa (Valstar), Norbert Lehmann (Dinkelacker), Oliver Mark (Fotograf), Stephan Erfurt (Direktor ℅ Berlin), Peter Kemper, Francesca Bassi, Mark Gisbourne, Thies Wulf, Matthias Rollmann (Scabal), Amelie & Philip Grözinger, Alfons & Katharina Schneider (Schneiders & Habsburg), Desiree Nick, Finn Martin (Musiker), Philipp Demandt (Leiter der Alten Nationalgalerie) und Holger Rosellen (windsor), genossen den Abend, umrahmt von den Werken der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin.

Thomas Rusche, Desiree Nick & Jan-Henrik M. Scheper-Stuke, Photo by SØR

Stefanie Hillich, Amelie & Philip Grözinger, Andreas Wendt, Photo by SØR

Maria Seifert, Katharina & Alfons Schneider & Eva Kreissl, Photo by SØR

Barbara Russ & Anja Daab, Photo by SØR

Philip Schmal & Peter Kemper, Photo by SØR

Peer Golo Willi & Ralf Daab, Photo by SØR

Oliver Mark & Dr. Philipp Demandt

Thies Wulf & Gast, Photo by SØR

Büchertisch des Daab Verlages, Photo by SØR

Stefano Massa (Valstar) & Michaela Kühn, Photo by Anja Daab

Finn Martin, Ralf Daab & Dirk Buschmann, Photo by Anja Daab

Prof. Dr. Berthold Rzany, Claudia Sobirey, Cord-Henning Brandes & Gemahlin & Ulf Leimbach, Photo by SØR

 The Labelbook

Daab Verlag

Secret Stars**

Hemden von Emanuel Berg – Der Geheimtip für Stil-Enthusiasten

  1. Weisses Hemd aus feinstem Thomas Mason Popeline, Photo by Emanuel Berg

Als Jaroslaw Szychulda 1989 die Marke Emanuel Berg in Köln gründete, hatte er nicht im Traum daran gedacht, dass sein familiär geführter Betrieb einmal so erfolgreich sein würde. Heute verlassen jährlich etwa 200.000 Hemden und Blusen die eigene Produktionsstätte in Dirschau und erreichen weltweit Kunden mit Sinn für Stil und Eleganz. In Zeiten, in denen immer mehr Firmen ihre Produktionen nach Fernost verlegt haben, ist man bei Emanuel Berg besonders stolz, dass die Hemden und Blusen aus der eigenen europäischen Manufaktur in immer größeren Zahlen nach China und Japan exportiert werden. Die Kollektionen entwickelt der Firmeninhaber gemeinsam mit seiner Frau Petra.

Petra & Jaroslaw Szychulda, Photo by Emanuel Berg

Hemdenstoffe bei Emanuel Berg, Photo by Lars Beusker

Unverwechselbare Unikate für unverwechselbare Persönlichkeiten

Er entwirft neue Kragen- und Passformen und berät seine internationalen Kunden und Retail-Partner am liebsten persönlich – auch bei der Auswahl der hochwertigen Stoffe, die aus renommierten Traditionswebereien wie Thomas Mason, Albini, Testa oder der Schweizer Luxuskollektion Alumo kommen. Jaroslaw Szychulda, der schon als Kind von edlen Stoffen und der Schneiderarbeit fasziniert war, und seine Frau finden Inspiration auf ihren Reisen in die Metropolen, auf Messen und auch in den Filmen der 1950er-Jahre, in denen die männlichen Stars immer korrekt und elegant gekleidet waren.

 

Impression Emanuel Berg, Photo by Lars Beusker

Wer sich ein Emanuel-Berg-Hemd nach Maß anfertigen lässt, hat, wenn er in die dicken Musterbücher eintaucht, die Qual der Wahl. Darin befinden sich Muster von über 700 unterschiedlichen Vollzwirn-Stoffen, darunter die Sea-Island- Baumwolle mit zweifädigem Vollzwirn-Gewebe, genannt „two ply“. Schier grenzenlos scheint auch die Vielzahl von Streifenmustern zu sein, die durch die spezielle Webung leicht verschwommen und weniger „scharf“ als bei anderen hochwertigen Labels wirken, damit sie vor dem Auge nicht „flimmern“.

Hemden Kollektion, Photo by Emanuel Berg

Zu jeder Saison werden die Farben und Muster durch neue Trends ergänzt. Dazu kommen mehr als 60 Kragenformen und auf Wunsch gestickte Monogramme. Natürlich bietet Emanuel Berg auch ein Dutzend Manschettenformen an, darunter die französische Variante, die mit Manschettenknöpfen geschlossen wird. Hat der Kunde alle Entscheidungen getroffen, wird das individuell gestaltete Hemd innerhalb von maximal vier Wochen hergestellt. Getragen unterstreicht das maßgefertigte Hemd als Unikat die unverwechselbare Persönlichkeit durch seine exakte Passform. Ein hemd ist eben mehr als nur ein Hemd.

Weißnäherin beim Annähen eines Kragen per Hand an, Photo by Emanuel Berg

Das Fertigen eines Hemdes ist vergleichbar mit dem Zubereiten eines Sterne- Menüs: nur unter Verwendung der besten Zutaten, durch meisterliche Verarbeitung und mit Liebe zum Detail entsteht ein überzeugendes Spitzenprodukt. Die Hemdenmanufaktur Emanuel Berg arbeitet seit 1989 nach diesem Erfolgsrezept. In Dirschau, nahe Danzig, fertigen erfahrene Weißnäherinnen mit Gespür für die hohe Schule des feinen Handstichs Hemden und Blusen in Perfektion. Die Marke hat sich in jüngster Zeit zum Geheimtipp für Stil-Enthusiasten entwickelt, die sich nicht selten auch für die subtilen Details interessieren, die ein fertiges Emanuel-Berg-Hemd ausmachen. Zum Beispiel die Tatsache, dass es mit neun Stichen pro Zentimeter äußerst sauber verarbeitet wird. Oder dass jedes Hemd an den Seiten mit einer kaum spürbaren „single-needle-naht“ versehen ist. Die Einlage im Kragensteg ist nicht verklebt – so bleibt das Trage- Gefühl auch nach einem langen Geschäftstag noch angenehm. Außerdem wird jedes Hemd mit einer Einlaufzugabe bei der Kragenweite konzipiert, die verhindert, dass der Kragen nach einigen Wäschen zu eng wird. Die Stoffe bleiben griffig und knitterarm.

Emanuel Berg Perlmutt Knöpfe, Photo by Emanuel Berg

„Qualität bis ins kleinste Detail erkennt man bei Emanuel Berg auch an den massiven Knöpfen aus Australia-Perlmutt, die natürlich auf Stiel genäht sind“, erklärt Produktionsleiterin Gabriele Semmerling, „und die extra hautfreundlichen Etiketten werden auf alten Webstühlen gefertigt.“

Auch Frauen schätzen diese einmalige Qualität, Emanuel Berg Bluse, Photo by Emanuel Berg

Text by Camilla Péus

www.emanuelberg.com

www.soer.de

www.daab-media.com

The Labelbook: Borsalino since 1857 – Vom Hut zum Kultobjekt

Filmplakat "Borsalino & Co" von 1970 Photo: The Labelbook Of Clothing Culture

Was passiert, wenn Alain Delon einen Borsalino trägt, konnte man in Jacques Derays gleichnamigem Film erleben: Nicht nur Delons Filmpartnerin, die bildschöne Catherine Rouvel, verlor vollkommen die Contenance. Ähnlich erging es wohl zahllosen Zuschauerinnen. Als der film „Borsalino“ 1970 in die Kinos kam, verhalf er dem italienischen Unternehmen zu einem weltweiten Revival. Es ist der seltene Fall einer cineastischen Hommage an ein Kleidungsstück, das wie kaum ein Anderes Kinogeschichte schrieb. Der Borsalino gehört zum Glamour des heroischen Männerbildes der 1930er-, 40er- und 50er-Jahre und der sich darum rankenden Filme wie die schönen Frauen und die schwarzen Limousinen. Al Capone und Humphrey Bogart, James Cagney und Orson Welles – was wären diese Legenden ohne ihre elegante und markante Kopfbedeckung?

Guiseppe Borsalino Photo by Borsalino

Borsalino mit der klassischen Schachtel Photo: The Labelbook Of Clothing Cultur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Guiseppe Borsalino war eine der großen Unternehmerfiguren der industriellen Gründerzeit Italiens. Er soll über die „talentiertesten Hände, die man je bei einem Hutmacher finden konnte“ verfügt haben. Tatsache ist, dass er sich gründlich in der Branche umsah, bevor er sich selbstständig machte. Mit zwölf Jahren verließ er sein Elternhaus und arbeitete als Lehrling bei verschiedenen Hutmachern in Italien und Frankreich. Nach seiner Rückkehr startete er 1857 im heimatlichen Alessandria im Piemont sein eigenes Unternehmen, das er schnell an die Spitze führte. Er importierte die erste englische Dampfmaschine und sorgte mit einer eigenen Pensions-, Kranken- und Unfallkasse sowie einer Werkschule für die Kinder vorbildlich für seine Arbeiter. Die alte Borsalino- Fabrik, die zu ihrer besten Zeit rund 1.000 Arbeiter beschäftigte, beherbergt inzwischen ein sehenswertes Hutmuseum. Dort kann man sich nicht nur über die 150-jährige Firmengeschichte informieren und sämtliche je vor Ort produzierten Hutmodelle bewundern – vom „Fedora“, dem klassischsten aller Borsalino-Klassiker, bis zu den Kopfbedeckungen gekrönter Häupter und des Klerus. Man erfährt auch einiges über den langwierigen Fertigungsprozess.

Feinstes Tierhaar wird mit Wasserdampf auf einen sich drehenden Bronzezylinder gesprüht und zu Stumpen verdichtet. Photo by Borsalino

In ca. 80 Arbeitsschritten erhält der Borsalino seine unverwechselbare Form. Photo by Borsalino

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sieben Wochen Wässern, Walken, Färben, Bimsen

Durch formen, Dämpfen, Pressen, eingenähtes Schweißband und Futter sowie schmückende Accessoires wie Hutband und Schleife verwandelt sich der unförmige Rohling in einen ausgehfeinen Hut. Dann wird ein weiteres Mal gebügelt und gedämpft, letzte überflüssige Härchen werden beseitigt, bis der unverwechselbare Borsalino endlich aus der Fabrikation entlassen und auf Reisen geschickt wird. Ungefähr drei fünftel der Produktion gehen in den Export. Am Verhältnis zwischen der Anzahl der in und außerhalb Italiens verkauften Hüte hat sich über die Jahrhunderte wenig geändert, wenn auch die Gesamtzahl gegenüber den Glanzzeiten zurückgegangen ist. Aber glücklicherweise ist Bewegung ins Hutgeschäft gekommen.

“In the past we created generations of style, today we create the style of the new generations.” Roberto Gallo

Was einen echten Borsalino von seinen zahlreichen Imitationen unterscheidet, ist neben der stilvollen Silhouette die Qualität. Und die ist ohne hochwertige Rohstoffe und hervorragend ausgebildete Mitarbeiter nicht zu haben. Es dauert sieben Wochen, bis aus den unterschiedlichen Tierhaar-Mischungen ein makelloser Borsalino wird. Komplizierte Dampfverfahren machen aus dem lockeren Verbund einen festen, geschmeidigen Filz, indem sie ihn zu einem Bruchteil seiner ursprünglichen Größe zusammenschrumpfen lassen. Seine besonderen wasserabweisenden Eigenschaften verdankt der Borsalino der feinen unter- wolle von Hasen, Kaninchen oder Nutria (Biberratte). Nur wenn das Wässern, Walken, Färben, Bimsen usw. äußerst schonend vonstattengeht, erreicht das 100-prozentige Naturprodukt die erwünschte, absolut knitterfreie und federleichte Qualität.

Photo by Borsalino

Photo by Borsalino

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kunst, einen Hut zu tragen, ist eine der schönsten, fast verloren gegangenen und heute wieder zu entdeckenden Kulturleistungen. Stars wie Johnny Depp, Kate Moss oder Naomi Campbell machen es vor. Der sexy Touch eines Herrenhuts unterstreicht den persönlichen Stil bei Männern ebenso wie bei Frauen. Die Firma Borsalino S.p.A. antwortet auf den Trend mit einer jungen Linie, die zum Spiel mit den individuellen Looks auffordert. Der Fantasie sind dabei fast keine Grenzen gesetzt. Freche Formen und ausgefallene Details bis hin zu aufgemalten comicfiguren interpretieren die Vorstellung von einem kosmopolitischen Erscheinungsbild neu.

Autor: Sabine Elsa Müller

daab-shop.com

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www.borsalino.com

SØR Rusche Sammlung: Europäischer Monat der Fotografie – Artist Talk mit Carina Linge

Europäischer Monat der Fotografie

Carina Linge und Katja Reich Photo by Wolf D. Hoffmann

Barbara Probst, Exposure#70,2009 Courtesy of the SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin Photo By Wolf D. Hoffmann

Thomas Rusche & Carina Linge Photo by Wolf D. Hoffman

Krzysztof Zielinski, Millenium School#23, 2007 Courtesy of the SØR Rusche Collection Oelde/Berlin Photo by Wolf D. Hoffmann

Anna Kott, Beza & Carina Linge Photo by Wolf D. Hoffmann

Pieter Hugo, Messina/Musina Pieter and Maryna Vermeulen with Timana Phosiwa, 2007 Courtesy of the SØR Rusche Collection Oelde/Berlin Photo by Wolf D. Hoffmann

Katharina Mantel, Vasen Ekstasen, 2012 Courtesy of the SØR Rusche Sammlung Oelde Berlin Photo by Wolf D. Hoffmann

Carina Linge & Thomas Rusche Photo by Wolf D. Hoffmann

Stanislaw Ignacy Witkiewicz or Witkacy, Improvised Scenes, 1932 Courtesy of the SØR Rusche Collection Photo by Wolf D. Hoffmann

Lois Renner, Küchenstillleben, 2008 Courtesy of the SØR Rusche Collection Oelde/Berlin Photo by Wolf D. Hoffmann

FOTOGRAFIE IM DIALOG MIT ALTEN MEISTERN

Nobuyoshi Araki, Beza, Pieter Hugo, Vandy Rattana

Der ungewöhnliche Dialog von Alten Meistern und zeitgenössischer Fotografie erklärt sich nicht zuletzt aus der Geschichte der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin. Deren Wurzeln reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück als der Urgroßvater des Sammlers Thomas Rusche im Münsterland mit Pferd und Wagen Textilhandel betrieb und alte Bilder, Hausrat und Herdplatten in Zahlung nahm. Über Generationen wurde dieser Besitz westfälischer Kunst und Antiquitäten vererbt. In den 1960er Jahren übernahm Thomas Rusches Vater Egon den Bestand und konzentrierte sich auf die Niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts. Zunächst gemeinsam mit seinem 1996 verstorbenen Vater baut Thomas Rusche die Sammlung Alter Meister bis heute kontinuierlich weiter aus und ermöglicht deren wissenschaftlichen Aufarbeitung. Seit 2005 wird die Sammlung des Modeunternehmens um zeitgenössische Positionen ergänzt. Der Fokus liegt auf Malerei im Kabinett-Format. Jedoch befinden sich neben Zeichnungen und Druckgraphiken, Skulpturen und Medienkunst heute über 100 Fotografien in der Sammlung. Das Medium der Fotografie fasziniert den Sammler auf Grund seiner Augenblickhaftkeit und dem fortwährenden Spiel zwischen Schein und Sein
An drei Samstagen im November werden ausgewählte fotografische Arbeiten im Dialog mit der Malerei Alter Meister in den Räumen der SØR Repräsentanz in Berlin-Charlottenburg gezeigt.

Vandy Rattana, Rattanakiri I Bomb Ponds, Courtesy of the SØR Rusche Collection

SØR RUSCHE SAMMLUNG OELDE/BERLIN

3.11. – 17.11.2012

AUSSTELLUNGSORT

SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin
Schlüterstraße 53
10629 Berlin

Sa 3. + 17.11.2012 14-16 Uhr

ÖFFENTLICHE VERKEHRSMITTEL

S5, S7, S75 Savignyplatz

EITRITTSPREISE

Eintritt frei

Anmeldung
m.kuehn@kleidungskultur-soer.de
(jeweils bis 1 Woche vor Veranstaltungsbeginn möglich)

VERANSTALTER

SØR Rusche Markengesellschaft mbH
Wiedenbrücker Str. 1
59302 Oelde

T 02522 8260

www.kleidungskultur-soer.de

KURATOREN

Thomas Rusche

Masterpiece: The Labelbook Of Clothing Culture

"The Labelbook Of Clothing Culture", Herausgeber Thomas Rusche, erschienen im Daab Verlag, Photo by SØR

Wenn Tradition, Qualität und Stil zu einem ausdrucksstarken, unverwechselbaren Produkt verschmelzen, dann steckt möglicherweise eine der 43 Top-Marken des LABEL BOOK dahinter. Denn sie alle gehören auch international zu den besten in ihrem Segment.

Dabei versammelt dieses Buch keineswegs nur die großen, bekannten Namen wie Barbour, Brioni, Cerruti oder Windsor, sondern auch kleinere, ausgesuchte Handwerksbetriebe und sogenannte Hidden Champions, wie z. B. der Hamburger Schuhmacher Benjamin Klemann oder Ascot, dieser faszinierenden Branche. Mit ihren Marken stehen sie für eine Kleidungskultur, hinter der sich weit mehr als das Wissen um Trends verbirgt. Diese Labels zeichnen sich durch Kontinuität und einen meist über Generationen gehaltenen Anspruch an höchste Qualität von Materialien, Schnitten und Verarbeitungs- weisen aus. Sie eint die Leidenschaft für hochwertige Produkte, traditionelle Handwerks- kunst sowie ein herausragendes ästhetisches Gespür.

Der Herausgeber Dr. Dr. Thomas Rusche, Geschäftsführender Gesellschafter der SØR Rusche GmbH, weiß wovon er spricht. Sein „Kleines SØR-Brevier der Kleidungskultur“ wurde schon vor Jahren zum internationalen Standardwerk. Die „selbstverständlich subjektive Auswahl“ – wie der Herausgeber einräumt – basiert auf seiner generationen- übergreifenden Erfahrung mit SØR und ist bestimmt eine gute Perspektive für diese Hommage an die Meister des -Weber-, Schneider-, Stricker-, Schuhmacher- und Modis- tenhandwerks.

The Label Book Of Clothing Culture ist in gewohnter Daab Manier sehr hochwertig ausgestattet. Mit einer edlen Leinen Bindung, exzellenten Fotografien und wunderbaren Hintergrundinformationen erfüllt dieser Band alle Vorraussetzungen um ein  für Stilenthusiasten zu werden. Ab November 2012 wird das Labelbook im ausgewählten Buchhandel, in allen SØR Häusern und im SØR Online-Shop, sowie über den Daab Verlag erhältlich sein.

24,5 x 31,5 cm, 296 Seiten 70.00 € | 95,00 $ | 60,00 £ ISBN: 978-3-942597-25-8

Impressionen der Vor-Premiere von “The Label Book Of Clothing Culture” anlässlich der Buchmesse Frankfurt am 10.Oktober 2012 im SØR Haus in der Kaiserstrasse.

SØR Haus Kaiserstrasse Frankfurt Photo by SØR

Anja & Ralf Daab, Christiane Blass, Thomas Rusche Photo by SØR

Photo by SØR

The Label Book Of Clothing Culture Photo by SØR

Thomas Rusche Photo by SØR

Photo by SØR

Michael Werner, Thomas Rusche und Sebastian Schwarz

Thomas Knoerich Photo by SØR

Gäste Photo by SØR

 

Ralf & Anja Daab, Thomas Rusche und Dori Tscherwinka Photo by SØR

http://www.daab-media.com

Runde 50: Der Erzgeburtstag!

Geburtstagsgruss von Jonathan Meese an Thomas Rusche. Photo by SØR

 

Der Kunstgang durch die SØR Rusche Sammlung Berlin, ist mittlerweile zu einer Kultveranstaltung in der Berliner Kunst- und Kulturszene avanciert. Mit einem Glas gut gekühlten Sekt in der Hand, lassen sich die Gäste  von Thomas Rusche persönlich durch seine private Sammlung führen. Der 50. Kunstgang am 26. September 2012 sprengte allerdings, auf überraschend schöne Weise, den üblichen Ablauf der Veranstaltung, denn nicht nur der Kunstgang sollte in die 50. Runde gehen, auch der Gastgeber wurde runde 50. Über 120 Gäste gaben dem Sammler die Ehre um ihn in seiner Charlottenburger Wohnung zu gratulieren. Aufgrund der großen Gästeschar konnte der Kunstgang zwar nicht wie gewohnt durchgezogen werden, aber dafür gab es eine Überraschung für den Jubilar. Über 130 Beiträge von Künstlern, Philosophen, Theologen, Kuratoren, Galeristen und Autoren wurden im Vorfeld für Thomas Rusche gesammelt und ihm an dem Abend in Form von zwei exklusiven, handgebundenen Büchern überreicht. Nach anschließender Lesung einer Prosa von dem Schriftsteller und Journalisten Harald Wieser und einer vorgetragenen philosophischen Abhandlung von Prof. Dr. Dietrich Böhler, mündetet der Abend in einem rauschenden Fest – oder wie es Jonathan Meese so wunderbar in seinem Gruss titulierte: Erzgeburtstag!

Thomas Rusche Photo by André C. Hercher

Philip Grözinger & Jonas Burgert Photo by André C. Hercher

Judy Lybke & Thomas Nehls Photo by SØR

Carina Linge & Thomas Nehls Photo by André C. Hercher

Erika Weiß & Alicja Kwade Photo by André C. Hercher

Arne Linde & Johann König Photo by André C. Hercher

Uwe-Karsten Günther, Mark Gisbourne & Tanja Selzer Photo by SØR

Dietrich Böhler & Thomas Rusche Photo by André C. Hercher

Eva-Maria & Andreas Wendt Photo by André C. Hercher

Clemens Meyer & Esther Niebel Photo by André C. Hercher

Julia Rust & Marianne Esser Photo by André C. Hercher

Stephan Koal & Jan-Henrik Scheper-Stuke Photo by André C. Hercher

Kathrin Thiele & Anya Triestram Photo by SØR

Nilgün & Eberhard Bosslet Photo by SØR

Jens Joneleit Photo by SØR

Fumie Sasabuchi Photo by André C. Hercher

Elena, Paolo & Eduardo Botarelli Photo by André C. Hercher

Axel Geis & Philip Grözinger, Auszug aus dem Geburtstagsbuch Photo by SØR

Artikel aus dem Kunstmagazin: http://www.kunst-magazin.de/alles-gute-zum-erzgeburtstag/